SM58 für Snare würde ich lassen, ist zwar die gleiche Kapsel wie Sm57, aber man kommt nicht nah genug ran
Kann man m.E. so pauschal nicht sagen. Wenn du einen Sound bevorzugst, bei dem der Korb schon am Fell "klebt", bist du mit dem SM57 etwas im Vorteil. Die wenigsten Drummer und Tontechniker gehen meiner Erfahrung nach so dicht ans Fell, da die Betonung der Oberschwingungen gar nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Insofern klappt das mit dem SM58 durchaus annehmbar. Ich würde allerdings den umgekehrten Weg gehen und einfach mal auf dem Gebrauchtmarkt schauen, welches der einschlägigen Snaremikros gerade günstig zu schnappen ist. Die Soundunterschiede spielen an sich erst ne Rolle, wenn man wirklich Wert auf produktionstechnische Feinheiten legt. Für erste Erfahrungen und primär Liveabnahme tut's jedes von denen. Möchte noch das Beyerdynamik M201 nennen, welches etwas zurückhaltender klingt, aber sehr vielseitig und zur Not (als dynamisches Mikro) auch mal als Overhead nen brauchbaren Job tut.
Weniger ist mehr. Leg Dir ne Grenzfläche in die BD. Dann sparst Du Dir auch nen Ständer
Für mich aktuell der Geheimtipp: Behringer BA 19 A. Hab vor einigen Monaten für deutlich unter 100 Euro eines gekauft, mehr Sound gibt es nicht für's Geld. Man kann sogar umschalten zwischen Pre-EQ ("Badewanne") und linear. Als Badewanne in der Bassdrum hast du ein unkompliziertes, modernes Signal, was zwar geringfügig anders als z.B. das Shure Beta 91 klingt, aber nicht besser oder schlechter. Ist ne Geschmacksfrage.
live wird meistens zuerst die Bassdrum verstärkt (Stichwort kleine Gigs mit 30-50 Zuschauern)
Für kleine Gigs im Freien machen Overheads ggf. schon Sinn, um den Drumsound etwas anzufetten. Man wird zwar in Bühnennähe sicher was von den Drums hören, aber gegen verstärkte Vocals und Amps klingt's mit OH's für meinen Geschmack schöner. Bei Kondensern bei Open Air an Poppschutz denken, sonst gib's tolle Windgeräusche über die PA.
