Beiträge von Lite-MB

    ... es sollte nur für seltene Anrufe genutzt werden...


    als älterer Mensch bin ich auch ohne Handy gut organisiert, ich habe genauso für höchst seltene Anrufe immer eines in Bereitschaft da meine Frau ziemlich krank ist.


    Nachdem meine NOKIA 6210 irgendwann dann doch nicht gingen (alle paar Wochen war der Akku kaputt) hab ich umgestellt.


    Dazu bin ich in den Mediamarkt (das erste Mal in meinem Leben) und hab dem jungen Mann meine SIM-Karte gezeigt und gesagt: ich brauche ein Handy, das nur telefonieren kann und in das genau diese SIM-Karte paßt, darf gerne robust sein.
    Er nimmt das PANASONIC KX-TU327 aus dem Regal und haut es 3-4x auf den Tisch - das hier, das kann er empfehlen!


    Ich klapp das Ding auf und sag zu ihm: "oh schöne große Tasten, großes Display und alles toll beleuchtet" - sagt doch der Jüngling zu mir: "das haben die Senioren-Handys alle!"
    Was soll ich sagen, ich bereue jeden Tag, an dem ich mich mit den alten NOKIAs geärgert habe, tolles Teil für meine Zwecke.
    Umschaltung der Buchstaben: 2x Sterntaste.

    Warum der Unterschied zwischen nur mit den Händen trommeln und Übungen mit den Sticks zustande kommt ist mir aber nicht ganz klar.Hat es mit den Rudiments vielleicht zu tun?


    sehr wahrscheinlich war die zusätzlich nötige Koordination der Finger, Gelenke, Arme der ausschlaggebende Punkt.
    Anfangs konnte die junge Dame nicht mal die Sticks länger als ein paar Sekunden halten, am Ende hat sie flüssig eine halbe Stunde Rudiments runtergerattert - ok, gerattert nicht, aber in sehr guter Time die Übungen gespielt.

    ...ab und an mal eine Ibu wegen der Entzündungen...


    aber nur wenn gar nix mehr anderes geht!


    die oben genannten natürlichen Mittel wirken auch sehr gut, brauchen aber lange Anlaufzeit und wenn es dann wirklich mal was heftigeres braucht, dann dort direkt einsetzen wo die Entzündung/der Schmerz sitzt.
    Kytta-Schmerzsalbe (auch pure Natur) hilft meistens, zumindest am Anfang, später gibts da auch was chemischen, z.B. Voltaren forte.


    Die div. Ibus helfen natürlich, aber sie belasten den kompletten Körper und haben halt nicht unbedenkliche Nebenwirkungen. Ich habe längere Zeit Ibuflam genommen, in der Zeit, als mir die Sehnen in der Schulter eingeklemmt waren - ich kenn den Scheiß...




    Ich habe schon mehr als 10 Jahre massive Probleme mit Arthrose, der Hauptgrund warum ich nicht mehr Big Band spiele (spielen kann), bei mir verschwinden an div. Stellen langsam die Knorpel, in den Lendenwirbeln sind sie schon gänzlich weg, da stehen Knochen auf Knochen. das ist gar nicht lustig, wenn man sich doch mal blöd bewegt, trotz aller Vorsicht und trotz aller Rückenschule. Meine Sehnen in den Schultergelenken laufen meist nicht frei in den dafür vorgesehenen Kanälen, in beiden Knien habe ich den Meniskus gerissen, aber die Knorpelscheiben sind schon zu dünn zum operieren, in Hüften und Ellbogen geht die Kacke auch schon los, meine Finger laufen noch einigermaßen, aber da übe ich auch täglich.


    Mein Fazit, die allermeisten Ärzte (und leider auch die Krankenversicherungen!) wollen operieren, meine Schultern hat ein spitzenmäßiger Physiotherapeut in mühseliger Kleinarbeit gangbar gemacht - mehr als die Hälte der Therapie hab ich selber bezahlt, weil die Krankenversicherung ausgestiegen ist, als ich die OP verweigert habe.
    Für die Bandscheiben habe ich Gott sei Dank wieder einen Spezialisten gefunden, der Dorn/Breuss perfekt beherrscht - der stellt mir 2-3x pro Jahr die Bandscheiben wieder sauber übereinander, danach fühl ich mich wie neu geboren.



    Gibt dann halt auch noch Bereiche, die das Schlagzeugspiel nicht direkt betrifft, mir ist z.B. bei einer größeren Zahnbehandlung die Knorpelscheibe (weil schon zu dünn) im Kiefergelenk nach unten gerutscht - Zahnbehandlung zwei Stunden, Krankengymnastik danach 3x die Woche, fast 5 Monate lang. Solange konnte ich den Mund nicht komplett öffnen...
    Arthrose ist ein Scheiß!



    Achso, ich hab auch die Ernährung angepaßt, die Chemie (außer der Voltaren forte) komplett gestrichen und reduziere inzwischen lieber etwas meine Aktivitäten, bzw. passe sie meiner aktuellen Tagesform an - ok, das fällt einem in meinem Alter etwas leichter als einem Jungspund.

    wenns ein gspaßiger Thread werden soll, dann streich ich meinen Post wieder...


    ...ich hab einige Zeit mit einer Spastikerin gearbeitet, ursprünglich war die Idee von ihrem Therapeuten, daß sie einfach mit den Händen "trommelt" quasi mit Hand to Hand-Übungen, bissel Variationen, etc. Das konnte die junge Dame zwar recht gut, hat aber nix bewirkt.


    Irgendwann hat sie zufällig gesehen, wie ich meine täglichen Übungseinheiten absolviert habe - das war ein Kick für sie, partou wollte sie mit Sticks spielen. War anfangs ein hartes Brot, aber die hat sich nach und nach durch die Rudiments gefressen, bedächtig langsam, aber unheimlich präzise.
    Durch diese Koordinationsübungen zusammen mit der Kontrolle der Sticks konnte sie später oftmals ihre spastischen Anfälle steuern bis unterdrücken.


    Für die junge Dame war das ein großer Schritt in der Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung und Lebensqualität.




    Anderes Beispiel, meine Frau hat lange an einer Sprachheilschule gearbeitet, sie hat ein rhythmisches Konzept entwickelt, daß Kindern mit LRS weitergeholfen hat - LRS geht oft einher mit motorischen Defiziten. Durch das Trainieren der Motorik entstehen Verknüpfungen im Gehirn, die dem LRS sehr zugute kommen. Vielfache Erfolge!

    wenn ich mich recht erinnere, waren das die Vorgaben, die man am Ende erreichen sollte.
    Die untere Angabe für den normale Spieler, die obere Angabe für Profis, bzw. welche, die es werden wollten. Ambitionierten Laien irgendwo dazwischen.


    Sprich, es ist sinnlos, diese Übungen mit der unteren Tempoangabe einüben zu wollen von Adam und Eva an, da muß man deutlich langsamer einsteigen.

    ...b) Würde ich die Doppel- Bar empfehlen...


    auch meine Empfehlung, die doppelreihigen von LP sind jeden Euro wert, nicht erschrecken über den Preis, ist aber eine einmalige Anschaffung.


    Für Fragen bei Percussion/Schlagwerk für eher klassischen Bereich ist der Herr Brandt in Karlsruhe (Brandt-Percussions) allererste Anlaufstelle - der Mensch hat Antworten, da hast Du noch lange keine Fragen für... :D

    Den künstlerischen Wert von Mund-Perkussion an sich will ich ja nicht in Frage stellen, aber kann mir mal jemand sagen, warum ein Schlagzeuger singen will, was er spielt?


    M.


    mein Lehrer hat immer gesagt, was man nicht singen kann, kann man auch nicht wirklich spielen...


    Schau doch einfach mal über den Tellerrand, in Indien gibts extrem komplexe Rhythmen, die werden traditionell ausschließlich in Sprachmelodien notiert und weitergegeben. Tabla-Spieler singen grundsätzlich das was sie spielen mit.



    Andere Anwendung: meine Frau hat viel mit lernbehinderten, geistigbehinderten Kindern gearbeitet, die hat in spektakulären Auftritten viele Orchester von Gymnasien an die Wand gespielt - der Zugang der Kinder zu den Rhythmen war ausschließlich verbal. Null Notenkentnisse, hoch komplexe Trommelkonzerte.

    ...Wie macht ihr das? Was hilft Euch dabei?...


    google mal nach TaKeTiNa von Reinhard Flatischler, der hat ziemlich gut die (wesentlich komplizierten) fernöstlichen Trommelsprachen, vor allem die indischen, für den gemeinen Mitteleuropäer vereinheitlicht und auf aufs Wesentliche eingekocht.


    Flatischler bietet auch, rein verbal, ohne Instrument, geniale Unabhängigkeitsübungen - siehe sein uraltes weißes Buch (nur noch zu unverschämten Preisen schwer gebraucht zu bekommen).

    da gibts in anderen Bereichen viel schlimmere Beispiele zum Thema:"... it's not a Bug, it's a Feature..."


    Neben der Musik bewege ich mich u.a. auch (beruflich) im Bereich der Waffentechnik - es ist haarsträubend, welcher hochgefährlichen Pfusch da als Fortschritt versucht wird zu verkaufen.


    Ein Bassdrum-Fell tut niemandem weh, wenn einem der Verschluß einer Waffe durch die Fresse fliegt, hat das schon ganz andere Auswirkungen... - Bedenken von Behörden: Fehlanzeige!!




    ...irgendwer hat dazu mal die ironische Bemerkung gemacht:"... Produkte der Fa. XY könnte man sich mal durch den Kopf gehen lassen..." - es hat sich tatsächlich ein Richter gefunden, der das per einstweiliger Verfügung unterbunden hat!

    ...Mit dem Showgedanken muss ich dir aber wiedersprechen... (Ich übertreibe auch mal: ) Ich habe viel lieber einen Peter Gall, der gigantisch spielt (, mich begeistert) und während dessen böse guckt, als einen Wolfgang Haffner, der mit 4WD live zwar ne riesen Show abzieht, aber nur wenig interessantes bringt. Eben so ein Joey Baron, der mir sein müdes Geswinge mit einem Lächeln wie ein "Staubsaugervertreter" verkauft.
    Ich wurde viel öfter Live von Showmännern musikalisch enttäuscht, als dass mich die Optik irritiert hätte, schließlich machen wir Musik und keine Optik...


    Junger Mann, so ein Dropping macht Dich nicht sonderlich sympathisch - gerade Haffner, wenn Du mal auf seinem Niveau weltweit gefragt bist, kannst Du obiges vielleicht denken, wenn Du es deutlich aussprichst, bist Du in der relevanten Szene gegessen.
    Solche Arroganz muß man sich leisten können - davon bist Du noch ziemlich weit weg!


    Vielleicht solltest Du auch noch aufarbeiten, wie sich Qualität und Geschmack unterscheidet und wie man damit umgeht.



    Beispiel: mir gefällt Eure Musik rein gar nicht, ist aber toll gemacht und super gespielt. Wünsche Euch Glück für den weiteren Weg.

    ...am meisten geholfen hat, ein Jazzdrummer zu werden ... war häufiges Big Band spielen...


    auch das unterschreib ich gerne, man entwickelt nicht nur ein Gefühl für Musik und Form, sondern kann sich auch etwas in Demut üben - es ist ein sehr großer Unterschied, einer von Fünfen zu sein, oder ein kleines Rädchen im Kollektiv von 20.
    Es fördert ganz entscheidend auf den Punkt zu spielen, die Dynamikspanne ist deutlich größer als in kleinen Besetzungen.
    Allerdings ist da Buddy Rich eher kontraproduktiv als Beispiel... 8) :D

    Hallo Bergheimer, Du hast hier schon viele gute und richtige Hinweise bekommen - es lohnt sich dran zu arbeiten.


    Aber! Rom wurde nicht an einem Tag gebaut und die Aufnahmen haben jetzt schon eine gute Grundsubstanz, wir jammern hier nicht auf ganz niedrigem Niveau.
    Was fehlt, ist eher die Abgeklärtheit, gelegentlich die Reduktion aufs Wesentliche - das setzt aber in der Regel voraus: (positive) Routine, Erfahrung, auch mal alle Viere grad sein lassen, entspannt an die Musik rangehen.
    Das ist oft auch eine Frage des Alters - keine Panik, das kommt. Die Voraussetzungen und die Grundlagen sind sehr gut, darauf läßt sich aufbauen.


    Wenn Du die Möglichkeit hast zu Sessions zu gehen, dann nutze das - das schult ungemein, wenn man ins kalte Wasser geschmissen wird und aus dem Hut was brauchbares abliefern soll, man wird quasi gezungen, mannschaftsdienlich zu spielen oder abzukacken. Egomanen werden vielleicht berühmt, aber ob das gute gerngesehene Musiker werden...??

    im Zweifel halt das Geld in die Hand nehmen und einen Profi engagieren - wenn das Repertoire einigermaßen dokumentiert ist (je besser, desto einfacher für die Aushilfe), dann bringt das ein Berufsmusiker schmerzlos über die Bühne.


    Dumm dann nur für den Amateur, der sich für unersetzlich hält.... :D