Ich habe noch mal nachgedacht: Letztes Jahr wurden von Sonor auch diese AQX "Einsteigersets" vorgestellt, inkl. B8-Beckensatz! Da fragt man sich doch wirklich, wer kauft sowas? Darf ich mal preisbewusste Familienväter mit EFH verdächtigen, die nach einiger Online-Recherche beim großen T bestellen oder besser noch beim fachfremden A?
...weil der Sohnemann im Lockdown auf den Geschmack gekommen ist und im Keller auch noch Platz? Ist ja erstmal nichts verwerfliches dabei. Die Entwicklung geht halt (leider) dahin. Wie groß mag der Anteil derer wirklich sein, die sich auch nach Jahren noch um Garantiefälle oder Ersatzteile bemühen in unserer Wegwerfgesellschaft? Als ich angefangen habe, Schlagzeug zu spielen, war Sonor einer der, wenn nicht überhaupt der Name, wenn es um ein Schlagzeug ging. Ist heute vielleicht auch noch so, nur konzentriert man sich auf den Onlinehandel mit entsprechend "günstigen" Sets, wo auch keiner mehr auf die Idee kommt, irgendwann mal ein Ersatzteil zu bestellen. Es soll Eltern geben, die denken ein Schlagzeug sei verbraucht, wenn die Felle durch sind.
Wenn nun Sonor mal angenommen seinen guten Namen nutzt, um im Onlinegeschäft zu punkten, dann ist das evtl. schade, aber völlig nachvollziehbar. Auch irgendwie logisch, dass man in dem Zuge auf asiatische Expertise setzt. Nachhaltig ist das sicher nicht, da gibt es ja auch Beispiele aus z. B. der Modellbahn-Branche, die nach der Jahrtausendwende teilweise Patente nach Fernost gegeben hat...
Evtl. haben wir auch nur unseren Tunnelblick und sehen gar nicht, wo Sonor das Geschäft macht. Deshalb habe ich mich ja auch gefragt, wer den Schrott (sorry) alles kaufen soll.
Tama hingegen scheint sich subjektiv gesehen in unseren Breiten hingegen eher zu bemühen. Die machen ja auch gemeinsame Dinge mit Meinl, wie man es u. a. immer wieder im BummZack Podcast hören kann. Es ist kein Zufall, dass einige großen Solodrummer/innen Tama + Meinl spielen. ![]()