Beiträge von trommla

    Snareabhebung hingegen total einfach bis primitiv. Langzeitfunktionalität, wer weiß?

    Bei solchen Aussagen fängt's für mich an spannend zu werden. Will ich nach dem Kauf tatsächlich neben den Fellen noch die Kesselhardware (respektive Teile davon) tauschen müssen, um ein alltagstaugliches Set zu haben? Für mich gibt's fast nichts schlimmeres, als wenn die Abhebung nicht (mehr) richtig funktioniert. Das mag zum reinen Backbeat-Trommeln noch gerade so funktionieren, wer aber bisweilen die Saiten abstellen möchte oder sogar muss (Stichwort Mitrascheln bei leisen Passagen), braucht eine zuverlässige Abhebung. Das war schon bei Ludwig jahrzehntelang ein riesiges Manko, wenn aber eine Snare nur klangliche Einheitsware ist, wär das für mich ein NoGo. Schlimmer wär eigentlich nur noch ein Tomhalter, dessen Kugelgelenke die Tompositionen nicht halten.

    Gibt es was vergleichbares auf der Markt ?

    Klar, diverse andere in China gebaute Marken ;)


    Die Zeiten, in denen man vor "Chiina-Schrott" warnen musste, sollten vorbei sein. Entscheidend ist heute nicht mehr das Produktionsland China an sich, sondern die Qualitätskontrollen, unter denen die Produktion stattfindet. Ich kenne nicht jeden chinesischen Schlaginstrumentenbauer (vermutlich sind's eh net so viele, die dafür aber unter diversen Brands fertigen), was ich aber an Drums Made in China in den letzten Jahren so unter den Sticks hatte, war alles brauchbar bis gut. Auch Yamaha und/oder Tama lassen mW in China bauen, und deren Qualität ist bekannt.


    Möchte gerne wissen wie gut diese "neue" kits sind, und ob die vergelichbar sind mit den alten.

    Ich frage mich eher, ob es wirklich Gründe für das Experiment gibt, so ein neues "Premier" zu kaufen. Namen mögen wie in diesem Fall klangvoll sein, und trotzdem wurden nur die Rechte daran werbewirksam eingekauft, nicht die Firmengeschichte. Dein Interesse deutet darauf hin, dass die Masche verfangen könnte, und trotzdem sollte klar sein, dass du eben KEIN Premier-Schlagzeug erwirbst, sondern im Grunde ein Nonameprodukt mit aufgepapptem Label.


    Nicht anders, als wenn du heute ein Bügeleisen der "Firma" Grundig erwirbst. Klingt nach deutschem Traditionshersteller, ist aber seit 20 Jahren eine Marke des türkischen Unternehmens Beko.


    Mein Standpunkt dazu: ich würde so ein Teil nur kaufen, wenn es erstens irgendwo antestbar ist, und wenn es zweitens irgendein Alleinstellungsmerkmal gegenüber etablierteren Marken hätte, das für mich von Interesse ist. Kann ich so im Moment aber nicht recht erkennen.

    Wenn ich ehrlich bin, glaube ich, dass du dir bei der von dir skizzierten Situation wenig bis keine Sorgen über Trittschall machen musst, das dürfte für ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis alles zu laut sein. Meine stärkste Hoffnung wäre, dass der Nachbar schon so schwerhörig ist, dass ihm die Geräusche relativ egal sind ;)


    Schallisolation ist ne aufwändige und kostspielige Geschichte, bei der man wohlmeinend die Problematik sogar verschlimmbessern kann. Wenn ihr sowieso auf das Nachbarhaus spekuliert, dürften Schallschutzmaßnahmen für nen deutlich vierstelligen Betrag wirtschaftlicher Unsinn ('tschuldigung) sein.


    So eine Trittschalldämmung hilft ja nur gegen die Anteile, die tatsächlich über den Trittschall ins Nachbarhaus übertragen werden. Das hat bei E-Sets durchaus nen Sinn, da die akustischen Emissionen ansonsten bei Kopfhörernutzung annähernd Null sind. Wenn aber das Set an sich schon Geräusche von ~100 dB entwickelt, macht das "bisschen" Trittschall den Kohl nicht mehr wirklich fett. Wie du die Wandkonstruktion beschreibst, hätte ich sogar die Sorge, dass der Schall ziemlich direkt rüberstrahlt.

    Tolle Location.

    Mir ist noch nicht ganz klar geworden, welche Art Musik ihr dort gerne hättet. Sieht durchaus eher nach klassischer Kleinkunst aus als nach Metal o.ä.

    Wollt ihr regionalen Nachwuchs präsentieren, der dann auf Hut spielt, oder zahlt ihr Gagen und ggf. Spesen für Bands, die von weiter her sind? In meinem Fall z.B. aus Süddeutschland?

    Jetzt hab ich es bei einem Händler in München gekauft.

    Kann ja nur Hieber Lindberg sein, oder gibt's noch was anderes? Von den diversen Läden, zu denen man als Bandmusiker gehen konnte, ist ja nix mehr übrig. Definitiv kein Geschäft mehr, was noch ne nennenswerte Drum-Abteilung hat, seit Just Music dicht ist.

    möchte ich aber schon feststellen, dass ich es optisch „ohne“ schöner finde als „mit“.

    Mir geht's da eher wie @yenzee , ich empfinde es auch harmonischer, wenn die Bassdrum inklusive Rosette und Tomhalter den optischen Schwerpunkt des Sets bildet. Wie beim Spielen "ruht" alles auf der Bassdrum, die das Fundament für den Rest bildet. Aber Geschmack ist glücklicherweise nicht normiert.


    Aber wenn ich es richtig verstanden habe, ist das Set bereits ohne Rosette bestellt, und bei so einem schicken Set gerät die Frage nach "gebohrt" oder "ungebohrt" doch eh zur Nebensache, oder?

    Das mit dem nicht ganz durchsichtig habe ich noch nie gehört, und Remo schreibt auf der Produktseite auch nichts in dieser Richtung. Klarer 3mil-Mylarfilm, der "industry standard", that's it. Also das ganz normale Snare-Reso von Remo, und der Begriff Hazy steht auch nicht auf den Fellen drauf. Die Stärken werden übrigens bei diesen Fellen auch in der bekannten und bewährten Nomenklatur in Ambassador, Emperor und Diplomat eingeteilt. Nur eben dünner als vergleichbare Schlagfelle. Quasi keine absolute Angabe, sondern eine relative ;)


    Was du brauchst, ist ein normales Snare-Reso, und wenn du aktuell eins in Ambassadorstärke hast, bleib einfach dabei.

    Hazy ist ein gebräuchliche Bezeichnung für Snare-Resos, die ja besonders dünn sind. Wer damit begonnen hat, weiß ich nicht, ich glaube Evans.


    Hier findest du Antworten auf deine Frage zu den Encore-Fellen. Die ersten Encores, die ich kürzlich auf ein Set montiert habe, waren schon mal recht ansprechend. Auf meine eigenen Snares würde ich weiterhin lieber ein US-Reso aufziehen, aber wer nicht ständig wie ich im Dynamikkeller unterwegs ist, kann wahrscheinlich auch mit denen zufrieden sein. Es mal auszuprobieren, wäre allerdings bei den Preisen auch kein großes Risiko.

    Boh, ist das noch immer so?

    Die Diskussion kommt immer wieder mal auf. Ich persönlich kann das nicht nachvollziehen und vermute eher, dass der Verschleiß durch die Verwendung defekter Sticks entstehen könnte. Angerissene Tips, die dann das Coating runterschmirgeln, irgendwas in der Art.


    Allerdings würde ich beipflichten, dass das Remo-Coating nicht ganz so widerstandsfähig ist wie das von Aquarian oder Evans. Aber bei mir hat sich noch NIE irgendein Coating irgendeines Markenfells innerhalb einer Session verabschiedet.

    Durch die Phase muss man wohl auch durch. In Puncto "oben ohne" war ich ja quasi ein Early Adopter, gerade als diese Mär aufkam, bloß nix mehr auf die BD zu bauen, um den Klang nicht abzuwürgen. Die Industrie freut's, kann man doch auf diese Weise Material sparen und dies dann noch als Feature vermarkten. Drummer freuen sich ebenfalls, weil sie das Fehlen der Rosette seither als Zeichen hoher Klanggüte ansehen.


    Ich würde mir inzwischen auf meine Bassdrums sogar jederzeit ne Rosette nachrüsten (hab ich auch schon getan), weil der Aufbau für meinen Geschmack damit leichter vonstatten geht und ich nicht mit jeder Neupositionierung eines Beckens gleichzeitig das Tom neu einstellen muss.

    Eine Snare brauch ich auch noch...

    Ach ja, das Thema Snare kann einen auch noch ne Weile beschäftigen. Würde ich nur noch gebraucht kaufen und mich dann entweder über nen Schnapper freuen oder aber ohne großen Verlust wieder verkaufen. Man kann mit Stimmung und Bestückung so viel aus jeder besseren Snare rausholen, dass das Modell schon fast egal ist.


    Zu meinem Sonor Vintage wollte ich ja damals anno 2015 eigentlich ne George Way Snare für ~500 € haben, als mir meine alte Slingerland für 200 € über den Weg lief und seitdem für alles "Alte" mit dabei ist, also Jazz, Rockabilly und der ganze olle Kram. Blöd nur, dass inzwischen kein Händler mehr die George Way Snares mehr gelistet hat und die Dinger auch gebraucht fast nie angeboten werden.

    Sehr cool, die Nummer, steh ich drauf. Ok, den Snaresound finde ich nicht so richtig passend, da zeigt sich vermutlich dein Hang zu sehr kompakten Größen. Für mich klingts, wie wenn man auf nem Treteimer spielt. Wenn's wirklich ein Treteimer ist: cool, was man Kreatives damit anstellen kann. Wenn's ne Snare ist: würde doch ein paar mehr Zoll empfehlen.


    Aber Musik isses trotzdem, und man hört, dass hier drei exzellente Musiker zusammenspielen :thumbup:

    Find ein Handyvideo ohne Vorher-Nachher-Vergleich wenig aussagekräftig ehrlich gesagt. Der hier hörbare Sound lässt darauf schließen, dass du in der Lage bist, ein Set zu stimmen, mehr aber auch nicht. Ich fürchte, mit dem Smartphone aufgenommen würden sich UTs auch nicht viel schlechter anhören.


    Ach ja, UTs würde ich immer austauschen, da können Heerscharen an Drummern wohl nicht irren. Ob man bei den derzeitigen Preisen etwas genauer überlegt, lasse ich mal außen vor. Ich überlege mir heute auch, ob ein Fell nicht noch ne Weile geht, hab aber zumindest nirgends Billigpellen drauf.