Beiträge von Mattmatt

    Wie ich Gavin Harrison irgendwann 2020 in einem Podcast, Interview oder sonstwas Corona-artigem 🤣 sagen hörte, ist der Knackpunkt bei Fills und der Beschäftigung mit denselben vor allem der, dass es meist ausserhalb des Kontexts geschieht. Das Allerwichtigste an jedem Fill – sei es 1 Snareschlag oder eine zweitaktige Donnermaschine – ist, wo und wann genau im Musikstück es "passiert", erst der Kontext legitimiert ein Fill und macht es entweder zu einem starken oder unpassenden Moment.


    Ich denke, Fills lernen ist wie Vokabulartraining. Man muss verinnerlichen, Synapsen verknüpfen, Koordination und Bewegungsabläufe trainieren, das Timing festigen, die Kreativität nähren – um dann quasi alles zu vergessen und einfach zu musizieren. Was dann intuitiv herauskommt, ist hoffentlich das Resultat aller Bemühungen gemischt mit der eigenen Musikalität, die einen im Moment führt, und natürlich der Erfahrung, die man ganz generell mitbringt.


    Ich glaube, häufig schiessen Fill-Ideen musikalisch gesehen für allgemeine Zwecke mächtig übers Ziel hinaus, aus technischer Sicht und für die Übung ist dieses Übers-Ziel-Hinausschiessen jedoch häufig sehr hilfreich, vielleicht sogar nötig.


    Ein Beispiel ist sicher die bekannte 3er-Überlagerung (z. B. punktierte Achtelnoten im 4/4-Kontext ewig aneinanderreihen zu können), die man wohl kilometerlang übt, aber in einem Song allenfalls mal irgendwo zwischen einem halben und zweit Takten einsetzt 😅. WENN man sie aber einsetzt, dann sitzen sie felsenfest!

    Das Stück Hang On ist wirklich durch und durch der Hammer! Nicht nur ist das Drumming faszinierend, musikalisch, kreativ und super tight, es ist auch eine sehr schöne, Komposition, "uplifting" und stimmig. Gefällt mir sehr gut. Die hellen Drumsounds sind jetzt nicht das Modernste und für meine Prägung der letzten paar Jahre sehr ungewohnt, aber doch irgendwie (oder gerade deshalb) ein interessanter und auch inspirierender Kontrast zu dem, was ich meist höre und auch selber spiele.

    Beat #41, unspektakulär, aber irgendwie gefiel's mir trotzdem ...:


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    Bei solchen Sachen finde ich diesen intuitiven Zugang nicht, hab keine Ahnung was die Verursacher damit ausdrücken wollen. Außer halt Zeug zu spielen, weil man es eben kann. Mir ist das irgendwie zu wenig bzw gleichzeitig zu viel.


    Ich als Fan des Albums hab dasselbe unzählige Male gehört. Beim ersten Durchhören (oder auch bei den ersten zwei Mal) blieb mir so gut wie nichts hängen, ausser
    Tausend Noten und Overkill, haha! Man muss die Kompositionen ein bisschen kennenlernen. Für mich klingt es aber überhaupt nicht nach «Zeugs spielen, weil man es kann».
    Ich fühle das Ding total. Für mich sind die Stimmungen stark, der fette In-your-face-Sound und selbstvernatürlich das grandiose Getrommel von Herrn Donati. Auch seinen Sound
    find ich superfett auf diesem Album. Ich finde auch, dass diese Kompositionen derart «modal» sind – das heisst, die Herren springen nicht von Section zu Section und spielen alles
    mit Licks, Gefrickel und haarsträubenden Lines zu – dass aus meiner Sicht die Absicht wahrscheinlich ist, dass sie eben Stimmungen schaffen wollten, also tatsächlich etwas über
    die Musik ausdrücken, und nicht bloss Sport machen ^^ . Das Ganze aber schon im Rahmen von Prog-Metal-Fusion, oder wie man es auch immer nennen möchte, das ist klar.


    Hach, bei diesem Album komm ich immer ins Schwärmen, muss es mir auch wieder mal geben in nächster Zeit ... :D !

    Virgil Donati ist seit Jahren einer meiner Lieblingsdrummer und Serious Young Insects eine meiner Lieblingsalben ^^ !
    Chapeau, dass du das Ding angegangen bist!! Eine sehr relaxte Version hast du hier am Start - gut gemacht!
    Schade, hast du nicht einfach frech über das Original gespielt (siehe Kommentar unten) ;) .


    Ich hoffe, ich tue hier nichts Unerwünschtes, aber allen, die sich das Video angesehen haben, würde ich sehr ans
    Herz legen, sich mindestens einmal auch das Original reinzuziehen :D : https://www.youtube.com/watch?v=7gXeA1mcdm0


    Edit: Ich hab dabei vor allem im Kopf, dass das Playalong in meinen Ohren einfach Sch*** klingt und ein müder Abklatsch
    des Originals ist ... Ich weiss nicht, was sich die Herausgeber dabei gedacht haben. Es ist nicht bloss eine Plastikversion,
    sondern verfälscht regelrecht Melodien, Harmonien und generelle Stimmung für mich. Ich glaube, das ist sogar der Haupt-
    grund, weshalb ich mir zwar das Transkriptionsbuch damals auch gezogen hatte, aber nie wirklich angegangen bin.

    Kann mir auch vorstellen: Kommunikationsproblem. Da ist wohl definitiv was schwach gelaufen.


    Und wie immer in solchen Situation ist das natürlich für den «Fan» besonders enttäuschend, kann ich gut nachvollziehen.


    Ist zwar nicht ganz dasselbe, aber es ist ja auch wie ein Faustschlag ins Gesicht, wenn man jahrelang für einen Musiker
    oder Schauspieler (etc.) schwärmt, diesem mal persönlich begegnet, und er einen dann aus welchen Gründen auch immer
    total unfreundlich abfertigt. Ist ne emotionale Sache!

    Kein Problem von meiner Seite her, wollte auch niemanden persönlich angreifen.


    Notenständer links etc.: Manchmal kommt auch nicht alles von der Musiklehrperson, sondern ist irgendwie im Kopf des Kindes selber
    ODER wird vom Kind auf eine gewisse Weise verstanden, wie es ihm ursprünglich gar nie so direkt gesagt worden ist.


    Wenn ich eins gelernt habe als Schlagzeuglehrer und als Vater: Trau keiner Kinderaussage, wenn es etwas weitergibt, das es von jemandem
    gehört hat, haha :D !!

    Zitat von m_tree

    Der kann auch weiter links neben / hinter der Hi-Hat stehen ... das kommt mir auch in Anbetracht der "professionellen" Schlagzeug-Aufstellung durch die Lehrerin alles etwas spanisch vor.


    Hm, solche Ferndiagnosen sind jetzt auch heikel, finde ich. Die Sache mit dieser Notenständer- und Crashposition find ich zwar auch etwas lustig, kenne das Konzept jedoch gut, und zwar von Schlagzeugern
    (und auch -lehrern), die stark mit dem (bei uns in der Schweiz) Musikvereinumfeld verbunden sind. Diese Musikwelt ist aus meiner Sicht neben der Klassik so etwa die einzige, die sehr stark notenorientiert ist,
    selbst noch bei Konzerten.


    Zitat von m_tree

    Am Ende machts eine gesunde Mischung und da kommt man mit u.U. fest gefahrenen Herangehensweisen wie von der Lehrerin nicht all zu weit.


    Find ich erst recht eine gewagte Diagnose anhand der bekannten Fakten!

    Jubiläumsbeat ^^ ^^ ^^ :


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    Hier schon wieder was Kleines:


    Beat #39 – Easy groovin'


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    Zitat von Lexikon75

    Bei Stücken von Jan erkennt man durchaus,dass der Jost kein Nasenbohrer ist und da etwas unter seinem wirklichem Niveau spielt.
    Da geht es jetzt nicht darum was er spielt,sondern wie er es spielt. Dies sieht und hört man bei allem was er spielt.


    Diese zwei Sätze widersprechen sich ^^ . Wenn es um's Wie geht, spielt Jost bei Jan nicht unter seinem Niveau, sondern groovt genau in seiner üblichen Klasse :) !


    Zitat

    Indirekt schon.Das gibt das Übungsheft schon vor.Kommt auch drauf an,ob man die Dreiergruppen über einen Takt hinausspielt oder nach jedem Takt wieder von vorne anfängt.


    Ich meine nicht direkt das, sondern mein Punkt ist schon, a) es ohne Noten zu machen und b) den Beginn mitten im Takt zu wählen! Ich weiss schon, dass man alle Permutationen
    eigentlich durchhat, wenn man ein paar Takte hintereinander übt, aber aus dem Kopf/Gehör mitten im Takt zu beginnen, fühlt sich dennoch ganz anders an und ist meistens eine grössere
    Herausforderung, vorausgesetzt, man hält sich streng an die Vorgabe, die "1" niemals zu verlieren.