Beiträge von Korki

    Hi,

    kurzer Alternativ-Hinweis: Falls du zum Beispiel an den Toms oder Crashes in der Praxis nur eine Zone benutzt, kannst du den Eingang auch splitten und statt eines Stereo-Pads zwei Mono-Pads anschließen (oder natürlich Stereo-Pads, die auf allen Schlagflächen dann den gleichen Sound ausgeben).


    Siehe z.B. hier:

    drum-tec E-Drum Splitter Stereo Stecker auf 2x Mono Buchse | drum-tec

    (Kann man natürlich auch selbst löten, wenn man möchte.)

    Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Fd-8 Pedal und konkret der Gummi die Ursache für das beschriebene Problem ist.

    Lösungen:

    - Pedal austauschen

    - das verlinkte Ersatzteil austauschen (andere Teile sind in der Regel nicht nötig)

    - selbst versuchen zu reparieren. (Dazu gibt es, wie schon genannt, Anleitungen. Ich hatte damit bei einem Fd-8 keinen Erfolg)


    Wenn das Pedal ausgetauscht wird, geht natürlich auch gebraucht. Dann aber darauf achten, dass es nicht so alt ist und nicht bald ähnliche Probleme anstehen.

    Dir geht es nicht allgemein darum, ein besseres Gefühl für Songstrukturen zu bekommen und das an Beispielen zu üben, sondern darum, die konkreten Abläufe der Lieder eurer Setliste zu lernen, ohne Aufnahmen oder Aufzeichnungen / Sheets / Noten zu nutzen?


    Wenn du jegliche Form der Aufzeichnung und Notation ausschließt, bleibt ja nur Playalong-Basteln übrig. Das erscheint mir aber recht viel Arbeit zu sein. Insbesondere, wenn du dich an Abläufe, Akkorde, Endings etc. erinnern musst, um es zumindest einmal ins Playalong zu bekommen.

    Oder spielen die Bandkollegen nach Noten?


    Ich würde das vermutlich ganz pragmatisch und einfach angehen: Bei der nächsten Probe die Lieder mit dem Handy aufnehmen. Sound ist zwar mies, macht aber nichts. Dann würde ich mir zu jedem Lied ein Sheet machen. Ganz rudimentär:

    Intro (Klavier) - 8 Takte Teil A - 16 Takte Teil B (Ride) - Übergang (Snare Achtel auf 2+) - 8 Takte Teil A - Ending (kurzer Akzent auf 1, 1/2 Takt einleiten)

    Im Idealfall auch die ersten paar Töne Melodie oder Intro als Noten ausnotiert. Oder die erste Textzeile. Das hilft oft auch schon.


    Sowas nutze ich weniger, um während des Spielens abzulesen sondern mehr, um mich vor dem Spielen zu erinnern. Vor dem Anzählen kurz den Ablauf überblicken, die Breaks in Erinnerung rufen und die Melodie im Kopf ansummen, damit man wieder weiß, worum es geht und wie schnell es sein sollte.


    Zur Vorbereitung würde ich dann die Handy-Aufnahmen sehr oft anhören, mit Sheet in der Hand, und im Kopf mitspielen.

    Wenn alles mehr oder weniger sitzt, würde ich die Lieder nur mit Sheets durchgehen. Melodie-Stimme dazu pfeifen oder singen. Wenn es ganz ohne andere Instrumente klappt, bist du gut vorbereitet. :)

    Ich habe mal spaßeshalber versucht, live über Superior Drummer zu spielen. Das klappt mit Asio4all wunderbar. Die Latenz liegt bei 1,8ms und ist damit kaum merkbar.

    Besseres Equipment ist immer gut und eröffnet wieder neue, interessante Möglichkeiten.

    Aber da du mit deinem bisherigen Setup ja zufrieden zu sein scheinst, würde ich gerne noch einmal auf die naheliegende und günstigste (weil vollkommen umsonst) Lösung hinweisen:

    Du kannst die Audiospur aus der DAW abspielen in der du SD als Plugin laufen lässt.

    Du musst die Lieder nur vom USB-Stick in deine DAW ziehen und kannst dazu spielen.

    Es gibt einige Argumente, die für ein schönes, schnelles Interface sprechen. Für deine Ausgangsfrage und die beschriebenen Voraussetzungen ist das aber keine Notwendigkeit.

    Für mich hängt das Spielgefühl auch entscheidend vom Klang ab. Ich merke das wunderbar, wenn ich E-Drum spiele und den Snare-Sound radikal verändere. Das Spielen fühlt sich dann einfach anders an, ohne dass sich physikalische Eigenschaften von Schlagfläche oder Schlagwerkzeug verändert hätten.


    Die Spannung des Snareteppichs hat auch einen großen Einfluss. Ich spiele anders bei lockerem oder straffem Teppich, einfach weil es unterschiedlich klingt (und man bei straffem Teppich jede Ungenauigkeit hört...).

    Keine Sorge wegen der unbeliebtheit.... ;)

    Mir sind die Vorteile einer Lösung mit Kopfhörer bekannt da ich es ja auch früher mal so machte.

    Ich kann mir aber nicht helfen, mir fehlte da irgendwie immer etwas... :D

    Auch von mir nur ein ganz kurzer Off-topic Hinweis:

    Mit einem Butt-Shaker lässt sich recht ordentlich der fehlene Druck einer PA kompensieren. Dann spürt man den Bass wieder. Zusammen mit guten Kopfhörern kann das richtig, richtig Spaß machen.


    Das soll dich aber nicht von deinem-PA-Vorhaben abhalten.

    Es gibt schon große Unterschiede wie und was in unterschiedlichen Genres häufig gespielt wird. Allerdings sind die Übergänge natürlich fließend und verboten ist nichts.

    Es ist aber vermutlich sehr schwer, spezielle Charakteristika speziellen Genres zuzuweisen. So eine Liste wäre schon recht aufwändig. Außerdem passiert ja Vieles zwischen den Zeilen und kleinste Variationen machen einen immensen Unterschied.


    Deshalb würde ich da gar nicht so theoretisch rangehen sondern ganz klar empfehlen: Höre es dir an. Je mehr man hört, desto mehr verinnerlicht man, was passt und funktioniert. Und das versucht man dann selbst am Set umzusetzen.

    Wenn man ohne zu hören nur nach "Genre-spezifischen Regeln" spielt, wird es sich nicht gut anhören, auch wenn man formal alles richtig zu machen scheint.


    Ich verstehe natürlich, dass man sich am Anfang an etwas orientieren möchte. Deshalb gibt es in allen Lehrbüchern ja auch Beispiel-Rhythmen und -Fills. Richtig lernen kann man es aber nur, wenn man zuhört.

    In einem freistehenden Eigenheim kann man schon wunderbar nachts elektrisch spielen, ohne die Nachbarn zu stören. Mit stromlosem Schlagzeug würde ich mich das nicht trauen.


    Das efnote 5 habe ich leider noch nicht testen können. Es sieht auf den ersten Blick aber nicht schlechter aus als vergleichbare Sets der Marktbegleiter.