Beiträge von trommla

    Möchte gar nicht wissen wieviele Lkws kommen wenn man noch die ganzen Pa-Anlagen,

    Gerüstbau (Bühne), Lichteffekte und wat weiß ich alles dazu zählt. Das müssen ja ganze Konvois sein und dann noch die ganze Planung, Organisation

    für so ne Tour.

    Ich erinnere mich an Pink Floyd 1994, da waren es glaube ich 12 Sattelzüge je Bühne, und das gesamte Ding ging dreimal durch Europa. Während am Ort A die Show lief, wurde für Ort B gerade aufgebaut, während an Ort C der Abbau lief. Zusätzlich 24 Sattelzüge Produktion, also Licht, Ton, Backline und ggf. Bühnendeko. Das leisten natürlich nicht viele Verleiher, und die auch nur unter Zuhilfenahme anderer Anbieter am Markt. Schon beeindruckend.

    Hab gerade in einem Anfall von Nostalgie dieses Video gefunden und daraufhin die Zahlen aktualisiert. Man bekommt einen ganz guten Eindruck von Produktionen dieser Größenordnung, selbst wenn diese Tour schon fast 30 Jahre zurück liegt.


    Wenn man die im Video genannten Summen für eine solche Produktion hört, wird klar, dass das Drumset in der Gesamtschau nicht wesentlich größeren Stellenwert besitzen dürfte als die Schrauben zum Verbinden einzelner Trusselemente. Wenn es nach der Tour hinüber ist, wird es als Betriebsmittel abgeschrieben, und gut ist. Die Kosten für eine "werterhaltende" Weiterverwendung, also Anzeigen schalten, Abnehmer finden, Transfer etc. übersteigen wahrscheinlich den zu erzielenden Verkaufserlös. Könnte mir vorstellen, dass vor der finalen Entsorgung im Team rumgefragt wird, ob jemand Interesse am Kauf hat, danach dürfte es Glückssache sein, was wo ggf. irgendwann wieder auftaucht.

    Wegen möglicher mechanischer Schäden wäre ich relativ entspannt, ich gehöre aber auch nicht zu denen, die ihr Set unter Decken "schützend verhüllen" oder jeden Dritten autoritär von jedweder Berührung abhalten.


    Im Alltag des gewöhnlichen Banddrummers fällt mir aber nach über 40 Jahren keine Situation ein, in der ich ein solches Ungetüm in der Snare vermisst hätte. Eine Zweitsnare liegt immer irgendwo herum, Donuts etc. zum Auflegen aufs Fell bieten schnell und unkompliziert zusätzliche Soundvarianten, und wer nicht ein Faible für Klangcollagen und andere experimentelle Musik hat, braucht selten mehr als 2 verschiedene akustische Snaresounds.


    Ehrlich gesagt finde ich die von Cody demonstrierten Sounds auch deutlich eingeschränkt im Gegensatz zu einzelnen Snares. Insbesondere empfinde ich sie als in sich nicht stimmig. Die Obertöne der 14er Snare sind mir zu dominant, die 12er und 10er hingegen klingen regelrecht "pappig". Zwar sollte eine Dämpfung am Fellrand sich bei den kleineren "Kesseln" nicht auswirken, aber ob das dann wirklich so ist?


    Abgesehen davon ist mir eine Kontrolle der Stickposition in Bezug auf Fellmitte und -rand auf diese Art zwar nicht unmöglich, aber sicher erschwert. Und beim Rimshot hätte ich tatsächlich Angst, die innere Gratung zu beschädigen. Also fällt meine Einschätzung bezogen auf deine Ausgangsfrage ziemlich eindeutig aus: unnötiges Gadget ;)

    Ich glaube, ich hatte was überlesen. Du schreibst von Snare-Shuffle, der dann aufs Ride wechselt, oder? Was macht denn die Snare dann im B-Teil/Chorus? Nur noch den Backbeat? Dann könnte ich mir vorstellen, dass die Band davon irritiert ist. Versuch doch mal, was passiert, wenn du beim Wechsel aufs Ride nen Texas Shuffle (Double Shuffle) spielst. Also dass die Snarehand weiter shuffelt, zusammen mit der rechten Hand. Damit erhältst du die Energie des Snareshuffles trotz Ridepattern.

    Ach du meine Güte, nehmt doch nicht alles so ernst ;)


    Wer mit einem Paradiddle ala M.M. zufrieden ist, ist doch deshalb kein schlechter Mensch. Zumal ich den Ansatz ja gar nicht falsch finde, mir ist nur bei all dem wichtig, wie das Ergebnis KLINGT, nicht wie schnell es ist.


    Dass du, liebe Pauline, mit deinem Ansinnen glücklich bist, ist am Ende die Hauptsache. Für mich ist Merlini dennoch nichts anderes als ein mittelalterlicher Fahrensmann, der dem einfachen Volk irgendwelche Wundermittelchen anpreist, von denen am Ende nur einer profitiert, nämlich der Quacksalber selbst.


    Musikalisch ist der Kram völlig irrelevant, beeindruckt aber natürlich, vor allem wenn man noch nicht so viel Ahnung hat.

    Ich bin gerade etwas geschockt, dass das zuletzt verlinkte Video offensichtlich von manchen als Referenz für Paradiddles gesehen wird. Ich habe ehrlich gesagt im professionellen Kontext selten so unsaubere und holprige Paradiddles gehört =O Musik ist mehr als Speed!


    (Sollte ich mich gerade der Majestätsbeleidigung schuldig gemacht haben, möge man mir verzeihen, ich kenne den Typen nicht)

    Jetzt mal ganz ernsthaft, ich finde es überhaupt nicht abwegig, ein oder mehrere Sets verpackt im Keller zu lagern, selbst wenn man keinen Platz zum Aufbauen hat. Erstens weiß man nie, wann einem die Zweitband über den Weg läuft, zweitens musiziert man ja (hoffentlich) länger als nur ein paar Jahre, und wenn sich in dieser Zeit das musikalische Spektrum erweitert, ist ein zweites, komplett anders gestimmt Set plötzlich ne echte Option.

    Die - eh schon recht unzuverlässige - Einteilung in irgendwelche Klassen vom Produktionsland abhängig zu machen, sollte in meinen Augen inzwischen ausgedient haben. Dazu sind zu viele Produkte aus ehemaligen Niedriglohnländern auch in gehobenen Marktsegmenten fest etabliert.


    Allerdings hatte ich bei meiner Aussage die Serie aus Unkenntnis auch falsch eingeordnet. Selbst in der (oberen) Mittelklasse behaupten ich und andere ja gerne, könne man jedes Set amtlich stimmen. Auch deshalb finde ich deine Kapitulation interessant.

    irgendwie war mir der Verlauf schon klar, als der TS im Eingangspost seine echt gute Band erwähnte 😉


    Die - leider viel zu kurze - Hisorie der Drumcraft-Drums ist echt bedauerlich, und wer heute zum schmalen Kurs ein 5er/6er/7er/8er bekommt, macht mit Sicherheit keinen Fehler. Meins geb ich aber nicht her, hehe :D

    günstige und gute Sets mit Retro-Sound

    Ich halte das für ziemlich zu vernachlässigen. Ob ein Drummer retro klingt, liegt primär an der Spielweise. Ein Retro-Set hilft eher der authentischen Optik auf der Bühne. Wer in seinem Leben nicht ausschließt, auch noch andere Musikstile zu bedienen, kann durchaus ein einigermaßen modernes Set kaufen.


    Mit dem Preisrahmen für ein taugliches Shellset hast du natürlich trotzdem völlig Recht. Mit etwas Glück gibt es sogar für das Geld geeignete Komplettangebote, auf denen man "echt gute Musik" machen kann. Apropos, der TS hat immer noch kein Budget genannt...


    schon eine wirkliche Bass Drum

    eine wie deine muss man aber auch erst mal finden. Bin immer noch begeistert von dem Mördersound ^^

    Bezahlbar ist natürlich recht individuell. Manche(r) macht sich keine rechte Vorstellung, was ein bandtaugliches Set kosten SOLLTE und wo der Luxus beginnt. Da gibt es dann Leute, die gerade mal 300 Euro erübrigen wollen/können. Anderen hat irgendwer den Floh ins Ohr gesetzt, dass es schon mindestens ein Tama Starclassic sein muss, um im Bandkontext gut zu klingen. Und an ordentliche Becken denkt man erst mal gar nicht, die machen eh nur Zisch ;)


    Wie hoch soll denn dein Budget sein? Und was ist ggf. bei deinem Sammelsurium schon vorhanden, was du weiterverwenden würdest?

    Grundsätzlich stelle ich hier mal die (gar nicht sehr kühne) Behauptung auf, dass selbst ein günstiges Set mit guten Fellen gut klingen wird, wenn man stimmen kann und das Set nicht defekt ist. Die Spreu trennt sich vom Weizen eher bei der Hardware, als da wären: hakelige Stimmschrauben, wackelige Stative, dysfunktionale Snareabhebungen etc. Und wie oben schon geschrieben, werden Becken häufig übersehen. Da siehst du dann tolle Sets, an denen immer noch teilweise die Messingteller der Erstausstattung hängen.


    Als ganz grobe Orientierung scheint mir, dass Baureihne, die auch als Shellsets angeboten werden (also ohne Hardware) in der Regel eine ausreichende Qualität mitbringen, um auch ernsthaftes Musizieren zu ermöglichen. Was nur als Komplettpaket angeboten wird, richtet sich hingegen typischerweise an ahnungslose Anfänger, die ein Rundum-Sorglos-Paket wollen. Dem ambitionierten Drummer bereitet so etwas hingegen meist echte Sorgen, weil nix so richtig funktioniert ;)

    Das Yamaha ist klanglich in allen Belangen besser

    Der individuelle Geschmack gibt halt manchmal den Ausschlag ziemlich eindeutig und unüberhörbar :)

    das Gretsch ist zum Einmotten zu schade, aber was tun damit?

    Ein Käufer findet sich bei einem so schönen Set mit Sicherheit. Allerdings wäre ich doch neugierig, ob man ein Oberklasse Set klanglich nicht am Ende in den Griff bekäme. Zugegeben, ich bin ein bisschen traurig, dass du am Ende resigniert hast.

    Nun aber mal Butter bei die Fische, um was für ein Set geht es? Dann lässt sich zumindest einschätzen, ob der ideelle Wert halbwegs mit dem materiellen kongruent ist. Zwischen dicken und dünnen Kesseln würde ich nicht unterscheiden, denn auch ein dicker Kessel hat nur eine äußere Furnierschicht. Machst du die beim naggisch machen kaputt, wars das erst mal mit Lackieren, ob nun der Kessel selbst dick oder dünn ist. Nur Massivholzkessel bzw. Faßbau hat hier Vorteile, weil genügend Substanz zum runterschleifen wäre.

    Da ist man halt im normalen Paiste 502, Mcs, oder Meteor Spektrum.

    Was andere bleibt einen eh nicht übrig, was jetzt auch nicht so schlimm ist.

    Das würde ich nicht zwingend unterschreiben. Zwar gibt es selten Einsteigerdrums mit nem Satz Profibecken, aber manche haben zumindest Paiste Alphas oder Masterwork Troy dabei, was schon ein bis zwei Klassen über den von dir genannten liegt. Aber dafür müsste man dann halt etwas Zeit und Geduld mitbringen.