Beiträge von trommla

    Sie sind eher aus der Mode und da wird versucht das irgendwie logisch zu begründen.

    Sie sind eher aus der Mode und da bleiben nur Logik und Erfahrung, um Gründe für oder wider zu finden ;)


    Ein Bekannter von mir spielt seine Sonor HLD588 seit 30 oder 35 Jahren, bis heute gab es keinen Grund für ihn, was anderes auszuprobieren. Geschmäcker und Bedürfnisse sind halt verschieden, und wer unbedingt tiefe Eimer spielen möchte, wird sich von Einwänden sowieso nicht abhalten lassen.

    Ein Bild zum Sound wäre hilfreich, aber ich halte es für wahrscheinlich, dass das Fell der Mainsnare etwas dezente Dämpfung erhalten hat. Ganz offen ist das m.E. nicht. Und vermutlich war hier auch ein Tonmensch am Werk, der weiß, was zu tun ist. Der handelsübliche Festivaltech ist meiner Erfahrung nach bei offenen Snaresounds schnell überfordert.

    Sieht exakt nach der gleichen Snare aus. Interessant die Rezension bei Thomann "Ich hatte diese Snare auch noch in 14 x 6,5 und muss sagen, dass die 1,5 Zoll mehr für mich keinen Unterschied gemacht haben."

    Ich sehe es ähnlich, eine 8er kann nichts besser als ne 6.5er, aber ein paar Dinge schlechter (Aufbauhöhe, Teppichansprache, Gewicht). Wär ich ne Backline-Company, würde ich vermutlich der Vollständigkeit halber eine anschaffen, für mich selbst eher nicht. Der Vorteil bei den 6.5ern, es gibt viel mehr bezahlbare Modelle ^^

    Ich hatte dir auf die Frage nach Ausleuchtung schon was geschrieben. Dieser Fred definiert ja den Anwendungsbereich, da würde ich spezifizieren: von vorne schräg rechts und links je 1 weiße Lampe (evtl 1 direkt, 1 über eine Styroporplatte bouncen. Oder mit Softbox, gäbe es auch im Zubehörhandel. Spitzlich dann mit ner schönen Farbe nach Gusto, auf jeden Fall nicht weiß.

    ich lerne jetzt schon Latin

    Warum auch nicht. Für die Unabhängigkeit ein gutes Training, und wenn ein Lehrer es beherrscht, macht es ja vielleicht sogar Spaß. Ich spiele das Zeug ja auch, rein technisch gesehen, aber es fühlt sich einfach nicht "rund" an. Und ich kenne kaum Musiker in D, die es drauf haben, von denen man das richtig lernen könnte. Komisch, Künstler*innen werden wegen "Kultureller Aneignung" ausgeladen, weil sie als Weiße Dreads tragen. Aber jeder darf ungestraft irgendein Latinzeug spielen, der Lateinamerika nur aus dem TV kennt. Ich schweife ab..


    Ich finde die Herangehensweise veraltet, Technik als zwingende Grundlage zu lehren, auf der alles andere aufbaut. Warum nicht anhand diverser Grooves mit der Zeit aufzeigen, wie man diese mit entsprechenden Techniken noch verfeinert? Technik nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zum Zweck rüberbringen, gewissermaßen.

    Mein erster Lehrer mit 14 (ne, war schon der zweite, aber der erste zählt nicht) hat mich vor 40 Jahren nur Playalongs machen lassen, zu einer Zeit, wo Fun noch in vielen Fällen zweitrangig war. Rudiments und Co kamen viel später, nachdem ich selbst die Erkenntnis hatte, dass man so Zeug ja auch brauchen kann.

    Für mich war das die beste Entscheidung überhaupt, denn ich durfte noch vor der ersten Band das machen, worauf es beim Trommeln meist ankommt, nämlich songdienlich zu grooven. Klar sind dann keine vertrackten Rhythmen möglich, und mit Latinzeugs ärger ich mich bis heute rum. Aber hey, Leute, Ringo ist damit Multimillionär geworden.

    Erlaubt ist, was gefällt ;)

    Schau dir für's Grundverständnis mal diesen Artikel an.

    Für ein spannendes Licht sind 3 Scheinwerfer nicht verkehrt, die man entweder durch Dimmen oder durch unterschiedliche Farbfilter (oder natürlich beides!) noch gestalten kann. Ich finde am wichtigsten für die Atmosphäre das sogenannte Spitzlicht oder Spitze". Es wird typischerweise von hinten oben eingesetzt, um deinem Set und dir schöne Konturen zu geben und dich vom Hintergrund abzuheben. Bei Personen ist es der typische Glanz auf den Haaren im Gegenlicht. Bei Spitzlicht alleine sieht nun der Zuschauer aber nicht viel mehr als Konturen, also braucht es von vorne zum Aufhellen Gegenlicht. Da frontale Scheinwerfer alles flach erscheinen lassen und dich darüber hinaus blenden könnten, würde ich je einen Scheinwerfer von rechts und links, ungefähr 45° von der Seite und von oben aufhängen. Unterschiedlich eingefiltert arbeitest du damit ein schönes Bild mit dreidimensionaler Wirkung heraus. Mit welchen Farben du welche Intensität erreichst, musst du ausprobieren. Sofern du nicht filmst, bist du völlig frei in der Gestaltung. Mit Video sind noch Farbtemperaturen zu beachten, insbesondere wenn der Raum Fenster hat und sich Tageslicht und Kunstlicht mischen.

    aber da hats mich immer zerwürfelt

    Haha, mich hätt's schon bei 00:0245 Minuten zerwürfelt, bei dem was du mit den Füßen machst. Man hat mir schon attestiert, ich könne jeden Stil überzeugend spielen, aber wenn ich dich höre, erkenne ich, dass das bestenfalls für alles gilt, was man mit nem Singlepedal spielen kann. Doppelhuf müsst mer halt irgendwann auch mal üben :/

    Nicht meine Musik, nicht mein Drumming Style, und doch: allererste Sahne. Meine Lieblingsstelle ist das Pattern bei ca 2:45, wo die rechte Hand zwischen den beiden Stacks hin- und herhüpft :D

    Die Zählweise nummeriert sozusagen gleich noch die Takte durch

    eins zwo drei vier

    zwei zwo drei vier

    drei zwo drei vier

    vier zwo drei vier

    Theoretisch könntest du das ne ganze Nummer so treiben, spätestens bei zweisilbigen Zahlen wird es dann aber arg sperrig. Praktisch kenne ich das so nur bei bis zu viertaktigen Patterns.

    Bedeutet es also, dass man in der ersten Taktzeile die 3 nicht spielt und die 6 zählt, obwohl sie nicht notiert ist und in der zweiten Taktzeile die 1 nicht spielt, sowie die 5 und 6 nicht, es aber so zählt?

    Wenn ich dich nicht völlig falsch verstehen, ist das genau der richtige Weg. Gerade da wird mitzählen ja interessant und herausfordernd, wo man nicht mehr auf, sondern neben den Zählzeiten akzentuiert. Da wir aber hier im Grunde von Tanzmusik reden und keiner synkopiert rumstolpern möchte, muss die Band und insbesondere der Drummer natürlich den Beat transportieren. D.h. trotz aller Synkopen muss man den Puls fühlen, und das geht nur, wenn du ihn auch im Kopf zählst/hörst/spürst. Ich zähle bzw. fühle allerdings eher 1 u 2 u 3 u oder 1 2 3 2 2 3 statt 1 2 3 4 5 6. Im Prinzip also 3 gegen 2, mal so, mal so. Um bei Latin Grooves sicher zu werden, ist es m.E. sowieso unerlässlich, diese Polyrhythmik beherrschen zu lernen, den darauf basiert dieses ganze Feeling. Irgendwo meine ich auch kürzlich gelesen zu haben, dass Latinos meist gar nicht wie wir gerade durchtakten, sondern in Claves zählen und denken. Wenn ich noch wüsste wo...

    Weil Innendämpfer das Schwingen des Felles nur unterbinden, den Klang also abwürgen.

    Diese Erklärung wurde immer als Grund angeführt, darauf zu verzichten. Allerdings möchte ich behaupten, dass das eine ziemlich "akademische" Betrachtung ist, ähnlich wie die "Vorteile" ungebohrter Bass Drums. Ich bin bei meiner Slingerland immer wieder froh über das Feature und kann dir versichern, dass die Snare auch mit leicht (!) angezogenem Dämpfer immer noch sehr lebendig klingt. Bei meiner recht neuen Supra überlege ich sogar, einen nachzurüsten. Was natürlich bleibt, ist das Risiko, die Dinger im losen Zustand zum Rappeln anzuregen.

    Zum richtig trockendämpfen sind die Dinger natürlich nicht geeignet, was aber zum Zeitpunkt der Erfindung auch nicht intendiert gewesen sein dürfte, lange vor der Erfindung leistungsstarker PA's.


    Für mich stellt das Weglassen jahrzehntelanger Standardbauteile unter Verweis auf klangliche Optimierung primär eine Einsparungsmaßnahme dar, die wir der Industrie dankbar abgekauft haben, im wahrsten Sinne des Wortes. Unser Gehör lst vermutlich im musikalischen Kontext gar nicht in der Lage, die angeblichen Klangfeinheiten bei so kurzen Impulsen, wie wir Drummer sie typischerweise produzieren so fein aufzulösen. Jeder andere Mensch, ob Musiker oder nicht, hört sie meist überhaupt nicht.