Beiträge von Nick74

    Wenn das Midi-Device sauber ist (wie z.B. das an deinem RME-Interface), gibt es über DIN-5Pol keinerlei längere Latenzen. Daß USB-Midi schneller wäre, ist nach meiner Erfahrung und Messung ein Gerücht. Wenn überhaupt, höchstens wenige Bruchteile einer Millisekunde, also kann man vergessen. ;)


    Im Gegenteil empfehle ich die alte Anbindung über Midi-Kabel; bei professionellen Bühnen Setups wird dies meistens genommen und bevorzugt, da USB-Midi (auch mit dediziertem Roland-Treiber!) schon mal abschmieren kann - zumindest auf PC; habe ich alles schon gehabt, und noch nie war eine Midi-Kabel-Anbindung problematisch.



    Und bei der Hihat für Software-Drumming rate ich, wie in vorigen Posts erläutert, von VH11 aufwärts dringend ab.

    in X Jahren mal wieder programmierte drums am PC verwende und dann mit Cubase X Superior drummer 2 nicht mehr benutzen kann und 220€ (waren das glaube ich damals) in den Wind geschossen habe.


    Na ja, erstmal sind 220 ja jetzt bitteschön voll nicht krank viel (selbst der reguläre Preis für SD3 ist eigentlich lächerlich wenig, wenn man bedenkt, daß man dafür evtl. öfter ja schon mal ein einzelnes Cym kauft...), und dann würde ich lockerbleiben, da es in x Jahren bestimmt irgendwelche VST2-Bridges geben wird und Toontrack garantiert in einiger Zeit wieder diverse Sonderangebote raushaut. Ich denke auch, sowas ist heiße Luft: wenn irgendwo steht, jetzt kaufen, in 2 Wochen ist absolutes Angebotsende: dann hast du, wenn verpasst, alles falsch gemacht im Leben, kommt nach spätestens 2 weiteren Wochen das nächste, gleiche Angebot.


    Ich habe Toontrack-Produkte oftmals in Sonderangebotszeiten als die totalen NoBrainer in Erinnerung; also Abzocker gebärden sich meineserachtens definitiv anders.

    Wie sieht es denn mit der HiHat aus? Wenn ich mich richtig erinnere haben doch einige Module und Komplettlösungen da nur mäßige Eigenschaften, oder?


    Deswegen sage ich auch "in seinem Rahmen". HH ist hier nur mono, und das unsägliche Wabbel-Pad würde ich möglichst mit einem der anderen zwei Cym-Pads (mit dem Crash) vertauschen. Controller-Pedal fühlt sich aber beim Spielen ok an.



    ...Übrigens, a propos "mäßige Eigenschaften": Mäßige Eigenschaften im Hinblick auf SoftwareDrumming haben vor allem auch diese auf Ständer montierten e-Hihats wie VHx, da sie konstruktionsbedingt versagen. Klick .

    Ich kann dir leider keinen Geheimtipp anbieten. Ich habe insbesondere die günstigen Modelle in den letzten Jahren nicht mehr unter den Stöcken gehabt und weiß nicht, ob es da mittlerweile brauchbare Modelle gibt.


    Also für verhältnismäßig sehr wenig Kohle wäre das Fame der Geheimtipp, da es (in seinem Rahmen) out of the box ohne Triggerunzulänglichkeiten funktioniert und überall Mesh-Pads hat. Die Fame-Cym-Pads fühlen sich aber schon ziemlich schlechter an als Roland und klappern auch lauter; also wenn du das Geld hast, rate ich dir auch zu Roland und da am besten ein gebrauchtes Komplett-Kit. Das von Korki empfohlene TD-12 Modul hat obendrein noch Positional Sensing, was für SD3-Anbindung ganz cool sein kann.



    Latenz:
    Bei der Signalverarbeitung im Modul und -Weitergabe an den Rechner gibt es auch Unterschiede. Ob dich größere Latenzen stören, hängt davon ab, was genau du vor hast.


    Ich würde zusehen, daß ich mit der gesamten Latenzkette bei unter 10 ms bin. Dafür ist (neben einer starken CPU) hilfreich: ein Roland-Modul als Controller, ein gescheites Midi-Interface und vor allem ein Audio-Device mit super Latenzwerten (bedenke: nicht alle Audio-Interfaces performen gleich dolle, was Latenz anbelangt!). Dies rate ich dir als "größtenteils Laie" in Sachen Software-Drumming nochmal an, da Latenz beim Trommeln mit das Unangenehmste ist.



    Korki hat übrigens die Ästhetik bei den Kriterien vergessen; also einen Schönheitspreis gewinnen diese Plastikschüssel-eDrums nicht. Wenn's dann auch authentisch aussehen soll wird's natürlich schnell teuer und/oder bastelintensiv.

    und mit dem man auch möglichst natürlich klingend über Midi aufnehmen kann


    Was ist denn "natürlich klingend über Midi"??



    Mit einem billigen DD6500 angesteuert klingt eine Trommel von SD3 genau so "natürlich" wie mit einem Roland-Flaggschiff-Modul als Controller. ;)


    Positional Sensing ist da natürlich ein anderes Kapitel...



    edit: bzgl. Langlebigkeit ist Roland-Hardware wirklich top, obwohl da auch z.B. Cym-Pads kaputtgehen können.

    Evtl. kann man da schon ganz ok mit einem Fame DD6500 klarkommen. Ansonsten würde ich ein gebrauchtes Roland TD9 oder TD11 checken. Ich würde für Software-Drums viel Wert legen auf Latenzvermeidung, was vor allem bedeutet, daß der Audio-Rechner und das Audio-Interface dolle sein sollten (wenn USB-Interface, dann z.B. RME-Interfaces, NI Complete Audio 6, Arturia AudioFuse).

    Wie (mit welchen Pad-Typen) ein Trigger-Eingang funktioniert, mußt du im Modul halt definieren. Wenn du ein Dual-Pad wählst, sollte für "Rim" ein anderer Sound klargehen. ;)


    "Bei hoher Double Bass geschwindigkeit kann es ja mal vorkommen, dass die Schlegel zeitgleich mal treffen."
    Das kapier ich nicht so ganz... :S

    Der Sound von beiden BD bleibt ja dementsprechnd gleich durch den einen Steckplatz.


    Nein, das Ziel eines Splitter-Kabels (und von zwei getrennten Bassdrums) müßte doch sein, eben (leicht) unterschiedlichen Kick-Sound zu generieren...

    beim "Splitten" nicht beides gleichzeitig spielen


    Warum willst du denn beide Bassdrums gleichzeitig spielen? Das macht wenig Sinn. Generell funktionieren diese Splitter-Kabel für ein Pad nicht dolle; bei der Kick könnte es aber hinhauen, da man ja dort evtl. auf anspruchsvolle Triggereigenschaften verzichten kann. Probier es doch; so'n Kabel kann man sich auch (noch preisgünstiger) selber basteln.

    Dass ein Patent, das Besserung verspricht, in der Schublade versteckt wird, ist da sicher weniger nett.


    Naja, du wirst jedenfalls ein Problem kriegen, wenn du ein e-Drum entwickelst, was Meshheads mit roland-ähnlich guten Triggereigenschaften aufweist. Dann werden sie sagen, daß es ihre Algorithmen sind. Obwohl jetzt kürzlich jemand geschrieben hat, daß diverse Patente ausgelaufen sind und deswegen immer mehr Neue auf dem Markt auftauchen (inwieweit das zutrifft oder hierfür relevant ist, kann ich nicht sagen)



    Aber dass Roland vorhandene Technik - zum Teil sicherlich auch exklusiv - einsetzt und aufgrund des Vorsprungs, der hohen Qualität der Hardware und des daraus resultierenden Namen seinen Preis fordert, kann doch wohl nicht ernsthaft über viele Jahre aber auch JEDEN DF-Thread töten, der irgendwas mit "e-" zu tun hat.


    Ich finde, es soll lediglich (wieder mal) aufgezeigt werden, daß wir es in unserer heutigen Zeit mit einem vermeindlich kompetenten Hersteller zu tun haben, der wirklich (nicht zuletzt durch seine langjährige Erfahrung) in der Lage sein müßte, sehr gute Qualität anzubieten, dies zum Teil auch macht (Triggereigenschaften, Hardwarestabilität und großteils -praktikabilität), und dann haue ich da drauf, und dann ertönt sowas (an Snare- und Tom-Trommel-Sounds). Und dann sehe ich hin, und dann denke ich, ihr Götter, sind diese Plastikschüsseln häßlich. Und schlußendlich sichte ich noch den Preis, und denke mir WTF. Und dann sehe ich noch die Werbe-Nilles in HD und bekomme viel von ihr zu Gesicht, und die Frage nach einem wichtigen Teil der Essenz (nämlich dem Gehörten) gerät wieder ganz schön in den Hintergrund. Und dann denke ich drüber nach, warum das so ist und komme zu dem Schluß, daß da womöglich einzig und hauptsächlich der "schnöde Mammon" seine Hand im Spiel hat. Schade.
    Eine Firma, die etwas für Künstler herstellt und bei der ich überwiegend diese Gefühl (es geht ihnen nur ums Geld) habe (im Synthbereich ist bei denen auch so manches im Argen...) prangere ich an.

    Warum ist es Sturheit, das zu bauen, was die Leute kaufen?


    Na ist doch klar: In 2018 geht technologisch doch was völlig anderes klar. Und da sie alles andere als Idealisten sind, die darauf aus sein sollten für Anwender, die es wirklich ernst meinen, maximal geeignete Ausrüstung herzustellen und mit ihren Produkten das rauszuhauen, was möglich ist, bauen sie lieber megateure Spielzeuge für Hobbyisten und preisen diese aber an, als das quasi Menschenmachbare. Das Ideal interessiert sie einen Haufen. Wenn das nicht stur und desinteressiert und auch irgendwie verlogen ist, was ist es dann? Boshaft? Auf jeden Fall zählt für sie nur eins auf dera Welt, und des is a Geld, wie Haindling schon gesungen hat.



    Dutzende probier(t)en ranzukommen, aber keiner schafft es bis jetzt Roland den Marktführer-Platz streitig zu machen. Und wenn nicht Marktanteile, was spricht denn dann für die Gelungenheit eines Produkts?


    Nee, Alter, das ist echt ein blödes Argument. Siehe das Patent-Thema usw...



    Und ganz ehrlich: einigen hier könnte man es doch nie recht machen! Egal was Roland oder Konkurrenten zaubern, die lehnen e-Drums schlicht ab und nutzen jede Gelegenheit, das kundzutun.


    Ja, die gibt es, aber ich gehöre ganz sicher nicht dazu! ;)

    Im Grunde genommen versagt hier der Kapitalismus. Der behauptet nämlich von sich, dass mit Aussicht auf Gewinn Innovation entsteht.

    +1 !


    Drum-Tec zum Beispiel hätte als Underdog den ganzen Markt ins Chaos stürzen können, wenn sie mit ihren realistisch anmutenden E-Drums auch ein Modul mit schönen, echten Samples entwickelt hätten.


    Ich befürchte, so einfach ist es nicht: Roland hätte durch seine Patente und seine Macht alles blockiert und abgewürgt.