Beiträge von MoM Jovi

    Interessant ist vielleicht auch, ob der Song auch funktioniert, wenn er komplett anders arrangiert ist. Als Beispiel soll das ganze Album 1989 von Taylor Swift dienen, dass Ryan Adams komplett anders interpretiert hat, die Songs für sich aber auf beiden Alben toll sind.

    Danke für diesen Hinweis! Da werde ich nachher definitiv reinhören, das interessiert mich! Denn ich finde die Songs von Taylor Swift ohnehin genial, obwohl ich vorher nicht auf Elektro-Pop stand. Ich habe generell Probleme mit so (scheinbar) dahinplätschernden Songs, wenn es keine Rockballaden sind. Aber bei Taylor Swift geht es mir wie bei Bruce Springsteen: Das Zeug macht süchtig und immer wenn du gerade weiter skippen willst, kommt irgendeine Wendung, die dich weiterhören lässt! Und das sind dann gute Songs.

    Danke! Ich hätte es nicht besser auf den Punkt bringen können. Und das beobachte ich immer bei "Bands", die einen Gitarristen als Frontmann oder zumindest Leader haben. Dann werden Riffs und Licks aneinander geschustert, die natürlich harmonisch/rhythmisch alle irgendwie zueiander passen, aber halt wie du schreibst keine "guten Songs" ausmachen, auch wenn sie zum Mitgröhlen/-wippen animieren.

    Wenn ich einen Song schreibe, dann gehe ich selten von einem Riff aus, sondern habe ituitiv eine Melodie/Rhythmik/Spannungsbogen und sogar Instrumentierung im Kopf, die ich dann versuche umzusetzen. So entstehen zwar auch mal scheinbare Plagiatschnipsel, aber es ist Musik, die aus dem Bauch kommt - selbstverständlich geprägt von meinem persönliche Musikgeschmack und Hörerfahrung.

    Ob es nun die "klassische" Struktur aus Verse -Bridge - Chorus sein muss, dazu kann man unterschiedlich stehen, es gibt definitiv gerade aktuell Beispiele, die davon abweichen und trotzdem funktionieren.

    Da möchte ich mal "(You want to) Make a memory" von Bon Jovi in den Ring werfen, wozu mir ein Zitat von Dieter Bohlen bei Wetten, dass...?? 2007 einfällt: "Bei Bon Jovi habe ich immer so nach dem Refrain gesucht." Für mich einer der besten Bon Jovi Songs seit "It's my life" !


    Und nochmal ein aktuelles Beispiel: Vergangenen Freitag war ich zum ersten mal live bei Silbermond. Ich hatte die Band generationsbedingt schon immer auf dem Schirm, aber nie so richtig. War aber immer schon begeistert von ihrem Song "Zeit für Optimisten" und wie die das (wenigstens anfangs) mit einer Gitarre, Bass und Drums live runterrocken. Das fällt nun in die Kategorie "gut gespielt", denn das was ich am Freitag da live erlebt habe, war richtig geil. Und dann merkt man auch bei für einen unbekannten Songs, wie gut die doch eigentlich sind, wenn man sie zum ersten Mal und dann noch live hört! Der entscheidende Faktor ist dann die Mischung aus Hookline und vor allem Energie. Hatte dann auch so Gänsehautmomente bei einigen Passagen, wie das eben so ist bei geiler Live-Musik.

    Ich selbst hab schon häufig Dinge gemacht, die ich vom Fahrersitz aus toll und kreativ fand. Erst bei Livemitschnitten fiel mir dann manches auf, was im Kontext doch nicht so gut klang.

    Genau, Selbstkritik schadet nicht in gesundem Maße. Geht aber auch andersrum: Beim letzten Gig fand ich mein Spiel völlig verkrampft und unausgewogen. Die HiHat war meines Erachtens viel zu laut und es war das berühmte "Ride-Loch", wenn ich aufs Ride wechsle... Auf den Aufnahmen hinterher habe ich jedoch das völlige Gegenteil erlebt von meinem Eindruck hinter den Drums!


    Also ich sage: Ja, HiHat darf man crashen/sizzlen! Wer das pauschal verbietet, den möchte ich fragen, warum man Becken für hunderte von Euro neudeutsch "stacken" darf!? 8o

    sondern öffne es leicht und mach einen sehr lauten sizzle sound.

    Es ist nun zwar klar, was der TS genau meint, aber abgesehen davon würde ich sagen, alles ist erlaubt, wenn es der Sache dient.

    Die 17er Kombi von Steve Jordan, war für mich nicht nutzbar, der crasht diese aber explizit

    Beim Lesen ist mir auch gleich Steve Jordan eingefallen. Und daher würde ich nicht pauschal sagen:

    Hör auf den Tonmann und baue lieber ein zusätzliches Crash auf. Da wird dir schon kein Zacken aus der Krone brechen ...

    Auch wenn ich meine zu wissen, wie m_tree es meint. Man müsste hier mal vorsichtig hinterfragen, wer der Tonmann ist. Ist das ein Profi, oder ist das Studio ein Wohnzimmer mit Audio-Interface und Macbook und bedient von einem guten Freund, der auch manchmal Ton macht. Sorry, bitte nicht falsch verstehen!

    Also wenn der Tonmann weiß, was er tut, dann würde ich m_tree schon zustimmen. Dann ist der "Crashsound" in dem einen Songkontext einfach nicht passend. Aber niemals pauschal! Ich hatte mal als Kind so ein kleines Casio Keyboard, da gab es 5 grüne Tasten: BD, Snare, HiHat, Crash, Ride. Die HiHat machte tsssch, das Crash wääääsh, das Ride piiiiing. Und es gibt Menschen, die wollen einfach nicht sehen/hören, dass ein Ride mal Crashhh macht oder ein Crash mal ping, und schon gar nicht darf dann eine HiHat Crash machen! Bertram Engel macht das aber manchmal! Und der ist doch Profi, oder? =O

    ich finde ja, dass 14er Becken höher klingen als 16er, 18er etc., aber wenn das jemand so sagt ...

    Aber auch nur unbedingt bei Schweizer Glockenpressern mit ausgsprochener Qualitätssicherung und dann auch nur bei derselben Serie. Ich habe ein 19" Crash aus neuartiger bräunlich gefärbter "2002 Bronze", das klingt höher als ein 18" Crash aus klassischer "2002 Bronze" - vom gleichen Hersteller! =O


    Aber ja, eine HiHat im klassischen Sinne ist halt dicker und glockiger als ein vergleichbares Crash.


    Bei dieser Gelegenheit hört doch mal hier rein, so um Zeitmarke 2:07. Da spielt er die 16er HiHat offen. Ich habe beim ersten Mal nur den Ton gehört ohne das Bild zu sehen und dachte, das war doch ein kleines Crash:


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Hallo,


    das hört sich nach dem hier an: https://www.meinproberaum.com/


    Ich hatte schon für mich dieselben Gedanken, aber noch nicht zuende gedacht. Ich glaube, der Bedarf ist durchaus da, wenn du nicht gerade völlig am A..Nabel der Welt wohnst (wobei...aber ein Bus sollte vielleicht schon fahren). Solltest vielleicht ein gewisses Kapital bzw. Investitionsrisiko mitbringen, aber ich denke die Rechnung kann aufgehen!


    Rechenbeispiel aus obigem Link: 90€ pro Raum im Monat für 1 Abend in der Woche. Das macht bei Vollauslastung 7x 90€ = 630€ für ca. 20m² im Monat. Wenn sich da ein Häuschen findet mit mindestens 5 Räumen, dann sollte das sogar finanzierbar sein. Ich denke da auch nicht nur an Hobbybands als Mieter, sondern Berufsmusiker.


    Edith meint: Denke halt auch an Reinigung, Instandhaltung und evtl. zu Beginn Renovierung und Grundinventar.

    Wir stehen alterstechnisch alle mitten im Leben. Ich bin 34, die anderen Anfang bis Mitte 40.

    Erstaunlich, wie "mitten im Leben" manche dann doch nur sind, gemessen an ihrem Verhalten. :D


    Man sagt ja, Schlagzeuger seinen die besonnensten unter den Musikern. Du hast also alles richtig gemacht, auch wenn es weh tut. Ich kenne es noch zu gut aus meinen 20ern, da ging eine Welt unter, wenn es in der Band geknallt hat und im Worst Case auch noch der Proberaum dabei flöten ging. Aber so Dinge passieren und man lernt dabei unglaublich viel - vor allem was die Selektion bei kommenden Ensembles angeht. Ich bin genau so alt wie du und habe mittlerweile die Einstellung, dass es auch andere schöne Dinge gibt und ich sowas nicht brauche, wenns nicht sein soll. Man kann an einem Abend, an dem sonst Probe gewesen wäre, auch wunderbar alleine Musik machen. :P

    Nun bin ich auch mal wieder auf dem neusten Stand und habe alle Folgen nachgehört. Vor allem Folge 63 hat mir sehr gefallen! Gerne mehr von solchen ausführlichen Interviews, denn da ist dann auch mal Zeit für praktische Beispiele.

    Ich bin beeindruckt, wie viele Leute an so einer großen Produktion an den kleinsten Details feilen, und wenn es nur die Snare für einen Albumtrack ist, der wohl niemals ausgekoppelt geschweige denn live gespielt wird. Da würde mich auch mal die Stimme eines Produzents interessieren, der dann einen solchen "Mikrobeat" für eine bestimmte Produktion in Auftrag gibt.


    By the way, was macht eigentlich eure Serie zu verschiedenen Trommelfell-Typen? ^^

    Nochmal zur Ausgangsfrage:


    Nach meiner Erfahrung ist das Dilemma, je mehr "Hobby" irgendwo drin ist, desto notwendiger sind gut vorbereitete, strukturierte und regelmäßige Proben.


    Bei einer Band habe ich das riesengroße Glück, dass jedes einzelne Mitglied für sich alleine schon lange genug Musik macht, dass Egomanie kein Thema ist. Selbstlos genug, um miteinander an einem Strang zu ziehen, ambitioniert genug, um sich nicht alles gefallen zu lassen wie z. B. Spielen auf den Hut für's Image, bodenständig genug um zu wissen, dass es nicht der Lebensunterhalt ist. Ich weiß genau, dass es kein Problem sein wird, wenn die momentane musikalische Ausrichtung beim Publikum nicht mehr zieht. Dann wird über ein neues "Projekt" nachgedacht und hochgezogen. Sowas wie "ich will hier meinen Lieblingssong spielen, sonst steig ich aus" gibt's hier nicht. Mit den Leuten kann ich auch mal wochenlang nicht proben und wenn man wieder zusammenkommt, wird es ganz schnell wieder ordentlich, weil niemand zuhause sein Instrument in der Ecke stehen hat.


    Bei der anderen Band ist der Hobbycharakter teilweise größer. Diese Band liegt mir persönlich aber sehr am Herzen und da investiere ich meine Zeit gerne hinein, weil es am Ende vor Publikum doch immer geil ist. Es passt dort einfach menschlich und man ergänzt sich super.


    Das hat ne Zeit gebraucht, bis ich soweit war, vor allem auch mental: Früher habe ich an Bands festgehalten, wenn ich sowieso nur eine Band hatte und dachte, so schön wirds nie wieder, auch wenn es gar nicht so schön war. Irgendwann lernt man, den Moment zu genießen und zu denken: Wenn der Haufen morgen zusammen bricht, spiel ich halt wieder für mich allein und zwar das, was ich möchte. Natürlich ist es ärgerlich und schmerzhaft, ein liebgewonnenes Projekt zu verlieren, weil es in der Regel schon so 1 Jahr dauert, bis alles anfängt zu grooven.


    Wie schon einige gesagt haben: Menschen kann man nicht ändern bzw. es kostet wahnsinnig Energie, wenn man es versucht. Ich glaube, Schlagzeuger/innen haben dafür zwar schon ein gewisses Händchen und manchmal kriegt man es auch verhältnismäßig gut hin, eine Band zum Laufen zu kriegen. Aber man muss sich selber für sich beantworten, ob man das möchte. Ich weiß aber mittlerweile ganz gut, auf welche Typen ich mich einlasse und welche nicht.


    Ich glaube, dass das auch bei "Profis" so ist. Habe erst kürzlich den "Schlagabtausch Podcast" Episode 60 gehört, wo Dirk Brand genau das bei einer Frage anreißt, dass man als Drummer oft das Gefühl hat, die "anderen" wären nicht vorbereitet:


    Die Snare ist da nicht dabei… Edit: ah, zu spät bei der Party… :D

    Jop. Als ich reingeschaut habe, stand in der Beschreibung noch "beim Kauf des Sets gibt es die Snare umsonst dazu" oder so ähnlich. Das wäre dann noch unter dem Preis gewesen, zu dem ich mein "Three22" bekommen hatte. Das waren damals 1750€ für 22/13/16 zzgl. Snare.


    Hättest du denn geliebäugelt? Du hattest neulich schon mal angetan auf eines meiner Birdseye-Fotos reagiert. ;)

    Ich meinte bewusst, dass ein Funier das einfacher leisten KANN: Man braucht natürlich gutes Basismaterial und muss es entsprechend verarbeiten. Aber dann kann man wahrscheinlich aus vielen kleinen Einzelteilen ein homogeneres Holz bauen als die Natur in einem ganzen Baum. Und das ist wohl zumindest wirtschaftlich effektiver als perfekte Bäume zum Aushöhlen zu suchen.

    Chicken Nuggets sind auch einfacher herzustellen aus vielen Hühnern als das perfekte Brathähnchen zu züchten.

    an dem Baumstamm kann man schön sehen, wo die Problematik auch ist:

    eine Trommel ist rund, ein Baum nicht.

    Wenn ich da etwas herausfräse, dann ist das halt irgendwie bearbeitet, aber letztendlich dem ein oder anderen Zufall ausgesetzt.

    Genau, ich schrieb ja schon:

    Also muss der gravierende Unterschied ja in der Herstellung liegen und allem, das dieser vorangeht und was danach kommt (Beschaffung, Lagerung, Werkzeuge, Zeitaufwand, ...).

    Den nicht unwesentlichen Teil der "Selektion" (im weiteren Sinne unter "Beschaffung" mitzuverstehen) hatte ich nicht genannt, aber gemeint.

    Ich glaube nicht, dass Vollholz besser klingt. Es klingt - jedenfalls als Brett (manch einer hat ja Holzmöbel) - dumpfer. Das mag wohlklingender sein, wenn man mit dem Finger drauf klopft.

    Das ist wiederum logisch. Und ich glaube bzw. meine schon erlebt zu haben, dass ein besonders schön gerade gewachsenes "Brett" auch schon anders tönt, wenn man es vor den Kopf genkallt bekommt als eines mit vielen Ästen...ähnlich der glatten Wassermelone im Gegensatz zur geriffelten Honigmelone. Je homogener die Masse, desto resonanter. Ein Funier kann das also im Prinzip einfacher leisten als ein Baumstamm - auch hier gute Vorselektion erforderlich, aber insgesamt einfacher als den perfekten Baum zu suchen.

    Darum:

    wertzuschätzende Handwerkskunst und Liebhaberei

    Ein kleiner aber dennoch gravierender Unterschied.

    Dann erklär doch bitte, weshalb der Unterschied so gravierend ist. Handwerklich ist es mir klar, aber bezüglich der fertigen Trommel?

    ein aus dem stamm gefräster kessel [...]

    Ich bin fast so mutig zu behaupten, dass es müßig ist, die Diskussion Richtung Klangeigenschaften aufgrund von Schnittrichtungen zu lenken - das hat mich das Forum nach unzähligen Abhandlungen über Kesselmaterial gelehrt. :)

    Die Frage nach der Stabilität scheint allenfalls "The Who" zu interessieren. :D

    Also muss der gravierende Unterschied ja in der Herstellung liegen und allem, das dieser vorangeht und was danach kommt (Beschaffung, Lagerung, Werkzeuge, Zeitaufwand, ...). Wer keine Einrichtung zum Schichtverleimen oder Fassbauweise von Kesseln hat, dem reicht vielleicht schon eine einzige Feile. :S Und der Schreiner ist mit Sicherheit stolz, wenn er eine Trommel aus einem Stück gewonnen hat. Für die große Industrie scheint ein Vollholzkessel, aus welchen Gründen auch immer, nicht rentabel zu sein. Sonst würde man aus den Marketingbüros jede Menge Argumente für Vollholzkessel hören und lesen.

    Der Threadverlauf sagt mir eher, dass es sich um wertzuschätzende Handwerkskunst und Liebhaberei handelt.

    Ich bin nicht gerade der "Die Hard Foo" und der Tod von Taylor Hawkins hat nicht unwesentlich dazu beigetragen, mich mal mehr mit den Foo Fighters zu beschäftigen, aber gestern habe ich mal das neue Album durchgehört und die Drums sind mir sogleich in den Fokus geraten. Ich bin mir nicht sicher, ob es sich um ein gewisses "Biasing" handelt geschuldet der ganzen Situation, oder ob die Drums tatsächlich so präsent "nach vorne" produziert sind. Aber hier mal einige Dinge, die mir sofort aufgefallen sind:


    Gleich beim ersten Track "Rescued" fällt der 16tel HiHat Part auf - überrasched, aber passend. Der Songwriter muss ein Drummer sein. ^^ Und überhaupt die HiHat auf der ganzen Platte hat einen sehr markanten schlürfenden Sound (bestes Beispiel "Nothing At All") - sofern alle Songs mit denselben Hats eingespielt wurden? :/ "Hearing Voices" ist auch mal ein Paradebeispiel für den gekonnten Ride-Einsatz! "Show Me How" könnte man geradezu wörtlich nehmen, "wie" man einhändige 16tel spielt. Das ist ja mal ne Ansage! =O Und dann das Geballer am Ende von "But here we are". Macht Spaß zu hören aus Trommlersicht. Mit den Lyrics hab ich mich noch nicht befasst, aber den Titeln nach spielt Taylor mit Sicherheit eine Rolle.


    Am prägendsten ist für mich wirklich die HiHat, die finde ich enorm präsent und gleichzeitig nie nervig ist. Bin mal gespannt, wie das in Zukunft mit dem neuen Paiste-Endorser in der Truppe weitergeht, ^^

    Hey, vielen Dank für die vielen Meinungen. Klar, dass es davon verschiedene gibt, ist ja auch ne Grundsatzfrage. Ich muss vielleicht noch mal etwas spezifischer werden, und natürlich spielt mein eigenes Ego auch mit. Aber ich versuche das schon professionell anzugehen trotz Hobbyfaktor.


    Im Prinzip bin ich bei Seelanne und anderen. Man muss sich fragen, warum man es überhaupt macht. Es geht am Ende um Wertschätzung.

    Aber ich würde das Problem gerne lösen, weil es meines Erachtens auch am Horizont von Mitmusikern liegt, die ein Crash und ein Ride nur aus der Notationssoftware kennen - oder vom heimeligen E-Drumkit (man ist ja kein Schlagzeuger, aber ein bisschen spielen kann man schon). Da darf ein Ride nicht angecrasht werden, und ein Crash muss nach Splash klingen. Ich behaupte mal, dass diese Leute sehr viel von Musik verstehen, aber nicht unbedingt vom Schlagzeug. Diese Leute kriegen aber Augen- und auch Ohrenkrebs, wenn du an der von ihr arrangierten Stelle nicht ridest, sondern offene HiHat spiest. Dabei muss das Ride außerordentlich pingeln, wie ein Amboss. Dass das gerade in dieser Anwendung jetzt halt so sein muss, ist mir zu einfach. :D

    Wenn ich dann ein 16er anstatt einem 18er spielen soll, weil das 18er außerhalb des Bandkontexts "ja fast schon nach Gong klingt", dann aber im letzten Refrain noch mehr geben soll, sodass ich eigentlich dabei bin, mein 16er zu zernageln, dann habe ich ein Problem.

    Und dann hört man aus FOH-Schnipseln, dass die Dynamik der Drums eigentlich nur eine optische Sache und allenfalls für den teilweise zu lauten und adrenalinbeeinflussten Bühnensound ist.

    Hallo zusammen,

    da das Thema "Vollholz"-Trommeln hier im Forum immer mal wieder angeschnitten wird und ich mich damit überhaupt nicht auskenne, geschweige denn sowas überhaupt mal gehört / gesehen zu haben, möchte ichs jetzt einfach mal wissen. ^^

    Ich weiß, sowas kann man googeln, aber es scheint mir dann doch ein ziemliches Nischenprodukt zu sein und vielleicht kann hier mal jemand ne kleine Einführung geben, der sich damit auskennt.

    Spielt hier jemand solche Trommeln? Wer sind die "großen" Hersteller? Was sind die Vor- und Nachteile? Und vor allem: was kostet sowas?


    Ich stelle mir da immer einen Baumstamm vor, der ausgehöhlt wird. Logischerweise ist das sehr aufwendig und da das Holz vorher getrocknet worden sein muss, auch platzintensiv, da man ganze Stämme zum Trocknen einlagern muss...

    Habe das Thema in meinem >> Galerie-Fred angerissen und würde es gerne hier ausgiebiger diskutieren. ;)


    Ich bin auch gespannt, was die Profis und Berufsmusiker sagen - also die Leute, die auf den Job angewiesen sind!


    Situation: Du wirst gebucht als Schlagzeuger und sollst im Prinzip einfach nur liefern. Die entsprechende Erfahrung vorausgesetzt, ist die Frage: Wer oder was bestimmt, welches Equipment du spielst? Es geht in meinem Fall um Becken, aber genauso gut kann es sich auch um Trommeln, Sticks oder sogar Mikros drehen.

    Wählt man objektiv betrachtet nach dem (abgenommenen) FOH-Sound und geht auf der Bühne Kompromisse ein? Damit meine ich, darf ein Becken aus Sicht des Mitmusikers ohne Gehörschutz auch subjektiv mehr rauschen, wenn der Mix auf meinem InEar klar ist? Und da kommen wir zur zweiten Frage: Inwiefern darf der Bandleader mich eurer Meinung nach von Equipment-Wahl bis zur Spielweise einschränken, wenn auf der Bühne gerade mal was zu "laut" oder "leise" ist. Ich denke da auch an die "Mikro-Dynamik", also einzelne Elemente des Drumsets (Snare zu leise, Crash zu ausladend...).

    Ein musikalischer Leiter hat natürlich eine gewisse Oberhand über die Performance, die er anleitet. Finde es aber irritierend, innerhalb des Songs (wohlgemerkt im Bandgefüge und nicht in einem Orchester) Anweisungen zur Mikrodynamik zu bekommen, die man auch nicht so leicht umsetzen kann, wenn man mal groovt. Oder plötzlich kleinere Becken spielen zu sollen, weil 18 Zoll schon zu lange klingen.

    Da gibst du auf der Bühne Vollgas und spielst dir den Allerwertesten ab und schließt nachher aus den Live-Aufnahmen, dass diese Energie bei weitem nicht ankommt und die Drums viel zu weit hinten sind. Wenn du dich dagegen durchgesetzt hast, das große Crash zu spielen, dann bestätigen dich die Aufnahmen, dass das Becken über die PA keineswegs zu groß ist, sondern höchstens gerade richtig.


    Also die Frage an euch: Wie weit macht ihr "euer Ding" und bringt euren Stil ein, wenn ihr für einen Job gebucht werdet?