Beiträge von Mattmatt

    Kein Problem von meiner Seite her, wollte auch niemanden persönlich angreifen.


    Notenständer links etc.: Manchmal kommt auch nicht alles von der Musiklehrperson, sondern ist irgendwie im Kopf des Kindes selber
    ODER wird vom Kind auf eine gewisse Weise verstanden, wie es ihm ursprünglich gar nie so direkt gesagt worden ist.


    Wenn ich eins gelernt habe als Schlagzeuglehrer und als Vater: Trau keiner Kinderaussage, wenn es etwas weitergibt, das es von jemandem
    gehört hat, haha :D !!

    Zitat von m_tree

    Der kann auch weiter links neben / hinter der Hi-Hat stehen ... das kommt mir auch in Anbetracht der "professionellen" Schlagzeug-Aufstellung durch die Lehrerin alles etwas spanisch vor.


    Hm, solche Ferndiagnosen sind jetzt auch heikel, finde ich. Die Sache mit dieser Notenständer- und Crashposition find ich zwar auch etwas lustig, kenne das Konzept jedoch gut, und zwar von Schlagzeugern
    (und auch -lehrern), die stark mit dem (bei uns in der Schweiz) Musikvereinumfeld verbunden sind. Diese Musikwelt ist aus meiner Sicht neben der Klassik so etwa die einzige, die sehr stark notenorientiert ist,
    selbst noch bei Konzerten.


    Zitat von m_tree

    Am Ende machts eine gesunde Mischung und da kommt man mit u.U. fest gefahrenen Herangehensweisen wie von der Lehrerin nicht all zu weit.


    Find ich erst recht eine gewagte Diagnose anhand der bekannten Fakten!

    Jubiläumsbeat ^^ ^^ ^^ :


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    Hier schon wieder was Kleines:


    Beat #39 – Easy groovin'


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    Zitat von Lexikon75

    Bei Stücken von Jan erkennt man durchaus,dass der Jost kein Nasenbohrer ist und da etwas unter seinem wirklichem Niveau spielt.
    Da geht es jetzt nicht darum was er spielt,sondern wie er es spielt. Dies sieht und hört man bei allem was er spielt.


    Diese zwei Sätze widersprechen sich ^^ . Wenn es um's Wie geht, spielt Jost bei Jan nicht unter seinem Niveau, sondern groovt genau in seiner üblichen Klasse :) !


    Zitat

    Indirekt schon.Das gibt das Übungsheft schon vor.Kommt auch drauf an,ob man die Dreiergruppen über einen Takt hinausspielt oder nach jedem Takt wieder von vorne anfängt.


    Ich meine nicht direkt das, sondern mein Punkt ist schon, a) es ohne Noten zu machen und b) den Beginn mitten im Takt zu wählen! Ich weiss schon, dass man alle Permutationen
    eigentlich durchhat, wenn man ein paar Takte hintereinander übt, aber aus dem Kopf/Gehör mitten im Takt zu beginnen, fühlt sich dennoch ganz anders an und ist meistens eine grössere
    Herausforderung, vorausgesetzt, man hält sich streng an die Vorgabe, die "1" niemals zu verlieren.

    Zitat von seelanne

    :thumbup: Einer der schönsten - und sinnvollsten - Threads hier im Forum. Immer wieder gerne, danke !


    Wow, vielen Dank Seelanne!!


    Zitat von Lexikon75

    Beispiel: Akzentverteilung in Dreiergruppen.Geht relativ flott von der Hand.


    Übers hören zu lernen ist natürlich toll.Würde ich auch gerne können,sozusagen als Ergänzung,wie ich mit Hilfe von Notation lerne.


    Na siehst du! Solltest du dich mal mit Verteilungen in Fünfergruppen auseinandersetzen wollen, wird das nach der nötigen Zeit ebenso flott von der Hand gehen ^^ .
    Ausserdem wag ich mal zu behaupten, dass – auch wenn du sie vielleicht über Notation gelernt hast - du die Dreiergruppenverschiebung jetzt im Gehör hast. Da
    haben wir's doch schon :D . So wird das Gehör auch trainierter, und du kannst mehr wagen. Hast du die Dreiergruppen schon mal von verschiedenen Positionen
    aus gestartet? Zum Beispiel einfach mal so bei 2+! Oder bei 4! (Über den Taktstrich ist immer knifflig, find ich (die 1 nicht verlieren!).) Dann lass dein Gehör
    dich führen.


    Zitat

    Kann man sagen,dass er damit meint,dass man es nicht nur spielen kann,sondern es auch fühlt?


    Ich bin natürlich nicht Jojo, aber ich würde es mal so interpretieren, dass man über die "Mathematik" etwas lernen und einüben kann, das man vorerst weder
    fühlt noch (voraus)hört. Mit dem wiederholenden Spielen wird es jedoch ins Gehör und Gefühl gehen.


    Was Jojo auch sehr schön gesagt hat (in seiner Hand-DVD): Es ist nicht nur entscheidend, wie schnell du spielen kannst, sondern wie schnell du hören kannst!
    Gold wert! Hätt ich als Teenager nie begriffen leider, wag ich mal zu behaupten.


    Zitat

    Ich bin leider ein Solodengler,aber doch wissbegierig,wie sich solche Dinge auf das spielen in einer Band und üben von Songs auswirkt.Meine jetzt mit Dingen,die du in dem Video gezeigt hast.

    Zitat von trommla

    Sind solche Übungen dazu da, für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein, wenn du ins Clinician-Geschäft einsteigst und Drummer beeindrucken musst?


    Gute Frage! Haha :thumbup: ! Fürs Clinician-Geschäft wird es wohl leider nicht wirklich reichen, ausserdem bin ich da leider eher zu zurückhaltend als Person und würde vor dem Auftritt sterben 8| :P .
    Für mich sind es mehrere Aspekte: Ganz direkt macht es einfach Spass und klingt für meinen Geschmack geil. ICH hätte gern ein musikalisches Projekt (am liebsten mein eigenes), das solche Beats
    und rhythmischen Spielereien schwer integriert, aber das ist eventuelle Zukunftsmusik, im wahrsten Sinne. Es GIBT ja auch Musik, in der solch Zeugs vorkommt. Soo abgefahren ist es auch nicht mehr.
    Immer mehr solche Musik.
    Dann indirekt ist für mich ganz einfach: Bassdrum-Platzierungen in einem Ostinato der rechten Hand sind eine Koordinationsübung, egal, welche Unterteilung. Und eine Koordinationsübung schärft meine
    Koordination auch für alle weiteren koordinatorischen Herausforderungen, auch in "banaleren" 16tel-Situationen ^^ . Dasselbe kann man auch über alle möglichen weiteren Aspekte sagen, die man da
    herausziehen kann.

    PS: Die Sache mit dem freien Solieren und Nicht-aufschreiben-Können find ich übrigens nicht so dramatisch. Klar, ich würde danach streben, so bewusst wie möglich spielen zu können. Es ist sicherlich das Ziel.


    Aber meiner Meinung nach ist es auf dem (langen) Weg des Lernens als Musiker so, dass verschiedene Bereiche sich mit der Zeit immer mehr annähern, und alle einzelnen Facetten verlieren in dem Sinn an
    Bedeutung und Gewicht, sozusagen. Du lernst möglicherweise gut und leicht über die Abstrahierung durch Noten oder über das optische Erfassen von Notation. Andere lernen leichter übers Hören. Dasselbe
    gilt fürs Spielen. Den einen fällt es anfangs leichter, sich Vokabular über vorgegebene Notation zu erarbeiten, sich so mit der "Sprache" auseinanderzusetzen, sich "Begriffe" anzueignen, das Handwerk zu erlernen.
    Andere spielen lieber nach.


    ABER: Per Definition spielt ja jeder beim freien Solieren frei :) ! Das ist ja auch die Idee. Sprechen, sich ausdrücken ohne Plan und ohne Vorgabe. Oder? Und auf besagtem langen Weg des Lernens (wobei der
    Weg ja auch das Ziel und das Schöne ist an sich!) verändern sich auf jeden Fall die Herangehensweise, das Erfassen und Verstehen und der Bewusstheitsgrad des Spielens bei diesem freien Solieren.


    Das freie Spielen geschieht ja intuitiv und nicht analytisch, und das soll um Himmels Willen auch so sein und bleiben!! Also nicht verrückt machen lassen und auch nicht dem Drang nachgeben, alles wissen und
    verstehen zu wollen ;) ! Einfach Spielen und Freude daran haben! Du kannst ja eine Aufnahme von dir im Nachhinein analysieren – wieso nicht!


    Vielleicht könnte man mein ganzes Getexte auch viel kürzer fassen, indem man sich auf Jost Nickels wunderbare Aussage (sinngemäss) beruft: Unterscheide strikt zwischen Üben und Spielen! Übe konsequent
    analytisch und strukturiert, aber spiele konsequent NICHT so :D !

    Hallo hallo :) ! Vielen Dank für die Blumen!! Der Lehrer in mir will sich bei solchen Fragen unverzüglich hinsetzen und alles ausnotieren, aber bevor ich mich in solche Aufwände stürze, versuch ich es mit kurzer Erklärung :D .


    Meine Idee oder Vorgabe war es, das Pattern der rechten Hand nicht zu verändern, aber anderes zu variieren. Das Pattern kannst du entweder als Gruppe von 5 16teln sehen oder als eine Quintolengruppe. Schläge 1, 3 und 4
    werden gespielt, 2 und 5 sind Pause, sozusagen.


    Du kannst auch insgesamt die ganze Aufnahme entweder als 4/4 sehen bzw. hören – dann wären es darübergespielte, polymetrisch verschiebende 5er-Gruppen – oder als tatsächliche quintolische Unterteilung, wobei dann
    der letzte Part eine rhythmische Modulation wäre.


    Ich selber habe irgendwie beides gefühlt, würd ich mal so sagen. Der Klick und der rhythmische Synthi haben sich nie verändert, die sind immer "normal" 4/4. Oder 5/4, wenn man es so sieht, dass nach 2 meiner quintolischen
    Takte und 5 Klickschlägen beides jeweils wieder zusammenkommt. Hoffe, das ist verständlich!


    Im letzten Part ändert sich die rechte Hand übrigens wirklich gar nicht, sondern nur die Platzierung von Bassdrum und Snare, was einfach die Perspektive total verändert. Und das ist es auch, was ich immer wieder lustig und
    interessant finde ^^ , und weshalb ich mich fast am liebsten mit solcherlei Dingen beschäftige neben dem Üben der "richtigen" Dinge (sprich die üblichen Basics sowie Lernen von Songs für Bands und Projekte) :D .

    Beat #38 – lustige Sachen in fünf am Üben ...


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    Na da stoss ich doch auch noch zur Party dazu! Sehr schön getrommelt!


    Hell's Kitchen ist auf dem recht unterschätzten (oder weniger gemochten) Album Falling Into Infinity. Wenn ich mal wieder Lust auf DT hab, hör ich da gern rein.


    Zitat von Lexikon75

    Tut mir leid.dass ich an dieser Stelle dein Thread etwas missbrauche.Aber ich denke,so hoffe ich,dass dies hier auch andere lesen,damit sie sehen,dass es mir unendlich leid tut was ich da angerichtet habe. Ich habe mich bei ihr auch schon persönlich entschuldigt. Ich denke auch,dass die Vorkommnisse und die dadurch resultierenden Entscheidungen hier ein großes Loch in unser DF reißen werden.


    Wow, da muss ich ja mächtig was verpasst haben ... Hat sich jemand aufgrund eines Freds vom Forum verabschiedet?

    Wo ist da Referenz, wann ist da z.B. ein Sechzehntel dann ein Sechzehntel oder wird zum Sechzehntel. Das wir ja gerne in so einem Zusammenhang nicht selten erwähnt.


    Also Ne Schöne Übung um mit Zungenbrechern umzugehen, könnte es allemal sein. :D :)


    Die Referenz machst du :) . Man könnte so "chaotisch" spielen oder üben, dass man tatsächlich irgendwelche Schläge ohne eine Referenz spielt. Ich finde, das
    ist auf die Dauer aber nicht sehr musikalisch, praxisorientiert und lehrreich.


    Wahrscheinlicher ist es, dass alles, was du spielst, sich auf einen inneren Puls bezieht. Wenn du bestrebt bist, dich musikalisch bzw. rhythmisch zu verbessern, sicher und stabil
    zu sein, fährst du besser, wenn du IMMER einen inneren Puls hast, der so beständig wie möglich sein soll. Noch besser dann der zweite Schritt, nämlich IMMER zu wissen, wo die
    "1" ist, und sie nie zu verlieren (egal, ob du klassisch auf 4 zählst oder auf 11 oder was auch immer).


    Je stärker man darin ist, desto freier kann man spielen! Sowohl allein als auch – vor allem – mit anderen Leuten zusammen. Je stärker der innere Puls, desto mehr kann man
    am Instrument spielerisch ausbrechen, ohne sich zu verlieren.


    Die Diskussion in diesem Fred ist letztlich beinahe schon eine nebensächliche geworden und bezieht sich ja bloss darauf, ob man diesen Puls jetzt Viertel nennt oder etwas
    anderes. Dies ist vor allem wichtig in Bezug aufs Notenschreiben und -lesen sowie in der Kommunikation mit den Mitmusikern (keine Missverständnisse). Wie ich oben schon
    mal schrob, ist die Mehrheit aller Songs wohl ziemlich "klar", bei einigen gibt es mehrere Möglichkeiten, welches Raster man zum Viertel erklärt. Zu matchentscheidend ist
    diese dann aber sicher nicht.


    Ich habe auch schon Sheets für mich geschrieben von Songs, die ich lernen musste für einen Gig, die ich nach der Hälfte verworfen hab und wieder vorne angefangen mit einer
    anderen Viertelreferenz. Ich hatte vielleicht zuerst Viertel gleich 57 geschrieben und dann beim Takte zählen gemerkt, dass es zu häufig nicht aufgeht (da ein halber Takt, dort
    eine seltsame Form) und wohl eher Viertel gleich 114 gemeint und gefühlt ist. Hat sich dann sinnvoller und schlüssiger angefühlt.


    Noten und Sheets sind am Schluss ja auch wieder nur ein Zwischenschritt. Der Komponist hat die Musik sowieso im Ohr und im Kopf, der Spielende auch. Die Notation ist dann
    entweder zum Weitergeben, zum Lernen oder zum Analysieren.

    Bei Popballaden schreibt man häufig ein quasi schnelles Tempo und interpretiert das dann in Halftime bzw. Cut-time bzw. alla breve.
    Das ist besser leserlich, vor allem die Gesangsmelodie, die dann aus vielen Achteln und gelegentlichen Sechzehnteln besteht, anstelle
    von permanenten komplizierten Sechzehntelfiguren.


    Ich würde sagen, es gibt so einen kritischen Bereich, der fast zu schnell ist, um schnell zu zählen, aber irgendwie ziemlich langsam,
    um langsam zu zählen. :) . Ausserhalb dieses Bereichs ist es dann meist klar, welches die Viertel sein sollen.


    Ein Kriterium für mich sind auch Harmoniewechsel und sonstige Schwerpunkte. Wenn du dich bei einem Song zwar entscheidest, ihn
    "langsam" zu zählen, aber dann merkst, dass es häufig in der Form nicht schön rund aufgeht – Akkord- oder gar Sectionwechsel in der
    Taktmitte, halbe Takte da und dort –, wäre das für mich dann ein Anzeichen dafür, dass es eher schnell gedacht ist und sinnvoller zu
    zählen.


    Dann gibt es auch die stilistischen Konventionen. Im Jazz zählt man grundsätzlich viel schneller als im Pop-Rock gewohnt. Country-
    Train-Beats sind normalerweise so gezählt, dass die Bassdrum die Viertel markiert und die akzentuierten Snares in den Offs sind (+).


    Im Allgemeinen ist es, wie Korki sagt, eigentlich egal, man sollte sich einfach einig sein in der Band, sonst redet man aneinander
    vorbei. Aber das gehörte Resultat ist ja immer dasselbe. Ich würde das nehmen, was sich besser anfühlt, und das, was die Mehrheit
    der Band fühlt.