Beiträge von trommla

    Hi Marcus,


    stimmt, das leuchtet ein. Meine Einschätzung war eher intuitiv. Hätte ich mal vorher gegoogelt, Wikipedia schreibt das gleiche. Wie auch immer.


    Mich überzeugt dieses Kombisystem jedenfalls bisher nicht so richtig. Wann muss es denn in der Praxis wirklich schnell gehen? Wenn, dann bei professionellen Produktionen. Profis, die ORTF grundsätzlich nutzen, werden auch bei der Justage geübt sein und schnell zu guten Ergebnissen kommen. Profis, die ORTF nicht oder selten nutzen, werden unter Zeitdruck keine Experimente machen. Fänd ich zumindest überraschend. Oder schätze ich das falsch ein?


    Und der Laie/Amateur hat meist genug Zeit und lernt beim eigenhändigen Justieren dazu. Deshalb würde ich kein Geld dafür ausgeben wollen, wenn ich schon ein normales Stereopaar ordentlicher Klangqualität habe.


    Der einzige wirkliche Vorteil, den ich sehe, ist ein Kabel weniger, was gesteckt und nachher wieder zusammengerollt werden muss.

    Sind nicht die 110° und der Abstand der Kapseln mit 2 Nieren beim ORTF genau definiert? Dann sollte sich ein Bereich von 180° in Bezug auf die Achse abbilden. Einstreuung aus der Umgebung vermute ich da schon. Ob das bei (akustisch) sorgfäligem Setting der gesamten Band allerdings störend wirkt, müssen die Fachleute sagen. Live würde ich vermuten, das es sch... egal ist, weil perfekte Kanaltrennung sowieso nicht möglich ist.

    shardik
    Ehe der Thread jetzt falsch abbiegt, ich glaub du hast unsere paar Aussagen überbewertet. Scotty hat seinen Respekt explizit geäußert, und ich find Blasten durchaus auch beeindruckend, wenn es wirklich auf soliden Beinen steht. Sonst hat niemand darüber gesprochen. Und nun zurück zu Mr. Smith, oder? ;)

    Warum seltsam? Es gibt viele, die nur auf Monstertechnik abfahren und (noch) nicht verstanden haben, worum es bei Musik außerdem gehen könnte.
    Sonst würden wohl kaum viele junge Kollegen als oberstes Ziel möglichst viele Beats per Minute anstreben (s. diverse Theads hier). Da ist es doch schön, dass auch Mr. Smith Beachtung findet.


    Deine Aussage über den Vorteil herausragender Technik beschreibt es finde ich sehr treffend, wie auch deine Haltung zum Trommeln insgesamt schön "oldschool" ist.

    Was auch helfen könnte, wäre prinzipiell erstmal die jeweiligen pattern nur zu dem "off-beat-klick" zu üben


    Oder die HiHat wie in 3a durchlaufen lassen, wie einen Ska-Offbeat, und nur Bassdrum und Snare zwischen 1 und 3a hin- und herwechseln. Damit bekommt das ganze evtl. eine Kontinuität, einen Flow, den man automatisieren kann, um später auch komplett umzuschalten.


    Oder meintest du das, drumrumköln? Der Effekt ist vermutlich ähnlich.

    Nicht ganz, der Trommeltom hatte ja u.a. nach den Unterschieden der beiden BP-SE-Snares und den prinzipiellen Unterschieden zwischen Guß- und Stahlreifen gefragt. In diesem Punkt dürfte er nun deutlich informierter sein. ;)

    Ich würde bei einer Abweichung von 1mm sicher nicht reklamieren, sofern die Snare gut klingt und ohne Schwierigkeiten stimmbar ist. Egal, ob nun jemand anderes sagt, der Reifen müsse zu 100% plan aufliegen. Bei einer nagelneuen Snare würde ich auf jeden Fall erst mal den Stimmtest machen, und wenn da alles paßt, die Reifen erst im Zuge der Wunschbefellung testen.


    Ich habe früher auch gerne mal kleinkarierter gedacht, aber bei ca. 150,-€ freu ich mich lieber, wenn nur minimalste Abweichungen zu finden sind, als mich zu ärgern, dass etwas nicht zu 100% perfekt in meinem Sinne ist. You get what you pay for, und bei diesen Snares wohl mehr als das.

    Die Produkte sind durchwachsen


    Mapex kenne ich nicht aus eigener Erfahrung. Vermutlich muss man aber aufgrund der Globalisierung und des Preiskampfes ein Stück weit damit leben. Mercedes neuerer Generationen sind auch nicht mehr die hochklassigen, unverwüstlichen Edelkarossen früherer Tage.


    Und auch die deutschen Sonor-Produktlinien sind nicht über jeden Zweifel erhaben. Vor einiger Zeit saß ich z.B. am neuen Delite-Set eines Kollegen und hab mich über die haklige Abhebung gewundert. Das hat Sonor schon mal besser gemacht.

    Schon klar. Deshalb auch das Augenzwinkern, da oft von Chinaschrott die Rede ist und mancher gern übersieht, dass auch renommierte Hersteller reihenweise in China fertigen lassen. Ohne qualitativ ordentliche Chinaware wäre Trommeln inzwischen nur noch eine Beschäftigung für die oberen Zehntausend, und kaum ein Profimusiker ohne Endorsement könnte sich das überhaupt noch leisten.
    Und wir reden ja hier schiesslich von Mapex-Snares. Aber um die Qualtät von Chinaware im Allgemeinen gehts ja im Thread nicht, also schweig ich nun still.

    eine Trommel mit Gussreifen


    Aus dem Kontext heraus meinst du vermutlich Stahlreifen? Ach ne, quatsch, hab nur mit der Hälfte meiner Hirnzellen gelesen. Sollte man nicht tun. Wie kann ich eigentlich einen Post löschen?


    Hammu: und wie klingen gute Stahlreifen aus China? ;)

    Hammu
    u.A. deshalb bin ich von Gußreifen weg, weil mir die Snare dann immer zu knallig und vordergründig war. Ich kann bei meiner Spielweise auf Stahlreifen den Ton der Snare irgendwie besser modulieren. Und meine Rimshots klingeln mir manchmal immer noch selbst in der Ohren ;)

    Das Drehen ist wohl eine Frage des Geschmacks, aber bei meinem Gewicht (ca. 85 kg) stelle ich nicht ansatzweise fest, dass mir aufgrund der Federung die Kontrolle verloren geht. Setzt euch mal auf einen Bürostuhl und spielt mit den Füßen irgendwelche Patterns. Wenn das nicht funktioniert, dann auch nicht auf den Hydrauliksitzen, denn der Sitzkomfort ist etwa vergleichbar.


    Jürgen, mir scheint, du hast da eine falsche Vorstellung und vermutlich noch nie auf einem solchen Sitz gesessen. Wenn ich richtig liege, wäre vielleicht Testen angesagt, ehe man Dinge beurteilt? ;)


    Grüße
    Jan

    Der Fred ist zwar alt, aber nicht von gestern. Und daher geb ich mal auch noch meinen Senf dazu ab.


    Chad Smith ist der Wahnsinn, kein anderer spielt auf einem bedeutenden Drum-Event 5 min lang nur einen (mehr oder weniger) unveränderten Groove ohne Fills und Gedengel. Der Gegenentwurf zu Thomas Lang und Co.

    Nein, da täuschst du dich massiv. Ich weiß nicht, ob Gußreifen wirklich in der Herstellung so viel teurer sind, aber besser sind sie nicht, obwohl das in der Werbung gerne so suggeriert wird. Es ist vor allem eine klangliche Frage, welche Ausstattung man auf seinen Trommeln hat. Gußreifen sind im direkten Vergleich etwas knalliger, attack-reicher, perkussiver, wie auch immer man das bezeichnen mag. Stahlreifen sind etwas weicher und lassen sich dadurch z.B. leichter gezielt "verstimmen". Wenn aber Gußreifen per se besser wären, gäbe es keine Oberklasse-Sets mit Stahlreifen. Wenn ich mir eine der beiden zulegen würde, wäre es allerdings die Thomann-Snare mit Gußreifen, weil ich bisher nur Holzsnares mit Stahlreifen habe und ich damit eine zusätzliche Soundvariante hätte.

    Danke für die Blumen, das trifft zumindest meine Intention eher als Speed Drumming :)


    Gerade weil ich selbst solche Double Bass Gewitter nicht zum Donnern bringe, finde ich deine Leistung da schon beachtlich. Ich werde das wohl nicht so schnell können.


    Als ich heute nachmittag mal spaßeshalber den Wechsel zwischen binär und ternär selbst probiert habe, fand ich einen Effekt interessant, dass nämlich Wechsel in kurzer Folge z.B. 2 Takte binär und 2 Takte ternär bei mir besser lief als längere Zyklen.
    Wenn ich die 16el beispielsweise 8 Takte laufen liess, klappte der Übergang schlechter als vorher, weil sich meine Füße so verselbstständig haben, dass sie einfach weiter gezappelt haben, obwohl sie eigentlich hätten bremsen müssen. Ich könnte mir vorstellen, dass man, wenn man nur auf Speed trainiert, etwas zum One Trick Pony wird. Vielleicht ist man auf lange Sicht besser bedient, wenn man etwas geduldiger übt und auf eine vielseitige Basis achtet. Spontan fällt mir Derek Roddy ein, der selbst sagt, dass er nicht bis ins hohe Alter blasten möchte und deshalb auch andere Stile bedienen können will. Also auch brav shuffeln üben ;) (oder Reggae, Funk, Odd Meters ...) Von Flo Mournier hab ich übrigens ähnliches gelesen.


    Keine Ahnung, ob Roddy deshalb so geil spielt, weil er auf diese Weise dran geht, oder ob er einfach ein Ausnahmetalent ist. Aber er sagt ja auch selbst, dass es ewig gedauert hat, bis er so weit war.

    Eventuell tatsächlich eine Werbemaßnahme, um Mapex noch populärer zu machen? Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Mapex eine BP verkaufen würde, die keine ist. Die wären ja ähnlich blöd wie der Thomann oder Music Store.


    Jetzt kann ich dir übrigens vermutlich den Preisunterschied der beiden erklären. Die MS hat Power Hoops, die Thomann Guß, hab gerade mal verglichen.

    Lass mich kurz überlegen...nein, schämen tu ich mich nicht besonders. ;)


    Schämen würde ich mich eher, mit einer nicht wirklich soliden Leistung auf die Bühne zu gehen, auch wenn der Laie es vielleicht nicht merken würde. Ich hab mich schon nach Gigs totgeärgert, obwohl jeder gesagt hat, war doch "super" oder was weiß ich was, einfach weil ich mich selbst schlechter als sonst empfunden habe.


    Wenn ich morgen mit einer Metalband spielen müsste, würde ich es wie Nicko McBrain machen und einfach oldschool mit einer Wumme spielen, statt das Risiko einzugehen, mich mit DB vor mir selbst zu blamieren.