Beiträge von trommla

    dass sie die Tour mit Jeff Beck mit nem gebrochenen rechten großen Fußzeh und dadurch alles mit dem linken Bein gespielt hat.

    Das wusste ich nicht, insofern relativiere ich meine Aussage natürlich. Auf dem verlinkten Video spielt sie aber sichtbar mit dem rechten Fuß die Bass Drum.

    Ich habe mir zwischenzeitlich auch andere Konzertausschnitte mit Jeff Beck angesehen, da war ihr Spiel deutlich besser. Zwar immer noch bei weitem nicht das, was ich als musikdienliches und grooviges Drumming bezeichne, aber dafür engagiert man sie ja auch nicht :D

    Ich hab zwar aktuell keine Notenempfehlung, da ich mir Genres im Wesentlichen nicht nach Noten, sondern nach den Ohren erschließe und versuche, den Könnern auf die Pfoten zu schauen.

    Da die genannten Genres ja gerne etwas angeshuffelt sind, hat es mir geholfen, zum Verinnerlichen des Shufflefeelings diverse, eigentlich straight gespielte Übungen, als Shuffle zu üben. Singles und Doubles ja eh, braucht man regelmäßig in trainartigen Grooves, aber auch Paradiddles oder Akzentverschiebungen in allen Formen. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt.


    Als Steigerung dann z.B. geshuffelte Paradiddles, bei denen ich nicht den jeweils ersten Schlag akzentuiere, sondern eine 3 - 2 - Clave, also Betonungen wie beim Bo-Diddley-Groove spiele.

    Auf die Weise erarbeite ich mir eine Unabhängigkeit des Handsatzes vom Shufflefeeling.

    Ich mit meinem Niveau darf das ja noch weniger beurteilen, aber rein optisch schaut ihr Getrommel für mich auch sehr verkrampft/steif aus. Aber ich dachte bisher immer, sie wär doch nicht so ein Star, wenn das stimmt, was ich mir denke. Hören tu ich die Optik aber ja nicht, zuschauen irritiert mich bei ihr aber 🙈

    Ich mein schon auch das, was ich höre ;)

    Unmotivierte Synkopen, Groove mit Schluckauf, Fills mit für meinen Geschmack wenig Bezug zur Stimmung der Nummer.

    Aber es soll ja hier nicht um A.N. gehen, hat mich halt in dem bestätigt, was ich an ihr für überbewertet halte. Ist ja auch nix neues, dass der Grund für Erfolg nicht immer ausschließlich in der Qualität zu suchen ist bzw. Qualität an sich subjektiv wahrgenommen wird.

    Da ist Benny Greb einfach ne komplett andere Hausnummer. Der taucht bei seinen Sachen voll in die Musik ein, ohne dabei seinen (sehr charakteristischen) Stil zu verlieren. Aber immer auf den Punkt, nicht nur rhythmisch.

    Oke jetzt versteh ich wenigstens, weshalb Anika Nilles ihre Quintuplets so liebt. Weil dann keiner merkt, dass sie nicht grooven KANN. (bezogen auf Jeff Beck)

    k.A. ob ich der einzige bin, der das so empfindet, aber ich finde ihr Getrommel völlig hölzern und an der Musik vorbei.

    Wäre mir ihr Name nicht geläufig, würde ich nach dem Konzertbesuch wohl resümmieren, merkwürdig dass so ein berühmter Gitarrist keinen besseren Drummer gefunden hat.


    Cooler Fred übrigens, mal zu sehen, dass auch die "Zirkusartisten" das richtige Zeug zur richtigen Zeit spielen können. Na ja, die meisten jedenfalls ;) (s.o.)

    Billig und gut: Drumcraft 8er serie

    Kann ich bestätigen, aber individuelle Konfiguration ist da halt leider nicht mehr möglich, da nur noch gebraucht verfügbar.


    Der Rest ist wie immer Geschmackssache und sicher nicht hierarchisch einzuordnen. Ich finde z.B. bei Sets wie DW oder irgendwelchen Boutique-Herstellern wenig positives, da ich immer vor Augen habe, wieviel Geld ich dafür ohne eigentlichen Mehrwert anlegen müsste. Luxusartikel fallen für mich selten in Kategorien wie Gut vs. Besser, da Luxus ja eben nicht auf objektive Qualität, sondern auf Lifestyle abhebt. Guten Klang können andere, weniger Hippe Hersteller definitiv auch.

    Wenn hier ausgeführt wird, dass die Positionierung mit Ständern ja so einfach wäre, ist das ein Irrglaube

    Auch nur, wenn man partout ne ungebohrte BD will. Ich hab 2 Toms auf der BD montiert, die Floortoms stehen am Boden, und das 8ter hängt am Beckenständer. Völlig easy und flexibler als jedes Rack dieser Welt.


    Btw. ich bekomme ja schon wieder das Gefühl, dass hier jemand ne Nebelkerze gezündet hat und sich seitdem nicht am Thema beteiligt. Mal sehen, ob überhaupt noch was kommt, zumindest war der TS zwischenzeitlich angemeldet und hat vermutlich unser Feedback bemerkt.

    Vielleicht statt in nem Forum mal bei Musik Produktiv anklopfen, die haben ne recht breite Gon Bops Produktpalette. Könnte mir vorstellen, dass sie den deutschen Vertrieb gut kennen und dir das gesuchte Fell auf Zuruf bestellen könnten. Oder wäre das eine zu banale Strategie? 😉

    Willkommen Schorsch,


    auch wenn das Star Bubinga für dich Liebe auf den ersten Blick/Kick gewesen zu sein scheint, möchte ich deine Euphorie ein wenig bremsen. Nur weil dich der erste Eindruck umgeblasen hat, bedeutet das noch nicht zwingend, dass dieses Set wirklich und absolut am allerbesten klingt. Es mag auch schlicht am Aufstellungsort, der Befellung oder der Stimmung gelegen haben. Nicht jeder Schlagzeugfachverkäufer stimmt jeden Tag jedes Set gleich gut ;)

    Es ist meine 100prozentige Überzeugung, dass man jedes ordentlich verarbeitete Set ab einer bestimmten Preisklasse so gestimmt bekommt, dass dir und anderen die Kinnlade runterklappt. Das Wie muss man lernen, und das wird dir weder beim Tama Star noch beim Pearl Export gelingen, solange du dich nicht mit der Materie auseinandergesetzt und Erfahrungen gesammelt hast. Zumindest besteht ein gewisses Risiko, dass dich dein eigenes Exemplar, so es dann im heimischen Keller angekommen ist, nicht mal halb so beeindruckt, wie du es aus deinem Traum(a) in Erinnerung hast. Da wir Drummer beim Kauf aber selten mit dem Hirn denken, sondern mit dem ... wenn ich das so genau wüßte ... ist es schon ok, sich von eventuellen Sachargumenten nicht ins Boxhorn jagen zu lassen. Go for it!


    ob ich 14&16 oder 16&18 nehmen soll. Fetter, dunkler, tiefer ist natürlich immer gut

    Meiner Erfahrung nach kann man mit der Kombi 14&16 ausreichend fette Sounds erreichen. Gerade in deinem Genre, wo schnelle Einzelschläge immer noch gut differenzierbar bleiben sollten, sind zu große und tiefe Eimer gar nicht unbedingt gut. Am Ende hast du nämlich nur ein dumpfes Donnergrollen ohne Attack. Was sich für dich in 50 cm Abstand zwar gut anfühlen mag, im Zusammenhang aus Sicht aller anderen (Mitmusiker u. Konzertbesucher) aber untergeht. Das ist das alte Problem. Wenn jeder, der auf fetten Sound steht, im Frequenzkeller rumwühlt, kommt in Summe nur noch Mulm raus.


    Eigentlich müsste ich den Durchmesser ja maximieren, um mein Ziel zu erreichen.

    Auch hier s.o.

    Es gibt tolle Blaster, die genau deshalb kleinere Bassdrums spielen, damit sie noch nen klaren Attack erhalten, bei dem sich DB-Gewitter nicht zu einem Rumpel-Zunami aufschaukeln. Große Bassdrums sind m.E. dort besonders effektiv, wo nicht allzu schnell getreten wird und dem einzelnen BD-Schlag noch eine gewisse Bedeutung zukommt. Insbesondere mit Doppelhuf vermute ich, dass die große Trommel ihr Potenzial gar nicht voll entfalten kann, da das Fell schon vom nächsten Beat getroffen wird, noch ehe der letze voll im Saft steht. Das ist aber ne Vermutung, da ich noch nie auf was größes als ne 22er mit DoFuMa eingetreten habe. Falls mich wer korrigieren möchte, immer gerne :)


    Schnelles BD-Spiel spricht ja bei rein akustischer Nutzung nicht gerade für extra-tiefe BDs

    Ich persönlich bin ein Fan flacher Bassdrums, die m.E. genauso Druck machen können wie Kanonenrohre. Klar wird man im direkten Vergleich nen Unterschied merken, sowohl vom Sound als auch von der Bespielbarkeit, trotzdem ist meine flachste Bassdrum mit 22x14 die mit dem schönsten Schub. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass über die Stimmung viel zu erreichen ist, wenn man das Reso etwas höher stimmt. Selbst 18"-Bassdrums bekommen dadurch richtig Punch. Ich mag mein Schlagfell gerne ziemlich lose, um einen guten Attack zu bekommen, aber seit ich das Reso höher stimme, klingen meine Bassdrums fetter und tiefer.


    Um nochmal über mögliche Konfigurationen nachzudenken, finde ich meine 22BD/8HT/10HT/12HT/14FT/16FT recht universell und würde meinen, dass du damit gut fährst. Klar, es gibt namhafte Metal-Drummer, die größere Kessel auffahren, scheint also auch zu funktionieren. Ein Muss ist das aber imho nicht. Gerade für nicht alllzu große Drummer haben kleinere Kessel eindeutige Vorteile. Trotz alledem ist entscheidend, wo du selbst dich siehst. Wer 200 Tage im Jahr auf der Bühne oder im Studio zu tun hat, mag andere Kriterien ansetzen als du, aber wenn sich große Kessel für dich richtig anfühlen, sind sie richtig.


    Edit: hab gerade nochmal nach Preisen geschaut und würde mal sagen, wenn Geld bei dir ne Rolle spielt, gibt es definitiv für ein Drittel des Preises ähnlich hochwertige Sets mit hohem Spaßfaktor. Ich würde an deiner Stelle doch Vernunft walten lassen und daran denken, dass für die Ersparnis ein schöner Urlaub mit Familie drin wär.

    Beim Set wär ich auch bei den kompakteren Größen. Wenn der Snaresound durchgängig sein soll, würde mir eine Snare reichen, und zwar die, die ich am besten unter dem Mikro kenne oder einschätzen kann. Aus deinem Arsenal wäre das wohl die Starphonic Brass. Wenn Zweitsnare, dann würde ich eher ne echte Alternative einpacken. Anders Tuning, andere Befellung, andere Maße, was auch immer ich grad im Regal habe. Bei zu ähnlichem Klang hätte ich nämlich schon wieder die Sorge, dass man anfängt, für Nuancen Zeit zu verplempern, die außer einem selbst niemand hört.

    Dabei sind doch die legendärsten Drum-Videos auf Youtube so entstanden.

    Haha, da merkt man dann wohl, dass Drumvideos mit das letzte sind, was ich mir auf YT anschaue. Früher hat's mich genervt, dass Gitarristen sich dauernd solistisch präsentieren mussten, heute langweilen mich die Solodrummer (fast) genauso :D

    der trommla ist halt auch ein Jazzer, der auf Raum steht!?

    Der Trommla wäre froh, irgendeinen Raum zur freien Verfügung zu haben, in dem er seine Trommeln zur Not auch mit dem Rücken/Bassdrum zur Wand aufstellen könnte. Meine Proberäume bieten glücklicherweise reichlich Platz und Drumsets vor Ort, nur kann ich da nur für Bandproben rein. Meine Sets lagern alle verpackt im Keller, wenn sie von mir nicht zum Gig ausgeführt werden.

    Aus Kundensicht wäre das für mich bei einem Set mit einem aktuellen Neupreis von gut 2.600€ für einen Dreiteiler, ein absolutes No Go!


    Für den Preis erwarte ich als Kunde ein Set das einwandfrei funktioniert.

    Das steht dir natürlich frei, und glücklicherweise zwingt dir ja niemand ein bestimmtes Produkt auf. Dennoch ist es angesichts der heutigen Marktsituation m.E. eine Erwartung, die nicht jeder Hersteller erfüllen wird. Am Ende muss jedes Unternehmen selbst kalkulieren, wo es nötige Einsparungen vornimmt, um langfristig am Markt bestehen zu können. Über den Erfolg entscheidet am Ende der Kunde durch sein Kaufverhalten. Dass Ludwig, Gretsch und sicher auch Sonor sich (noch) behaupten können, liegt sicher auch an der großen Vergangenheit dieser Unternehmen. Gerade in den USA hat Sonor ja nach wie vor einen herausragenden Ruf wie die US-Firmen bei uns.


    Dass Länder, in denen die Personalkosten deutlich niedriger sind als bei uns oder in den USA, am Ende Wettbewerbsvorteile haben und bei gleichem Preis u.U. höhere und konstantere Qualität bieten, erscheint mir absolut erwartbar. Da es sich aber die meisten Endkunden hierzulande nicht mehr leisten können oder wollen, deutliche Mehrpreise für Waren made in Germany zu zahlen, muss man wohl damit leben, dass Sonor nicht mehr wie ehedem der leuchtende Stern am Firmament des Trommelbaus ist.


    Und wenn die USA die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Schlüsselindustrien durch Subventionen stützt, wird der Instrumentenbau vermutlich auch nicht als erstes in den Fokus rücken.


    Um aber mal die Preise etwas zu relativieren, empfinde ich ein Drumset für 2600 Euro nicht als übermäßig teuer, im Vergleich zu anderen Instrumentengattungen, wo man für gute Instrumente ein Vielfaches zahlen kann.