3. Je mehr Spielpraxis ein schlagzeuger in sachen spielwitz spieltechnik rhythmen fill ins breaks usw hat desto weniger fällt es ihm leicht sich zurückzuhalten.
Vinnie Colaiuta (und zig andere Drummer) hat angerufen, er möchte mit dir ein ernstes Gespräch führen. 
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4. Weniger ist oftmals mehr denn die einfachen rhythmen haben den deutlich höheren Erfolg und können kommerziell erfolgreich sein.
Einfache rhythmen wie der 4 on the floor haben teilweise den allergrößten erfolg in pop rock schlager metal und andere Richtungen zu verzeichnen denn sie sind deutlich angenehmer anzuhören wie irgendwelches komplexes dahergefrickel das sich kaum höhren lässt weil das nicht nachvollziehbar ist was da gespielt wird.
Kommerziell erfolgreich heißt nicht künstlerisch wertvoll, und umgekehrt.
Komplex heißt auch nicht automatisch Frickel, unhörbar und nicht nachvollziehbar (und auch wenn jemand etwas nicht nachvollziehen kann: Macht es das dann schlechter, oder klingt es schlechter? Keine Ahnung, wie Liam von The Prodigy all seine geilen Synthi-Sounds und Samples gebastelt hat – kann ich nicht nachvollziehen, aber es klingt wahnsinnig geil
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Ein schlagzeuger ist quasi eigendlich nur beiwerk und hat songdienlich zu spielen und hat eigendlich somit "den mund zu halten"
Ich glaube, da bist du gedanklich zu fest bei wirklich kommerzieller Popmusik. Es gibt andere Musik in Hülle und Fülle, in der alle beteiligten Instrumente gleichwertig zum Endergebnis beitragen und inspirierte Performances von jedem Einzelnen für Inspiration beim Hörer sorgen.
Außerdem ist nicht mal bei von dir skizzierter Musik die Rolle des Schlagzeugs wirklich so, wie du es schreibst, wage ich zu behaupten: Hör dir mal einige Kommerzsongs an; was hört man neben der Stimme mit Abstand am lautesten? Na? 
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dann ist es das beste für ihn überhaupt denn jetzt darf er die sau rauslassen und zeigen was er kann.
O je, das ist dann aber vermutlich nicht die beste Voraussetzung für eine musikalische Performance ...
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Ich glaube, manche verrennen sich da in den Gedankengängen etwas, weil sie das Wort "komplex" lesen. 50 Ways To Leave Your Lover ist auch ein komplexer und mutiger Drumpart für Pop, Philly Joe Jones ist auch komplex, Tony Williams auch, Stewart Copeland (wurde schon erwähnt),
Richard Spaven, ...
Ich glaube, alles gehört in den richtigen Zusammenhang. AC/DC mit dreimal so vielen Noten würden vermutlich tatsächlich ihr gewisses Etwas
verlieren, aber Elvin Jones mit ausschließlichem Standard-Swingpattern wäre wohl auch nicht mehr das Wahre.
Man könnte sich an dieser Stelle auch dazu verleiten lassen, Dinge zu schreiben wie: "AC/DC mit Thomas Lang am Schlagzeug würde nicht mehr funktionieren." Aber das wäre vermessen, denn Thomas Lang wüsste ganz genau, wie man bei AC/DC trommeln muss. Wie sein Groove sich mit Phil Rudds vergleicht, ist eine andere Frage, die dann aber nichts mehr mit der Komplexitätsfrage zu tun hat.
Das umgekehrte Beispiel kann ein bißchen schwieriger sein, da tatsächlich nicht jeder erfolgreiche (und gute und musikalische) Drummer dezidiert
komplex spielen kann. Das ist für mich persönlich (und das ist auf jeden Fall individuell) deshalb auch mit ein Grund, weshalb die größten Helden an den Stöcken für mich diejenigen sind, die fantastisch virtuos spielen können, es aber nicht immer tun müssen (siehe Zitat 1). Es war immer klammheimlich meine Ansicht, dass das beeindruckender ist als Musiker, die simpel spielen, weil sie gar nicht anders könnten, selbst wenn es besser passen würde. 