Beiträge von Katschi

    Hi,


    also das Set dürfte ein Premier PD101 aus den End-Sechzigern sein, erkennt man an der schräg angebrachten Tomhalterung, die Hardware ist eindeutig Sonor und auf gut Mitte der Siebziger Jahre zu datieren, allesamt Phonic-Serie: Fußmaschine Z5317, Hihat-Ständer Z5454 (mit Feder-Feinjustierung, das Beste, was es damals gab), Snare-Ständer Z5554.


    Korrektur: Das könnte sehr wahrscheinlich doch ein Premier der 50er-Serien aus den Mitt-Sechzigern sein. Die Tomfüße entsprechen genau dieser Serie und die (innen alu-gebürsteten?) Hoops passen auch eher dazu. Einer der Vorbesitzer hat wohl Schaumstoff zum Dämmen direkt unter den Lugschrauben fixiert.

    Hi,


    beim Stegner gibt's zwei Sonor-Gummifußtypen, allerdings gerundet und die sehen identisch aus, haben aber unterschiedlichen Preis. Frag' doch an, welche für die Phonic-Beine die richtigen sind. Genau solche hatte ich wg. fehlender Original-Gummifüsse an einem Performer-Tom dran, und gegessen war das Thema, die haben hervorragend gepasst und ja, der Sound war voller. Geht also, wenn du auf den optischen Stilbruch verzichtest.


    Grüße

    GuerillaRadio,


    wenn du schon beim Zerlegen des Sets bist :D : Normalerweise müsste in jedem Kessel die dreistellige Nummer eingeprägt sein. 05 heißt, dass das Tom im Mai gefertigt wurde. Wie ist es bei den anderen? Doch irgendwo noch alle drei Ziffern zu erkennen? Und warum liegt da die "Antifrost&Klarsichtflasche" daneben, noch mit Citrusduft? Die brauch' man doch nicht für die Identifizierung :D .

    Ob das wirklich die Buchenkessel-Oberfläche oder Eiche ist, hm, mach mal die Felle runter und schau dir die äußere Schicht an oder geh' so vor, wie Jürgen das vorschlägt. Was mir gerade noch auffällt: Das Logo auf den Bassdrum-Böckchen ist das alte Sonor-Logo, weil hier die Schlägel nicht bündig laufen. Auf den Böckchen der Toms (zumindest auf dem Hängetom sehr gut zu sehen) ist das neuere Logo zu sehen, hier sind die Schlägel bündig. Also sind Bassdrum und Toms sehr wahrscheinlich unterschiedliche Serien und damit unterschiedlichen Datums. Entweder hat der Vorgänger zufälligerweise die gleichen Finishes gekauft oder wirklich die Folien runtergezogen, die Kessel lackiert, um das Ganze einheitlich zu gestalten.

    Für die Identifizierung hilft es, in den Kesseln nach dem dreistelligen Stempelaufdruck zu suchen, der verrät das Herstellungsdatum. Zur Lackierung: Das sieht deutlich nach späterer Auftragung aus, wenig professionell. Es ist mir nicht bekannt, dass zu der Zeit die Kessel glanzlackiert waren, die gab es i. d. R. nur seidenmatt lackiert, sodass man auch die Holzmaserung gut fühlen konnte. Gepflegt hat man diese Holzfinishes am ehesten mit Öl, um sie vor Rissen und stumpfer Oberfläche zu bewahren.

    Gar nicht so einfach, aber er hat ja draufgeschrieben "...from Elvis Recording Session ...". Die erstreckten sich von den 60ern bis in die 70er. Also scheidet Sabian schon mal aus, weil es erst 1981 gegründet wurde. Es ist bekannt, dass er zu der Zeit Zildjian gespielt hatte und erst 1982 zu Paiste wechselte. Welcher Typ Cymbal das genau ist überlasse ich den Zildjian-und Pixel-Spezialisten, vielleicht finden die noch die Gravur auf dem Foto. :D

    Da fällt mir (nicht ganz uneigennützig) ein, dass ich noch eine Notenschule seines Vaters Joe Porcaro in den Kleinanzeigen verkaufe. Ist ja eh 'ne Drummerdynastie.

    Also das war ein original Interview eines Sticks-Mitarbeiters, geführt im Backstage-Bereich der Jahrhunderthalle in Frankfurt, während einer Toto-Tour.

    Ein absolutes "Muss" ist natürlich die Platte/CD Donald Fagen "The Nightfly", auf den meisten Nummern spielt er mit, total relaxed, was perfekt zum typischen Westcoast-Sound und Fagen-Stil passt. Nur zu empfehlen.


    Außerdem habe ich selbst noch einen kleinen "Schatz". Hier:


    Die Ausgabe habe ich aufgehoben, gibt es hier auch noch einige, die dieses Heft haben? Ein zwölfseitiges umfangreiches Interview aus dem Sticks-Magazin von Januar 1989 mit vielen Transkriptionen, auch denen, die hier Thread genannt werden. Für mich das wohl beste Interview mit ihm, tolle Insider-Informationen, zu der Zeit war er ja voll auf dem Höhepunkt.

    Die "Low Down"-Version gibt es auch in einer ganz seltenen und frühen Live-Version. Da kann man schon seinen wunderbaren Drive erkennen. Einer meiner Klassiker, bitte sehr:


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    Das hört sich gut an und wird auch gut aussehen, die Konfiguration gefällt mir. Und bei dieser reinen Sonor-Hardwareausstattung würde ich auf jeden Fall die HiHat aus der 600-Serie nehmen (HH 674 MC). Die hat nämlich umstellbare Füße (Gummi-Metallspitzen) und die Füße sind in der Längsachse drehbar, also vielseitig justierbar. Ich habe selbst so ein Teil und kann mich damit sehr gut auf die jeweilige Situation vor Ort einstellen. Außerdem wird sie ja spieltechnisch stark beansprucht, bei solch einem Set würde ich dazu tendieren, eine HiHat zu nehmen, mit der du auf lange Sicht Freude hast. Und das ist bei der 600 Hardware der Fall, auch wenn die Teile schwer sind.

    Geht an den Threadstarter:


    Das sieht mir auch nach Bermuda-Sand-Folie aus, ich habe mit dieser Folie schon ein Set bezogen. Die ist ziemlich dick und aufgrund ihrer Beschaffenheit sehr hart und störrisch. Ich wüsste nicht, wie man die problemlos runterbekommt, ohne das tolle Mahagoni-Furnier in Mitleidenschaft zu ziehen. Das kann eine richtige Sisyphus-Arbeit werden, wo du evtl. Zentimeter für Zentimeter vorgehen musst. Das ist eine sehr kräftige Folie und es kann durchaus sein, dass man beim Ablösen das Furnier mit abreißt oder einreißt. Und dann wäre das gute Teil hinüber. Also sehr vorsichtig sein. Oder einen Schreiner fragen, der sich mit der Behandlung von Furnieren auskennt.

    Eigentlich kannst du ja heute nichts mehr anfassen, testen oder kaufen, das von irgendeiner Größe endorsementmäßig "verwurstet" wurde. So viel zum Einfluss und zur Unabhängigkeit. Mir geht es wie einigen hier: Ab einem gewissen Alter und wohl auch einem Reifeprozess interessiert mich das Endorsement letztendlich nicht mehr. Ich mache mein Ding, wähle das Set, Felle, die Cymbals, Sticks und Hardware nach meinem Gusto aus. Für mich ist viel wichtiger, mein musikalisches Verständnis, meine Vorstellung von Sound im Kontext zu den Musikern unterzubringen, mit denen ich spiele. Im Klartext: es ist mir völlig egal, ob Drummergott A oder Beckenhexer B genau das spielt und empfiehlt, was ich gerade auch an meinem Set habe. Was soll ich mit einem Jojo-Mayer-Fußpedal, wenn ich nicht annähernd so spielen kann wie er? Ich nehme das Pedal, das mir zusagt. Und wenn ich Felle auswähle, dann danach, ob sie zu meinem Empfinden von Sound passen und nicht, weil sie gerade innovativ sind (sein sollen) oder gerade hip sind, alle Welt die spielt und irgendein Fuzzi auf die schwört. Ich will nicht klingen wie ein aktueller oder ehemals großer Schlagzeuger. Mein Set und meine Spielweise klingen nach "mir". Fünf verschiedene Signature-Sticks eines Herstellers klingen fünffach verschieden auf ein und demselben Ride. So what?