Beiträge von trommla

    Mein erster Lehrer mit 14 (ne, war schon der zweite, aber der erste zählt nicht) hat mich vor 40 Jahren nur Playalongs machen lassen, zu einer Zeit, wo Fun noch in vielen Fällen zweitrangig war. Rudiments und Co kamen viel später, nachdem ich selbst die Erkenntnis hatte, dass man so Zeug ja auch brauchen kann.

    Für mich war das die beste Entscheidung überhaupt, denn ich durfte noch vor der ersten Band das machen, worauf es beim Trommeln meist ankommt, nämlich songdienlich zu grooven. Klar sind dann keine vertrackten Rhythmen möglich, und mit Latinzeugs ärger ich mich bis heute rum. Aber hey, Leute, Ringo ist damit Multimillionär geworden.

    Erlaubt ist, was gefällt ;)

    Schau dir für's Grundverständnis mal diesen Artikel an.

    Für ein spannendes Licht sind 3 Scheinwerfer nicht verkehrt, die man entweder durch Dimmen oder durch unterschiedliche Farbfilter (oder natürlich beides!) noch gestalten kann. Ich finde am wichtigsten für die Atmosphäre das sogenannte Spitzlicht oder Spitze". Es wird typischerweise von hinten oben eingesetzt, um deinem Set und dir schöne Konturen zu geben und dich vom Hintergrund abzuheben. Bei Personen ist es der typische Glanz auf den Haaren im Gegenlicht. Bei Spitzlicht alleine sieht nun der Zuschauer aber nicht viel mehr als Konturen, also braucht es von vorne zum Aufhellen Gegenlicht. Da frontale Scheinwerfer alles flach erscheinen lassen und dich darüber hinaus blenden könnten, würde ich je einen Scheinwerfer von rechts und links, ungefähr 45° von der Seite und von oben aufhängen. Unterschiedlich eingefiltert arbeitest du damit ein schönes Bild mit dreidimensionaler Wirkung heraus. Mit welchen Farben du welche Intensität erreichst, musst du ausprobieren. Sofern du nicht filmst, bist du völlig frei in der Gestaltung. Mit Video sind noch Farbtemperaturen zu beachten, insbesondere wenn der Raum Fenster hat und sich Tageslicht und Kunstlicht mischen.

    aber da hats mich immer zerwürfelt

    Haha, mich hätt's schon bei 00:0245 Minuten zerwürfelt, bei dem was du mit den Füßen machst. Man hat mir schon attestiert, ich könne jeden Stil überzeugend spielen, aber wenn ich dich höre, erkenne ich, dass das bestenfalls für alles gilt, was man mit nem Singlepedal spielen kann. Doppelhuf müsst mer halt irgendwann auch mal üben :/

    Nicht meine Musik, nicht mein Drumming Style, und doch: allererste Sahne. Meine Lieblingsstelle ist das Pattern bei ca 2:45, wo die rechte Hand zwischen den beiden Stacks hin- und herhüpft :D

    Die Zählweise nummeriert sozusagen gleich noch die Takte durch

    eins zwo drei vier

    zwei zwo drei vier

    drei zwo drei vier

    vier zwo drei vier

    Theoretisch könntest du das ne ganze Nummer so treiben, spätestens bei zweisilbigen Zahlen wird es dann aber arg sperrig. Praktisch kenne ich das so nur bei bis zu viertaktigen Patterns.

    Bedeutet es also, dass man in der ersten Taktzeile die 3 nicht spielt und die 6 zählt, obwohl sie nicht notiert ist und in der zweiten Taktzeile die 1 nicht spielt, sowie die 5 und 6 nicht, es aber so zählt?

    Wenn ich dich nicht völlig falsch verstehen, ist das genau der richtige Weg. Gerade da wird mitzählen ja interessant und herausfordernd, wo man nicht mehr auf, sondern neben den Zählzeiten akzentuiert. Da wir aber hier im Grunde von Tanzmusik reden und keiner synkopiert rumstolpern möchte, muss die Band und insbesondere der Drummer natürlich den Beat transportieren. D.h. trotz aller Synkopen muss man den Puls fühlen, und das geht nur, wenn du ihn auch im Kopf zählst/hörst/spürst. Ich zähle bzw. fühle allerdings eher 1 u 2 u 3 u oder 1 2 3 2 2 3 statt 1 2 3 4 5 6. Im Prinzip also 3 gegen 2, mal so, mal so. Um bei Latin Grooves sicher zu werden, ist es m.E. sowieso unerlässlich, diese Polyrhythmik beherrschen zu lernen, den darauf basiert dieses ganze Feeling. Irgendwo meine ich auch kürzlich gelesen zu haben, dass Latinos meist gar nicht wie wir gerade durchtakten, sondern in Claves zählen und denken. Wenn ich noch wüsste wo...

    Weil Innendämpfer das Schwingen des Felles nur unterbinden, den Klang also abwürgen.

    Diese Erklärung wurde immer als Grund angeführt, darauf zu verzichten. Allerdings möchte ich behaupten, dass das eine ziemlich "akademische" Betrachtung ist, ähnlich wie die "Vorteile" ungebohrter Bass Drums. Ich bin bei meiner Slingerland immer wieder froh über das Feature und kann dir versichern, dass die Snare auch mit leicht (!) angezogenem Dämpfer immer noch sehr lebendig klingt. Bei meiner recht neuen Supra überlege ich sogar, einen nachzurüsten. Was natürlich bleibt, ist das Risiko, die Dinger im losen Zustand zum Rappeln anzuregen.

    Zum richtig trockendämpfen sind die Dinger natürlich nicht geeignet, was aber zum Zeitpunkt der Erfindung auch nicht intendiert gewesen sein dürfte, lange vor der Erfindung leistungsstarker PA's.


    Für mich stellt das Weglassen jahrzehntelanger Standardbauteile unter Verweis auf klangliche Optimierung primär eine Einsparungsmaßnahme dar, die wir der Industrie dankbar abgekauft haben, im wahrsten Sinne des Wortes. Unser Gehör lst vermutlich im musikalischen Kontext gar nicht in der Lage, die angeblichen Klangfeinheiten bei so kurzen Impulsen, wie wir Drummer sie typischerweise produzieren so fein aufzulösen. Jeder andere Mensch, ob Musiker oder nicht, hört sie meist überhaupt nicht.

    Aber grundsätzlich favorisiere ich den ungedämpften Sound auch

    Ich habe auch selten Dämpfung auf der Snare, könnte das aber pauschal so nicht unterschreiben. Es gibt Kombis aus Trommel, Fellen, Teppich und Stimmung, die wunderbar ohne irgendwas funktionieren, andere finde ich schrecklich. Da greife ich sofort zu Moongel o.ä., statt ewig rumzustimmen, nur um am Ende am selben Punkt zu enden. Dass man bei YT-Produktreviews komplett auf Dämpfung verzichtet, um ein unverändertes Klangbild zu hören, leuchtet mir ein. Trotzdem gibt es viele Snares, vor allem in tiefen oder mittleren Stimmungen, in denen meine innere Stimmer "Moooooongeeeeeel" brüllt. Für mich ist das immer eine Einzelfallbetrachtung je nach Instrument und Anwendungsgebiet. Der wichtigste Grund, nichts auf die Felle zu bappen oder zu legen, ist mein häufiges Besenspiel. Da stört mich jede Unregelmäßigkeit außen auf dem Fell. Deshalb hat meine bevorzugte Snare zum Wischen auch einen Innendämpfer :D

    Das beste ist immer wenn man gar nicht dämpfen muss.

    Das beste ist, wenn ne Snare gut klingt. Ob nun mit oder ohne Dämpfung, ist eigentlich völlig wumpe ;)

    Zumal bei der identischen Snare die Dämpfung schon mal variieren kann, je nach Raum und Anwendung. Gerade im Studio hat kaum jemand die Geduld, mit dem Drummer über das richtige Maß an Dämpfung zu diskutieren. Dass ne totgedämpfte Snare nicht mehr State of the Art ist, da sind sich ja viele einig.

    oder IMC

    Was soll denn IMC sein, außer I stambul M ehmet C ymbals?

    Hab ich noch nie gehört.

    Bei Becken gibt es diverse Hersteller, die gute günstige Linien herstellen. Auf dem Gebrauchtmarkt findest du z.B. recht häufig Masterwork Troy, Anatolian findet man meist recht günstig, Sonor hat mit seiner Armoni-Serie durchaus auch was zu bieten. Und Zultan (Thomann-Hausmarke) ist vom Angebot zwischenzeitlich ähnlich unübersichtlich wie die Großen, da kannst du dich auch umschauen. Ich persönlich bevorzuge B20-Bronze, abgesehen von den guten Paiste Serien aus B8, die aber dann auch teuer sind. Der ganze B8-Einsteiger-Kram ist für ne Weile schon ok, macht aber auf Dauer nicht glücklich. Insbesondere wenn man auch mal irgendwann anfangen will, Musik mit dynamischen Abstufungen und Feinheiten zu spielen. Das klingt mit den meisten B8 Serien aller Hersteller außer o.g. grauenvoll nicht richtig schön.

    Schlagzeug ok, aber nichts besonderes. Ich mag die Optik mit den Plastikreifen an der Bass Drum nicht. Und die Becken sind halt echte Einstiegsklasse. Nicht vergleichbar mit dem oben verlinkten Silverstar zum ähnlichen Kurs, was du dir dann wohl hast durch die Lappen gehen lassen ;)