Ich lese in dieser Diskussion so etwas "Einseitiges" heraus. Auch wenn unsere Gliedmaßen funktionale Jobs haben,
sind sie ja mitnichten auf diese beschränkt. Natürlich ist meine rechte Hand etwas schneller und hat mehr Feingefühl,
um auf der HiHat oder dem Ride mit differenziertem Phrasing zu führen. Aber ansonsten ist mein Ziel, mit beiden
Händen möglichst alles möglichst gleich gut spielen zu können. Nicht mit "ambidextrösen" Ambitionen, sondern
einfach, um mir das größte Potential zu ermöglichen, alle meine Ideen umsetzen zu können.
Die Unterschiede zwischen Traditionell und Open-Handed sind m. E. relativ klein. Der Rest ist überraschend
deckungsgleich. OHP müssen im ersten Moment etwas umdenken, umlernen und umgewöhnen, wenn sie
16tel-Philly-Grooves auf der HiHat spielen (also beidhändig), weil sie dort rechts führen müssen und die Snare
mit rechts spielen. Nicht-OHP haben häufig den rechten Arm im Weg. OHP müssen etwas mühsam das Ride
links platzieren und spielen etwas gegen den Strom. Nicht-OHP sind manchmal sehr rechtslastig in ihren
Gewohnheiten, ihrer Mobilität und ihrer Aufstellung auch.
Aber wenn es um technische, koordinative und rudimentbasiertes Spiel geht – also alles eher "Gleichseitiges",
sehe ich kaum einen Unterschied. Und diese Dinge sind doch (neben Grooves) die Basis für all unser Trommeln.
Nicht?