Beiträge von cymbal65

    Ist nicht an der Aufnahme einfach auch die Hebelwirkung am größten?

    Ja, und das kommt natürlich auch noch dazu.

    Die Biegebeanspruchung ist nicht zu unterschätzen, einmal beim Beschleunigen im Antritt (Trägheit des Beaterkopfes) und beim recht abrupten Abbremsen beim Aufschlag. Wobei die Biegemomente beim Beschleunigen deutlich höher sind (würde man nicht vermuten, ist aber so)

    Wäre mal interressant, von so einem Bewegungsablauf, eine Superzeitlupe zu machen, da könnte man das bestimmt schön sehen.

    Grundsätzlich kann man sagen, bei einem Akustikset wird die Schlagenergie in Fellbewegung also Ton umgesetzt,

    beim E-Drum halt nicht, der Trigger braucht nur wenig Energie zum ansprechen.

    Da Energie eine physikalische Erhaltungsgröße ist, muss diese, überschüssige Energie irgenwo bleiben.

    Z.B. im Beaterschaft oder auch im Stick bzw. der Hand. Bei den heutigen Gummipads oder auch Meshheads hat sich da etwas relativiert, aber ebend nicht zu 100%

    Wer die ganz alten Pads, mit Plasikschlagfläche noch kennt (Simmons & Co) weiß was ich meine.

    Da haben einem, nach kurzer Zeit die Hände weh getan, weil die Energie durch den Stick in die Flossen zurückgelaufen ist.

    Das dein Beaterschaft direkt über der Aufnahme gebrochen ist, liegt daran dass, die (überschüssige) Energie den Beaterschaft in Schwingungen versetzt.

    An der Beateraufnahme kann er aber nicht mehr Schwingen. Deswegen führt das genau an der Stelle zu Spannungen im Material und damit zu Materialermüdung und letztlich zum Bruch. ( Komme, ursprünglich, aus der Werkstoffprüfung ;) ).

    Ich denke mal, der meint das Gesamtpaket mit allem Zip und Zap, dann kommt das schon, in etwa, hin.

    Ich komme bei meinem Starclassic Maple, mit allem Drum und Dran, incl. Cases usw. auf rund 10k€ Wiederbeschaffungswert.

    (Mal für die Versicherung zusammengedröselt)

    Wobei ich schon denke, dass der Kollege sehr großzügig "aufgerundet" hat ;)

    Wie dem auch sei, der geforderte Preis ist schon ein Schnapper, jedenfalls lese ich aus dem Angebot raus, dass es sich um das Gesamtpaket handelt und nicht nur um das Shellset, dann wäre es definitv kein Schnapper.

    Hey, cool, gefällt mir.

    Danke!

    Ich habe, vor ner ganzen Weile, mal den SWR Beitrag über dein Tun gesehen, sehr geil!

    Eine Stave-Snare fehlt mir noch im Fundus, wenn`s akut wird, werde ich mich an dich wenden.

    14x07 aus `nem alten Wiskeyfass, das währe der Knaller, ich nasche gerne mal von `nem guten Malt-Wiskey.

    Und wenn einem dann, beim Fellwechsel, der Duft entgegen schlägt...schöne Vorstellung ;)

    Was genau ist am PDP so schlimm, dass du so ein hartes Urteil fällst?

    Naja, viele günstige Sets, aus der Zeit hatten z.T. mit massiven Verarbeitungsmängeln zu kämpfen, so auch dieses.

    Aber der Hauptaspekt beim 805 war: das Wrapping war nicht vollflächig verklebt, mit dem Effekt, dass die Toms sehr "mumpfig" klangen, obwohl die Kessel aus Birke waren, und Birke klingt ja eigendlich eher offen.

    Heutzutage ist die Qualität der Sets, in dieser Preislage, um Längen besser geworden.

    Ich denke da an: PDP Concept Maple, Mapex Armory, Tama Superstar Classic und andere.

    Das sind richtig ordentliche Buden, die auch gehobenen Ansprüchen durchaus gerecht werden.

    Würde ich auch machen, diese aufwändigen Abhebungen sind halt ziemlich sperrig.

    Habe mir für die Sonor ein quadratisches Case bauen müssen da ich sie in eine, handelübliche, Hutschachtel nicht reinbekomme.

    Eine "normale" vernünftige Abhebung und ein ordentlicher Teppich tut`s genau so.

    Mir erschliesst sich der Nutzen der Umlenkrollen am Strainer nicht so recht.

    Das ist eine sogenannte "Pseudo-Parallelabhebung". Dabei geht der Teppich über den Kesselrand hinaus und die Befestigungen werden über die Rollen geführt. Die Idee ist, dass die Endplatten nicht auf dem Fell aufliegen und so mehr und "sauberere" Teppichfläche zur Klangerzeugung zur Verfügung steht - ähnlich wie bei einer normalen Parallelabhebung, aber ohne die komplizierte, durch den Kessel geführte Mechanik.

    Die längeren Teppiche wurden im Laufe der Benutzung bei vielen dieser Snares durch normale ersetzt, weil sie schwerer zu bekommen sind. Geht auch, aber dann verlieren die Rollen natürlich ihren Sinn.

    Habe auch so`n Teil (Baujahr 2000).

    Wie man an der linken Seite sieht, geht der Teppich über den Kesselrand hinaus (am Buttend genauso).

    Ob das, klanglich, irgendeinen Effekt hat.... keine Ahnung, ich glaube aber, eher nicht.

    By the way, es gibt ja in Asien so Hersteller, die Drumhardware aller Art produzieren.

    Ich denke da an Dixon und Worldmax und Andere.

    Und da bedienen sich auch kleine Custom Buden.

    Ich finde es manchmal etwas "irritierend" wenn ich an einem sündhaft teuren Custom Kit, z.B. Tomböckchen endecke, die ich, genau so, von meinem alten Fame Maple hausmarken-preiswert-Teil kenne. :/

    Das war so ein Ding der 80er-90er, da hat man alle Möglichen komplexen Snare Abhebungen entworfen, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

    Der klangliche Nutzen war wohl eher eine "Glaubensfrage"

    Inzwischen hat sich das Ganze ja relativiert.

    Man findet ja, heutzutage, selbst in der oberhighend Liga, Trommeln mit recht simplen Abhebungen.

    Schau dir mal die Form der Lugs an, sind fast identisch. Bei MS werden unter der Hausmarke Fame, Snares angeboten mit der selben Hardware und dem selben Finish, wobei ich bei dieser hier auch nicht weiß, wo die herkommt (kein Badge, mal in der Bucht geschossen).


    Bei älteren Peace Snares findet man die exakt gleichen Lugs wie bei deiner, also auf jeden Fall Taiwan oder China.

    Tja, das ist ein unendliches Thema.

    Ich bin seit gut 40 Jahern dabei (oh Gott was für`n alter Sack ;) )

    Und dafür, dass ich das schon so lange mache, würde ich meine technischen Skills als "überschaubar" bezeichnen.

    Das war aber auch nie meine Hauptintension.

    Ich wollte Musik machen und nicht stundenlang am Übungspad Rudiments üben.

    Es kommt immer darauf an: was will ich, musikalisch, abbilden und was für Techniken sind dafür erforderlich oder hilfreich.

    Aber das allerwichtigste ist: seinen Mitmusikern und vor Allem, einem Song richtig zuzuhören.

    Ich habe das in den Jahren zu oft erlebt, dass Musiker, egal welches Instrument, einen Song spielen und auch technisch richtig, aber den Song irgenwie nicht verstanden haben.

    Einfühlungsvermögen in Songs und seiner Band richtig zuhören, thats it !


    PS. Für mich das Paradebeispiel schlechthin, ist Phil Rudd.

    Ich habe in meiner Coverband-Zeit zig AC/DC Coverbands gesehen und keiner der Kollegen hat diesen speziellen Drive hinbekommen!

    Und das ist letztlich einfacher 4/4 Kram.

    Dir ist aber schon bewusst, dass die von dir genannten Tamas recht unterschiedliche Kessel- und Hardwarekonfigurationen haben? Das beeinflusst den Klang mehr als das Holz. Don't believe the hype.

    Genau, es gibt viele Einflüsse, die den Sound eines Sets beeinflussen, und der mit Abstand größte ist der, der auf dem Hocker dahinter sitzt.

    Deswegen ist es immer schwierig, allgemein gültige, Empfehlungen zu geben.

    Zusammenfassend kann man sagen: ab einem gewissen Qualitätslevel, ist aus jedem Set ein ordentlicher Sound rauszuholen, und dann kommt es nur noch auf die persönlichen Preferenzen an.