Das Extra sollte sich auf den tatsächlichen Mehraufwand beschränken. Wenn jemand schon für die Anwesenheit vor Ort bezahlt wird, dann zählt für mich z.B. das Einstellen eines Routings für die Aufnahme keinen Mehraufwand dar, der nochmal bezahlt werden sollte. Wenn ich also z.B. zu einem Auftritt mein Notebook mit DAW mitbringe und mir die Spuren aus dem Pult ziehe, dann würde es mich sehr wundern, wenn ich dafür zahlen sollte. Mehraufwand ist es allerdings, wenn der Techniker am Pult die Files für die Musiker zur Verfügung stellen muss (sei es online oder über ein Speichermedium). Noch mehr Aufwand ist es, die Spuren einzeln umzubenennen bzw. aus einzelnen Files zusammenzuschnippeln. Ich hätte als Musiker Verständnis dafür, wenn hier noch der Extraaufwand berechnet wird, sofern sich das in nachvollziehbaren Grenzen hält (Files bereitstellen z.B. 30,-, mit Namen versehen 10er drauf).
Wenn extra Equipment für die Aufnahme aufgebaut wird, das für die Livebeschallung nicht benötigt wird, dann wäre eine Berechnung für mich zumindest nachvollziehbar, es hinge dann vom Preis ab, ob man das annimmt.
Ich kann mir vorstellen, dass ein solches Angebot (Möchtet ihr eine Mehrspuraufnahme? Kostet nen fuffi extra. Mit Namen 70, mit Atmo 100...) direkt vor dem Gig die Stimmung etwas belastet, weil die Band in Zugzwang gesetzt wird, sich sofort zu entscheiden. Wenn, dann sollte sowas vorab angeboten werden und von vorne herein mit ins Paket genommen werden.