Beiträge von Mattmatt

    Here Comes The Sun (Beatles) wäre auch noch zu nennen. Fast schon Prog :D.


    Muss den aktuell bei einem Engagement spielen und habe gemerkt, dass ich ihn

    wohl tatsächlich besser mal schnell durchspiele vor der Probe ^^.


    Suspicious Minds von Elvis, hat den schon jemand genannt? Taktwechsel in die Bridge.


    Was ist ein Popsong? Mein Kriterium wäre nicht unbedingt (nur) der Stil, sondern

    wie sehr ein Song kommerziellen Erfolg genießt, möglichst ins kollektive Gedächtnis

    der Musikhörer Einzug findet, vielleicht Coverversionen nach sich zieht (gerade z. B.

    Suspicious Minds), in Notenbüchern und Lehrmitteln erscheint etc.


    Insofern würde ich, wenn ich denn müsste (ich bin kein Fan von Kategorisierungen

    in der Musik), Master of Puppets wohl eher nicht als Popsong einordnen, da er trotz

    seiner Popularität nach meinem Verständnis weitgehend "in seiner Nische" bleibt,

    währenddem ich Nothing Else Matters in meinem Umfeld immer als reihum bekannten,

    beinahe schon Evergreen-würdigen Song wahrgenommen habe.

    Ich wusste gar nicht, dass es da solche Unterschiede gibt. Wenn ich die Beats von vier auf acht stelle, behält mein Metronom das Tempo bei. D.h. ich höre 8 statt 4 Clicks, aber in der ursprünglichen Geschwindigkeit, was zur Folge hat, dass der Takt doppelt so lange dauert. Um mein gewünschtes Tempo zu erreichen, muss ich dann theoretisch die bpms verdoppeln.

    Ich benutze die 8 Clicks nur mal, wenn ich an einem für mich schwierigen Fill hänge. Nur zum üben dieser einen Passage. Ansonsten gehen mir diese Clicks schnell auf die Nerven. :rolleyes:

    Wenn du die Beats (= die Viertel!) auf 8 (Viertel!) stellst, änderst du die Einstellung eben von 4/4-Takt auf 8/4-Takt. Die Geschwindigkeit bleibt dabei dieselbe, der Takt dauert doppelt so lang.

    Du müsstest bei deinem Metronom (welches hast du?) anderswo die Einstellung verändern, um dir Achtel geben zu lassen. Meist sieht man dort an der betreffenden Stelle tatsächliche Viertel-, Achtel- und Sechzehntelnotensymbole.

    Ich würde dem allem zustimmen, außer ebenfalls der Sache mit dem Sprechen: Für mich ist gekonntes Musizieren eben genau mit Sprache und Sprechen vergleichbar. Man lernt Grammatik, Theorie, alle notwendigen Bewegugen des Mundes, der Lippen, der Zunge, des Kehlkopfs etc. (allerdings natürlich intuitiv als Baby), um dann freiheraus zu sprechen, was einem in den Sinn kommt. Man phrasiert dabei, ist rhythmisch, melodievoll, kurz oder ausufernd, laut oder leise, bedrohlich oder besänftigend, und all das hoffentlich möglichst ohne nachzudenken oder mechanisch gelernte Phrasen zu zitieren.

    Swing und Shuffle können beide eine rhythmische Figur oder auch die Beschreibung eines Songstils sein. Der Unterschied bei der Figur

    sind zwei Noten pro Takt, die du beim Swingpattern weniger spielst.


    Triplet Feel ist eine generelle Bezeichnung. Im Gegensatz zum Straight Feel meint es einen ternären Rhythmus, also der Viertelpuls wird

    in Dreiergruppen unterteilt, in Achteltriolen.


    Wenn du nun immer die erste und die dritte Triolen spielst – die zweite ist also jeweils Pause –, bekommst du einen Shuffle-Rhythmus.

    Wenn du beim ersten sowie beim dritten Viertel (im 4/4-Takt) nun zusätzlich auch noch die dritte Triole auslässt, erhältst du die Swing-Ridefigur.

    Vor allem sagen Leute wie Alex Honnold oder Ueli Steck klar – und ich kann das gut nachvollziehen –, dass sie letztlich aufgrund ihrer akribischen Vorbereitung und ihrer Topform viel sicherer unterwegs sind als ein Großteil aller Freizeitwanderer und Hobbybergsteiger. Bei ihnen bleibt quasi das kleinstmögliche Restrisiko übrig, das einfach nicht möglich zu eliminieren ist.

    Beat #44 :). Für Triolenfreunde :S.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ja gut, aber dann nennt man es eigentlich nicht Free Solo, sondern Bouldern ;).

    Schon wieder was ...!


    Beat #43 – Snares


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Hm, nicht, wenn die Kabine im Keller eines Reihenhauses steht :D!! Um ehrlich zu sein, ich habe meine Nachbarn bis jetzt noch nicht drauf angesprochen, weil ich diese Büchse gar nicht auftun will. Ich verhalte mich eigentlich so, als hätte ich keine Kabine, d. h., ich übe nur zu normalen Tageszeiten. Da am Abend recht bald meine Kinder ins Bett müssen, ist dann auch Feierabend in der Kiste. Man KÖNNTE es bestimmt anders handhaben, denke ich.


    Generell kann man sagen, dass beides sehr beeindruckend ist: die Dämpfung, die die Kabinen zustandebringen, UND der Lärm, den die Trommeln zustandebringen ^^! Für Blasinstrumente etc. kann man sagen, dass die Kabine den Schall praktisch auf Null bringt gegen aussen. Bassdrums und Toms, sprich tiefe Frequenzen, sind einfach naturgemäss derart hartnäckig, dass man es schon noch wummern hört. Da mein Kellerraum wirklich links und rechts an die Nachbarpartien grenzt, kann ich leider nicht sagen, wie es hinter einer Wand noch tönt. Nachbarn fragen? Ja, eigentlich schon, aber siehe Büchse :P .


    Juhuuu, ein kleines musikalisches Lebenszeichen ^^!

    Ich lebe noch, ich spiele noch UND ich trommle jetzt in einer Desone-Schallschutzkabine 8)!


    Beat #42 – Abkürzung


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ich möchte zwar selbst die Hi-Hats ungern missen an meinem Set, aber vergesst nicht, dass in den letzten Jahren möglicherweise mehr neue Popsongs ohne Hi-Hat übers Radio geäthert sind als solche mit ...! Ersetzt meist durch irgendwas Rhythmisches von einem Synth oder so. Siehe bspw. Alan Walker.

    3. Je mehr Spielpraxis ein schlagzeuger in sachen spielwitz spieltechnik rhythmen fill ins breaks usw hat desto weniger fällt es ihm leicht sich zurückzuhalten.

    Vinnie Colaiuta (und zig andere Drummer) hat angerufen, er möchte mit dir ein ernstes Gespräch führen. 8o


    Zitat

    4. Weniger ist oftmals mehr denn die einfachen rhythmen haben den deutlich höheren Erfolg und können kommerziell erfolgreich sein.

    Einfache rhythmen wie der 4 on the floor haben teilweise den allergrößten erfolg in pop rock schlager metal und andere Richtungen zu verzeichnen denn sie sind deutlich angenehmer anzuhören wie irgendwelches komplexes dahergefrickel das sich kaum höhren lässt weil das nicht nachvollziehbar ist was da gespielt wird.

    Kommerziell erfolgreich heißt nicht künstlerisch wertvoll, und umgekehrt.

    Komplex heißt auch nicht automatisch Frickel, unhörbar und nicht nachvollziehbar (und auch wenn jemand etwas nicht nachvollziehen kann: Macht es das dann schlechter, oder klingt es schlechter? Keine Ahnung, wie Liam von The Prodigy all seine geilen Synthi-Sounds und Samples gebastelt hat – kann ich nicht nachvollziehen, aber es klingt wahnsinnig geil :).


    Zitat

    Ein schlagzeuger ist quasi eigendlich nur beiwerk und hat songdienlich zu spielen und hat eigendlich somit "den mund zu halten"

    Ich glaube, da bist du gedanklich zu fest bei wirklich kommerzieller Popmusik. Es gibt andere Musik in Hülle und Fülle, in der alle beteiligten Instrumente gleichwertig zum Endergebnis beitragen und inspirierte Performances von jedem Einzelnen für Inspiration beim Hörer sorgen.

    Außerdem ist nicht mal bei von dir skizzierter Musik die Rolle des Schlagzeugs wirklich so, wie du es schreibst, wage ich zu behaupten: Hör dir mal einige Kommerzsongs an; was hört man neben der Stimme mit Abstand am lautesten? Na? :)


    Zitat

    dann ist es das beste für ihn überhaupt denn jetzt darf er die sau rauslassen und zeigen was er kann.

    O je, das ist dann aber vermutlich nicht die beste Voraussetzung für eine musikalische Performance ...


    -------------


    Ich glaube, manche verrennen sich da in den Gedankengängen etwas, weil sie das Wort "komplex" lesen. 50 Ways To Leave Your Lover ist auch ein komplexer und mutiger Drumpart für Pop, Philly Joe Jones ist auch komplex, Tony Williams auch, Stewart Copeland (wurde schon erwähnt),

    Richard Spaven, ...

    Ich glaube, alles gehört in den richtigen Zusammenhang. AC/DC mit dreimal so vielen Noten würden vermutlich tatsächlich ihr gewisses Etwas

    verlieren, aber Elvin Jones mit ausschließlichem Standard-Swingpattern wäre wohl auch nicht mehr das Wahre.


    Man könnte sich an dieser Stelle auch dazu verleiten lassen, Dinge zu schreiben wie: "AC/DC mit Thomas Lang am Schlagzeug würde nicht mehr funktionieren." Aber das wäre vermessen, denn Thomas Lang wüsste ganz genau, wie man bei AC/DC trommeln muss. Wie sein Groove sich mit Phil Rudds vergleicht, ist eine andere Frage, die dann aber nichts mehr mit der Komplexitätsfrage zu tun hat.

    Das umgekehrte Beispiel kann ein bißchen schwieriger sein, da tatsächlich nicht jeder erfolgreiche (und gute und musikalische) Drummer dezidiert

    komplex spielen kann. Das ist für mich persönlich (und das ist auf jeden Fall individuell) deshalb auch mit ein Grund, weshalb die größten Helden an den Stöcken für mich diejenigen sind, die fantastisch virtuos spielen können, es aber nicht immer tun müssen (siehe Zitat 1). Es war immer klammheimlich meine Ansicht, dass das beeindruckender ist als Musiker, die simpel spielen, weil sie gar nicht anders könnten, selbst wenn es besser passen würde. :S

    So lang und schön aufgerollt dein Anfangspost ist, Moe, so kurz wage ich ihn zu beantworten: Geschmackssache! ^^


    Plus ein Gedanke: Ich finde, wir Drummer spielen doch nicht "nur" für den "normalen" Musikhörer, genausowenig, wie

    wir nur für Drummer oder eine sonstige Kategorie von Hörern spielen. Wir spielen für alle, UND wir spielen für den

    Song UND auch für uns selbst :D. Insofern ist es schwierig zu werten, vor allem, wenn das Thema Geschmack mitspielt.