Ich kenne das "Problem" des TS aus meiner Anfangszeit: Man möchte Songs verstehen und gleichzeitig eigene Parts erfinden. Ich habe als Schüler mal eine "Gitarrenspur" für "Let it Rock" von Bon Jovi transkribiert, die bestand ohne Witz aus genau 2 Tönen, weil ich festgestellt habe, dass sich diese zusammen mit der Originalaufnahme den ganzen Song über gut anhören. Und viel mehr konnte ich damals auf der Gitarre auch nicht. Ich war froh, keine Blasen an den Fingern zu bekommen. Heute lächle ich darüber. Das ist ein sehr einfaches Beispiel dafür, dass es mit der Musik ein langer Weg ist, den man oft gar nicht so vorhersagen kann...ich erinnere mich an meinen ersten Song, den ich selbst geschrieben und auf dem 5-Spur-Midi-Recorder des Keyboards meines Bruders aufgenommen habe: Die Gitarrenspur war ebenfalls "einfingrig". Weil ich selber noch nicht mehr konnte.
Alles andere kommt mit der Zeit. Aber ich finde es nachvollziehbar, dass sich der TS an anderen Instrumenten orientieren möchte und quasi "unisono" mittrommeln möchte. Das geht bedingt auch, z. B. umspiele ich Gesangsphrasen gerne mal mit HiHat-Aufziehern. Aber ein Rezept gibt es dafür leider (zum Glück?) nicht.
Da gebe ich Recht:
Die großartigen Drummer sind nicht eines morgens aufgestanden mit dem Vorsatz, was eigenes zu erschaffen, sondern sie haben viele Jahre lang die Meister vor ihnen studiert.
Und habe just heute Morgen folgenden Podcast gehört:
Darum antworte ich nun auch in diesem Post. Sie sagen da u. a., dass "Neues aus dem Vorhandenen" versteht und sie von gezwungener Veränderung nichts halten. Sprich: Man muss das Existierende verstanden haben, um Neues zu schaffen. Im Beispiel von LaBrassBanda wissen die durchaus, wie man ne Polka richtig spielt, auch wenn ihr ein oder anderer Fan Polka vielleicht uncool findet.