Headset finde ich jetzt ziemlich uncool.
Nicht nur das! Nach den unten geschilderten Erfahrungen benutze ich ein Sennheiser E 935 (dynamisch, Niere) auf einem Stativ.
- Das AKG C 520 ein sehr gutes Headset. Es sitzt und klingt gut; die Kondensator-Technik bietet einen guten Frequenzgang mit klaren Höhen. Letzteres wird am Schlagzeug zum Nachteil: Trotz Nierencharakteristik nimmt es viel Schlagzeug - besonders Becken - auf. Das kann im Mix zum Problem werden.
- So kam ich dann auf Empfehlung eines Verkäufers zum deutlich billigeren Shure WH-20. Das ist deutlich weniger empfindlich bzw. der Frequenzgang fällt ab 10kHz recht flott ab. (Es ist halt ein günstiges, dynamisches Mikrofon; übrigens fällt sein Schwanenhälschen m.E. auch zu schwach aus.)
Nun aber das eigentliche Problem beim Headset im Allgemeinen:
Man kann, zumindest während man am Spielen ist, den Abstand zwischen Mikrofon und Mund nicht variieren. Man kann also nicht so einfach den Abstand zum Mikrofon variieren, um Lautstärke-Unterschiede auszugleichen oder auch den Klang zu variieren. Wenn ich tief singe, bringt die Nähe zum Mikrofon Lautstärke und Tiefe (Nahbesprechung). Wenn ich ganz hoch singe, werde ich verdammt laut. Das mag an meiner fehlenden Gesangstechnik liegen, scheint aber nicht unüblich. Ich muss dann sehr weit vom Mikrofon weg sein oder sogar daran vorbei singen. Das geht bei einem Headset nicht so einfach.
Es mag sein, dass man mittels Kompressor und Know-How (!) die Lautstärkeunterschiede verringern kann, aber ich würde mich darauf nicht verlassen wollen.
M.