Selbst mit Freischwinggedöns müsste man dann ja theoretisch, wenn man nicht dämpfen wollte, auf jeder Trommel, bezogen auf die Größe, ein anderes Fell verwenden, um ein exakt gleich langes Sustain zu bekommen.
Nein, man muss nur wissen, wie man stimmt. Die Länge des Sustains hängt, neben der schwingenden Masse und der anliegenden Dämpfung, von der tonalen Differenz zwischen Schlag- und Resonanzfell ab. Man muss einfach diese so einstellen, dass die Länge des Sustains stimmt.
Und dazu dann noch die Problematik Standtoms, die sowieso gänzlich anders "schwingen".
Bisschen viel Aufriss...
Ich will aber der Wissenschaft nicht im Weg stehen.
Standtoms haben im Grunde nur dasselbe Problem wie Hängetoms ohne Freischwingaufhängung: Die mechanische Impedanz der Anordnung hängt hier allerdings von der Bauart der Gummifüße und vom Bodenbelag ab. Deshalb gibt es ja mittlerweile auch Standtomfüße, die entkoppeln. Ansonsten sind sie aufgrund der großen Membranen etwas empfänglicher für von der Umgebung reflektierten Schall.
P.S.: Ich schreibe sowas nicht, weil die Wissenschaft Selbstzweck wäre, sondern weil das Schwingungsgeschehen an Trommeln nun mal Physik ist und ein gewisses Maß an Verständnis darüber das Leben enorm erleichtert, zumindest das Stimmen.