Beiträge von nils

    Das stimmt für einen Kreisbogen bezogen auf einen gegebenen Winkel. Hier ist die Situation aber anders: der mögliche Weg ist gegeben, der zugehörige Winkel unterscheidet sich wegen der unterschiedlichen Entfernung des Mittelpunktes zum Ende des Pedals.

    Was bedeuten bei Dir die kleinen hochgesetzten Einsen?

    Stops/Abschläge/Akzente notiere ich so, dass die große Ziffer den Takt angibt, in dem die Stelle ist, die hochgestellte kleine Ziffer ist die Zählzeit in dem vorgenannten Takt.


    11 bedeutet, dass der Abschlag auf der 1 des ersten Taktes in dem jeweiligen Teil ist. Da könnte auch 122+e stehen, wenn der Akzent auf dem letzten 16tel der 2 im 12ten Takt wäre.

    Wenn man mit dem Fußballen das Pedal spielt, dann ist ja die Länge egal.

    Trotzdem spielt die Länge der Platte eine Rolle, weil:

    Je größer der Radius eines Kreises ist, desto größer wird der Umfang eines Kreises.

    Das heißt, der Weg zum runterdrücken wird immer länger, je größer die Plattel wird.

    Man wird als Hersteller also irgendeinen Mittelweg suchen.

    Der Weg ist grundsätzlich maximal so weit, wie das Pedal vom obersten Punkt bis kurz vor die Bodenplatte bewegt werden kann. Die Länge der Bodenplatte ändert daran nichts.

    Was sich ändert ist der dabei der vom Pedal zurückgelegte Winkel. Deshalb kommt es darauf an, wo auf dem Pedal der Fußballen ist. Je weiter hinten, desto schwerer lässt das Pedal sich heruntertreten (=> Hebelgesetze). Bei einem kurzen Pedal ist die relative Änderung des Hebels größer, als bei einem langen, wenn man den Ballen verschiebt. Deshalb ist die genaue Position des Fußes bei einem kurzen Pedal wichtiger, als bei einem langen.

    ich hab noch einen:

    Alice in Chains - Man in a Box

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    Tach zusammen,


    im Fred zu der Pixies-Nummer schrieb Chuck Boom, dass sich für oben genanntes Thema ein eigener Fred anbieten würde.

    Zitat von Chuck Boom

    [Voll-OT: Hierzu prominente Beispiele zu sammeln, wäre fast einen eigenen Thread wert. Hancock´s Chameleon z. B. von 93 auf 114. Auch sein Cantaloupe Island: von 110 auf 120. Pink Floyd´s Money von 117 auf 140.]

    Gesagt - getan. Hier also der Sammelfred für Stücke mit schwankendem Tempo. Gerne nehmen wir hier auch youtubelinks zu den genannten Aufnahmen.


    Erstes Beispiel:


    Superstition in der Sesamstrassen-Version:

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    Geht von ca. 96 bis knapp 120.

    bei einigen Dingen ist die Kritik nachvollziehbar

    Das Teil ist im Auslieferungszustand tatsächlich komplett unbrauchbar. Zu lange Schrauben klingt nach "Der Einkäufer hat die billiger gekriegt und das Gewindemaß passt ja". Die unebene Gratung ist allerdings ein krasser Produktionsfehler, genau wie die Risse an den Schrauben. Das kennen sich die Arbeiter in der Produktion nicht mit dem Material aus, denke ich.

    Wenn du dich kreativ austoben willst, such dir Leute, mit denen du eigene Musik machst. Ansonsten rate ich dir, Covers erstmal vernünftig und am besten 1:1 nachzuspielen. Das macht mitunter Arbeit, erweitert aber auch deinen (spielerischen) Horizont.

    Bei der Nummer ist allerdings insofern Vorsicht geboten, als dass sie mit schwankendem Tempo eingespielt wurde. So zu spielen, ist in der Regel nicht das Ziel, dass man sich als TrommerIn setzt.

    Meiner Erfahrung nach, sind gerade die komplexeren Stellen sehr oft sehr falsch notiert

    Das ist natürlich ein echtes Problem, wenn man auf Noten angewiesen ist. Ich verlasse mich tatsächlich lieber auf mein Gehör.



    Das Raushören eines Songs gliedert sich für mich in mehrere Ebenen:


    1. Signature Groove(s). Zuerst höre ich mit die prägenden Grooves raus und merke sie mir. Auf meinem Sheet steht dann das Tempo und der Charakter, z.B. Pop, 144, gelegentlich notiere ich diese Beats auch auf dem Sheet, meistens aber nicht.


    2. Struktur / Ablauf (=> die Form). Ich höre mir das Stück an und identifiziere die verschiedenen Teile, etwa Strophe, Bridge, Refrain, Solo, C-Teil. Für jeden Abschnitt zähle ich die Länge in Takten. Gff. gibt es innerhalb eines Teils stärker differenzierte Unterabschnitte, wie eine Strophe, die einen A-Teil und einen B-Teil hat. Dann notiere ich auch deren Länge sowie die Gesamtlänge des Teils.


    3. Signature Fills, Stops, Abschläge, Unisono-Teile etc. Die Kirschen auf der Torte finden i.d.R innerhalb der unter 2. identifizierten Teile statt. Ich zähle diese genau aus und schreibe mir Hinweise mit der genauen Zählzeit in die Zeile mit dem zugehörigen Teil.


    Das Ergebnis ist ein mehr oder weniger kurzes Sheet, mit dem ich dann das Stück spielen kann, ohne es auswendig zu kennen.



    So etwa sieht das Ergebnis bei mir aus:


    ... dass sie die Einzige ist, die die Nummer gescheit kennt.


    fwdrums

    Oder dass die anderen aus einer klassischen Schule stammen, wo man das halt so lernt. Ich hab schon mit Leuten gespielt, die ohne Notenblatt komplett verloren sind, obwohl sie die Stücke schon 100 mal gespielt hatten.

    Einen sehr großen Einfluss hat für mich auch die restliche Konstruktion der Maschine, den Beater inbegriffen.... Masse und Kraft sparen - mit Heel-Up kriegt man eh genug Druck in die Sache.

    Das geht mir auch so. Ich mag leichte Maschinen und leichte Beater sowie schwach eingestellte Federspannung. Mein aktuelles Lieblingspedal ist die uralte Tama King Beat, sehr leicht, gekapselte Feder, direkt angetrieben.

    Hmmm, ich bin nicht sicher, was ich davon halten soll. Es gibt Parts mit Dancefloorappeal und stark verzerrten Klampfen, die gut tanzbar klingen, und dann wechselt es in eine Richtung irgendwo zwischen Stoner, Crossover und Grunge. Beides für sich finde ich jeweils stimmig, im Wechsel irritiert es mich etwas, weil ich nicht verstehe, wohin die Reise gehen soll. Als Tanznummer mit ordentlich Brett würde das Stück für mich einen Sinn ergeben, ebenso als moderne Grunge-Nummer, dafür müsste aber der jeweils andere Teil stilistisch angepasst werden.


    Beim Mix fällt mir der sehr weit nach hinten gemischte Gesang auf. Ist das Absicht? Ansonsten finde Einspielung und Aufnahmequalität recht gut gelungen. Im Mix würde ich versuchen, die Instrumente mehr zu schichten, ihnen also eigene Frequenzbereiche zuzuweisen und Überschneidungen der Bereiche weitgehend zu vermeiden, dann klingt es aufgeräumter.

    wie Larry Mullen Jr. und U2. In beiden Fällen sind die Drummer keine Raketenwissenschaftler, aber im Bandkontext funktioniert das hervorragend.

    !!! Es gibt Banddrummer, die nirgendwo anders gebucht werden, weil sie keine Raketenwissenschaftler sind, also nicht "alles" können, sondern das, was in der band gefordert ist. Dann gibt es die, welche richtig viel können und daher überall einsetzbar sind und anderswo gebucht werden. Manche machen gleich auf Freelancer und verzichten auf eine feste band, andere haben beides. Mir persönlich würde es schon reichen "nur" ein Banddrummer einer gut gebuchten Band zu sein.

    Hat denn schon mal wer von euch einen Halftime-Shuffle mit versetzter Hi-Hat-Figur gespielt?

    Ja, u.a. genau die Position, wie in deinem Beispiel, allerdings mit wesentlich einfacherem Beat darunter. Manchmal lasse ich auch die vollen und halben Zählzeiten aus und fülle nur die "er-lei"-s auf der Hihat rein. Die Idee dazu kam mir, als ich mal Swiss Triplets geübt habe.

    Doch, das stimmt genau so. Der Oberschenkel wird zum Spielen nicht gebraucht. Wie du schon schriebst, ist er waagerecht und muss nichts halten. Wer versucht, die Bassdrumgeschwindigkeit über das aktuelle Können hinaus zu erhöhen, neigt dazu, dies durch Spannung im Oberschenkelmuskel zu erreichen. Dabei schiebt der Fuss auf dem Pedal nach vorne. Das bringt nix, verbraucht aber sinnlos Kraft. Manche TrommlerInnen nutzen die Hüftmuskulatur, um bei Heel-Up-Technik das Bein vor dem Schlag anzuheben, was auch eine leichte Spannung im geraden Oberschenkelmuskel bewirkt. Auch das gilt es eher zu vermeiden, da es zu Gleichgewichtsproblemen führt*. Ich verwende meine Rumpfmusklulatur nicht, um Bassdrum zu spielen, das kommt alles aus der Wade.

    * : ich mache das manchmal noch, wenn ich sehr leise spielen muss, arbeite aber daran, auch das abzulegen.


    Der Oberarm ist insofern anders, als er zwar das Gewicht des Unterarms halten muss, aber auch da entsteht zusätzliche Spannung, wenn man über seine Fähigkeiten hinaus schneller spielen will - aber da der Unterarm waagerecht bleiben muss, werden sowohl Bizeps als auch Trizeps angespannt, dazu gerne auch noch ein paar Schultermuskeln, was ebenso sinnlos Kraft verschwendet.


    Ob man unnötige Spannung im Knie hat, kann man auch ganz gut daran erkennen, dass die Bassdrum dazu neigt, zu wandern. Spielt man spannungsfrei schön senkrecht runter, bleibt die da stehen, wo man sie hingestellt hat.