What? Da muss ich ersma schlucken.
fwdrums
What? Da muss ich ersma schlucken.
fwdrums
Ja klar, alles ganz doll. Ich finde es
interessant, seine Interviews zu
lesen oder zu sehen. Er ist ein
cooler Sack - und auch ein absoluter
Meister der Selbstinszenierung.
Er ist halt Produzent durch und durch.
fwdrums
Moin Jürgen,
Du brauchst gar nix. Du hast vier Top-top-Trommeln.
Wenn die technisch in Ordnung sind, Felle und Teppich
passen und Du sie gescheit stimmst, wovon ich ausgehe,
kannst Du damit bis ans Ende Deiner Tage glücklich
werden. Auch wenn keine 5er dabei ist, tut das dem
Ganzen imho keinen Abbruch. Ich halte 6 für ein sehr
flexibles Maß. Damit geht fast alles.
Ich sagte ja, dass Du imho gar nix brauchst. Aber wir
wissen ja, dass es darum am allerwenigsten geht.
Und wenn man wie Du gerade vom der GAS-Affen
gebissen wurde, kommt eh jede Hilfe zu spät.
Wenn ich in Deiner Lage und das Snare-Regal leer
wäre oder der Ramsch verkauft werden sollte,
würde ich der hier meist gegebenen Empfehlung folgen.
Nicht weil ich denke, dass bei GAS-bedingten Anschaffungen
ein Mehrheitsvotum glücklich macht, sondern weil ich
selbst inzwischen Mitglied der Supra-Suse-Sekte bin:
Eine 6,5er Supra und als Ersatz - der vorsichtige
Gentleman geht auch bei Sonnenschein nie ohne
Schirm aus dem Haus - eine 5er. Damit sind alle
Spatzen gefangen. Es gibt Menschen, die brauchen
mehr als die zwo, aber das hat nichts mehr mit
Schlagzeugspielen zu tun, sondern andere Gründe
(Frau weggelaufen, Fernseher kaputt etcpp.).
Mein Snare-Koffer ist mein ganzer Stolz. Da ist eine
5er Supra und eine 6,5er Suse drin. Die werden
live beide ausgepackt und fünf Sekunden angespielt.
Dann weiß ich, welche besser passt. Und eine davon
passt immer bestens.
Just my...
Frank
welches mein Drummerkumpel gefilmt hat.
Her damit! Das wollen wir doch sehen!
Frank
Ich mache um keinen Stick einen Bogen,
auch nicht um Signature-Hölzer.
Bis jetzt gibt es eine Handvoll Sticks, mit
denen ich gut zurecht komme. Da ist
auch mal ein Sig-Exemplar dabei. Manchmal
ist es ja so, dass die Sig-Modelle sich
vom Rest des Angebotes unterscheiden,
bisweilen sogar deutlich. Und wenn
mir ein Stick zusagt und der ein Modell
eines Trommlers ist, dann ist das halt
so. Dass der Preis in der Regel etwas
höher ist, dessen bin ich mir bewusst.
Und so entscheide ich, ob mir der Stick
das Geld für das Gebotene wert ist.
Ob da jetzt Cristiano Ronaldo oder
Vic Firth drauf steht oder beides:
Who cares?
fwdrums
Mhm.
Also Haltbarkeit ist so ziemlich das
letzte Kriterium, nach dem ich einen
Stick auswähle. Und der Preis ist auch
nicht das wichtigste.
Nicht falsch verstehen: Es ist ganz
bestimmt nicht so, dass Geld bei mir
keine Rolle spielt. Ich spiele zwar laut,
aber mein Stickverschleiß ist wirklich
überschaubar.
Wichtig ist für mich, wie sich der Stick
anfühlt und wie er klingt. Das Anfühlen
ist eine sehr persönliche Angelegenheit.
Neben den üblichen Kriterien ist für
mich die Oberfläche ganz wichtig.
Und da gibt es auch keine Regel. Manche
unlackierte Sticks fühlen sich gut an, manche
gehen gar nicht. Und bei Lack oder Wachs
oder was es sonst noch so gibt ist es
genau so.
Der Stick ist die Verbindung zwischen mir
und dem Instrument. Eine super wictige
Sache und für mich der falsche Platz
zum Sparen. Wenn mein Lieblingsstick
15 Euro kostet, werde ich ihn kaufen. Kostet
er zwo Euro, dann kaufe ich eben den.
Ich habe festgestellt, dass am falschen Platz
sparen totaler Quatsch ist. Beim Trommeln
zählen dazu Hocker, Felle, Becken und Sticks.
Ein gerader Beckenständer geht neu auch
fürn Fuffi. Das muss nicht DW oder 900er Yamaha
sein. Was soll da passieren? Und bei Trommeln
kann man immer noch was machen.
Just my...
fwdrums
Mhm.
Glaubt einfach das, was Nils sagt.
Es braucht keine eigenen Thesen mehr.
Und wenn der Energieerhaltungssatz
hier nicht gilt, wollte ich mal fragen, in
welchem Universum wir uns gerade
befinden.
Nix für ungut und schönen Feiatach
fwdrums
Ich hatte ewig lang ein großes SKB-Hardware-Case
im Einsatz. Das musste über die Jahre ordentlich was
wegstecken, was es ohne Schaden getan hat.
Ich hatte irgendwann mal so viel Hardware drin,
dass es mir einfach zu schwer wurde und ich
auf zwei Trolleys von Ahead Armor umgestiegen
bin.
Wer Angst vorm Atomschlag hat: SKB.
fwdrums
Meine Fresse, sieht die sch.... aus!
Dafür würde ich keinen einzigen Euro hinlegen.
fwdrums
Yep! Die Peppers habe ich auf einem großen
Open Air gesehen und die haben sich das
auch getraut. So muss das!
Selbst die alten
Säcke von Deep Purple haben das ab und
zu noch in petto.
fwdrums
Wobei er sich auch live schon mal recht viel "Spielraum" einräumt. Oder einfach nicht bei der 1 rauskommt.
Ja klar. Das war bisweilen ziemlich wild, was die Herren
live abgeliefert haben. Da wurde halt mal eine Eins
versemmelt oder Sting lag stimmlich ordentlich
daneben. Aber es hatte immer Spannung und Energie.
So habe ich es zumindest wahrgenommen. Ich habe
die Band um 82 oder so gesehen. Das hat sich auf
meiner Festplatte unauslöschlich eingebrannt.
Und was ich immer toll fand, war der Mut zum
Ungewissen. Die sind halt mal aufs weite Meer
gesegelt - und zwar ohne Kompass - und haben
geschaut, wohin der Wind sie treibt. Das haben sich
damals schon wenige getraut. Und heute ist es
noch vielmehr eine Rarität.
fwdrums
1- Hat Copeland von den 5 Police Alben und den Konzerten, solange es die Band gab, so vorgesorgt, dass er sich diesen Auftritt leisten kann?
2 - Ist das ein Verhalten, das man einem heutigen jungen Musiker nahelegen würde bzw. mit dem ein junger Musiker heute durchkäme?
3 - Kann man da sagen, das ist Copeland, der darf das?
1
So ganz verstehe ich die Frage nicht. Finanziell hat
Herr Copeland sicher schon lange ausgesorgt. Alleine
seine Einnahmen als Filmkomponist reichen da aus.
Von der Kohle, die er mit Police verdient hat, ganz
zu schweigen. "Dieser Auftritt" bei Drumeo wird
seine wirtschaftliche Basis kaum ins Wanken bringen.
Oder meinst Du, dass die Performance seinen Ruf
als Drummer gefährdet? Also für mich natürlich nicht.
Stewart geht ins Studio, trommelt ein bisschen und
macht halt Copeland-Sachen. Immer ein bisschen drüber,
ein bisschen nassforsch, ein bisschen arrogant, witzig
und smart. Copeland, wie man ihn schon immer
kennt.
Anhand dieser Performance über Stewarts Musikalität
zu sprechen halte ich für ziemlich abenteuerlich. Das
war weder eine Plattenaufnahme noch ein Gig. Wir
beurteilen Messi doch auch nicht danach, wie er im
Sportstudio auf die Torwand schießt.
2
Keine Ahnung, was für ein Verhalten man einem heutigen
jungen Musiker nahelegen sollte oder mit welchem
Verhalten solch einer durchkäme (wohin eigentlich?).
Ich würde jedem nahelegen, er selbst zu sein. Das
erscheint mir am erfolgversprechendsten.
3
Ja, der darf das - so wie jeder andere auch. Klingt für
mich so, als erwartest Du, dass Copeland eine Vorbild-
rolle einnehmen sollte. Oder interpretiere ich das
falsch? Keiner muss imho per se ein Vorbild sein, außer
man ist Sektenführer und erwartet, dass einem
andere folgen. ![]()
Wir hier im DF - mich natürlich eingeschlossen -
nehmen das bestimmt viel ernster, als es Stewart
tut. Aber deswegen isses ja hier auch so schön!
fwdrums
Ihr seid sicher, dass Ihr anhand dieser
Aufnahme über den Sound des Sets
diskutieren wollt?
Mhm
fwdrums
Stewart und Sting haben sich oft gestritten
und zwischendurch auch mal geprügelt (dabei
hat sich Sting mal eine Rippe gebrochen).
Die beiden zelebrieren ihre Hassliebe auch
gerne in Interviews. Die Spannungen in der
Band haben der Qualität nicht geschadet,
meine ich. Und das Video finde ich grandios.
Klar spielt er manchmal zu viel. Who cares?
Stewart Copland darf alles
fwdrums
Edith meinte, ich solle den Quatsch löschen.
Und wer bin ich, ihr zu widersprechen?
fwdrums
Verzerrungen höre ich keine, aber es klingt
für meine Ohren unangenehm. Zu spitz,
zu viele Präsenzen. Alles muss in den
Vordergrund gedrückt werden. Jedes
Signal konkurriert mit jedem anderen
um Aufmerksamkeit. Jedes my muss
gehört werden.
Es gibt halt Tausende solcher Produktionen.
Mir fehlt da die Staffelung und Tiefe. Es
gilt wohl die Devise, frei nach Ian Gillan:
"Make everything louder than everything else."
Frank
Schöne Beispiel!
fwdrums
Bei Donati klingt das für meine Ohren öfter
mal nach einer Feldstudie oder Üben vor Publikum.
Eine ebenso streitbarere Performance zu Metric
Dingens gibt es von Lee Ritenour bei Soaring.
Die erste Version ist in allerbester schwüler
LA-Weichspüler-Fahrstuhl-Fusion Manier ausgeführt,
die zwote deutlich jazziger.
Ein gewisser Gavin Harrison hat zum Thema ein
paar Bücher und eine DVD veröffentlicht (Rhythmic
Horizons, Rhythmic Illusions, Rhythmic Visions).
fwdrums
Super & Danke!
Frank