Beiträge von trommla

    Die Snare klingt bei jedem Schlag nach

    Ich nehme an, du meinst das Nachrascheln des Snareteppichs und nicht den Klang des Snarefells? Wenn ja, dann ist das bis zu einem gewissen Maß normal und unvermeidbar. Um das zu beurteilen, müsste man sich anhand eines Audiofiles ein Bild machen. Bei starkem Nachrascheln kann man einerseits das Snarefell etwas abdämpfen, dadurch wird auch oft das Rascheln gemindert. Andererseits, wenn es ein bestimmtes Tom ist, was den Teppich mehr als alle anderen Trommeln anregt, hilft es, das betreffende Tom dezent umzustimmen, um von der Resonanzfrequenz wegzukommen. Vom Erhöhen der Teppichspannung oder gar festkleben der Saiten rate ich ab, denn eine gute, präzise Teppichansprache ist ja gewünscht und wird mit derlei Maßnahmen behindert. Manche klemmen auch dünnes Papier zwischen Saiten und Resofell, dazu kann ich aber wenig sagen, denn ich selbst hab so drakonische Maßnahmen nur fürs Studio im Hinterkopf, falls es mal ein anders nicht lösbares Problem gäbe. Gebraucht hab ich das noch nie, weil ich mit den anderen Ansätzen immer an mein Ziel gekommen bin. Wie gesagt, etwas Mitrascheln gehört zu einem guten Drumsound dazu wie in Bayern der süße Senf zur Weißwurst.

    Bei meinem Sohn, rutscht das Pedal gelegentlich weg.

    Nur das Pedal? Wie schafft er das denn bei ordnungsgemäßer Montage am Spannreifen? Entweder reicht der Anpressdruck der Klemmung noch nicht ganz aus, dann könnt ihr die Schraube VORSICHTIG noch etwas anziehen. Oder zwischen Klemmung und Spannreifen ist irgendein Gummipuffer verloren gegangen, so dass der Klemmmechanismus zu viel Luft hat. Finde ich aus der Ferne schwer zu beurteilen.

    Meine Pedale haben nur teilweise Gummimatten auf der Unterseite, aber keins ist mir bisher weggerutscht, wenn die Bassdrum mit dem Pedal auf dem Teppich stehen. Das tun sie bei dir ja zumindest auf dem Foto. Es sei denn, die gesamte Bassdrum wandert, dann könnte es daran liegen, dass die Dornen in den BD-Füßen nicht ausgefahren sind. Auf deinem Foto ist das nicht zu erkennen.

    am Aufbau solltet ihr noch arbeiten

    Stimmt wohl, im Moment sieht es aus wie eins der zahlreichen Produktbilder bei Ebay KA aus der Kategorie "Unser Sohn hat das Spielen aufgegeben".

    Snare und Floortom links und rechts neben das BD-Pedal, so dass das Bein des Sohnemanns gerade noch ohne Reibung durchpasst und das Pedal erreicht. Dann die Hihat links neben die Snare, so dass beide Beine den gleichen Abstand zur Snare haben und die Unterschenkel beinahe senkrecht über den Pedalen stehen. Dabei drauf achten, dass die Snareabhebung gut erreichbar ist. Ich hab sie immer gerne direkt vor mir, oder alternativ auf der gegenüberliegenden Seite. Aber da tickt jeder anders, muss man für sich rausfinden.

    Die beiden Toms dann so plazieren, dass sie vom Fahrersitz aus etwa gleiche Distanz haben. Vielleicht das 10" Tom noch etwas nach links, aber das kann auf dem Bild auch täuschen. Und dann die Becken so nah ans Set dran, dass man sie auch mit den Handflächen gut erreicht.

    Mir erschliesst sich der Sinn eines HH Verzichts so gar nicht. Warum? Und muss man dann auch so affektiert rumhampeln? Irgendwie finde ich das wie Essen das auf Badelatschen serviert wird.

    Aber hey, nur zu. 😀

    Ich wollte bewusst drauf verzichten, meine Eindrücke von derlei "Showkonzepten" hier breitzutreten, ehe wieder ein Mod durch Verschieben alles aus dem Zusammenhang reißt, was sich aus dem Thema entwickeln könnte. Aber ich bin ja so was von ganzem Herzem bei dir ;)

    Mein kleinstmöglicher Aufbau war wg Platzmangel Snare und Hihat auf herrlich rumpelnden Holzboden, ich wüsste nicht, weshalb ich mich sonst so beschneiden sollte. Das exakte Beckenmodell spielt für mich in dem Kontext überhaupt keine Rolle mehr, denn ein einziges Becken kann eh nicht alles kompensieren, ob es nun mein Traumbecken oder jedes andere vernünftig klingende Becken ist.

    Du hast in deiner Auflistung den Vic Firth Stickholder unterschlagen ;)

    Mit dieser Ausstattung kann man das Equipment als Ursache zumindest ausschließen, falls der Filius irgendwann das Interesse verliert bzw. Mädels wichtiger als Schlagzeug werden. Gut gewählt.

    ch denke nicht, dass früher die Bekanntheit von Tour-Schlagzeugern beim "Normalo-Publikum" größer war als heute.

    Reden wir über Normalo-Publikum? Dann hast du sicher Recht. Die Drummer, die die Kids in den 60ern, 70ern, 80ern beim Trommeln inspiriert haben und deshalb bis heute einen unverrückbaren Namen in der Geschichte des Schlagzeugspiels haben, waren aber allesamt Drummer, die durch ihr Engagement bei bekannten Bands oder Künstlern auf sich aufmerksam gemacht haben. Logisch, Clinics kamen erst zu der Zeit auf, und Videos produzieren war teuer, das konnte nur ein bereits bekannter Drummer finanzieren.


    Heute gibt es eben den umgekehrten Weg auch. Junge Drummer nutzen die ubiquitär kostengünstige Verfügbarkeit der nötigen Digitaltechnik, um sich durch Videos nen Namen zu machen. Im Gegensatz zu früher braucht man dafür wenig soziale Kompetenz (auf Tour geht man eher nicht mit Leuten, mit denen man nach 3 Tagen schon nicht mehr klar kommt), Teamfähigkeit und musikalische Kommunikationsfähigkeit, spielen ebenfalls keine Rolle. Je größer der Anteil der Videodrummer wird, umso weniger muss man als Nachwuchsdrummer noch nach Vorbildern auf der Bühne Ausschau halten. Klar, jeder ist anfällig für den bequemen Weg, und die Welt der Musik zuhause auf der Couch zu entdecken, ist schon seeeehr bequem.


    Und ehe jetzt jemand den "Früher war eben alles besser" - Spruch bringt. Nein, besser war's sicher nicht, die Voraussetzungen, die man haben musste, um als Drummer bekannt zu werden, waren nur anders. Dauerhaft etabliert haben sich damals wie heute wenige, gemessen an der Vielzahl derer, die davon träumten oder es tatsächlich versuchten. Schön, dass trotzdem noch Youtube-Drummer den Weg auf die Bühnen dieser Welt schaffen. Dann bleibt nämlich Musik als Produkt gemeinsamen Musizierens noch ne Weile erhalten :)

    Find ich völlig normal, dass man Abläufe, die man eigentlich sicher zu beherrschen glaubte, plötzlich versemmelt. Mir geht das regelmäßig bei Bandarrangement so, man übt und bereitet sich zuhause darauf vor, und beim ersten Zusammenspiel klappt plötzlich nichts mehr wie erwartet. Ich kann mir das nur so erklären, dass neben der akustisch neuen Situation (Band statt Click) die Konzentration auf andere Dinge gelenkt ist. Während ich mich daheim komplett darauf konzentriere, meine Bewegungsabläufe auf den Click zu synchronisieren, muss ich plötzlich darauf achten, die Temposchwankungen der Band mitzugehen und sie gleichzeitig einzufangen, die passende Lautstärke zu "bedienen", und gleichzeitig noch auf den Sänger, Dirigenten oder Solisten zu achten. Für die Kontrolle meiner Muskulatur bleibt plötzlich nicht mehr viel "Hirnschmalz" übrig. Ähnlich stelle ich es mir bei deiner Situation vor. Du bist konzentrationsmäßig noch sehr vom neuen Pattern gefangen, gleichzeitig vielleicht auch leicht euphorisiert über den vorangegangenen Übefortschritt, was deine Konzentration ablenkt. Und das führt dann dazu, dass du dem alten, vermeintlich sicheren Pattern plötzlich nicht mehr die Konzentration widmest, die er immer noch braucht. Da hilft nur weiter üben, bis sich alles so gesetzt hat, dass es sogar weiter läuft, während du über den nächsten Urlaub oder die letzte Nacht mit deiner Frau nachdenkst.


    Insofern wäre der nächste logische Schritt eigentlich, bewusst die Konzentration auf andere Dinge zu lenken, während du deine Patterns weiter übst. Dazu könntest du statt strengem Click passende Musikstücke "begleiten". Sowas mache ich auch mal gerne daheim im Wohnzimmer am Pad, um mich während des Übens bewusst etwas ablenken zu lassen. Und der Erfolg richtet sich dann weniger an der akustischen Präzision als am völlig fließenden Körpergefühl aus. Training der Propriozeption statt der akustischen Rückkopplung quasi.

    Bei dem Amp braucht man bis zu mittelgroßen Bühnen kein extra Licht. Erst war ich so geblendet, dass ich nicht mal den Basser erkannt hab, der da so entspannt im Publikum sitzt.

    Es ist schon herrlich, wieder in nettem Ambiente vor Livepublikum auftreten zu können. Wobei ich schon den Eindruck habe, es trauen sich noch wenige Gäste, Konzerte zu besuchen. Wir mussten schon mehrere absagen wegen fehlender Reservierungen. Wenn du in deiner Stammkneipe gegen Freibier spielen kannst, nicht schlimm. Aber sobald noch Fahrtkosten anfallen, überlegt man sich schon sehr genau, ob man noch auf Hut spielen will.

    Kleine Becken sind zwar physikalisch leiser, fallen aber von der Frequenz eher auf. Meine 13er HHX Fierce hats zB empfinde ich als wesentlich lauter als die 15er Groove hats, weil eben viel heller

    Da wird's dann eh noch mal spannend. Findest DU sie vom Fahrersitz aus lauter, heißt das noch nicht zwingend, dass sie im Gesamtbild gerade - im dargestellten Kontext wohl - unabgenommen lauter sind. Aber die Hihat macht bei Akustischen Sessions in kleinem Rahmen auch noch den geringsten Ärger. Das Hauptproblem dürften in erster Linie die Crashes und je nach Modell das Ride sein. Gerade bei meinen Crashes komme ich stellenweise an Punkte, wo ich mir für die entsprechende Location oder Musikrichtung noch feinfühligeres Blech als meine eh schon dünnen Teile wünsche. Und ich kann durchaus leise, wenn man lieb drum bittet!!! ;)

    Ich behaupte mal, erst mal sind für die genannte Anwendung alle dünnen B20-Becken geeignet, insbesondere wenn sie nicht zu groß sind. Den Rest kann man mit Spieltechnik lösen, denn gute dünne Becken entfalten ihren Klang ja eben schon bei leichtem Anschlag. Hätte auch spontan an die Zultan Caz gedacht, allerdings bietet der Beckenmarkt inzwischen so große Vielfalt, dass ich das meiste gar nicht aus eigener Erfahrung kenne. Mir persönlich haben die Zultan Heritage auch hervorragend gefallen, allerdings erinnere ich mich spontan auch an einen User ein, der sie gruselig findet. Am Ende hilft nur, selber rausfinden und uns an den Eindrücken teilhaben lassen.

    Sina??? Letztere darf noch ein bisschen reifen, bevor es soweit ist (jedenfalls, wenn ich das zu sagen habe

    Sina hat alles, was man heutzutage braucht, um im Dickicht der Medienlandschaft aufzufallen. Dass sie keine herausragende Drummerin ist , kann man vermutlich vernachlässigen. Die weibliche Konkurrenz ist immer noch so überschaubar, dass ihre Fähigkeiten ausreichen. Wäre sie ein Kerl, behaupte ich nach wie vor, würde sie hier im DF ehrlich gemeinte "Super getrommelt, weiter so!" ernten, und das wär's dann.

    Als Frau ist sie Inspiration/Motivation für anscheinend nicht wenige Mädels, sich ernsthaft mit dem Schlagzeug zu beschäftigen, und das macht sie aus. Also: weiter so!

    Frau Nilles zieht ihr Ding durch, und für sie freut es mich, solch ein Engagement erhalten zu haben.

    Wie siehts eigentlich mit Acryl aus? Ist dieses Material rein optisch nice? In wiefern wirkt es sich auf die Akustik aus?

    Meine persönliche Ansicht, Acryl finde ich nur als komplettes Set optisch interessant, die Snare alleine sieht kein Mensch. Nicht mal der Drummer selbst, wenn er am Set hockt und nur von oben aufs Fell schaut. Die Acryldrums, die ich gespielt, gesehen und gehört haben, klangen halt so, wie sie befellt und gestimmt waren. Überwiegend seltsamerweise eher nicht so dolle, weil die Besitzer glaubten, sie täten sich was gutes, Evans Hydraulic oder andere Pappkarton-Derivate zu verwenden. Selbst welche besessen oder über längere Zeit Erfahrungen gesammelt mit Acryldrums habe ich leider nicht.

    Als Kesselmaterial ist Acryl im Vergleich am anfälligsten für irreparable Schäden, denke ich. Schäden an Metall und Holz kann der Fachmann oder u.U. sogar der Drummer selbst recht gut reparieren. Bei Acryl lassen sich Defekte selten optisch unauffällig beheben, da muss man sich mit der Wiederherstellung der Funktion begnügen.

    Sie sind eher aus der Mode und da wird versucht das irgendwie logisch zu begründen.

    Sie sind eher aus der Mode und da bleiben nur Logik und Erfahrung, um Gründe für oder wider zu finden ;)


    Ein Bekannter von mir spielt seine Sonor HLD588 seit 30 oder 35 Jahren, bis heute gab es keinen Grund für ihn, was anderes auszuprobieren. Geschmäcker und Bedürfnisse sind halt verschieden, und wer unbedingt tiefe Eimer spielen möchte, wird sich von Einwänden sowieso nicht abhalten lassen.

    Ein Bild zum Sound wäre hilfreich, aber ich halte es für wahrscheinlich, dass das Fell der Mainsnare etwas dezente Dämpfung erhalten hat. Ganz offen ist das m.E. nicht. Und vermutlich war hier auch ein Tonmensch am Werk, der weiß, was zu tun ist. Der handelsübliche Festivaltech ist meiner Erfahrung nach bei offenen Snaresounds schnell überfordert.

    Sieht exakt nach der gleichen Snare aus. Interessant die Rezension bei Thomann "Ich hatte diese Snare auch noch in 14 x 6,5 und muss sagen, dass die 1,5 Zoll mehr für mich keinen Unterschied gemacht haben."

    Ich sehe es ähnlich, eine 8er kann nichts besser als ne 6.5er, aber ein paar Dinge schlechter (Aufbauhöhe, Teppichansprache, Gewicht). Wär ich ne Backline-Company, würde ich vermutlich der Vollständigkeit halber eine anschaffen, für mich selbst eher nicht. Der Vorteil bei den 6.5ern, es gibt viel mehr bezahlbare Modelle ^^

    Ich hatte dir auf die Frage nach Ausleuchtung schon was geschrieben. Dieser Fred definiert ja den Anwendungsbereich, da würde ich spezifizieren: von vorne schräg rechts und links je 1 weiße Lampe (evtl 1 direkt, 1 über eine Styroporplatte bouncen. Oder mit Softbox, gäbe es auch im Zubehörhandel. Spitzlich dann mit ner schönen Farbe nach Gusto, auf jeden Fall nicht weiß.

    ich lerne jetzt schon Latin

    Warum auch nicht. Für die Unabhängigkeit ein gutes Training, und wenn ein Lehrer es beherrscht, macht es ja vielleicht sogar Spaß. Ich spiele das Zeug ja auch, rein technisch gesehen, aber es fühlt sich einfach nicht "rund" an. Und ich kenne kaum Musiker in D, die es drauf haben, von denen man das richtig lernen könnte. Komisch, Künstler*innen werden wegen "Kultureller Aneignung" ausgeladen, weil sie als Weiße Dreads tragen. Aber jeder darf ungestraft irgendein Latinzeug spielen, der Lateinamerika nur aus dem TV kennt. Ich schweife ab..


    Ich finde die Herangehensweise veraltet, Technik als zwingende Grundlage zu lehren, auf der alles andere aufbaut. Warum nicht anhand diverser Grooves mit der Zeit aufzeigen, wie man diese mit entsprechenden Techniken noch verfeinert? Technik nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zum Zweck rüberbringen, gewissermaßen.