Beiträge von trommla

    Wieso? Ist das nicht falsch?


    Warum sollte es falsch sein? Die von dir beschriebenen Herren beweisen, dass man anscheinend auch damit gut spielen kann ;)


    Aber ernsthaft, ich versuche mal als "Nicht-Profi", dir trotzdem eine hoffentlich kompetente Antwort zu geben.


    Richtig oder falsch gibt es prinzipiell nicht, ebenso braucht man keinen "möglichst hohen Reboundanteil". Falsch wäre es, den Rebound durch zu verkrampfte Hände oder Pressen ins Fell abzuwürgen, denn für schnelles kontrolliertes Spiel ist das Nutzen des Rebounds natürlich essentiell, was du vermutlich auch mit deiner Aussage meinst. Ein Greifen des Sticks weiter vorne erfordert zur Kontrolle des Spiels weniger Kraftaufwand, da er nahezu ausbalanciert in deiner Hand liegt. Damit eignet sich diese Haltung besonders für leises bis mittellautes, artikuliertes Spiel, wie man es in der Klassik, im Jazz etc. benötigt, oder auch Rudimental Drumming.


    Allerdings bekommt man damit nur schwer den Punch, den man vielleicht gerne in härteren Stilistiken möchte, da einerseits das Eigengewicht des Sticks beim Schlag fehlt, andererseits ein zu schnelles Zurückspringen des Sticks den Spielfluss wieder eher stören würde. Daher greifen viele Drummer den Stick weit hinten, weil damit druckvolleres Spiel möglich ist. Zumal bei härteren Stilistiken überwiegend Single Stroles gespielt werden, also Hand-to-Hand.


    Als wirklich "falsch" würde ich es bezeichnen, wenn der Stick so weit hinten gehalten wird, dass nur noch Zeige- und Mittelfinger den Stick führen, weil das zu einem echten Kontrollverlust führt. Aber so lange alle Finger am Stick sind und das Stickende am Handballen liegt, ist es aus deiner Perspektive eben...anders.


    Generell macht es Sinn, verschiedene Arten der Stickführung zu lernen und je nach Anwendungsgebiet einsetzen zu können. Viele Drummer bezeichnen ihre Stockhaltung denn auch als Mischform. Besonders interessant finde ich dazu die "Secret Weapons" von Jojo Mayer, um mal eine gute Auswahl verschiedener Techniken zu sehen.


    Ich hoffe, dass dir diese Antwort weiter hilft, aber es kommen bestimmt auch noch die echten Profis, die das ganze dann noch etwas präziser ausführen können.


    Grüße,
    Jan

    Als Pedal könntest du, passend zum Vintage-Kit auch Ausschau nach einer alten Camco-Maschine schauen. Gibt es manchmal bei Ebay für 20-30€, und ich finde das nach wie vor ein klasse Pedal. Nicht umsonst hat Tama das Modell wieder neu aufgelegt.


    Grüße,
    Jan

    Hallo Sascha,


    hast du das Set mal eben ersteigert, oder bist du weiter auf der Suche?


    Für 650,-€ muss etwas Glück dabei sein . Um die Kessel mache ich mir dabei die geringsten Sorgen. Sofern die Kessel, vor allem die Gratungen, in Ordnung sind, holst du aus jeder Kiste mit neuen Fellen und Stimmkenntnissen einen ordentlichen Sound. Bei der Hardware merkt man u.U. erst mit der Zeit die Schwachstellen (Rost, ausgeleierte Verbindungen/Gelenke). Bei Becken ist bei Komplettangeboten m.E. die Gefahr am größten, nachher enttäuscht zu sein. Gerade bei so günstigen Komplettangeboten sind häufig Bleche dabei, die bei etwas gehobenem Anspruch bestenfalls als Wanddeko dienen.


    Das letzte Angebot - falls nicht du selbst es ersteigert hast - wäre als Einstieg zu diesem Preis m.E. ok gewesen, weil du noch ein paar Hundert Euros für Becken und ggf. neue Felle hättest investieren können. Allerdings muss man sich bei einem Magna-Set bewusst sein, dass man es nur mit drastischem Verlust wieder verkaufen kann. Das hat der Ebay-Verkäufer ja zu spüren bekommen.


    Im übrigen würde ich dir empfehlen, dir zunächst einen guten Lehrer zu suchen. Denn dieser kann und sollte dich auch beim Gebrauchtkauf unterstützen. Vorteil: du hast nicht 20 verschiedene, teilweise konträre Meinungen, die mehr Fragen aufwerfen als zu beantworten. Außerdem kann dein Lehrer dein neues Gebrauchtes mit dir zusammen stimmen, was Frust vermeidet, der sonst - selbst beim 5.000,- € Edelset - entsteht (da vielleicht sogar noch schlimmer ;) )


    Grüße,
    Jan

    naja ich will Unterhalten und ich würde sagen viele andere YT-Coverdrummer sind mit deutlich geringerer Video- und Soundquali ins business eingestiegen und trotzdem ist was aus denen geworden


    Da wäre ich jetzt mal auf Beispiele gespannt. Aus welchem "Youtube-Star" ist denn wirklich was geworden?
    Auffällig an diesem ganzen Youtube-Hype ist, dass anscheinend mehr und mehr ein gesundes Maß an Selbstkritik und realistischer Selbsteinschätzung verloren geht. Klar, wenn man auf kurzfristige Beachtung aus ist, mag das funktionieren, aber auf Dauer muss man vermutlich wesentlich mehr mitbringen. Nichts anderes als bei den zahllosen Castingshows.


    Dein Spiel ist für einen Freizeittrommler sicher ganz ok, damit kann man mit Kumpels schon ganz ordentlich Lärm machen. Aber vergleich' doch mal selbst Drumcover verschiedener Trommler auf Youtube und finde heraus, was dich von Anderen unterscheidet. Die Lösung: vermutlich gar nichts! Das ist alles Durchschnittsware ohne Wiedererkennungswert, und auf den kommt es bei der angestrebten Karriere mitunter an.


    Mein Feedback bzw. Rat an dich wäre folgender: wenn du dich, was normal und wichtig ist, mit anderen Schlagzeugern vergleichst, dann such dir als Vorbilder nicht irgendwelche Youtube-Trommler aus (auch nicht Cobus!!!), sondern lerne von den Großen und versuche, dorthin zu kommen. Und zwar nicht wegen der Popularität, sondern wegen der Musik.


    Oder hab Spaß mit dem schönsten Hobby der Welt und verdiene deine Brötchen mit einem seriösen Beruf ;)


    Grüße,
    Jan

    6 und 7 Zoll wäre eher untypisch. Vielleicht hat sich der Herr Lidl bei der Beschreibung auch geirrt. Die Dinger wiegen ja vermutlich nix, klemm sie dir doch unter den Arm und spazier ins nächste Musikgeschäft. Oder miss nach und rechne in Zoll um. Selbst wenn es ganzzahlige Durchmesser wären (6'' gibt es ohne Probleme, 7'' hab ich m.E. noch nie gesehen), könnte es ein weiteres Problem geben. Der Kragen normaler Tomfelle ist wesentlich niedriger als der von Bongofellen. Selbst wenn der Durchmesser paßt, sitzt das Fell dann sehr hoch, und die Schrauben sind u.U. zu kurz. Wenn du dann auch noch die Schrauben tauschen mußt, kannst du auch gleich die etwas teureren Bongofelle kaufen.


    Außerdem will man ja die Bongos vielleicht auch mal als Bongos spielen? ;)


    Grüße,
    Jan

    Ich kann nur mutmaßen, dass es mit den Größen Probleme gibt, zumindest wäre mir im normalen Drumsektor kein Fell bekannt mit diesen Zwischengrößen. (Macho: 7 1/4'', Hembra: 8 5/8'').Wobei du die Größen auch selbst heraus gefunden hättest, selbst auf der Thomann-Seite ;)


    Als Spezialanfertigung, sofern möglich, vermutlich noch einiges teurer. Allerdings gibt es ja auch Fellsets für Bongos, die etwas günstiger sind. Muß ja nicht gleich das Millennium-Set für 9.90 € sein.


    Ohne deine Spielweise zu kennen, sollten normale Bongofelle auch Sticks abkönnen.


    Grüße,
    Jan

    Das macht hoffentlich jeder seriöse Drummer. Die Intention des TS klang/klingt für mich allerdings eher nach Soundtüftelei auf der Livebühne, und das mache zumindest ich definitiv nicht, wenn die Zeit knapp und das Ergebnis im Gegensatz zur Studioproduktion vergänglich ist. Zumal bei den meisten Soundchecks die Zeit ja eher knapp ist. Bevor ich da komplett mit Umstimmen anfange, gehe ich lieber noch mal das Programm durch und trinke ne Apfelschorle.
    Ganz zu schweigen von den genervten Mitmusikern, die ich mir auch gerne erspare.

    Ralli Son
    Sorry, ich finde, wenn jemand Tipps und Austausch sucht, wie man mit solchen Live-Situationen umgehen kann, hat er bessere Statements verdient als solche Plattitüden, dargeboten in einem nach meinem Empfinden ziemlich arroganten etwas zu saloppenTonfall.
    Mag sein dass Herr Philips das so beeindruckend im Griff hat, aber es ging doch tatsächlich eher um praktische Hinweise aus erster Hand, wie der TS selbst live damit umgehen könnte. Also gib dir nen Ruck ;)

    Verstehe trotzdem noch nicht ganz, was du uns mitteilen möchtest. Dass S.P. sowohl ein guter Trommler als auch Tontechniker ist, wissen die meisten. Wenn du mit ihm regelmäßig persönlich um die Häuser ziehst, freuen wir uns über Insiderinformationen. Wenn nicht, bekommst du doch vermutlich auch nicht mit, was vor dem Soundcheck so passiert, oder?

    In welchem Newsticker erwartest du denn eine Eilmeldung "Simon Philips benutzte beim gestrigen Konzert ein Moongel auf dem mittleren Tom"?
    Er wird schon auch in Situationen kommen, bei denen etwas Dämpfung erforderlich ist, falls er noch gelegentlich in Clubs und kleinen Hallen auftritt. Und er ist berühmt genug, dass er noch nicht einmal die Drummer-Polizei fürchten muss, wenn er so etwas (tststs...) mal machen sollte.

    Ich finde es offen gestanden etwas vermessen, zu glauben, dass man sich als Gitarrist mal einfach ans Set setzt und halbwegs ordentliche Tracks einspielt. Wozu üben denn andere jahrelang?
    Wenn du tatsächlich was vernünftiges produzieren willst, dann organisier dir einen Drummer, der das für dich einspielt. Wenn man wüsste, wo du zuhause bist, gäbe es evtl. ja auch jemanden hier im Forum, der auf so etwas Lust hat.
    Das Gesamtergebnis wird es dir danken!


    Grüße,
    Jan

    Die Diskussion hatten wir schon mal an anderer Stelle. Wir verfolgen glaube ich andere Ansätze bzw. machen andere Musik. Dein Ansatz ist tendenziell der, über den befreundete Tontechniker eher mal stöhnen ;)
    Aber wie gesagt, anderes Thema, lass uns doch wieder zum Threadtitel zurück kommen. (zu dem ich allerdings im Moment nichts neues beizutragen habe)

    Nicht dass wir aneinander vorbei reden. Natürlich sind im optimalen Fall alle Faktoren so, dass man sich gut hört. Allerdings habe ich im Lauf der Jahre gelernt, mich mit suboptimalen Verhältnissen diszipliniert zu arrangieren und das nicht durch Reinprügeln kompensieren zu wollen.
    Wahrscheinlich habe ich zu oft mit dem Typ Gitarristen gespielt, die konstant ihre Lautstärke am Amp nachgeregelt haben ("ich hör mich nicht, ich hör mich nicht..."), bis sogar die Mischer nichts mehr korrigieren konnten, ohne den Fader ins Negative zu fräsen ;)


    Ich würde übrigens immer versuchen, die Amps eben nicht frontal Richtung FOH und zudem erhöht oder gekippt zu stellen, damit die Amps vor allem die Bühne "ausleuchten" und so primär als Monitor dienen. Zumindest wenn alles mikrofoniert oder Line ins Pult geht, was ja meist der Fall sein dürfte. Dann brauch ich nämlich damit nicht auch noch die Monitorwege zukleistern. Aber anderes Thema.

    Ich glaube, man könnte unsere gesammelten Erfahrungen auf einen Nenner bringen:


    1.) Finger weit weit weg von den günstigsten (No-Name) Modellen fraglicher Herkunft, schon gar nicht ungesehen über Ebay
    2.) Hausmarken der etwas höheren Kategorie können für leichten bis mittleren Gebrauch auch längerfristig Freude machen. Man sollte aber wissen, worauf man beim Kauf zu achten hat, wozu ein Anfänger etwas Hilfestellung haben sollte.
    3.) Die Profiklasse vieler etablierter Hersteller ist natürlich langfristig oder bei sehr intensiver Nutzung die beste Variante, wenngleich teuer.

    Und bring ich so ein Öffnerteil (mit dem Fuss entriegeln) auch an die von Josh vorgeschlagene Basix Hardware


    Ob die Cobra Clutch an jede handelsübliche HH paßt, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass es für deine Musikrichtung und ohne Doppelbasspedal eigentlich nicht nötig wäre, das Top-Cymbal zu entriegeln. Die 150 Franken (schätze ich mal) steckst du besser in einen Monat Unterricht und lernst die spielerischen Basics, so ein Lehrer hilft nämlich gerade am Anfang ungemein.


    Drums Only in Zürich sollte eigentlich genügend Auswahl haben, um in allen Belangen fündig zu werden oder wenigstens eine gute Beratung vor Ort zu erhalten.


    Edit: verschätzt, die Cobra Clutch kostet in der Schweiz satte 210,- CHF aufwärts :(

    Völlig richtig, Gsälzbär. Für einen Profi oder ambitionierten Amateur mit ein bis 2 Gigs pro Woche würde ich das so sehen.
    Aber im Moment reden wir doch mit einem im Berufsleben stehenden Anfänger, der wahrscheinlich erst in ein, zwei Jahren die erste (Feierabend)Band hat, welche vielleicht eine Hand voll Gigs im Jahr spielt.


    Edit: ich könnte tatsächlich auch Beispiele nennen. Vor 25 Jahren habe ich mir zum Sonor Lite mangels Budget billige Beckenstative und einen Hocker der Firma Magna gekauft.
    Mit dem Kram habe ich hunderte von Gigs ohne Schwierigkeiten gespielt.
    Alle diese Teile verwende ich noch gelegentlich, auch wenn sie inzwischen nicht mehr zur Erstbesetzung gehören und natürlich der Zahn der Zeit genagt hat. Z.b. ist die Spindel am Hocker inzwischen (schätzungsweise) festgerostet, jedenfalls kann ich ihn nicht mehr verstellen. Aber grundlegend funktioniert noch alles, nichts ist abgebrochen.