Beiträge von fwdrums

    Die Chancen stehen gut, dass die Carbon-Rods

    Deine latente Abneigung gegen Rods im allgemeinen

    verstärken. Die Carbon-Rods, die ich kenne, klingen

    alle schlechter als die aus Holz und Bambus: härter,

    kälter, dünner. Und nein, ich habe keine prinzipielle

    Abneigung gegen Carbon und anderen Kunststoffkram.


    Die verlinkten Rods mit Schaumstoffkern von Justmusic

    klingen in meinen Ohren richtig ordentlich.


    Noma was Grundsätzliches: Rods sind kein Ersatz

    für Sticks. Sie klingen anders, fühlen sich anders an

    und verhalten sich anders. Wie man unschwer erkennen

    kann, denke ich, dass das einfach was ganz anderes ist.

    Fette Rods, wie die nicht mehr hergestellten gelben

    Tala Wands, klingen auch richtig fett auf Trommeln und

    sind deutlich leiser als Sticks. Rods sparen dazu noch

    Gewicht, denn das Ride kann man schön zuhause

    lassen. Man muss ordentlich hinlangen, dass man

    einen Ridesound rauskriegt und für die Kuppe

    noch mehr. Das ist ein gutes Training, aber

    nicht so mein Ding. Rods sind wie ein Cabrio:

    Für bestimmte Sachen unschlagbar, aber beileibe

    nicht für alles geeignet.


    fwdrums

    Kauf Dir ein paar Rods und probiere

    es einfach aus.


    Was auch erstaunlich viel bringt ist,

    denn Kopf der Sticks abzuschleifen.

    Kein Witz. Mach das mal mit einem

    alten Paar.


    Ich finde, es ist eine Herausforderung

    als Drummer, leise zu spielen und

    trotzdem einen guten Sound zu haben.

    Ich finde, das ist schwer, aber es geht

    erstaunlich viel. Man muss halt richtig

    ran und das auch wirklich wollen.


    fwdrums

    Sauerbraten mit Klößen und Rotkraut

    oder Tagliatelle mit Trüffel?


    Kein Buch, keine Website und kein Urteil

    eines Gourmet-Kritikers kann Dir da weiterhelfen.

    Du musst Dir den Kram mal in den Gaumen schieben.

    Da führt kein Weg dran vorbei.


    Die Becken-Oddysee - schöner Ausdruck, Chuck -

    ist zwar eine nie endende, aber auch sehr schöne

    Reise. Warum willst Du Dich um diesen Genuss

    bringen? Du hast doch keinen Zeitdruck.


    Nochwas: Auf die Streuung innerhalb einzelner

    Beckentypen hatte der Herr Chuck ja auch schon

    hingewiesen.

    Und aufwendige Youtube-Vids und Schrott-Soundfiles

    von Becken können wirklich gut oder schauderhaft

    klingen. Das ist bestenfalls eine ganz, ganz grobe

    Orientierung. Das Becken Deines Herzens wird

    im Laden auch anders als in Deinem Proberaum

    klingen. Und jetzt kommt das Allerschlimmste:

    Der Lackmustest ist das Spiel mit anderen im

    Proberaum und auf der Bühne. Was alleine

    angespielt Dir die Tränen vor Glück ins Auge treibt,

    kann Dir im Ernstfall auch Tränen bescheren, nur

    halt aus anderen Gründen. Das ist leider wahr.

    Oft geht's gut, aber manchmal halt nicht. Mein

    heißgeliebtes Kerope musste ich beim Soundcheck

    wieder in die Tasche stopfen, weil es im Bandkontext

    einfach nix zu sagen hatte. :(


    Die Becken-Oddysee gibt's nicht als Pauschalreise

    mit Reiseführer. Das ist ein individuelles Reiseglück.


    fwdrums

    Oh nein!!!! Steve Gadd kommt in die Hölle!!!!


    Er spielt ein PS 3, wahrscheinlich noch mit Dot,

    und hat eine Unzahl an Moongels auf der Snare!

    Der Tonkutscher hat wahrscheinlich Monate gebraucht,

    um ihm trotz dieser unverzeihlichen Verfehlungen

    diesen Sound hinzuschrauben.


    Gadd kann von Glück reden, dass er kein DF-Mitglied ist!


    fwdrums

    Das Problem ist, das diese Läden von ihrem Getränkeumsatz leben. Du machst denen die Butze voll und sie machen Umsatz.
    Du finanzierst denen ihr unternehmerisches Risiko.

    Bleibt der Laden leer haben sie dein Geld. Ist es voll, haben sie dein Geld + den durch dich erzielten Umsatz.
    Sie haben so nichtmal Interesse Werbung zu machen. Kosten durch die Band entstehen ihnen nicht.

    Die Band schaut immer in die Röhre.
    Das ist für mich hochgradig asozial.

    Irgendwie sprechen wir von verschiedenen "Läden".


    Beispiel: Du spielst im Colos-Saal in Aschaffenburg.

    Du hast Deinen vereinbarten Einnahmen-Deal, zahlst

    den vorher bekannten Betrag für Personal und Technik

    und gut ist's. Für das Geld kriegst Du 1a Equipment

    und professionelles Personal, das genau weiß, was

    es tut.

    Und der Laden verkauft natürlich Getränke, aber der

    größte Teil des Umsatzes sind die Eintrittseinnahmen.

    Und Werbung macht der Laden auf allen Kanälen.


    Da ich nicht bei den Stones spiele, gibt es für die Bands

    in denen ich spiel(t)e dort Deals, wie oben beschrieben.

    Dass das bei den richtig fetten Acts anders aussieht,

    ist auch klar. Und noch klarer ist, dass ich in keinem

    Laden spielen werde, bei dem ich Geld mitbringen

    muss. Ich habe auch schon meine schlechten Erfahrungen

    gesammelt. Ich bin bestrebt, dass jeweils nur einmal

    zu machen.


    fwdrums

    Wenn die Modalitäten für einen Gig nicht geklärt

    sind, fahre ich gar nicht erst hin. In allen anderen

    Fällen habe ich die Wahl. Umsonst spiele ich für

    caritative Geschichten oder wenn ich jemanden

    einen Gefallen tun möchte. Ansonsten nicht.

    Und pay to play: no. Es sei denn in der Pause

    des Super Bowls. Aber wer trägt dann die

    Reisekosten?


    fwdrums

    Um noma auf Sevenbs Thema zu kommen:


    Es gibt Läden, da ist alles vorhanden. Da haben

    wir als Band schon öfter die Spuren umsonst

    aufm Stick gekriegt. Ohne Benennung der Spuren

    mit keinem weiteren Aufwand für den Mixer.


    Wenn jemand anrückt, und das extra macht,

    kostetet das natürlich richtig Schotter. Dafür

    habe ich dann aber auch das Material, um eine

    Live-CD daraus zu machen (CD - kennt das noch

    wer?). Ich denke, das man dafür mehrere Hundert

    Euros aufruft.


    fwdrums

    Jetzt sei mal nicht so böse zu den Omnis, Niles.

    Die AAX-Omnis sind mir zu hart und harsch.

    Die HHX tönen schon deutlich anders. So

    richtich schmuseweich, wie viele andere HHXe

    sind sie nicht, aber sie machen ihren Job

    wirklich gut. Die Bell-, Ride-und Crashsounds

    setzen sich klar ab und wegen der schönen

    Abdreherei kann jeder sofort sehen, wo er

    draufkloppen muss. Statt Malen nach Zahlen

    halt Dengeln in Zonen. Ich bin vom Fach:

    Hab das 19er und 22er HHX Omni.


    fwdrums


    Nicht, dass ich ohne die Omnis nicht leben

    könnte. Aber ich lebe auch trotz ihnen.


    fwdrums

    Ich oute mich auch als Langweiler: Ich kaufe nur, was

    mir gefällt. Das klappt ziemlich gut, seitdem ich so was

    Ähnliches wie "Beckengeschmack" entwickelt habe. Das

    ist aber meiner und den gebe ich nicht her. Was auf dem

    Blech draufsteht, ist egal. Und so hat der große Ozean

    an Becken mir allerlei Gerät von unterschiedlichsten

    Beckenklöpplern angeschwemmt. Und ich mische

    die am Set nach Gusto. Meine Ohren sind nicht in der

    Lage Grundlegendes zu erkennen, wie: Also x und y

    passen nie zusammen. Seit dem mir in Italien ein

    Koch einen Salat mir Rucola und Erdbeeren serviert

    hat, weiß ich, dass im Leben die unmöglichsten Dinge

    zusammenpassen. Ich kann sogar Fußballspiele mit

    RB Leipzig, Hoffenheim, Leverkusen und Wolfsburg

    gut finden (allerdings kann ich nur Turnschuhe von

    Adidas anziehen, weil wir mit deren Tretern viermal

    das Ding geholt haben).


    So ein schrankenloser Beckengeschmack macht

    unglaublich frei. Dafür habe ich halt andere Bretter

    vorm Kopp.


    fwdrums

    Das scheint mir ein verbreitetes Problem bei den

    Beckenherstellern zu sein: Die Drecksäcke produzieren

    bisweilen Becken, die mir nicht gefallen!


    Doch ich hab's raus und antworte mit einer knallharten

    Gegenstrategie: Becken, die scheiße klingen, kaufe ich

    einfach nicht.


    fwdrums


    Das ist auch irgendwie meine Philosophie oder so.

    Hörma als Inspiration Bela Fleck
    & The Flecktones an, mit dem wunderbar

    schrägen Future Man am Schlagzeug -

    oder was er dafür hält - und natürlich

    dem Liebling aller Bassisten: Victor Wooten

    (Future Mans Bruder). Und dann noch

    die Bluegrass-Nummern von den Dixie Dregs

    und Steve Morse. Dann lässt Du mindestens

    die Hälfte weg von dem was Future Man

    und Rod Morgenstein spielen und schon passt's.


    fwdrums



    Es gibt so unfassbar gutes Bluegrass-Zeuch...

    Hier die Superstars, die kaum einer kennt:
    Strength In Numbers - Telluride Sessions

    Nowas zur Teppichdiskussion:

    Ich nutze seit Jahren eine "Schmutzfangmatte".

    Das Ding ist gummiert, gibt's in vielen

    verschiedenen Größen, ist extrem haltbar

    und imho kostengünstig.


    fwdrums

    In der Probe nutze ich die App Pro Metronome.

    Live ist mir das zu fummelig, obwohl diese App

    mit dem Drehrad flugs zu bedienen ist. Ich mach's

    oldfashioned: Setlist mit BPM-Angabe hinter den

    Songs, für die ich es brauche plus die Tama Rhythm Watch

    und fertig is der Lack. Wichtig: Entweder mit Netzteil

    betreiben oder immer Ersatzbatterie am Mann haben.


    Fränk



    Dinge, die die Welt nicht braucht: Ich hatte mir auf

    der Yamaha Click Station eine Setlist einprogrammiert.

    Das war ein unendlich langer Fummelkram, was

    natürlich auch an meiner persönlichen Unfähigkeit

    liegt. Batterie: leer -> Setlist: weg -> Tobsuchtsanfall.

    Moin Schäff,

    ich glaube, ich verstehe das Problem nicht.

    Das machen doch alle elektronischen Metronome

    mit Rad. Davon blinken auch ganz viele.

    Klassiker Tama Rhythm Watch, Boss DB 90

    und die Yamaha Click Station, die es leider

    nix mehr gibt. Von Seiko und anderen gibt

    es einfache und günstige Geräte


    Gruß

    Fränk

    Ihr wollt echt über Bezeichnungen von irgendwelchem

    Krams diskutieren? Habt Ihr nix Besseres zu tun?
    Kommt kein Testbild mehr? Ist die Farbe an der Wand

    schon trocken?


    Das sind halt die Jod-S-11-Körnchen für die Trommler.

    Wat hamse uns nicht schon alles erzählt: den Yamaha-

    Schmarrn mit dem Nodal Point. Die Abstimmung von

    Tomlängen nach dem Prinzip der Orgelpfeifen. Silver

    Sealer als Soundoptimierung undsoweiterundsofort.

    Ich hab wirklich viel von dem Wahn geglaubt. Aber

    heute glaube ich nur noch, dass Presssack die dickste

    Worscht ist. Alles andere ist ungewiss.


    fwdrums