Nur da ausdrücklich um Kritik gebeten wird.
Viele von uns kennen den schmalen Grad zwischen Metal und Spinal Tap. Mancher vermutet zuweilen bei Metal ist zwangsläufig alles mit einem Spinal Tap-Faktor versehen. Quasi "systemimmanent".
Von solchen musik-philosophischen Fragen abgesehen:
Ich finde es immer klasse (gerade bei Null-Budget) schon von Anfang an beim Video ganz bewußt! auf Komik und Selbstironie zu setzen bzw. das schmale Budget zu karikieren.
Bei vorliegendem Video bin ich allerdings nicht ganz sicher ob es so intendiert ist.
Ein Fame
im Wald
mit einem Sänger in "verbitterter-Zorn-Fake-Stimmung und Lippensynchro die an Karel Gott jenseits der 3 Promille erinnert
und einen frierenden Drummer
bei einem Vollplayback
...
das hat etwas komisch-humoreskes. Wenn dies intendiert war ist alles in Ordnung.
Wenn man allerdings nicht auf die Spinal Tap-Schiene möchte, dann wäre die erste SZENE in B/W "Studio"-Recording-Setting ein toller/besserer Weg gewesen, den man hätte konsequent beschreiten können. Diese B/W-"Studio"-Sache wird dann später nochmal aufgegriffen. Aber konsequent befolgt hätte er das Video meines Erachtens dramatisch besser gemacht.
Ich habe nur 1.30 Minuten gehört und dann per Bildleiste vorgespult. Aber beim gehörten wirkte das Drumming für solch einen jungen Kollegen MEGA-TIGHT. Wenn das ohne Schieben beim Recording so eingeholzt wurde dann Daumen hoch. Und zwar sehr hoch! Dann ist das amtlich und kein Ketzer
hier im Forum hat irgendeinen Grund zur Kritik drumming-wise.
Genauso natürlich der aufrichtige Hinweis, das zig Projekte auch viel, viel älterer Semester deutlich schwächere Musik und/oder Videos am Start haben. Hoffentlich sind hier genug Kollegen bereit das zuzugeben.
Und welch ein Fluch das Herstellen einer exakten-Lippen-Synchro beim PC-Schnitt ist... auch davon können viele von uns ein Lied out-of-time... singen.
Ich sehe/höre in der Musik übrigens deutlich mehr als "nur" Projektpotential wenn man einen sehr fähigen Sänger findet mit weiterer Range und mehr rhythmischer Phrasierungsvariabilität.
Insofern trotz gewisser Kritik, Daumen hoch!