Wo ist da Referenz, wann ist da z.B. ein Sechzehntel dann ein Sechzehntel oder wird zum Sechzehntel. Das wir ja gerne in so einem Zusammenhang nicht selten erwähnt.
Also Ne Schöne Übung um mit Zungenbrechern umzugehen, könnte es allemal sein.
Die Referenz machst du
. Man könnte so "chaotisch" spielen oder üben, dass man tatsächlich irgendwelche Schläge ohne eine Referenz spielt. Ich finde, das
ist auf die Dauer aber nicht sehr musikalisch, praxisorientiert und lehrreich.
Wahrscheinlicher ist es, dass alles, was du spielst, sich auf einen inneren Puls bezieht. Wenn du bestrebt bist, dich musikalisch bzw. rhythmisch zu verbessern, sicher und stabil
zu sein, fährst du besser, wenn du IMMER einen inneren Puls hast, der so beständig wie möglich sein soll. Noch besser dann der zweite Schritt, nämlich IMMER zu wissen, wo die
"1" ist, und sie nie zu verlieren (egal, ob du klassisch auf 4 zählst oder auf 11 oder was auch immer).
Je stärker man darin ist, desto freier kann man spielen! Sowohl allein als auch – vor allem – mit anderen Leuten zusammen. Je stärker der innere Puls, desto mehr kann man
am Instrument spielerisch ausbrechen, ohne sich zu verlieren.
Die Diskussion in diesem Fred ist letztlich beinahe schon eine nebensächliche geworden und bezieht sich ja bloss darauf, ob man diesen Puls jetzt Viertel nennt oder etwas
anderes. Dies ist vor allem wichtig in Bezug aufs Notenschreiben und -lesen sowie in der Kommunikation mit den Mitmusikern (keine Missverständnisse). Wie ich oben schon
mal schrob, ist die Mehrheit aller Songs wohl ziemlich "klar", bei einigen gibt es mehrere Möglichkeiten, welches Raster man zum Viertel erklärt. Zu matchentscheidend ist
diese dann aber sicher nicht.
Ich habe auch schon Sheets für mich geschrieben von Songs, die ich lernen musste für einen Gig, die ich nach der Hälfte verworfen hab und wieder vorne angefangen mit einer
anderen Viertelreferenz. Ich hatte vielleicht zuerst Viertel gleich 57 geschrieben und dann beim Takte zählen gemerkt, dass es zu häufig nicht aufgeht (da ein halber Takt, dort
eine seltsame Form) und wohl eher Viertel gleich 114 gemeint und gefühlt ist. Hat sich dann sinnvoller und schlüssiger angefühlt.
Noten und Sheets sind am Schluss ja auch wieder nur ein Zwischenschritt. Der Komponist hat die Musik sowieso im Ohr und im Kopf, der Spielende auch. Die Notation ist dann
entweder zum Weitergeben, zum Lernen oder zum Analysieren.