Beiträge von fwdrums

    Alte Sonor-, Ludwig- und Tama-Kataloge,

    das ist sich aufs Bett fläzen, Mucke hören,

    einen Kaffee dabei trinken und in die

    Trommeln eintauchen. Davon träumen,

    dies oder jenes mal sein Eigen zu nennen

    und auch zufrieden sein, nur davon zu

    träumen. Jede Holzschicht und Abhebe-

    mechanik wie die Mona Lisa betrachten

    und auch für genau so großartig zu halten.

    Das ist einfach grandios. Und das kann

    keine Website, App oder sonstwas ersetzen.


    Die Zeit ist rum und ich erinnere mich gerne

    dran. Ohne Wehmut. Dafür gibt's andere

    schöne Sachen wie Shitstorms, Fakenews

    und Bibi.


    Früher war die Zukunft besser

    fwdrums

    Ja, solche Tage gibt es. Wenn es einer dieser

    Tage ist und ich beim Üben am Set feststelle,

    dass es heute nicht läuft, gibt es für mich zwo

    Alternativen: aufhören oder weitermachen.

    Ich weiß, dass Euch diese Erkenntnis total

    umhaut.


    Die Option Aufhören führe ich jetzt nicht aus.

    Weitermachen ist viel interessanter: In so einem

    Fall schraube ich komplett zurück und übe ganz,

    ganz einfache Sachen, zum Beispiel ein ganz

    einfaches Ostinato mit den Füßen (Samba oder

    HH, BD, BD triolisch) und ganz einfaches Zeuch

    mit den Händen drüber. Alles ganz entspannt und

    langsam. Ich achte darauf das zusammenkommt,

    was zusammengehört und dass es gut klingt.

    Und dann ganz langsam die Komplexität steigern.

    So komme ich ganz sicher wieder in den Flow.

    Das dauert zwar eine ganze Weile, aber man

    lernt dadurch auch seinen Körper gut kennen.


    Wenn mich einer dieser Hundstage bei der Bandprobe

    erwischt, mache ich im Prinzip nichts anderes.

    Basics spielen, kein fancy Scheiß, einfach nur den

    Kram spielen, damit die Nummern funktionieren.


    Ich erzähl's doch, denn es kann jedermanns Leben

    bereichern:

    Bei der Option Aufhören mache ich ersatzweise

    was Sinnvolles: Die DVDs "Die 1.000 schönsten

    Tore", "25 Jahre Tor des Monats" und "Die Geschichte

    der Fifa-Fußball-Weltmeisterschaften" haben mir dabei

    immer gute Dienste erwiesen. Denkt mal drüber nach.


    Schönen Sonntach noch

    fwdrums

    Ringo hat massenhaft absolut unikate Drumparts

    erfunden, die gleichermaßen kreativ wie musikalisch

    und songdienlich waren. Ganz viele Beatles-Nummern

    kann man sofort am Schlagzeug erkennen. Und alles

    ist sehr, sehr fluffig getrommelt.


    Thomas Lang, Virgil Donati, Marco Minnemään und viele

    andere Superdrummer können Weiß-der-Geier-was

    fürn Kram spielen. Und ich finde die auch alle toll.


    Aber kein einziger von denen hat auf einer Beatles-Platte gespielt.


    Jawoll!

    fwdrums

    Moin David,


    ich hatte jahrelang ein Hipgig. Mit der 16er Kannonenrohr-Bassdrum

    bin ich nicht glücklich geworden. Ja klar, das ging irgendwie, aber

    so richtig Bassdrum war's für mich nie. Seit langen Jahren habe ich

    ein Yamaha Oak Jazzset mit einer 18er. Und mit der kann ich alles

    bedienen. Wenn ich einen Open-Air-Gig mit einer Rockband habe,

    nehme ich eine 22er. Aber mit der 18er würde es auch gehen und

    es wäre keinesfalls dünn. Draufgeschnallt sind ein Aquarian Super

    Kick 1 und das Regulator Reso. Für Akustik-Jazz ist das natürlich

    Quatsch. Und ein 13er als Standtom oder Standtom-Surrogat...

    Ja geht zur Not. Aber mit 10 oder 12 und 14 sind alle Spatzen gefangen.


    Just my 2ct

    Frank

    Hallo Dani,


    Du hast ja schon ein paar gute Anregungen bekommen.

    Hier eine, die mir weiter hilft: Spiele den Rhythmus

    jeden Tag immer wiederkehrend. So lernt Dein Körper

    ihn immer besser kennen und zu spielen. Das Wichtigste

    ist imho sich selbst dabei zuzuhören und zwar so, als

    seist Du ein unbeteiligter Zuhörer. So wird es Dir

    leichter fallen, Dinge zu korrigieren. Du hörst ja, ob

    es hier oder da flammt oder Ghostnotes zu laut, Akzente

    zu leise oder Abstände nicht passend sind. Und für

    mich ist immer ganz wichtig, dass auch der Sound gut

    ist. Und damit meine ich nicht Equipment, sondern,

    das, was in den Händen liegt.


    Viel Erfolg

    fwdrums

    Och kommt schon!


    Klare Fragen und klare Antworten - wer braucht denn sowas?

    Wir sind doch nicht in der Schule! Ohne das charmante DF-Chaos

    wäre es doch recht langweilig hier. Missverständnisse und

    Unklarheiten führen doch oft erst zu den wirklich interessanten

    Inhalten.


    Um die Frage zu beantworten:

    Agop Traditional Hihat in 17 Zoll.

    Das ist schon Hihat, Crash und Ride in einem.

    Aber am liebsten würde ich mir dann noch

    ein Becken dazu holen, das Riden & Crashen

    kann. Paiste Trad Light Ride 20 oder Agop

    Mel Lewis 21 mit Nieten oder HHX Manhattan

    Jazz Ride oder ein HHX Omni oder ein weiches

    Black Label Ride oder oder oder...


    Und das Beispiel mit den zehn Trommlern und der

    Glühbirne ist vollkommen falsch und Lug & Trug!

    Das Original geht so:


    Wie viele Trommler braucht es, um eine Frau zu befriedigen?

    Drei. Einer der's macht und zwo, die drüber diskutieren,

    wie's Weckl gemacht hätte.


    Feuer frei

    fwdrums