Beiträge von Mattmatt

    Hm ja, na ja, man könnte es abschnittweise als 4 über 3 sehen (Snare spielt 4 gleichmässige Schläge in der Zeit, in der die Bassdrum deren 3 spielt). Ist aber ein bisschen weit hergeholt, denn der Effekt stellt sich natürlich nicht wirklich ein, weil es in jedem Takt wieder unterbricht und länger dauert, bis wieder 1 solcher "Zyklus" kommt.


    Wenn, dann würde ich es eher als polymetrisch wahrnehmen. Würde man die Snareschläge in diesen Abständen einfach weiterziehen anstelle des Unterbrechens und im nächsten Takt Wiederholens, ergäbe es das berühmte «3er-Gruppen»-Pattern, also die Snare spielt in Relation zum 4/4-Puls immer jede dritte 16tel. Wobei, ist ja eigentlich kein Konjunktiv, denn es SIND kurze polymetrische Abschnitte.


    Shuffle: Du musst alles nach Triolen bzw. Sextolen umschreiben, und immer die 2. und 5. Sextole sind Pause. Von 1234 (16tel) nach 123456 (Sextolen).

    Zitat

    Das muss ich wohl. Denn einfach mal plakativ gedacht in Namibia ist vom Trommeln und Tänzen her eine ganz andere als z,b in Peru. Warum dann allg, immer von Latin und Afrika gesprochen wird ? Und die Musikgeschichte zeigt ja auch das alle Stilistiken nicht im ganzen Kontinent verbreitet sind.

    Natürlich weiss ich was damals in Kuba passiert ist, wie es dazu kam und auch was die Musik und Kultur betrifft, Da passt es schon eher.

    Da muss ich mich noch ein bisschen rein arbeiten. Stimmt man muss hier nicht jede noch so blöde frage stellen. man kann auch mal selber

    ein wenig recherchieren. ;)

    Wenn man von Afro-Cuban spricht, meint man ja auch nicht, dass in Afrika und in Kuba dieselbe Musik gespielt würde.



    Das mit der Clave und dem Polyrhythmus hat sich erledigt zwischenzeitlich, oder? Für einen Polyrhythmus braucht es zwei gleichzeitig gespielt Figuren, und zwar zwei jeweils gleichmässige. Das heisst, die Clave einmal in 3-2 und einmal in 2-3 gleichzeitig gespielt ergeben NICHT einen klassischen Polyrhythmus. Es gibt zwar den wohl berühmtesten Polyrhythmus 3:2 resp. 2:3, bei dem 2 und 3 Schläge gegeneinander gespielt werden. Die ersten beiden Schläge sind gleichzeitig, und beide Grüppchen brauchen quasi gleich viel Zeit, bis sie wieder von vorne beginnen. ABER: Der 3-er-Teil muss triolisch sein, also alle 3 Schläge im selben Abstand, was beim 3-er-Teil der Claves NICHT der Fall ist. Kleiner, aber feiner Unterschied ☝️.

    Zitat

    Eine Sache noch. Stichwort Polyrhythmik = Son clave ???

    Nö.

    Zitat

    Das Afro und Latin immer zusammen in Verbindung gebracht werden verstehe ich auch nicht. naja.

    Da musst du dich einfach (musik)geschichtlich schlaumachen, die Informationen sind alle vorhanden. 🙂

    Zitat

    Stell doch mal gegenüber, wie du es notierst, da profitieren ja andere auch davon.

    So, wie Manuel mir schon zuvorgekommen ist 🙂. Abgegrenzte "Viertelpackungen" sind für mich viel schneller erfassbar. Dass man die Taktmitte nicht überschreiben soll, ist ja eine generelle Notenschreibregel. Ich persönlich weite dies in 90 % aller Fälle auch auf die anderen Viertel aus. Ausnahmen z. B. bei langsamen, einfachen Notenbildern. Beispiel: 1 Viertel, dann 1 Halbe, dann wieder 1 Viertel. Die Halbe dauert zwar über die Taktmitte, der ganze Takt ist jedoch sehr leicht zu erfassen.

    Hierzu zwei Fragen: Meinst du nicht eher geshuffelte 16tel? 8tel ergeben irgendwie keinen Sinn mit den ganzen 16tel-Noten ...

    Das zweite ist eigentlich keine Frage 🤣. Meiner Erfahrung nach sind Kombinationen wie hier bei der Hi-Hat-Stimme eher

    schwieriger und unübersichtlicher zu lesen, also eine 8tel plus eine 16tel und dann mehrere folgende "8tel", die aber synkopisch

    sind.

    Gerne! Hoffe, da passt was!

    –Latin-Grooves: Check mal den Songo! Könnte dir gefallen!

    –Bücher: Der Klassiker 4-way-coordination (Dahlgren und noch einer) könnte dir evtl. was geben.

    –Zum Groove-Book solltest du dir noch das Fill-Book (vom Jost Nickel) gönnen 😅.

    Wie ich Gavin Harrison irgendwann 2020 in einem Podcast, Interview oder sonstwas Corona-artigem 🤣 sagen hörte, ist der Knackpunkt bei Fills und der Beschäftigung mit denselben vor allem der, dass es meist ausserhalb des Kontexts geschieht. Das Allerwichtigste an jedem Fill – sei es 1 Snareschlag oder eine zweitaktige Donnermaschine – ist, wo und wann genau im Musikstück es "passiert", erst der Kontext legitimiert ein Fill und macht es entweder zu einem starken oder unpassenden Moment.


    Ich denke, Fills lernen ist wie Vokabulartraining. Man muss verinnerlichen, Synapsen verknüpfen, Koordination und Bewegungsabläufe trainieren, das Timing festigen, die Kreativität nähren – um dann quasi alles zu vergessen und einfach zu musizieren. Was dann intuitiv herauskommt, ist hoffentlich das Resultat aller Bemühungen gemischt mit der eigenen Musikalität, die einen im Moment führt, und natürlich der Erfahrung, die man ganz generell mitbringt.


    Ich glaube, häufig schiessen Fill-Ideen musikalisch gesehen für allgemeine Zwecke mächtig übers Ziel hinaus, aus technischer Sicht und für die Übung ist dieses Übers-Ziel-Hinausschiessen jedoch häufig sehr hilfreich, vielleicht sogar nötig.


    Ein Beispiel ist sicher die bekannte 3er-Überlagerung (z. B. punktierte Achtelnoten im 4/4-Kontext ewig aneinanderreihen zu können), die man wohl kilometerlang übt, aber in einem Song allenfalls mal irgendwo zwischen einem halben und zweit Takten einsetzt 😅. WENN man sie aber einsetzt, dann sitzen sie felsenfest!

    Das Stück Hang On ist wirklich durch und durch der Hammer! Nicht nur ist das Drumming faszinierend, musikalisch, kreativ und super tight, es ist auch eine sehr schöne, Komposition, "uplifting" und stimmig. Gefällt mir sehr gut. Die hellen Drumsounds sind jetzt nicht das Modernste und für meine Prägung der letzten paar Jahre sehr ungewohnt, aber doch irgendwie (oder gerade deshalb) ein interessanter und auch inspirierender Kontrast zu dem, was ich meist höre und auch selber spiele.

    Beat #41, unspektakulär, aber irgendwie gefiel's mir trotzdem ...:


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Bei solchen Sachen finde ich diesen intuitiven Zugang nicht, hab keine Ahnung was die Verursacher damit ausdrücken wollen. Außer halt Zeug zu spielen, weil man es eben kann. Mir ist das irgendwie zu wenig bzw gleichzeitig zu viel.


    Ich als Fan des Albums hab dasselbe unzählige Male gehört. Beim ersten Durchhören (oder auch bei den ersten zwei Mal) blieb mir so gut wie nichts hängen, ausser
    Tausend Noten und Overkill, haha! Man muss die Kompositionen ein bisschen kennenlernen. Für mich klingt es aber überhaupt nicht nach «Zeugs spielen, weil man es kann».
    Ich fühle das Ding total. Für mich sind die Stimmungen stark, der fette In-your-face-Sound und selbstvernatürlich das grandiose Getrommel von Herrn Donati. Auch seinen Sound
    find ich superfett auf diesem Album. Ich finde auch, dass diese Kompositionen derart «modal» sind – das heisst, die Herren springen nicht von Section zu Section und spielen alles
    mit Licks, Gefrickel und haarsträubenden Lines zu – dass aus meiner Sicht die Absicht wahrscheinlich ist, dass sie eben Stimmungen schaffen wollten, also tatsächlich etwas über
    die Musik ausdrücken, und nicht bloss Sport machen ^^ . Das Ganze aber schon im Rahmen von Prog-Metal-Fusion, oder wie man es auch immer nennen möchte, das ist klar.


    Hach, bei diesem Album komm ich immer ins Schwärmen, muss es mir auch wieder mal geben in nächster Zeit ... :D !

    Virgil Donati ist seit Jahren einer meiner Lieblingsdrummer und Serious Young Insects eine meiner Lieblingsalben ^^ !
    Chapeau, dass du das Ding angegangen bist!! Eine sehr relaxte Version hast du hier am Start - gut gemacht!
    Schade, hast du nicht einfach frech über das Original gespielt (siehe Kommentar unten) ;) .


    Ich hoffe, ich tue hier nichts Unerwünschtes, aber allen, die sich das Video angesehen haben, würde ich sehr ans
    Herz legen, sich mindestens einmal auch das Original reinzuziehen :D : https://www.youtube.com/watch?v=7gXeA1mcdm0


    Edit: Ich hab dabei vor allem im Kopf, dass das Playalong in meinen Ohren einfach Sch*** klingt und ein müder Abklatsch
    des Originals ist ... Ich weiss nicht, was sich die Herausgeber dabei gedacht haben. Es ist nicht bloss eine Plastikversion,
    sondern verfälscht regelrecht Melodien, Harmonien und generelle Stimmung für mich. Ich glaube, das ist sogar der Haupt-
    grund, weshalb ich mir zwar das Transkriptionsbuch damals auch gezogen hatte, aber nie wirklich angegangen bin.

    Kann mir auch vorstellen: Kommunikationsproblem. Da ist wohl definitiv was schwach gelaufen.


    Und wie immer in solchen Situation ist das natürlich für den «Fan» besonders enttäuschend, kann ich gut nachvollziehen.


    Ist zwar nicht ganz dasselbe, aber es ist ja auch wie ein Faustschlag ins Gesicht, wenn man jahrelang für einen Musiker
    oder Schauspieler (etc.) schwärmt, diesem mal persönlich begegnet, und er einen dann aus welchen Gründen auch immer
    total unfreundlich abfertigt. Ist ne emotionale Sache!