Beiträge von trommla

    Wollte das gar nicht werten. Dieses stressfreie Musizieren hat schon auch seinen Charme. Nur muss manch einer seine Ansprüche an mögliche Qualität etwas "einkochen".


    Sorry, muss noch was nachschieben.

    Edit:

    Aber wenn doch der Wunsch da ist, mal etwas anderes zu machen

    Dann sollte man Wunsch und Wirklichkeit in Deckung bringen bzw. das Programm an die eigenen Fähigkeiten anpassen. Für mich gibt's wenig übleres, als wenn beispielsweise Amateurbands Latin-Styles vergewaltigen, obwohl sie mehrheitlich nicht mal in der Lage sind, ne Clave richtig zu klatschen. Auch das wird gerne mit der angestrebten Abwechslung begründet. Erlaubt ist natürlich, was gefällt. Mich gruselt vor solchen Programmpunkten.

    Die 1 und die 3 stecken wahrscheinlich so tief drin. Ist ja auch verständlich und nicht wertend gemeint.

    Der Deutsche marschierte eben schon immer gerne ;)

    Diese Spielmannszüge setzen sich typischerweise ja aus örtlichen Enthusiasten zusammen, bei denen es mehr auf das gemeinsame Erleben und die Vereinszugehörigkeit ankommt als auf musikalischen Ausdruck. Wenn dann mit etwas Glück 1 bis 2 talentierte Drummer dabei sind, reicht es halt bei weitem noch nicht, um das gesamte Ensemble mitzuziehen. Ähnliches denke ich mir jedes Mal, wenn ich so ne Sambatruppe auf irgendeinem Straßenfest höre. Zum Klatschen auf 1 und 3 reichts halt.


    Hart ausgedrückt werden wir von Kindheit an dazu erzogen, dass es im "Kulturbetrieb" (Schulorchester, Schultheater etc.) nicht auf die Leistung ankommt, sondern jeder gerne gesehen ist und mitmachen darf. Ganz im Gegenteil zu manch anderen Ländern (z.B. USA), wo schon für Schulaufführungen echte Auditions abgehalten werden und nach Qualität besetzt wird. Auch in Asien ist der Leistungsgedanke deutlich stärker ausgeprägt, wie man hört. Bei uns bieten Schul- und Freizeitformationen meist wenig Potenzial, um fortgeschrittenen Ansprüchen gerecht zu werden. Aber anderes Thema...

    Chuck Boom

    Cooler Sound. Ist aber wohl keine solches Amateurensemble wie die meisten Trommelgruppen hierzulande, oder? Die typischen Spielmannszüge und Musikvereine, die ich kenne, wären wohl kaum in der Lage, irgendeine Musik mit dem richtigen Swing wiederzugeben. Ist am Ende ja die gleiche Klientel, die bei Bunten Abenden die "Eins" und "Drei" mitklatscht. ;)


    stompology

    Du wirst es aus obiger Aussage schon herausgelesen haben, ich kenne hierzulande nichts in die Richtung

    Hö, schickes Finish. Wär nicht mein Wunschfinish, aber das schaut live und in Farbe bestimmt mega aus.


    Sind die HC43BWN

    m.E. für so ziemlich alles geeignet. Ich verwende inzwischen sogar aus Gewichtsgründen nur noch die einstrebigen aus der Stagemaster Serie, und selbst die halten nen Rockgig ebenso durch wie die Roadpro, die ich vorher hatte. Erst für die Montage mehrerer Toms und Becken an einen Ständer macht sich die breitere und schwerere Basis womöglich positiv bemerkbar.

    Brauche ich für das Ride ein Gegengewicht?

    Gegengewichte an Galgenständern waren mal sehr modern, sind aber glaube ich inzwischen kaum noch irgendwo anzutreffen. Also: nein ;) Zumal der Galgen ja versenkbar ist und du wahrscheinlich für's Ride gar keinen Galgen bräuchtest. Bei mir steht jedenfalls das Ride nie so weit abseits, da tuts ein gerader jederzeit. Gängige Rides sind auch gar nicht so problematisch, und wenn du kein 26" Heavy Ride spielst, brauchst du dir keine Sorgen machen.

    Zur Hardware, es gibt ja entweder die Bassdrum mit Doppeltom Halter oder es sind zwei Klammern dabei. Je nach Bevorzugung kann man die an einem oder zwei Beckenständern befestigen.

    Ich fürchte ja, du hast bereits die ungebohrte Bassdrum bestellt, und man kann dich nicht mehr davon abhalten. Dann sollten definitiv zwei Tomarme dabei sein, die gehören zum Shellset ebenso dazu wie Floortom-Beine. Aber Clamps wirst du brauchen.

    Aber ein Set bestellen ohne die Farbe mal in echt zu sehen

    Warum nicht? Haben schon viele gemacht, und ich kann mich nicht erinnern, dass sich mal wer unzufrieden gezeigt hat. Zumal Finishes unter Kunstlicht im Laden auch anders aussehen als daheim oder bei Tageslicht. Am Ende bin ich mir fast sicher, dass auch du wie die meisten nachher jubelst "in echt noch viel geiler!!!"


    P.S. finde auch solche rot-zu-schwarz Fades eher unkritisch. Entweder mag man sie halt oder nicht.

    Ich habe keinerlei Erfahrung mit E-Drums über PA auf Konzerten, aber vielfach die Erfahrung, dass das was sich daheim gut anhört, im Bandzusammenhang auf der Livebühne noch lange nicht gut klingt.


    Daher mein Rat, folge deiner Intuition und lasse dem Mischer so viel Raum wie möglich, um den Drumsound den Bedingungen anzupassen. Wenn da wer sitzt, der sein Handwerk versteht, kostet ein Drumsoundcheck nicht viel Zeit. Auf Festivals sind die Slots fast immer sehr eng, und trotzdem klappt das selbst mit Akustiksets immer in kürzester Zeit. Sofern das Set an sich ordentlich klingt 😉

    D.drummer

    Wenn nach Empfehlungen und Erfahrungen gefragt ist, sollte man wirklich nur Modelle nennen, die man selbst, idealerweise in verschiedenen Szenarien, unter den Sticks hatte. Sonst sind es ehrlicherweise nur Ideen, welche Modelle du dir in dem Kontext vorstellen könntest. Für ne Empfehlung find ich das ziemlich dünne.


    In so einem Fall solltest du besser auf den Umstand hinweisen, dass du diese Instrumente selbst nicht kennst, denn nicht jeder ist hier aktiv genug, um zu wissen, dass du die Welt des Drummings im Wesentlichen nur durch YouTube und Co. beobachtest.


    @Trommelfellaz

    Ich habe schon sooo oft festgestellt, dass die meisten Drummer (mich selbstverständlich eingeschlossen) das Kesselmaterial blind häufig nicht erkennen, dass ich es gar nicht erst versuche. Hinzu kommt, dass dieser Sound extrem bearbeitet sein dürfte und das Kesselmaterial m.E. neben dem Finish am wenigsten klangprägend ist. Sofern das überhaupt ein echter Snaresound ist.

    Kenne die beiden Snares nicht, hab mir aber schon selbst mal nen "Maßanzug" schneidern lassen.


    + du bekommst exakt die Snare, die du dir vorstellst

    + du unterstützt einen Kleinunternehmer aus D oder sogar aus der Region

    + du hast zu "deinem" Instrument ne ganz besondere Bindung


    ○ ob der Trommelbauer exakt deine Klangvorstellung trifft, merkst du erst nach Fertigstellung.


    - der Preis ist deutlich höher als für vergleichbare Stangenware renommierter Firmen

    - falls du nicht zufrieden bist, ist der Wiederverkaufswert einer Customsnare meist extrem schlecht, wenn sie überhaupt jemand kauft

    - Rückgabe ist bei Einzelanfertigung i.d.R. nicht möglich.


    Unterm Strich nutze ich meine "Signature-Snare" zwar regelmäßig, würde so eine Sache aber wohl kein zweites Mal machen, sondern lieber ne gute gebrauchte suchen.

    Oha, wenn ich mir Live-Aufnahmen aus dem letzten Jahr so ansehe, wirken die alten Herren doch schon sehr angestrengt. Und wenn dann die "Original"besetzung nicht mal mehr am Start ist, wüsste ich nicht, weshalb ich dafür Geld ausgeben sollte.


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    Angus Young versteckte früher seine Senderanlage im Schulranzen, inzwischen sieht er aus, als ob er ihn wohl bald für den Katheterbeutel reaktivieren könnte. Ok, bös...

    Ich bezog mich auf den Gebrauch von Moongels, ging vielleicht in meinem allgemeinen Redefluß etwas unter. 😉

    Klebestreifen lassen sich mit Sicherheit besser dosieren. Aber wie gesagt, meins ist das Bekleben von Becken einfach nicht.

    Mich beeindruckt auch immer wieder, wie die Künstler es schaffen, das Tempo bei solchen Aktionen nicht zu verlieren. Ich bräuchte bei sowas dringend ein Metronom, ansonsten würde ich wahrscheinlich gnadenlos davon laufen

    Hab gemerkt, dass es hierfür hilfreich ist, in Gedanken den Song im Kopf weiter zu trällern und quasi solistisch zu begleiten. Seitdem ist zumindest das Tempo kein Problem mehr. Führt nebenbei auch dazu, dass ich keine technischen Experimente machen kann ("Hirn schon besetzt"), die mich aus dem Tritt bringen könnten. Stattdessen nur Elemente, die ich wirklich im Schlaf beherrsche, was dem Solo eh nicht schadet.

    Dann bleibt zwar in meiner technischen Gewichtsklasse nicht mehr so viel übrig, was ins Solo einfließt, aber den Zuhörern ist das eh ziemlich egal, Hauptsache es scheppert ordentlich.

    Deshalb weiß auch jeder, dass ich kein "Big Drum Solo" spielen kann, sondern vielleicht mal 16 Takte, für die mir ausreichend Stoff einfällt, um mich nicht selbst zu langweilen.

    m.E. hat Dogmatismus nichts zu suchen bei Soundfragen. Erlaubt ist doch, was gefällt.


    Ich persönlich hasse Klebereste auf meinen Becken. Es wäre wirklich die Ultima Ratio, irgendwas draufzukleben, und auch dann nur, wenn es wirklich für einen Studiotrack unumgänglich ist, ich dabei aber sicher sein kann, dass das Zeug danach gleich wieder runter kommt. Anderseits tragen Moongels o.ä. schon ziemlich dick auf, im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn mir ein Becken klanglich so wenig gefällt bzw. es so wenig zu meiner Spielweise passt, dass ich zu so schweren Geschützen greifen muss, würde ich es vermutlich gar nicht einsetzen oder gleich verkaufen. Zudem hätte ich bei Dauergebrauch etwas Sorge, dass durch das Zusatzgewicht das Becken in eine bestimmte Position gezwungen wird und sich recht schnell Keyholes entwickeln. Habt ihr da Erfahrungen?


    Die Variante von Niles sieht für mich immerhin plausibel aus, um bei Bedarf etwas Feintuning zu betreiben. Trotzdem versuche ich auch eher spielerisch mit dem Beckenklang zu arbeiten, wie Moe Jorello es beschreibt. Insgesamt komme ich bei meinen Becken bislang aber völlig ohne solch "drakonischen" Maßnahmen aus.

    1) wie viele Stücke habt Ihr so durchschnittlich im Repertoire für einen Bühnenauftritt (Seefest, Bikertreff o. Ä.)?

    Meine Kollegas sagten, dass wir so 30 Stücke draufhaben müssten. Das scheint mir doch recht viel, oder lieg ich da falsch?

    Je nach Band sind es idR zwischen 25 und 30 Stücke. Ne Partyband braucht natürlich ein deutlich größeres Repertoire. Ein Set von 45 Minuten hat bei durchschnittlich langen Songs etwa 12 Songs, hinzu kommen ausreichend Zugaben. Mindestens 2 sollten das schon sein, noch 1 bis 2 in Reserve schaden nicht.


    2) da ich ohne Noten spiele: wie markiert Ihr euch die Stellen, wo Breaks oder Ähnliches vorkommen? Bei einer gewissen Anzahl

    an Songs kommt man da schon mal durcheinander, finde ich. Gibt es da eine geeignete Hilfe oder Spickzettel als Alternative?

    Wie sich Musiker ihre Lead Sheets schreiben, ist recht individuell und auch von Band zu Band unterschiedlich. Bei einfachen Songstrukturen reicht es mir völlig, den Grundgroove zu notieren und dann nur den Ablauf mit Verse - Bridge -Chorus und der jeweiligen Anzahl dahinter. Da lassen sich dann auch "Specials" unterbringen z.B. "vor 3. Chorus 2 T. länger", "Stop auf 3" etc.

    Wenn gar nix besonderes im Song passiert und die Band musikalisch klar spielt, kann auch mal z.B. drinstehen "Texas Shuffle, keine Stops, Ende Turnaround"


    3) Da ich den Takt immer vorgeben muss: habt Ihr da auch ein Metronom mit blinkender Anzeige laufen oder mit Ton, oder einfach nach Erfahrung?

    Wenn ich die Nummer im Ohr habe, rufe ich die Hook und das Feeling einfach innerlich ab. Wenn nicht, entweder Handyapp (Metronomerous) oder Tama Rhythm Watch. Wenn ich als Aushilfe spiele, lasse ich auch teilweise andere Bandmitglieder das Einzählen übernehmen.


    4) wie viele Micros sollten am Set sein. Es gibt da ja so Koffer The T-Bone DC 1200; taugt das was oder muss man generell mehr investieren?

    Komplettkoffer finde ich weder gut noch nötig. Ich habe zwar über die Jahre einige Mikros angesammelt, um ggf. auch mal selbst mein Set mikrofonieren zu können, brauche aber meist wenig bis nichts davon. In geschlossenen Räumen reicht häufig ein Mikro in der Bassdrum für den Bumms, und draußen spielt man doch meist Festivals o.ä. mit örtlicher PA. Wenn man als überwiegend komplette Veranstaltungen selbst beschallt und von PA über IEM alles selbst mitbringt, wird die Mikrofonie interessant, aber da würde ich eher die üblichen Verdächtigen nach Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtmarkt suchen. Heute wäre so ein "Minimalstandard", den auch Livetechniker meist fahren, 1x BD, 1x SD, 1x je Tom, 2x Overhead, ggf. 1x Hihat. Woodstock 69 kam mit deutlich weniger aus, ging also damals auch ;)

    Von oben beschriebenen Fesselspielchen sehe ich ab, aber das Kopfhörerkabel gehört natürlich hinter den Rücken. Dann sollte sich nichts verheddern und ungebremstem Spielspaß nichts im Wege stehen. Spiralkabel hat m.E. nur dort noch was verloren, wo es auf authentischen Retrolook ankommt.

    Schönes Teil, aber...


    Ich find's irre, wie seit vielen Jahren mit immer neuen markigen Sprüchen anscheinend immer noch ausreichend Freaks erreicht werden, die jeder Vernunft zum Trotz ihr Geld in solchen (schönen) Unsinn stecken. Hab gerade wieder ein nettes Vergleichsvideo vom DCP gesehen, diesmal Stahlsnares von 200 bis über 1500 Dollar. Die 200$ Supralite war für mich so ziemlich der Matchwinner, und die Snares jenseits der 1000$ fand ich sogar durchwegs klanglich schlechter.


    Wer ne vierstellige Summe für ne Snare ausgibt, kann zumindest den klanglichen Mehrwert nur noch mit alternativen Fakten begründen.