Beiträge von trommla

    Sind das aufgenommene Samples, unter verschiedensten Bedingungen, Lautstärken,... und Modul und/oder Software wählen dann in Abhängigkeit von Schlagstärke, Position und anderen Faktoren, welcher vorgefertige Sound abgespielt werden soll?

    So wie ich es immer verstanden habe, ist es in etwa so. Wahrscheinlich aus technischer Sicht etwas vereinfacht ausgedrückt.

    Im ersten Fall wäre dann der E-Schlagzeuger so etwas wie ein Künstler, der Collagen macht, während sich ein A-Schlagzeuger vielleicht eher als Maler sieht? Es ist ein Unterschied, aber doch beides Kunst und das eine nicht besser oder kreativer als das andere, oder?

    Zumindest meine Aussagen bezogen sich nicht auf's Spiel. Ein guter Drummer wird auf beidem gut klingen, da er die verfügbaren Klänge musikalisch und groovig einsetzt.

    Mir ging es um die Basis der Klänge. Vorausgesetzt der Drummer kann selbst überhaupt stimmen, kreiert er die Drumsounds im wesentlichen mit Stimmschlüssel (und Dämpfung :evil: ) selbst, während selbst die natürlichsten E-Sounds nicht vom Drummer, sondern von einem (anonymen) Team von Technikern vorgefertigt wird. Ich betone noch einmal, so stelle ich mir das halt vor, habe aber keine Ahnung von Software-Drums. Wenn wir bei der Künstler-Analogie bleiben, könnte man zwischen einem Hobbymaler vergleichen, der ein Bild aus der Vorstellung auf ein weißes Stück Leinwand malt, und einem Hobbymaler, der Malen nach Zahlen macht. Beide sind anschließend zufrieden, jeder kann sich sein Bild stolz an die Wand hängen. Und doch ist (in meinen Augen!!) die kreative Leistung des ersten Hobbymalers höher einzuschätzen, selbst wenn das Malen-nach-Zahlen-Bild manchen besser gefällt.


    Trotzdem ist für mich das musikalische Ergebnis völlig gleichwertig. Musik ist Musik, ob man sie nun auf teuren oder billigen, akustischen oder elektronischen Instrumenten macht.

    Echt schick, die Teile. Schade, dass ich als Jazzer in kleinen, leisen Besetzungen (na ja, die Bigbands sind eher laut, aber akustisch) selten Bedarf für die Dinger hätte. Sollte sich das ändern, wären deine Produkte ganz weit vorn für mich. Aber dann ganz sicher nicht in weiß. Ich hab noch wenig weißes kennengelernt, was nicht mit der Zeit unansehnlich geworden wäre. Außer vielleicht weiße Holzmöbel. Drücke die Daumen, dass marratjs Modell da eine Ausnahme bildet ;)

    weil sonst das problem größer werden könnte

    Ich glaube, dass du da richtig liegst. Ohrstöpsel und ähnliche Utensilien verschlimmern solche Probleme häufig. Aber ist das für dich eine Einschränkung? Ich dachte, angepasste Ohrhörer sind nur da wirklich sinnvoll, wo man einerseits den Audio-Zuspieler braucht, andererseits aber auch eine gute Isolation zum Raum erreichen möchte? Nur um sich im eigenen Proberaum ohne Band ein Audio auf die Ohren zu legen, reichen m.E. in den allermeisten Fällen Inears von der Stange. Oder Kopfhörer, wenn man sich nicht an der Optik stört.

    trommla: Dann geht es dir also eher um den Prozess und nicht ums Ergebnis. Oder besser: Der Prozess ist gefühlt wichtig für das Ergebnis.

    Der eine sitzt an der Werkbank und schreinert Abend für Abend an einem Stuhl, der andere verbringt Stunden damit, CAD Zeichnungen anzufertigen und Geräte zu programmieren, um einen Stuhl herzustellen. Beide haben Spaß und beide können am Ende stolz sitzen. :)

    You got it, man ;)

    Und es dürfte beinahe Common Sense sein, dass viele Menschen beides als Handwerk, das handgeschreinerte Möbel aber auch als Kunsthandwerk (=mit kreativem Anspruch) empfinden. Richtig oder falsch war dabei nie mein Thema. Nur riech ich lieber frische Sägespäne als Tonerkartuschen :D

    Drums als sinnliche Erfahrung!

    komm vorbei (Hannover), setzt dich dahinter und entdecke den Sound und die Möglichkeiten

    Das werde ich mit Sicherheit im Hinterkopf behalten, sollte ich mal wieder in den Norden kommen. Danke schon mal für die Einladung!

    Korki, du warst meine Hoffnung, verstanden zu haben, was ich meinte ;)

    Es geht nicht um die "objektive" Soundqualität, ging es mir nie. Ich beschrieb lediglich meine Wahrnehmung zur Entstehung der Sounds, in meinem Fall zugegebenermaßen ohne jegliche Kenntnis über Softwaredrumming.

    Ich schraube seit vielen Jahren an Drumtunings und deren Abnahme rum. Alleine könnte ich das überhaupt nicht, weil mir die Technik hinter dem Mikrofonkabel nicht vertraut genug ist. Aber mir erscheint, ganz subjektiv und emotional, den Weg zum Topsound wesentlich herausfordernder, langanhaltender und, ja kreativer, wenn ich mit Fellen meiner Wahl auf unterschiedlichen Kesseln in unterschiedlichen Räumen mit unterschiedlichen Technikern abnehme und oft auch experimentiere. In meiner Vorstellung ist der Weg am E-Drum viel klarer, weil ich anhand vorgegebener Parameter vorgegebene Sounds editiere. Es mag sein, dass meine Vorstellung völlig unrealistisch ist, das spielt aber beim Versuch, meine fehlende Faszination für elektronische Drums zu erklären, erst mal gar keine Rolle. Da es für mich aber rausfällt, etliche Tausend Euro in eine Wundertüte zu investieren, von der ich nicht weiß, ob sie am Ende eine ähnliche Faszination auf mich ausüben würde wie ein akustisches Set, schenke ich mir dieses Experiment. Ob ein echter Kenner wie Nick74 die Faszination in mir wecken könnte, vermag ich mangels Gelegenheit in meinem Umfeld nicht zu beurteilen. So lange bleibt meine Einschätzung eben höchst subjektiv, vom "wollen" bzw. eben "nicht-wollen" geprägt. Das habe ich auch versucht, so darzustellen.

    Ok, zeig uns deine Kreativität mit deinen A-Drums

    Du bist herzlich eingeladen, mich auf einem meiner nächsten Konzerte zu besuchen ;)

    Diese Filmerei ist nicht meine Plattform, zumal in meinen Augen sehr viele Präsentationen (meine Versuche wären da keine Ausnahme) kaum Mittelmaß überschreiten. Nur teile ich mein Mittelmaß eben nur live mit ein paar Zuhörern, nicht mit der ganzen Welt.


    Ich denke, für das fehlende Interesse an solchen Darbietungen muss ich mich ebensowenig rechtfertigen wie du für deinen Faible für Softwaredrumming. Aber ich denke langsam, ich versuche einem Blinden die Farbe Rot zu beschreiben, was nicht gelingen kann.

    Wir beide nehmen Musik und Drumming nicht besser oder schlechter wahr, aber sehr, sehr unterschiedlich.


    dass "E-Musikern" teils eine gewisse Kreativität abgesprochen wird, weil mit "vorgefertigten" Sounds gearbeitet wird.

    Nein, das habe ich nicht getan. Es fühlt sich nur für mich ungeeignet an, um mich kreativ zu verwirklichen, das ist was komplett anderes. Sich mit nem Software-Spezi mal an so ne Kiste zu setzen, könnte meine Einschätzung durchaus ändern

    Aber jetzt ist auch gut damit, ich finde nämlich, dass im Moment NICHT ich hier den Krawall forciere. Ich bin raus.

    Schau mal auf Steve's Kanal, dann lernst du was über seine Kreativität mit Software-Drums (und anderen virtuellen Instrumenten)

    Gerade getan, zumindest einige Videos. Ich sehe da einen (recht ungelenken) älteren Drummer, der mit vorgefertigten Sounds vorgefertigte Musikstücke begleitet. Versteh mich nicht falsch, Ich freu mich darüber, wenn er seinem Hobby mit Begeisterung nachgeht. Wenn jemand mit Freude Briefmarken sammelt, freut es mich ebenfalls für die Person. Nachvollziehen kann ich es trotzdem nicht. Die Intention meines Beitrages ist keinesfalls E-Drum-Bashing, mir wurde nur ausgelöst durch die vorhergehenden Wortmeldungen klarer, weshalb für (Achtung völlig subjektiv!!!) mich persönlich das beste E-Drumset der Welt keine anhaltende Leidenschaft sein könnte. Sieh es als Versuch des Brückenbaus, weshalb wir "Akustiker" gelegentlich - und ungerechtfertigt - etwas ablehnend reagieren. Das ist aber völlig unser eigenes Problem, nicht eures. Oh, verdammt, eigentlich hasse ich dieses "Wir" und "Die" Ding!!!

    Mal ne Frage vom eingefleischten A-Drummer. Kurz vorausgeschickt, beides gibt es, und beides hat gleichermaßen seine Daseinsberechtigung. Nun kommt mir aber noch ein weiterer Gedanke, anknüpfend an Jürgens "warum sollte man was imitieren wollen?". Und zwar, worin liegt die Erfüllung des begeisterten E-Drummers? Ich rede nicht vom Beherrschen des Spiels, dass müssen wir ja alle üben.


    Den Drumsound eines akustischen Sets gestalten zu lernen, ist meiner Erfahrung nach ein lebenslanger Prozess. Ein Schlagzeug live oder im Studio klanglich abzubilden, gilt zu Recht als Königsdisziplin der Instrumentalabnahme. Beginnend von der Fellwahl über die Stimmung/Dämpfung, Auswahl und Positionierung der Mikros bis hin zum Processing in der DAW oder der Signalbearbeitung in der analogen Kette entsteht alles durch meine Kreativität (wobei ich Tontechniker hier mit einbeziehe!). Am Ende jeder Aufnahme steht das Ergebnis aus Prozessen eigener Entscheidungen, Versuche, Fehlern usw. Als Newbie mag das häufig ernüchternd sein, je länger man dran bleibt, umso besser gelingt es, qualitativ hochwertige Resultate zu erzielen. Der Mehrwert für mich ist ganz klar die Freude am Kreieren, manchmal auch ein gewisser Stolz, immer aber das Wissen, dass die nächste Herausforderung (anderer Raum, anderes Set, andere Technik) darauf wartet, gemeistert zu werden.


    Ich zitiere mal die Signatur unseres allseits geschätzten Kollegen Bruzzi: "Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden."


    Wenn ich mir nun vorstelle, ein E-Drumset zu besitzen und Stunden, Tage, Wochen und vielleicht Monate damit zu verbringen, die idealen Komponenten einiger Hersteller mit den idealen Sounds anderer Hersteller so zu verknüpfen, dass mein Set beinahe klingt wie ein echtes Set, mag mich das eine Weile lang fesseln. Vielleicht macht es mir sogar Spaß. Gleichzeitig ist mir aber bewusst, dass ich mich unweigerlich auf den Endpunkt, nämlich das Erreichen und jederzeit Reproduzieren des "perfekten Drumsounds", zubewege. Ok, nicht ganz, denn die Hoffnung auf noch bessere Simulationen hält mich bei der Stange ;)

    Aber ehrlich gesagt verliere ich bei der Erkenntnis schlagartig jeden Antrieb, Tausende von Euro in ein Hobby zu investieren, dessen Faszination aus kreativer Sicht nach kurzer Zeit aufgebraucht ist. Das mich nicht über die nächsten Jahrzehnte immer weiter wachsen lässt. Was also ist eure Motivation, euch mit E-Drums zu befassen, wo euch im Grunde nur Kreativität Dritter für teures Geld anvertraut ist?


    Ich weiß, ich polemisiere ein wenig, aber für mich hat, bei allem Fun, E-Drumming nichts mit der Kreativität musikalischen Schaffens zu tun. Freizeitgestaltung ala Technik-Nerds eben ;) Oder sind E-Drummer einfach Drummer, die sich nicht mit den Unzulänglichkeiten akustischer Sets aufhalten wollen und stattdessen viel lieber jede Minute konzentriert üben?

    Ich würde als erstes mal das Tauchrohr der Tomhalterung kürzen. Weiß nicht, für welche Zielgruppe Sonor die entwickelt hat oder ob hier Teile eines alten Sonnenschirms verbaut sind. Diese Länge erhöht nur das Gewicht, ohne jeden Nutzen.


    Zum Pedal wurde eigentlich alles erwähnt, ich finde das völlig ok so. Mittig auftreffen halte ich selbst für gar nicht erstrebenswert, da die Mitte eines Fells ja immer ein Schwingungsknoten ist und daher nicht das volle Klangpotenzial einer Trommel ausnützt. Der Rest betrifft eher das Spielgefühl, ob nun Erwachsener oder Kind. Falls ihr keine optimale Einstellung findet, kann man auch zusätzlich die BD noch mit einem Riser aufbocken.

    Ich würde ja bei dem Budget zum Fachhandel fahren und mich dort beraten lassen. Empfehlungen sind so eine Sache. Die wenigsten hier kennen so viele verschiedene Systeme, dass eine Empfehlung belastbar wäre. Am Ende ist vor allem der Sound Geschmackssache, da höre und vergleiche ich lieber selbst. Auch beim Handling hat jeder andere Präferenzen. Ich würde beispielsweise immer eine Anlage bevorzugen, die auch andere Bereiche abdecken könnte z.B. ne Band. Sucht ihr nur Boxen und Amps? Oder auch Pult und Peripherie? Je nachdem ist ja das Budget zu werten.

    Ist, wie oben schon erwähnt, dann doch eine HiHat von Turkish Cymbals geworden.

    Soweit ich weiß, werden oder wurden Zultan Cymbals von Turkish gefertigt, ist also gar kein so weiter Weg ;)

    Mein Tipp wäre auch Zultan gewesen, aber es gibt inzwischen so unglaublich viele Beckenhersteller und -serien auch in bezahlbaren Preisregionen, dass einem die Wahl echt schwer gemacht wird. DEN Geheimtipp eines guten Ridebeckens kann ich daher nicht geben. Aber auf dem hier hab ich mal einige Proben gespielt und fand's für das Geld ziemlich gut. Btw. bin ich mir gerade nicht ganz sicher, ob es das 20" oder 21" Modell war.


    Edith: der Kollege Doublefish hat hier auch ein paar schöne Sachen im Angebot.

    drummerforum.de/forum/thread/?postID=1302125#post1302125

    Völlig normal, so ähnliche sehen alle Becken aus, ehe sie abgedreht werden. Manche Beckenserien werden aus klanglichen Gründen teils roh belassen. Bei einigen wird nur die Kuppe, bei anderen die gesamte Oberseite "dreckig" belassen. Manche sehen dabei eher bräunlich, andere eher grau-grünlich oxidiert aus.


    Übrigens finde ich gut, dass ihr eurem Kind gleich solides Gerät hinstellt. Ist zwar auch keine Garantie, dass die Freude ewig währt, aber wenigstens war dann nicht das Equipment schuld.

    abgesehen davon, dass es meine Entscheidung ist, wann ich meine Hi-Hat zu lasse oder eben öffne.

    Zwar hier eigentlich nicht Thema, aber genau die Haltung führt dazu, dass Amateurbands oft nicht besonders gut klingen. Wenn nämlich jeder so denkt wie du, spielt auch jeder nur nach eigenem Gusto, und keiner bemerkt, dass man ja eigentlich grad "gemeinsam" Musik macht. Natürlich ist es immer auch eine Entscheidung der gesamten Band oder des Komponisten, wer wann was mit welchem Sound spielt. Klar hat man wenig Handhabe, wenn jemand trotzdem stur bleibt, aber gute Musik geht anders.

    Aber da ist eindeutig zu viel Backbeat auf der Snare drin.

    ;)


    Ich greife meine vorigen Postings auf. Toll, dass du dich an "swingy" Nummern rantraust, auch wenn man hier noch viel intensiver deine koordinativen Schwächen hört. Ich widerspreche meinem Vorschreiber nur ungern, aber gerade bei solchen Groovenummern ist es der völlig falsche Weg, aus vermeintlicher Kreativität heraus mit Verschiebungen zu experimentieren. Es geht ausschließlich darum, den Groove zu bedienen und genau zu wissen, was man groovig und tight spielen KANN, und auch nur das zu tun. Jede Synkope, Ghost Note, whatever, die man nicht sicher im Kontext beherrscht, macht den Groove kaputt. Im Zweifel lieber weglassen. Einen guten Shuffle aus den Händen (und Füßen!) zu schütteln, ist schon anspruchsvoll genug, da ist ein stabiler Backbeat der Anker in schwerer See. Vom Gesamteindruck hast du tatsächlich Glück, das der Begleittrack so tight gespielt ist. Mit einer Amateurband würde dein Geholper vermutlich ziemlich demaskiert werden.

    Mein Eindruck ist, mit diesem Video spielst du zum ersten Mal deutlich hörbar über deine Verhältnisse, ein Punkt, den ich bisher immer als großes Plus deiner Performance empfand. Dafür ist das Outfit adäquat zur Musik gewählt, inkl. Soul Patch ;)