Vielleicht ist es ja ein „gesundschrumpfen“!?
Gut möglich und ganz ehrlich fände ich eine Reduzierung der Serien bei diversen Herstellern erfrischend gut bis notwendig. Denn so allmählich steigt doch keiner mehr durch, was da alles jeder Hersteller anpreist. Nehmen wir mal Paiste: 13 Serien aktuell im Portfolio, mit klanglich teils eher minimalen Nuancen drin. Zildjian hat auch zehn Serien oder so am Start plus diverse Unterserien bei A und K wie etwa die Constantinoples. Meinl hat sieben Oberserien, teils aufgesplittet in vier oder noch mehr Unterserien (wer steigt bei Bycance bitte noch durch? Traditional, Vintage, Jazz - für mich ist traditional und Vintage semantisch betrachtet dasselbe und gehört ... zum Jazz. Das ist im Grunde bei Meinl Dreifach-gemoppelt für ein und dasselbe). UFiP hat wie Paiste 13 Serien im Portfolio. Und und und.
Am Ende machen die Becken alle nur Disch und Ping. Ja, es gibt deutliche Unterschiede zwischen Rides und Crashes, dick und dünn, trockener oder brilliant,... aber ob das Becken nun noch ein Mü trockener ist oder nicht, fällt im musikalischen Alltag doch nicht wirklich auf. Dem Publikum ist das Wumpe. Und vermissen würde diese "Übervielfalt" an Klängen wohl kaum einer. Was würde nicht alles mit simplen Aveden in den 1940ern bis 1970er eingespielt. Jazz, Funk, Swing, Blues, Rock&Roll, Pop... Klang alles gut, auch bei begrenzter Beckenauswahl.
Nicht falsch verstehen, ich befürworte es, eine Auswahl an Becken zu haben, nur manches ist einfach inzwischen unsinnig viel Nieschenkram, den keiner wirklich braucht. Die Beckenhersteller verwirren mehr, als das sie Orientierung mit ihren Paletten geben, so mein Empfinden. Ich fände es daher sehr schön, wenn die Hersteller sich auf sagen wie vier Grundserien im professionellen Bereich beschränken würden und dort alles wichtige reinpacken. Wer was extra will, kann ja was im Custom Shop ordern.
Bottom line: Den Sound macht der Drummer, nicht das Becken.