Beiträge von trommla

    Habt ihr in der Band ne Frauenquote ? ;)
    Gerade Bassistinnen sieht man ja nicht so oft. Finde ich seeeeehr cool.


    Und dass du Wiedereinsteiger bist, habe ich zumindest hier am Computer nicht wahrgenommen, hat alles ordentlich gegrooved.
    Klar könnte man auch ein wenig Kritik üben, von meiner Seite dann allerdings eher in Richtung Bläser und Tasten, obwohl das bei der Aufnahme nicht sicher zu beurteilen ist. Das wäre dann aber Jammern auf relativ hohem Niveau.


    Na ja, und die Frontfrau, da schliesse ich mich Oliver Stein an. Es klingt, als hätte sie eine relativ schmale Bandbreite, in der zum einen die Intonation funktioniert, zum anderen der Ausdruck ihrer Stimme zum Song passt. Vielleicht mal über eine zweite Leadstimme nachdenken?


    Grüße,
    Jan

    @ Jürgen


    Das ist aber leider ein ganz anderes Thema. Seit langem gibt es sowohl in Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik gewaltige Finanzierungslücken, die den Zwang zur Sparsamkeit auferlegen. Wenn ein Privathaushalt seine Kosten nicht decken kann, wird an allem, was nicht zwingend notwendig ist, gespart. Warum sollte die öffentliche Hand das dann nicht in Erwägung ziehen dürfen?


    Ein völlig anderer Punkt ist die Verteilung des Geldes innerhalb der Gesellschaft. Dieses zu erörtern überschreitet den Rahmen dieses Threads m.E. bei weitem, aber so lange wir Bürger uns nicht dagegen wehren, dass uns Politiker und Konzerne ausweiden, sondern die Mühlen im Gegenteil durch unser Konsumverhalten am Laufen halten, sehe ich genau das auf uns zu kommen. So lange die Großen nicht wieder mehr Solidarität zeigen, was vermutlich nicht ohne einen gewissen Zwang stattfinden kann, bleiben die Kassen halt leer.


    Man könnte doch mal den finanzstarken Teil der Gesellschaft fragen, was er von einer Kulturabgabe hält. Man könnte großzügige Freigrenzen festlegen, jeder der darüber liegt, zahlt. Und kein Orchester hätte mehr sorgen. Eine Art "Zwangsmäzenatentum". Warum nur habe ich das Gefühl, dass so etwas nie passieren wird...?

    Wird an einer Stelle bei der Kultur gekürzt, kann man leider davon ausgehen, dass das frei werdende Geld nicht mehr im selben Bereich investiert wird


    Vielleicht wiederhole ich mich ja, aber genau das wäre in meinen Augen nötig. Es gibt so viele wichtige Bereiche (z.B. Kinderbetreuung, medizinischer Versorgung und ähnlichen Bereichen mit schwacher Lobby), in denen von der öffentlichen Hand teilweise drastisch eingespart worden ist, dass es m.E. nicht nachvollziehbar ist, sich gegen eine Reduktion kultureller Förderung zu wehren.


    Ich gebe dir und allen Beführwortern des "Weiter so" recht, dass eine Abschaffung staatlicher Subventionen eine Fehlentscheidung wäre. Zumal meinem Laienwissen nach vor allem bei öffentlichen Behörden und Verwaltungen im Allgemeinen ein beträchtlich höheres Einsparpotential wäre (s. jährliche Berichte des Bundesrechnungshofes und Bund der Steuerzahler). Aber wie sagte damals der große dicke Kanzler so schön? Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen.


    Btw wie hoch liegt eigentlich das derzeitige Durchschnittsgehalt eines fest angestellten Musikers in den hier angesprochenen Orchestern? Vorher wurde eine Summe von 5.000,- € mtl. genannt, entspricht das der Realtität?


    Grüße
    Jan

    Ich werde alt.


    Du wirst nicht alt, du bist Jurist ;) (wenn ich mich richtig erinnere)
    Damit dürfte dein Einkommen deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegen.


    Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten, dürften sich über unser Luxushobby eher selten Gedanken machen. Obwohl mich speziell der Umgang mit Statussymbolen wie IPhones etc. auch manchmal stutzig macht.


    Daher sollte man öffentliche Mittel zunächst in den Bereichen investieren, von denen alle profitieren und womit die Bedürfnisse aller gedeckt werden. Im Umkehrschluß kann das für mich heißen, zunächst die Bereiche moderat zu stutzen, die überwiegend besser situierten Bildungsbürgern zugute kommen.
    Auch wenn ich mich damit ein Stück weit ins eigene Fleisch schneide.


    Grüße
    Jan


    Edit: deine Präferenz für öffentlich-rechtliche Programme teile ich im Übrigen voll und ganz.

    Vielleicht ist aufgrund der mehrfach genannten Faktoren die kleine BD einfach zu leise. Zu spielen, während man sich nicht oder kaum hört, ist manchmal, wie wenn man Pudding an die Wand nageln wollte.


    Steck doch mal ein Mikro in die 18er und teste, ob es sich dann besser anfühlt. Dann kannst du dir das Geschleppe einer 22er eventuell schenken.
    Frisches Fell kann aber trotzdem nicht schaden.

    Der Artikel ist von 2003. Wie ist denn die Lage 2012?

    Ich lese 15.03.2012. Hast du versehentlich 15.12.2003 gelesen?


    Zum Thema:
    Ich habe mich mit der Thematik aktuell noch nicht befasst und werde das wegen bedeutenderer Fragen vermutlich auch nicht tun, daher nur ein paar Gedanken aus dem Bauch raus.
    Die Frage ist nicht, ob Orchester eine Daseinsberechtigung haben oder nicht. Wenn sie so erfolgreich und wichtig sind, sollte es kein Problem sein, sie zu privatisieren und damit ein paar Hundert Arbeitsplätze zu erhalten.


    In Zeiten leerer öffentlicher Kassen, in denen zudem jährlich Milliarden von Euro sinnlos verschwendet werden, müssten viel mehr Anstrengungen unternommen werden, in allen Bereichen des öffentlich finanzierten Lebens genau zu hinterfragen, welche Einrichtung und welche Personaldecke noch angemessen ist. Das betrifft Ämter und Behörden, aber ebenso auch staatlich finanzierte Kultur. Ich kann mir nicht vorstellen, dass D ins kulturelle Mittelalter zurück fällt, sobald es nur noch die Hälfte an staatlichen Orchestern, Theatern, öffentlich-rechtlichen Sendern etc. gibt.


    Wenn die harten Einzelschicksale der zukünftig Arbeitssuchenden die maßgeblichen Faktoren wären, müßten wir bis heute auf Braunkohle setzen, und ein Ausstieg aus der Kernenergie wäre nicht nötig, weil man sie gar nicht zu Lasten der Kumpel hätte ausbauen müssen.


    Daher stelle ich mir die Frage, in welchen Bereichen die größten gesellschaftlich relevanten Defizite vorherrschen, und da spielt selbstverliebte "Staatskultur" keine allzu große Rolle.
    Wir sprechen ja nicht über eine völlige Abkehr von staatlich finanzierter oder subventionierter Kultur. Obwohl speziell die Qualität der öffentlich-rechtlichen TV-Sender oft auch nicht mehr so über der privaten Konkurrenz steht, dass man daran zwingend festhalten müßte.


    Ich für meinen Teil werde diese Petition sicher nicht unterzeichnen.


    Grüße
    Jan

    Trotzdem ein schönes Thema.


    Wenn ich mich selbst analysiere, hab ich als Kind/Jugendlicher noch ans Christkind, den Osterhasen, die wahre Liebe, ehrliche und selbstlose Freundschaft sowie manch anderes geglaubt. Die Seele hatte noch wesentlich weniger Schutzmechanismen, daher waren meine Gefühle unkontrollierter, man könnte auch intensiver sagen. Jede wichtige Situation war mit gewissen Schlüsselreizen assoziiert, teil Musik, teils Düfte, Geräusche, Wetter o.ä.


    Wenn mich heute einer dieser Schlüsselreize "trifft", öffnen sich die alten Gefühle manchmal für einen Moment, und dann wird's halt etwas sentimental.


    Was ich mir weniger erklären kann ist, weshalb einzelne Musikstücke einen berühren, ohne sie jemals vorher gehört zu haben. Vielleicht ein ähnlichlicher Zusammenhang, nur "um die Ecke"? Man hört eine Melodie, die erinnert einen an die Melodie von *ab*, die man während der ersten Liebesnacht mit "xy* gehört hat. Die Kette ließe sich vermutlich noch deutlich bis ins Unterbewußte verlängern.

    Warum reden eigentlich immer alle nur vom schneller werden?


    Ich hab schon so oft am eigenen Leib gemerkt und bei anderen Drummern beobachtet, wie schwierig es sein kann, extrem langsame Grooves sauber und groovig zu spielen, dass man diesem Thema genausoviel Aufmerksamkeit schenken sollte. Aber klar, bei High Speed Drumming verwischen die Details, und man macht auf Fans mehr Eindruck (deshalb hab ich nie die Groupies abbekommen :) )
    Was nicht heißt, dass mich die Speedfraktion nicht auch vereinzelt beeindruckt.

    Hallo Michael,


    ja, ist ganz ordentlich gespielt. Aber, unabhängig vom Sound, mir fehlt irgendwie der Wow-Effekt (wie übrigens bei den meisten deiner Videos). Nach 30 bis 60 Sekunden tauchte bei mir langsam die Frage auf, ob da noch mehr kommt, aber es kam 5 Minuten nix.


    Die sicherlich teilweise interssanten Licks gehen leider im (nicht böse gemeint) "Einheitsbrei" unter. Ich habe das Gefühl, dass deinen Demonstrationen ein Spannungsbogen fehlt und eine Struktur, die über mehr als ein paar Takte hinweg trägt. Hier ein leiser Part, dort eine (General)pause, so Dinge meine ich. Gerade bei diesen New Orleans - Geschichten geht's ja nur ums Feeling, die Drummer hatten teilweise null technische Voraussetzung und sicher nicht das Bestreben, durch raffinierte Licks zu "glänzen".


    Für jemanden, der anscheinend hohe Ambitionen hat (schliesse ich aus den div. Endorsements), würde ich mit persönlich mehr musikalischen Ausdruck wünschen.
    Dass die Qualität des Sounds völlig unwichtig ist, beweist für mich immer Benny Greb am Kinderschlagzeug 8)


    Ähnliches empfinde ich aber auch bei manch internationalem Star-Trommlern, deren Technik ich in 3 Leben nicht erreichen würde. Thomas Lang oder Virgil Donati z.B. finde ich gähnend langweilig, weil das nur eine Aneinanderreihung teils aberwitziger Technik ist, aber für mich freud- und seelenlos. *duck*
    Du bist also in guter Gesellschaft ;)


    *It's all about the music*


    Grüße, Jan

    Ich finde sowohl die Idee der Playalongs, als auch eure Musik sehr schön. Wie kommt es denn, dass ihr keinen Drummer findet?


    Da würde ich mich doch glatt mal für eine gepflegte Session einladen :)
    Bin ja im Nachbarlandkreis daheim.

    Ach ja, das war der Titel, der mir vorher nicht einfallen wollte :)


    Eine gute Übung für solche Grooves finde ich, alle möglichen Rudiments/Patters geshuffelt statt straight zu spielen z.B. statt
    RLRRLRLL eben R LR RL RL L


    und wenn das soweit flutscht, dann z.B. noch eine Clave zu betonen


    etwa R LR RL RL LR LR RL RL L
    (die unterstrichenen Schläge betont)


    Das lässt sich natürlich nicht nur mit dem Paradiddle machen.

    Hör einfach bei Youtube rein, was namhafte New-Orleans / Second Line Drummer so machen, um ein Feel zu entwickeln. Z.B., Stanton Moore, Herlin Riley u.a.


    Wenn du dir die Grooves genau anhörst (auch bei George Sluppik), wirst du feststellen, dass das nicht nur ein wiederkehrendes Pattern ist, sondern ständige Variationen, die aber immer subtil das Clave-Feeling durchlaufen lassen. Sich einen oder zwei Takte zu notieren und die dann "auswendig" zu trommeln, macht daher wenig bis gar keinen Sinn, weil genau das New Orleans Feeling eben nicht aufkommen wird.


    dann bin ich in meinem persönlichen Drummerhimmel angekommen

    Das kann ich verstehen :)

    grooving High


    Wow, du hast dich anscheinend intensiv mit Odd Meters auseinander gesetzt. Die wichtigste Aussage in Bezug auf Cheveres Frage steckt für mich in deinen Weckl-Ausführungen (um es mal so zu bezeichnen). Ich bin da nicht unbedingt der Spezialist, weil ich diese Ansätze meist zu akademisch finde. Aber der sichere Umgang mit ungeraden Metren gibt einem wiederum auch bei straighten Grooves rhythmische Freiheiten, die man musikalisch effektvoll einsetzen kann. Gute Übungen für mich persönlich, um den Kopf "locker" zu bekommen, sind auch Überlagerungen z.B. 5er Ostinati über 7/8, 7 über 9, 9 über 5 etc. Klappt bei mit allerdings nur bei moderaten Tempi ;)
    Den Begriff Overriding habe ich tatsächlich in dem Zusammenhang noch nie gehört. Nennt man das offiziell so?


    Was den guten alten Dave Brubeck betrifft, darf man vielleicht auch nicht vergessen, dass diese Stücke in den 60ern entstanden sind, als noch kaum jemand Stücke in ungeraden Metren veröffentlicht hat. Ich bin mir nicht sicher, ob er damals so weit gedacht hat wie wir heute.

    Dave Brubeck - Blue Rondo a la Turk

    ...unschwer daranzu erkennen, dass die bell auf den offbeat schwappt (overriding)

    Was erklärt das denn bitte??
    Als ob nicht genügend andere Instrumente den 9/8 eindeutig definieren.


    Diese Verschiebung, auf dem Ride einfach Viertel durchzuklopfen, ist trotzdem sehr hübsch. Kommt ja gerne mal vor bei Sting. Hab gerade gestern abend "Seven Days" gehört, ist zwar ein 5er, aber vom Drummer ähnlich interpretiert (allerfeinstes Colaiuta-Drumming). Aber das war ja hier nicht gefragt ;)

    Hallo Cube,


    anhand der Hörproben finde ich es extrem schwer, deinen Snaresound zu beurteilen. Er paßt m.E. gut in die Arrangements rein, allerdings nehme ich nur den Backbeat wahr. Über fehlende Dynamik ist daher schwer eine Aussage zu treffen. Tendenziell dürfte der Sound eine Spur lebendiger sein (mag aber jetzt auch etwas Psychologie im Spiel sein, wenn ich ein Evans Hydraulic vor mir sehe).


    Mal so nebenbei: eure Songs finde ich wirklich gut gemacht, schöne Arrangements und gute Stimme, auch wenn ich vielleicht keinen Innovationspreis vergeben würde. Aber der Bandname ?(


    Grüße
    Jan

    könnte ich mir noch die Befestigungskonstruktion vorstellen


    Bei Aquarian ist das Fell an den Ringen tatsächlich anders fixiert, ohne dass ich spontan aus dem Kopf die Details benennen könnte. Das sehe ich mir zu hause noch mal genauer an.


    Aber um auf die Not des TS zurückzukommen:


    Gibt es in deiner Umgebung einen (stimm)erfahrenen Drummerkollegen (oder Schlagzeuglehrer), den du zu Hilfe nehmen könntest? Du hast sicher fast alles ausprobiert, was dir eingefallen ist. Aber wenn man sich an einer Sache so fest beißt, neigt man schnell mal zu einer gewissen Betriebsblindheit. Ein zweites Paar Ohren mit eigenständiger Stimmerfahrung entdeckt vielleicht ein Detail, das du bisher übersehen hast. Außerdem kannst du dann mal ein paar Schritte nach hinten treten und zuhören, wie die Snare aus der Entfernung klingt. Evtl. ja gar nicht so schlecht, wie du es im Moment empfindest ;)


    Deinen Entschluss, der Firma Remo den Rücken zu kehren, finde ich pauschal verfrüht nach nur einem einzigen Negativbeispiel. Beim Fiberskyn sind die Wellen nix neues, das hätte man sich vorher anlesen können. Die anderen Produktlinien sind meines Wissens davon nicht betroffen, also gibt es auch bei Remo noch viele Varianten, falls du bei Evans nicht fündig werden solltest.


    Ich glaub ja immer noch nicht recht, dass es an der Snare an sich liegt ;)