Beiträge von MoM Jovi

    Wenn du damit keine wichtigen Aufnahmen machen willst ... go for it!

    Was sind denn wichtige Aufnahmen? Oder anders gefragt: Auf was kommt es da genau an? :saint:

    Ich spreche nicht davon, völlig durchgenudelte Felle zu verwenden. Aber ein Clear kann ja je nach Lichteinfall bereits nach einem Gig schon ziemlich mitgenommen aussehen. Man sieht ja auch bei den ein oder anderen durchaus "wichtigen" oder mindestens professionellen Aufnahmen oftmals Handtücher über die Hälfte der Tomfelle, sodass sich die Frage stellt, welche Rolle da das Fell noch spielt.

    Am häufigsten wechsle ich Snarefelle. Wenn das Coating futsch ist, ist es Zeit für ein neues.

    Hast nicht du mir in deinem Galeriethread gesagt, dass man das Coating eigentlich nur für Besenarbeit braucht, als ich dich auf die Snare mit dem Clear Fell angesprochen hab? :P


    Zur Eingangsfrage selbst: Ich mach das. Habe mir kürzlich einen kompletten "Satz" gebrauchter Felle aus einem Studio geholt und verwende die live.

    Auf meinem derzeitigen "Home Kit" habe ich alte Pinstripes, die ich schonmal 3 Jahre auf einem anderen Set hatte und dann 2 Jahre im Regal lagen. ^^ Mit dem Tunebot habe ich da keine Probleme, sie zu stimmen. In den 3 Jahren hatte ich sagen wir mal jeweils 5 Gigs, wo die Felle ordentlich beansprucht wurden, aber ich habe auch viel zuhause gespielt.

    Ich glaube, dass man den Schlagzeuger nicht oft am Bühnenrand, vor der Band platziert, sieht:

    Da stand es halt, das Playback Set in der "Disco", auf dem jede Band gespielt hat. Wer das nicht wollte, bekam auch den Auftritt nicht. Im Prinzip nicht viel anders als heute bei der Ultimativen Chartshow. :D

    Habe mir das Buch jetzt auch mal auf meine Wunschliste geschrieben.


    Ich kenne den Inhalt nicht wirklich, nur einige Screenshots davon. Die erinnern mich sehr an das, was ich früher mit meinem Lehrer ungefähr die Hälfte jeder Unterrichtsstunde gemacht habe, aber halt aus der damaligen Schule und nicht Stick Control.

    Wir haben das zu 99% immer ohne Metronom und im moderaten Übetempo gemacht, in welchem man eigentlich genug Zeit hat, sich die Schlagfolgen im Kopf zurechtzulegen und noch nicht unbedingt Muscle Memory braucht. Aber wer weiß, ob mir nicht auch das schon einiges gebracht hat.

    Ich glaube schon, dass alle erdenklichen Kombinationen in ausnotierter Form eine echte Hilfe sind, sich regelmäßig eine feste Zeit damit zu beschäftigen, sodass man nicht Tag für Tag aus Gewohnheit dasselbe spielt.

    Beim täglichen Gebrauch bin ich zur Hälfte bei martinelli:

    Einzelschlag-Alternativen, Betonungen und Verzierungen sind sicher auch ohne Stone und PAS erlernbar - und vieles braucht man im Leben nicht.

    Also wenn ich was bestimmtes spielen möchte (entweder nachspielen oder was ich im Ohr habe), dann überlege ich mir, welcher Handsatz dafür am besten ist und übe das dann.


    Aber es kann auf der anderen Seite auch den kreativen Prozess befördern, wenn man sich z. B. ein bestimmtes Sticking/Grouping zugrunde legt und damit soliert/komponiert.


    Wo ich mir nicht ganz sicher bin: Wie lange muss man eine bestimmte Übung im passenden Tempo durchexerziert haben, wenn sie 10 Jahre später vielleicht genau so in einem Stück zur Anwendung kommt und man sie seitdem nicht mehr gespielt hat, ohne dann üben zu müssen?

    Oder aber eine Standard Lieferzeit von 3 Wochen für eine Fellbestellung...

    Ein Bandkollege meint, dass die Berliner Post generell speziell ist, weil da logistisch nicht alles optimal läuft. Irgendwo würden Pakete umgeladen und über Umwege verschickt...dennoch keine Entschuldigung. Und dass mit der Lagerware ist auch nicht das Problem der Post. :) Muss man sich am Ende halt auch nicht wundern, wenn vor allem einer T-riumphiert. :) :P

    Vieles daran war genau diese Träumerei, was man sich leisten würde, wenn man es sich als Schüler leisten könnte.

    Auf den Punkt gebracht.


    Kataloge ja, aber nur in Kombination mit Abschalten des Internets. ^^ Sonst hat man garkeine Zeit, die Produktabbildungen und Tabellen zu studieren!

    Ich hatte 2003 mal einen Paiste-Katalog und kannte nach einigen Abenden Bettlektüre dann das komplette Portfolio. Der Informationsgehalt war nicht unbedingt mehr als heute auf der Paiste-Homepage, aber man hatte halt nur diesen Katalog, und musste keine Mails beantworten. Gekauft hat man im Fachhandel, Musikinstrumente bestellen kam nicht infrage und am Ende reichte das Geld lediglich für einen Standardsatz Paiste 402. Trotzdem wusste ich durch Studium der Beschreibungen ziemlich genau, welchen Signature Satz ich mir zusammenstellen würde, ohne je eines davon gehört zu haben.

    Als Schüler gabs GAS auch nur im Kopf, weil man es sich nicht leisten konnte und das förderte die eigene Fantasie enorm. Einmal habe ich mir eine Birdseye-Collage meines Traumsets aus Katalogausschnitten gebastelt. :saint:

    man sollte aber bei Cobus und Corp3rdrumm3r sicherlich fündig werden

    Wie ist das jetzt gemeint? Du meinst, dass Cobus & Co. das Syndrom ganz gewaltig haben, oder dass sie wissen, was sie tun? Oder gar beides... :D


    Aber gut, wer schaut sich heute schon überhaupt Drum Covers an? Gibt ja auch Meinungen, die meinen, sowas braucht man überhaupt nicht. Und wenn dann nicht ständig was passiert schon gar nicht. Es sei denn, man ist so bekloppt wie ich und guckt jemandem 4 Minuten zu, wie er einen straighten Beat ohne Gefrickel durchzieht. ^^

    Es gibt das "Splash-Syndrom"

    Gleich danach folgt das "Hihat-Turbo-Frickelei-Syndrom"

    Eigentlich hätte ich selbst drauf kommen können:


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    Wobei es sich bei ihm um eine gutartige Form des Syndroms handelt. ;) Dennoch wäre es für den Song nicht notwendig, das sagt er selbst, also dass er auch auf einem 4-teiligen Set super klar kommt, aber halt gerne die Optionen hat. Das meinte ich ursprünglich damit, dass kein Song ein Splash wirklich braucht. Aber im Gegensatz dazu hat Copeland ja schon Signature-Licks kreiert, da gebe ich euch Recht.

    Unseren Gitarristen krieg ich durch ein paar betonte 1sen wieder auf Spur. Beim Bassisten muss ich mich anpassen, da er sonst wahlweise den Rest des Songs stur daneben spielt oder komplett rausfliegt.

    Uff... :| so einen Bassisten kenn ich auch! Rausfliegen und danebenspielen ok, aber spätestens, wenn man ihn durch Blicke oder Betonungen darauf aufmerksam macht, sollte er kurz aufhören und auf der nächsten Eins, oder wenigstens im nächsten Abschnitt (Bridge, Chorus, ...) wieder einsetzen. Es gibt aber Musiker, die einen Song komplett auswendig lernen und nichts von strukturierenden Einteilungen halten. Wenn man das dann vorschlägt, heißt es "ach, das kann ich nicht, wir spielen einfach nochmal von vorne". Und rate mal, an welcher Stelle es wieder holpert? ...an genau derselben!


    Aber es gibt nur 2 Möglichkeiten: Entweder die Truppe verlassen, auch wenn es wehtut oder zu Unmut führt, oder viel Geduld aufbringen und die rhythmischen Grundfertigkeiten, die man als Drummer besitzt, möglichst auszunutzen und dabei diplomatisch vorgehen.

    Ganz wichtig:

    Versuchen so wenig vorwurfsvoll wir möglich zu agieren. Schuldzuweisungen Auf der Bühne sind peinlich und helfen in dem Moment herzlich wenig.

    Auf der Bühne sowieso ein No-Go!! Nicht nur, dass es die Stimmung in der Band drückt, sondern dass es oberpeinlich ist, wenn das Publikum es mitbekommt. Das war für mich ein Grund, eine meiner Ex-Bands zu verlassen. In den Proben mag das gerechtfertigt sein, wenn der Output davon profitiert. Aber auf der Bühne hat das nichts zu suchen.

    Nach meiner Erfahrung und der Aussage von einigen Profis ist es wichtig und richtig, wenn alle Mitmusiker die Abläufe kennen und sich dran halten, oder so fähig sind, aufeinander zu achten und eingehen zu können. Das hilft dem Stück ungemein und macht es für alle und das Publikum erträglicher. Es sei denn, man macht Kunst, ist Künstler, etabliert und schreibt auf teurem Papier...

    Genau so! Aber manche (und in meiner Vergangenheit größtenteils Gitarristen) glauben dann wirklich, sie sind Künstler, weil sie auf teuren Gitarren spielen. :P


    Ich mache es oft einfach so, dass ich stur weiterspiele, bis der Laden auseinander fliegt. Also in den Proben halt. Nach dem 4./5. Mal wird dann wenigstens darüber nachgedacht, wie man sich behelfen könnte. Dann sind meine Vorschläge sogar meistens willkommen, wenn ich nicht gleich sage, dass wir jetzt alle mal zählen sollen - sondern ich schlage vor, sich an dem und dem Fill o. ä. zu orientieren. Manchmal kommt dann raus, dass Gitarristen nicht wissen, ob das Tschak nun von der Snare oder der HiHat kommt. ^^


    Energie kostet es auf jeden Fall. Deshalb: Love it, change it or leave it.

    never seen before

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    8/8, 16/16 ... damit sich die Notation vereinfacht? ... come on.

    Nein im Gegenteil. ^^ Ich kam nur darauf, weil hier Anytune aufgeführt wurde. Ich habe schon Tabs/Noten gesehen, wo das so aussah, wohl durch automatisierte Quantisierung, oder der/die Ersteller/in hat es tatsächlich so notiert.

    Natürlich macht es keinen Sinn. Für mich würde es aber genau so wenig Sinn machen, einen Bumm-Tschak Song wie oben in meiner Skizze in Vierteln zu notieren und das Grundtempo zu verdoppeln.

    Ich spiele, seit ewigen Zeiten, Ahead-Sticks und da ist ja der vordere Bereich aus Kunststoff.

    Da kommen die Rimklicks nicht so wirklich rüber, also was tun?

    Ich habe mir dann ein Roland TM-2 zugelegt und eine BT-1 Triggerbanane, damit mache ich die Rimklicks.

    Tico Torres (Bon Jovi) hat dafür eine "analoge Triggerbanane", nämlich einen LP Woodblock (aus Plastik), auf etwa 2 Uhr. Er spielt nämlich auch Ahead Sticks.

    Ich hatte mal die Möglichkeit, Todd Sucherman darauf anzusprechen, und er hat genau das gesagt:

    Todd Sucherman sagte übrigens, daran könne man die Männer von den Bübchen unterscheiden. Ein Mann sei nur, wer den Cross-Stick mit dem dicken Ende spiele. Wenn er meint ...

    Wunderte mich ein bisschen, da er sonst auch keine verbindlichen Ratschläge gibt, wie man etwas zu tun hat, und viel davon redet, dass Sounds nur "Choices" sind.

    ist nicht 195 bpm grob das doppelte von 97-98 bpm? die frage ist also, ob man viertel oder achtel als puls nimmt.

    Wir haben das schon mal in einem anderen Thread ausgiebig diskutiert und sind zu keinem Ende gekommen. ^^ Manche sind der Meinung, dass alleine die "bpm" Angabe sich auf Viertelnoten bezieht. Meiner Meinung nach kommt es darauf an, was die "Beats" sind, die "per minute" ablaufen sollen: Ist das Stück im 4/4 Takt notiert, dann sind es Viertelnoten, bei 5/4 oder 13/4 auch. Man kann Sweet Home Alabama technisch auch in 8/8 notieren, ja sogar 16/16. Dann verdoppelt sich die bpm-Angabe jeweils.

    Umgekehrt kann man den klassischen 4/4 Bum-Tschak-Bum-Tschak auch über zwei 4/4 Takte aufteilen und dabei die "Hi Hat Achtel" als Viertel schreiben. Manche finden das übersichtlicher, weil weniger Balken/Fähnchen herumfliegen:


    Bist du mit den Arbeiten von z.B. Vinnie Colaiuta, Stewart Copeland oder Carter Beauford vertraut? :)

    Selbstverständlich nicht, darum schrieb ich ja, dass mir kein einziger Song einfällt. :saint: Du hast natürlich Recht. Und Splashes gab es weit vor YouTube und Festzelt-Drummern mit Rackburgen. Todd Sucherman macht auch tolle Sachen mit Splashes! Und Mikkey Dee hat eins in Ride-Nähe montiert einfach nur fürs Feeling. :)

    Ich habe auch zwischen den Zeilen überlesen, dass Seelanne sich ganz und gar nicht gegen Splashes ausspricht, nur gegen das Splash-Syndrom. Vinnie sagt im 602ME Werbevideo übrigens was davon, dass "seine" Splashes immer perfekt in den Mix passen, also von wegen falsche Tonalität und so.

    Ein Beispiel, das mir direkt in den Sinn kommen:

    Okay, überredet. :saint:

    Daher zur Lösung: entweder weniger Splashbecken spielen oder aber solche, die möglichst wenig eigene bestimmte Tonhöhe haben.

    Sehe ich im Grunde auch so. Es ist zwar manchmal ganz beeindruckend, wenn jemand Fills über zahlreiche Splashes, Stacks, Mini-Chinas und was weiß ich nicht alles abfeuert, aber brauchen tut man es nicht - es sei denn man ist YouTube-Drummer, hat genug Reichweite und vor allem die richtigen Kamera-Einstellungen und Schnitte. Wie z. B. im neusten Werbe-Video aus der Schweiz, das einem wohl suggerieren soll, dass man solches Zeug braucht - und vor allem auch, dass sich die Profis mit einer HiHat aus der 900er Serie begnügen :)


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    Mir fällt tatsächlich kein einziger Song ein, der ein Splash braucht. Ich habe zwar eines an meinem Set, spiele das aber in einem 3h-Programm keine 10 mal, und die Hälfte davon fällt auch nur auf Gefrickel in leisen Passagen.

    Oder 12 Stück ans Set ballern, dann findet mal immer eins das gerade passt 8)

    Genau. Es gab mal einen Musikladen bei mir um die Ecke, da versuchte der findige Verkäufer aus der Drum-Abteilung einem bei jedem Besuch doch "wenigstens ein kleines Splash" anzudrehen, das könne man doch immer gebrauchen. :)


    Zum Thema heiliger Ride-Gral komme ich in letzter Zeit auch immer wieder auf die völligen Standard-Teile. Je unspezifischer, desto vielseitiger. Im Proberaum des Akkordeonorchesters hängt ein 20er Zultan Rock Beat Ride, im Bandproberaum hängt ein 20er Istanbul Samatya Ride, beide halte ich für fast identisch. Nichts besonderes, aber schöner Ping-Wash-Mix mit guter Glocke und crashen geht auch. Man kann mit ihnen eigentlich alles machen. Das Istanbul hatte ich mal mit einem 2002 Classic Ride und einem Dark Energy Mk2, beide 20", verglichen. Die hatten keine Chance gegen die Gitarren im Raum.


    Überhaupt begeistert mich die Rock Beat Serie von Zultan zur Zeit sehr. Klassisch, aber türkisch. Ich bringe es nur noch nicht auf die Reihe, mich darauf einzulassen...würden die eine 15er Medium HiHat schmieden, wäre mein ToGo Satz wohl ein schlichter Dreiteiler in 15/18/20.