Beiträge von josef

    Es ist auf jeden Fall ein Schnäppchen. Baujahr dann sicher 1982, auch wegen der Tomhalterungen. Im Prinzip ist das der direkte Vorgänger der ersten Performer-Serie, die bis auf die tieferen Toms und wahrscheinlich andere Badges quasi oder de facto identisch waren. Klanglich sind das einfach die tollen dünnen Buchenkessel der 70er-Ära und dann noch mit spitzer Gratung, optimal!

    Muss mich korrigieren: Hier in Ebay Kleinanzeigen eins der besagten Sets, aber das sieht mir weniger nach Mahagoni-Furnier, sondern offenbar nach gebeizter oder lasierter Buche aus?! Oder anderes Holz? Auf den Bildern schwer zu beurteilen. [ - Und um die Verwirrung komplett zu machen: Dieses Set hat auch Pappelkessel, wie auf dem letzten Bild deutlich zu sehen. Es gab also auch mahagonifarbene Performer mit Pappelkessel. Ist das dann so ein DeLuxe?


    Hier ein Link zu meinem Galeriethread, in dem ich dieses Mahagoniperformer mit Mischkesseln genauer beschreibe - vor 10 Jahren war das! - leider sind mir die Fotos inzwischen abhanden gekommen.

    Das ist eindeutig der Pappelkessel der späteren Performer-Serien.


    Mir ging auch mal so ein Performer Plus durch die Hände, mit Mahagoni-Furnier. Ich war bass erstaunt nach dem Zerlegen der Kessel und konnte mir die Mischung auch nur so erklären: Außen Mahagonifurnier, dann mehrere Lagen Birke, die so aussahen wie die bei meinem Lite. Und Kesselinnenseite dann eindeutig Buche. Bei den Toms recht dünne Kessel auch ähnlich wie bei meinen Lite, ich meine so ca. 6 bis 7mm nach meiner Erinnerung.


    Die Bassdrum hatte bei diesem Set 10 Stimmschrauben und einen dickeren Kessel. Dieser war ein reiner Buchenkessel wie bei den Phonics, aber mit 16" Tiefe. Daran erinnere ich mich noch sehr genau. Keine Ahnung, ob es auch Bassdrums aus der Serie mit Mischkesseln wie bei den Toms gab.


    Auf jeden Fall war das ein feines Set, unglaublich wertig verarbeitet.


    Ein Performer der ersten Generation mit interessanter Anthrazit-Folie habe ich neulich aus den Ebay-Kleinanzeigen geholt. Buchenkessel mit runder "Gratung" ähnlich der Vorgängerserie Swinger. Auch hier die Bassdrum mit deutlich dickerem Kessel wie bei den Phonics. Zustand eher so mittel, Chromteile ziemlich angelaufen. Aber wie man sich sicher schon denken kann, mit ein bisschen Kraft und Baumwolltuch sieht alles nachher wieder aus wie am ersten Tag. Sonor hat in dieser Zeit unglaublich gute Sets gebaut, auch in diesem günstigeren Bereich. Mit den Pappelsets begann dann schon die Zeit des Downgradens, fortgesetzt mit dem Force 2000 und den irrelevanten späteren Force-Serien aus Fernost, die dann aber immerhin irgendwann wieder besseres Kesselholz hatten.

    Ich bin wieder zurück, und ab und zu lese ich sogar in neueren Threads. Obwohl ich das Gefühl habe, dass im Wesentlichen schon vor Jahren alles gesagt wurde. Macht aber nichts. Auch nach so langer Zeit bin ich immer noch überglücklich, das beste Hobby der Welt gewählt zu haben.


    Nach 25 Jahren hab ich neulich mal zur Vorbereitung anstehender Mountain-Throne-Aufnahmen (die zweite volle LP ist überfällig!) mein Sonor Lite zum ersten Mal komplett aufgebaut, mit allen fünf Toms. Drumporn also im Eingangsthread. Und ein paar Aktualisierungen. Bis demnächst!

    Und draußen nur Kännchen!


    Wenn man das hier so liest, kriegt man schon das Gefühl, dass gegenüber der puren Freude am musikalischen Miteinander hier eine gewisse jugendlich verkrampfte Erfolgsorientiertheit vorherrscht, wie sie mir in meiner "Karriere" zum Glück stets erspart geblieben ist. Viel Spaß weiterhin, wenn man das so nennen kann.

    Oje, hier ist ja lange nichts mehr passiert. Zeit für ein Update.


    Mit Bezug auf die letzte Antwort von maxPhil: Eine Band weniger bedeutete, dass ich bei Mirror of Deception ausgestiegen war. Die sind inzwischen längst auch wieder aktiv mit Nachnachfolger von mir. Im Frühjahr 2015 durfte ich so was wie einen Abschiedsgig spielen, da bin ich eingesprungen beim Heavy Days in Doomtown Festival in Kopenhagen.


    Bei Mountain Throne werden wir 2016 aktiv wie selten zuvor; immerhin zwei Gigs sind schon fest und wir haben weitergehende konkrete Pläne. Das ist für diese Band schon sensationell. Weniger überraschend dagegen die Tatsache, dass wir mal wieder neues Material am Start haben, nämlich eine 12" Split LP zusammen mit LORDS OF TRIUMPH:



    Autumn Fog, zum Probehören, einer von insgesamt fünf Songs.


    Wer sich eins dieser Teile zulegen möchte, kontaktiere mich bitte gerne, allerdings lieber über unsere Facebook-Seite, denn hier bin ich nicht mehr so ganz regelmäßig.

    Ich hab gestern ganz auf die schnelle das flache 13er Phonic Tom im Proberaum oben neu befellt. Mit einem weiß-rauen Ludwig-Fell. Unten normales klares Reso. Klang die Trommel davor mit runtergenudeltem G1 in meinen Ohren immer noch passabel, so ging danach, ohne viel Rumstimmerei, sofort die Sonne auf. Ich hab das Fell eigentlich quasi nur festgeschraubt. Unten bisschen höher gestimmt (wurde sicher monatelang nix mehr dran gemacht). Das Ding klingt einfach. Phänomenal.

    Wunderschön. Auch die Größen gefallen mir gut bei den Toms, ich mag zwar eigtl. größere Kessel, kenne aber das Gewicht der Phonics nur zu gut. Letzteres ist auch ein Argument für die kürzere Bassdrum, die allerdings der 18" tiefen Phonic Plus nie das Wasser reichen kann. Das wäre die Krönung!


    Katschi, falls du die 16 abgeflachten Schrauben verkaufen willst, wäre ich evtl. ein dankbarer Abnehmer - hängt natürlich vom Preis ab, nicht nur für Schwaben :thumbsup:

    Auch bei mir weckt das Erinnerungen, und zwar an das ALLERERSTE Set in meinem Leben, das ich zusammen mit sowas wie einer Band gespielt habe. Und das zweite Drumset, das ich überhaupt jemals gespielt habe. Es war nahezu genau dasselbe, bis auf die Flügelschrauben bei der Tomhalterhardware - die waren in meinem Fall Sechskant, was die Bedienung etwas erschwert hat. Der Tomhalter erinnerte an alte Ludwig. Sonst gleiche Hardware und eine super schlumpfblaumetallicfarbene Folie. Sound in meiner Erinerung nicht allzu schlecht, jedoch fehlten leider die Resofelle bei den Hängetoms, ich erinnere mich gerne an den schönen Concerttomsound mit diesen Black Dot Fellen. Bassdrum fand ich OK. Insgesamt hab ich das Set sehr gemocht. Ob das wohl noch irgendwo im Einsatz ist?


    Ach so ja, ich würd's so lassen und vermutlich auch behalten. DAs kannst du schnell ohne Cases transportieren und so, das kann sowas ab. Ein Rogers hatte ich übrigens auch mal, ein Powertone, feuerrot. An deiner Stelle würde ich auf ein einzelnes Newsoundtom bei ebay spekulieren, das für wenig Geld schießen und die Böckchen wie von dir angedacht am Hängetom verarbeiten, Gratung unten ranmachen zu lassen wird nicht so das Problem sein.

    Vielen Dank allen für die netten, konstruktiven Antworten! Freut mich sehr, dass unser Approach hinsichtlich Drumsound verstanden wurde, offensichtlich.


    Zum Set: Ist ein Fiberglas-Fibes aus den 70ern mit astreiner weißen Folie. Innen ist das so matt schwarz beschichtet. Auflagekanten nicht rund, aber auch nicht modern-scharf, 70er eben. Klanglich sind die jetzt auch nicht so weit weg von Holzkesseln. Ich glaube, Felle und Kesselgrößen machen mehr Unterschied als das Kesselmaterial.


    Ja, Rumkarren ist jetzt nicht so das Problem. Leider habe ich keine Cases für die 24er und 18er-Trommeln. Auch ein Grund, warum ich das Set noch nie live eingesetzt habe, was sehr schade ist. Aber platz- und gewichtmäßig nicht schwieriger als mein restliches Zeug.


    @ MaxPhil: Ob der dicke Sound bleibt... du weißt ja, wie es ist. Ich hoffe, es wird ein ordentlicher Kompromiss dabei rauskommen. Auf der ersten EP hab ich auch eine 24er Ludwig gespielt. Das merkt man nicht mehr so. Das Fat Mike ist so eine Idee von youtube, musst mal danach suchen, mein Gitarrist und Chefrekorder wollte das mal ausprobieren. Wie viel davon nachher brauchbar ist, wird sich zeigen. Aufnahmeraum ist so ein Vorraum dort, wo wir proben.


    @ MoeJorello: Der Attack der Bassdrum tritt ein bisschen in den Hintergrund, auf dem Fahrersitz ist er aber voll da. So eine Trommel kann man auch prima mit Holzklöppeln spielen, was ich hier bei den Aufnahmen nicht gemacht habe.

    FIBES!


    Nur wenigen dürfte dieser Name noch in den Ohren klingeln, und bis vor Kurzem war mit diese Firma nur durch die frühere Lektüre einschlägiger Fachmagazine vom Namen her bekannt. Dann war eins bei Ebay und ich konnte nicht anders.


    Endlich wurde das Teil jetzt mal standesgemäß eingesetzt, und das bedeutet: Meine Holistic Hobos nehmen ihr zweite Scheibe auf und in meinem Arsenal passt natürlich nichts besser als dieses Männerset in 24" - 14" - 18" zu unserem Heavy Riff Rock.


    Die Trommeln sind allesamt modifiziert worden, irgendwann. Japanhardware, damit alle Trommeln in Position bleiben. Die Bassdrumbeine sind alte Sonor und reichen gerade so bis zum Boden. Fehlkonstruktion, aber funktioniert. Das ist ein Set zum Spielen, nix für Sammler, auch wenn der Erhaltungszustand für ein Set aus den 70ern als glänzend zu bezeichnen ist. Und klanglich.... aber hört selbst!
    Josef sein Fibes


    Wir haben auf 7 Spuren aufgenommen, eine davon mit dem sog. Fat Mike, das man links vor der Bassdrum sehen kann. Man hört hier das (weitgehend) unbearbeitete Signal aller Spuren. Den Aufnahmeraum haben wir bewusst so gewählt. Das darf ruhig ein bisschen hallen! Studiopolizei bitte einfach drüber hinwegsehen.


    Fotos gibt's auch



    Hat Spaß gemacht! Ich hatte wirklich noch nie so einen Riesensound. Mal sehen, was auf der EP nachher davon übrigbleibt.

    Toby, das Krönle hosch ja sauber herbutzt ond dia Bilder send au schee worra.


    Wunderschöne Sets hier; das Resonator finde ich sehr lecker. Mein Foto kann qualitativ nicht ganz mithalten, aber hier ist mal eins, schon paar Jahre alt, von meinem hergerichteten 70er-Jahre Elite Set:


    Ich plädiere auch für den klasssischen Phonic-Eimer oder seine gängigen 6.5er Pendants anderer Marken aus den 80ern oder frühen 90ern. Da kannst du nix falsch machen. Greife selbst seit vielen Jahren am Ende immer wieder auf die olle D506er Stahlsnare zurück, die selbst mit völlig runtergerocktem Fell und ohne groß neu zu stimmen einfach großartig klingt.

    OMG! Jetzt schau ich hier zum ersten Mal seit MONATEN wieder rein und gleich der erste Thread ist das hier.


    Ohne Witz, das haut mich um wie keine Veröffentlichung der letzten zehn Jahre. Das hätte ich Sonor niemals zugetraut. Die Gratungen rund wie damals und sie verschrauben sogar eine Tomhalterung AM KESSEL. So viel Chuzpe hatten die seit den 80ern nicht, wo ihnen auch der Weg des Mainstreams wurscht war. Ich finde diese Kombination aus Altem und Neuem rundum gelungen.


    Hut ab! Auch wenn der Markt es eventuell nicht so sehr würdigen sollte, wie dieser mutige Schritt es wohl verdient hätte. Kaufen werde ich mir das auch nicht, habe eh schon zu viele Sets, nach wie vor ein Lite und ein Phonic und viel live spielen ist nicht mehr. Aber das ist mal ein Retroset, das den Charme des alten nah an 100% transportiert.

    ASG - Blood Drive


    Wem der aktuelle US-Metal a la BARONESS, RED FANG etc. ein bisschen taugt, der sollte hier echt mal reinhören. ASG haben ein paar zuckersüße Refrainmelodien für die Ewigkeit geschaffen und natürlich noch viel mehr. Man hört hier in der Stimme JANE'S ADDICTION raus, aber v.a. die beiden erstgenannten stehen ziemlich Pate für den Stil dieser sehr abwechslungsreichen Platte. Sound ist exzellent. Eins der echten 2013er Highlights.

    Ah, da steht noch ne Antwort aus. DIY, naja, zum Teil. Die Drums zumindest. Produziert dann aber schon von jemandem, der sich mit so was auskennt.


    Neu: Nachdem wir letzten Monat im Soundcheck auf 11 gelandet sind, gibt's im neuen RockHard ein kleines Interview, hier ein Vorgeschmack. Im Januar-Legacy hat's sogar zu Platz 7 gereicht. Na, mal sehen, wie das weitergeht mit dieser Band, die's jetzt auch bald fünf Jahre gibt und die als reines Studioprojekt für vier Songs begonnen hat.