Beiträge von fwdrums

    Stewarts Spiel hat sich nach meiner Meinung überhaupt nicht

    "mitentwickelt", wie Du schreibst, Two. Es reicht mir aber auch

    vollkommen was er bei Police gemacht hat. Das war einzigartig.

    Und es war bestimmt nicht stilprägend, eben weil es so einzigartig war.


    Bei diesem Terminus fallen mir nur ganz wenige ein, etwa Bonham,

    Cobham, Gadd und vielleicht Paicey und natürlich noch ein paar

    Jazzer wie Tony Williams, Art Blakey und noch ein paar andere.


    Es gibt wirklich sehr, sehr viele unglaublich gute Trommler, aber

    wer ist stilprägend?


    fwdrums

    Das ist ein sehr interessantes Thema!


    Otto Normaltrommler bewegt sich fast ausschließlich auf

    einem binären oder ternären Raster. Das reicht ja auch

    vollkommen aus, um den Kram zu spielen, den man halt

    so spielt. Ganz selten mischt sich da mal was anderes, wie

    etwa ein paar Quintolen unters Volk. Wenn man sich auf

    einem Fünfer- oder Was-weiß-ich-fürn-Raster austoben will,

    muss man das fast wie eine neue Sprache lernen.


    Es gibt aber auch noch andere Ansätze. Beispielsweise, wie

    oben schon ansatzweise beschrieben, nimmt man eine

    rhythmische Figur, etwa eine Hand-Fuß-Kombi, die man im

    Schlaf beherrscht und spielt sie - besser gesagt man quetscht

    sie in eine Zeiteinheit. Das kann ein Viertel, eine Viertel-Triole

    oder eine punktierte Achtel sein. Einige dieser "Quetschungen"

    klingen dann schon deutlich anders als das Übliche, das die

    eigenen Hände so verlässt. Ich habe das unterbewusst mit

    zwo Figuren gemacht und das mal mit meinem Trommelguru

    besprochen. Und der sagte, dass das gar nicht so ungewöhnlich

    sei und er das auch anwenden würde. Und wenn mich meine

    Ohren nicht täuschen, macht das zum Beispiel auch der Hl. Vinnie

    des Öfteren.


    Ein anderer Ansatz (der auch nicht neu ist): Sprache! Wenn wir

    unsere Sprache rhythmisch analysieren, stellen wir fest, dass

    das ein ganz schön abgefahrener Kram ist, denn wir da von uns

    geben. Sehr schön vor Augen geführt hat uns das Jonny König

    mit der getrommelten Stoiber-Rede. Marco Minnemann hat das

    auf seinen Platten ziemlich weit getrieben, zum Beispiel auf

    Comfortably Homeless. Mike Keneally, Gitarrist und Keyboarder

    bei Unlce Frank, ist auch so ein Kandidat, der das gerne ausreizt.

    Die Idee hilft auch, um bei einem Solo mal was zu spielen, das

    abseits der ausgetretenen Pfade liegt. Man muss sich nur trauen.


    Das klingt jetzt alles vielleicht etwas abgehoben, ist es aber gar

    nicht. Musik ist mehr als Noten. Es ist gut sie zu kennen und es

    ist gut sich von ihnen lösen zu können.


    fwdrums


    Sorry fürs Kapern, Timo.

    Hi Timo!


    Saugut, es macht richtig Spaß, das anzusehen.

    Klasse Idee und klasse gespielt. Chappeau.


    Der La-Grange-Fill ist mir auch aufgefallen.

    Ich finde, Du bist sehr nah dran. Frank Beard

    ist eine Bauch-Schlagzeuger und imho ist die

    erste Hälfte des Fills einfach etwas unsauber

    gespielt. Dieses leicht Schlonzige macht ja

    auch den Charme in Franks Spiel aus. Deine

    Version ist nach meinem Geschmack eine Spur

    "zu richtig", aber zum Verständnis besser als

    das Original. :) Das geht dann langsam

    ins Homöopathische.


    Thx

    fwdrums

    Das Vid ist eine weitere Folge aus der bekannten Youtube-Serie

    "Sie haben ein Problem? Wir machen mehr draus!"


    Wenn man den ganzen Fuhrpark eh zuhause rumstehen hat,

    spricht alles dafür, ihn zu nutzen. Aber um aus einem verreckten

    Becken noch etwas halbwegs Nutzbares zu machen, genügen

    Filzstift und Schleifmaschine. Nur den Durchmesser, wie im

    obigen Video gezeigt, zu verringern, habe sogar ich Volltrottel

    hingekriegt.


    Imho ist es in den meisten Fällen besser, die kaputte Stelle

    in weichen Linien rauszuschneiden und die Kanten zu schleifen.

    Das klingt dann natürlich komplett anders aber für meine Ohren

    interessanter, als einfach den Durchmesser des Beckens radikal

    zu verkleinern. Aber das ist Geschmacksache.


    Noch einfacher ist folgendes Rezept: einfach weiterspielen. Das

    geht nicht bei allen Exemplaren, aber bei manchen. Ich habe eine

    olle 14 Zoll 602 Soundedge Hihat. Keine Ahnung, was der Vorbesitzer

    damit gemacht hat, aber das Ding zerbröselt langsam unter den

    Stöcken. Die Hihat klingt nach wie vor gut und mit zunehmendem

    Materialverlust auch anders. Mal sehn, wie lange das geht.


    fwdrums

    eigentlich sind es ja nur aneinandergereihte Rudiments

    Yes, das stimmt. Das ist immer so. Und zwar bei jedem!


    Ians Bewegungen sind über die Jahre immer kleiner

    geworden. Wenn man sein heutiges Spiel mit alten

    Aufnahmen vergleicht, sieht man , dass er heute viel

    ökonomischer spielt und nicht mehr so wilde Bewegungen

    macht. Das sah bei ihm aber auch super aus!


    fwdrums

    Ian Paice im Probekeller


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    fwdrums

    Wie gefällt euch denn die neue DP?

    Die alten Säcke machen das erwartungsgemäß gut.

    Sie lassen sich bei fast jeder Nummer was Nettes

    einfallen, was der ganzen Sache einen eigenen

    Charakter gibt. Hoffentlich klappt das mit der

    Tour. Ich habe sie zwar schon ein paar Mal gesehen,

    aber einmal muss es noch sein.

    Bei mir gabs gar nix, ich war böse.

    Das hat mir einen gescheiten Lacher geschenkt!
    Und wenn es danach ginge, gäbe es nicht all zu viele

    Geschenke an W-Nachten. Wir spielten früher

    eine Nummer die hieß "Alles is nix". Das bietet

    zumindest gedanklich eine Perspektive.


    fwdrums

    Vor langen Jahren wurde im Musik-Service in Aschaffenburg

    ein Tourset von Bertram Engel verkauft. Es war ein weißes

    Pearl Masterworks und es klag unfassbar gut. Das war

    wahrscheinlich das am besten klingende Set, auf das ich

    je draufgehauen habe. Teuer war es auch, aber der Sound...

    Ich bin dreimal in kurzer Zeit in den Laden, um bei meinem

    Trommelkumpel Martin Geiberger, aka Cpt. Remo, der

    damals die Trommelabteilung leitete, auf das dolle Pöhl

    zu kloppen. Als ich das vierte Mal aus diesem Anlass den

    Laden betrat, klang das Set total mittelmäßig, weil nämlich

    jeder Trottel, genau wie ich Trottel, auf dem Set ein bisschen

    rumdaddeln musste, mit dem Ergebnis, dass es irgendwann

    das tolle Tuning verloren hatte. Als ich den Normalo-Sound

    wahrnahm, habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt

    und bin sofort getürmt. Hätte es noch so doll wie zuvor

    geklungen, ich hätte es an diesem Tag gekauft. So hab

    ich zwar kein weißes Masterworks, aber eine schöne

    Erinnerung an den besten Trommelsound ever. Wahrscheinlich

    stimmt nicht mal das, aber ich lass den Gedanken nicht zu.


    Um was ging's noma?


    fwdrums

    Hey CuZr!!!


    Das nenne ich mal Ausdauer!


    Du hast 2011 genau dieses Anliegen schon mal gepostet. Da warst Du 30 Jahre alt.

    2012 warst Du schon 40. Und seither bist Du gar nicht mehr gealtert. Hut ab.


    Es ist egal, wie alt Du bist. Aber glaubst Du wirklich, dass viele Kollegen hier ihren

    Stuhl für Dich frei machen? Und welche Hörproben willste von uns haben?

    Bringt es Dir viel, wenn Du weißt, wie wir trommeln?


    Oder wolltest Du das Ganze vielleicht im Musikerforum oder einem vergleichbaren posten?


    Wie dem auch sei: Viel Erfolg! :))


    fwdrums