Der Punkt ist-bekommt Er/Sie sprichwörtlich einen vorn Bug geknallt. dann ist es manchmal schneller vorbei als es angefangen hat. Das sollte sich jeder mal bewusst machen. Sich mal ihn die Lage des anderen versetzen. Wie würde ich vielleicht darauf reagieren?
Ich denke, das sehen die meisten hier ähnlich. Aber muss man deshalb jeden Unsinn unkommentiert stehen lassen, nur damit ein sensibles Gemüt nicht entmutigt wird? Da muss ich fast an den Altmeister von DSDS denken, der schon zu "Sangeskünstlern" gesagt haben soll, wenn jemand aus eurer Familie euch sagt, wie toll ihr singen könnt, hört nicht auf sie.
Wir neigen in Deutschland, dem Land der unbegrenzten Selbstverwirklichung, vielleicht gelegentlich zu sehr dazu, aus pädagogischen Erwägungen künstlerische Darbietungen unehrlich positiv zu bewerten, nur damit der/die Kritisierte nicht eingeschnappt oder gar demoralisiert ist. Ich habe schon oft Hobbykünstler (Musik, Gesang, Laientheater, you name it) gesehen, bei denen ich mir vor Fremdscham gewünscht hätte, irgendwer hätte sie viel früher darauf aufmerksam gemacht, dass es noch viele andere, ebenfalls sehr erfüllende Hobbies gibt. Vom Mikrokosmos Youtube mal ganz abgesehen.
Es ist ehrlich nicht alles Gold, was in den USA glänzt, aber dort wird schon bei Schulaufführungen gecastet und nach Qualität besetzt, statt jeden Hinz und Kunz auf die Bühne zu lassen, nur weil er/sie drei Sätze fehlerfrei aufsagen kann. Ein kleines bisschen mehr Qualitätsanspruch und Realitätsbezug täte uns manchmal in der Kunst ganz gut, vor allem wenn man gegen Geld auftritt.
Und wer hier als Newbie "auftritt" und wirklich wohlmeinende Ratschläge arrogant zurückweist, nur weil sie nicht dem eigenen Erwartungshorizont entsprechen, darf nicht erwarten, dass er auch noch in dieser Haltung bestärkt wird.