Ich kann mich noch gut an damals in den 80ern erinnern, als ich zum ersten mal bei Drums-Only in Koblenz ein Sonor Lite anspielen konnte. Es wurde zu meinem All-Time-Favorite. Ein Yamaha Oak Custom gesellte sich dann Jahre später auf die Liste der Traum-Sets dazu.
Sonor hatte die Lites auf Kundenwunsch auch offensichtlich "ungebohrt", also ohne die Tomaufhängung gebaut und verkauft. Ein solches, mit original Purecussion R.I.M.S., konnte ich 2017 mal spielen. Ich behaupte: Es gibt kein "besser klingendes" aus Birkenholz gefertigtes Drumset. Selbst ein Yamaha Recording Custom konnte den Fellen nicht diese umfangreichen Frequenzen entlocken. Die damals verbaute sogenannte skandinavische Birke (war es Birke aus Finnland?) muss vermutlich noch dichter und schwerer gewesen sein als die japanische Hokkaido Birke ...
Hochi und fwdrums haben Recht - Punkt! Alleine die Verarbeitung der Hardware (Verchromung) ist over the top - das bekommt man im Drumsektor nicht mehr geboten. Unter Umständen kann man heute nach zwei Jahren schon die ersten Pittings bekämpfen, selbst bei hochpreisigen Drums. Ca. 40 jahre alte Phonic oder Signature Hardware sieht nach leichter Politur aus wie neu - ein Traum.
Ein Yamaha Recording Custom mag vielleicht "langweilig" sein. In Sachen funktionaler Hardware haben sie aber damals ordentlich vorgelegt und bauen das bis heute fast unverändert. Das spricht für sich. Ich würde heute ein Recording Custom eher als klanglich "neutral" beschreiben, da es mit vielen unterschiedlichen Fellen und Stimmungen immer gut funktioniert. Vielleicht deshalb ein Grund, weshalb viele große Tonstudios so ein Set in der Ausstattung hatte!?!
By the way: Sonor hatte damals wohl auch für das Signature Sonderanfertigungen auf Kundenwunsch gemacht - wenn man diesem Herrn glauben darf??? Es ist zumindest nicht das erste Signature, welches ich mit z.T. traditionellen Kesseltiefen ab Werk sehe, also nicht nachträglich gekürzt.
