Hi Roboblaster,
je genauer man die Winkel an den Staves schneidet/fräst um so weniger sieht man später die Stöße.
Ich schneide meine auf etwa 0,2° genau.
Das blöde ist ja, dass sich die Winkelabweichung am Stoß addiert, sprich wenn eine Snare mit 20 Staves (10 Stimmschrauben) an jedem Stoß
einen Winkel von 18.0° haben soll (360°: 20 = 18°), mußt du an jeder Seite der Daube einen 9,0° Winkel haben.
Beispiel:
Sind das dann aber nur 8.5°, dann hat der Gesamtwinkel des Stoßes auch nur 17,0°.
Halten wird diese Verbindung, du bekommst bei dieser Abweichung um 1,0°allerdings bereits bei 15mm Kesselstärke eine sichtbare Leimfuge von fast 0,3mm.
Bei dunklen Hölzern fällt das weniger auf, bei hellen wie Ahorn oder Weißbuche sieht man das sofort.
Je nach dem, ob der Winkel zu klein oder zu groß ist, entsteht der Spalt dann innen oder außen.
Das klingt jetzt komplizierter als es ist, einige Stavetrommeln hab ich mit dem (guten) Handhobel bestoßen, das geht auch gut.
Was die breite der Staves angeht kannst du dich entspannen.
Da kannst du entweder sehr genau arbeiten und hast später beim Runden der Kessel entsprechend weniger wegzunehmen, kannst aber auch etwas breitere Staves verwenden, welche dann allerdings auch entsprechend dicker sein müssen, dann isses auch gut, mußt halt entsprechend mehr abdrehen. Innen und außen einen "Angstzentimeter" dazu zu rechnen ist am Anfang okay.
Die Längen der Dauben ist wurscht das gibt sich wenn du die Gratung fräst.
Also trau dich
Gruß
Bruzzi

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