Beiträge von m_tree

    PS: ich hatte eigentlich vor, für diese Challenge ein Jazz-Kit in 20-12-14 zusammen zu stellen und auch jazzig mit einlagigen Fellen zu stimmen. Und dann wollte ich die geeigneten Rides zum Einsatz bringen. Vielleicht specke ich bei dem Ansatz einfach etwas ab... Oder ich gehe zum Aufnehmen mal ganz woanders hin

    Diese Idee hatte ich auch, wobei ich mit dem Setup auch gleich noch 1-2 Kurzvideos für meinen Kanal aufgenommen hätte.

    Hatte dafür kürzlich mal mein Schülerschlagzeug mit Recorderman mikrofoniert (plus Mikros an Bassdrum und Snare). Das klang auch durchaus vielversprechend. Ich konnte die Toms sogar mit duplizierten Spuren der Overheads (bearbeitet mit Lautstärke-Automation, Gate, Linear Phase EQ) unterstützen. Hatte da aber kürzlich erst Felle gewechselt und die klingen halt gar nicht jazzig, sind außerdem nur zwei Toms (für manche meiner geplanten Videos zu wenig).


    Meine Idee dabei ist auch, meinen Sound für die Challenges zu ändern, damit man mich daran nicht mehr erkennt. Aber vielleicht fällt mir dafür auch noch was anderes ein.

    Warum untersuchen wir nicht zuerst den Einfluss des Drummers auf den Sound?!

    Versuchsaufbau ganz einfach: Unterschiedliche Drummer spielen das selbe Set mit der selben Mikorphonierung. Sie spielen den gleichen Groove und die gleichen Fill-ins in der gleichen Geschwindigkeit.

    Einziges Problem: Die Drummer sollten alle ungefähr die selbe Körpergröße haben, damit das Set nicht verändert werden muss.

    Wenn hier der Unterschied riesig ist, können wir uns die anderen Versuche sparen, weil der Einfluss des Drummers auf den Sound zu groß ist.

    Das sind meiner Meinung nach zwei verschiedene Dinge, die parallel am Sound beteiligt sind. Die Sticks spielen auch noch 'ne Rolle, aber auch Spieltechnik, Anschlagstärke und wo die Felle angeschlagen werden. Z.B. können die Backbeats schon nur durch die Position auf dem Snare-Schlagfell ganz unterschiedlich klingen.


    Es sind aber m.E. deswegen zwei verschiedene Dinge, weil ein und der selbe Drummer auf sehr unterschiedlich klingenden Sets eben auch unterschiedlich klingt.

    Der Messaufbau wäre also schon interessant für die individuelle Soundgestaltung.

    Die Idee mit der Stahlkugel fand ich irgendwie cool - jemand mit einer 1 in Technischer Mechanik kann bestimmt ausrechnen, wie schwer eine solche Kugel sein müsste, um einen Medium-Hit eines 5A-Sticks zu simulieren.

    Geht möglicherweise auch praktisch mit Trial & Error: Man nehme eine Aufnahme mit einem normalen Anschlag mit einem Stick als Referenz und bastelt dann mittels Testaufnahmen so lange an der Masse und der Geschwindigkeit der Kugel, bis es passt.


    Vielleicht ist aber ein automatischer Schlag mit einem Stick doch besser bzw. realistischer. Z.B. könnte man den Stick dafür statt eines Beaters auf einer Fußmaschine montieren. Man bräuchte dann ein Gerät, das das Pedal bzw. die Welle der Fußmaschine entsprechend genau beschleunigt und wie bei einem händischen Schlag den Stick nicht ins Fell drückt, sondern zurückkommen lässt.

    Dein „frei geäußerter Gedanke“ wurde vom Moderator entfernt, vermutlich aus Gründen. Wir sollten es dabei belassen.

    Nein, dieser Gedanke wurde nicht entfernt. Aber deine aggressive Reaktion darauf und das fortfolgende. Ist auch noch im Trash-Forum einsehbar. Oder auch direkt im Thread: RE: 13 vs 14 Zoll Snare


    "Vermutlich aus Gründen" ... aua. Wer im Glashaus sitzt.

    Lies mal den gesamten Thread und was ich mir hier schon habe anhören müssen.

    Hab ich und eventuell liegt es einfach an der Art, wie du dich in einigen Threads präsentierst.

    Genau so sieht's aus. Ich erinnere mich an den 13/14"-Snare Thread. Da wurde ich gleich persönlich und völlig aus dem Kontext gerissen angegangen und mir wurde unterstellt, dass ich "passiv aggressiv" wäre, weil ich mal frei einen Gedanken geäußert hatte. Wobei die Art, wie mir begegnet wurde, eher "passiv aggressiv" war.


    Auch hier hatte ich unmittelbar nach dem Posten schon wieder das Gefühl "hätte ich doch lieber die Klappe gehalten".


    Ich finde es schade, wenn man zögern muss, ehrlich seine Meinung zu sagen. Ganz schlechte Grundlage!


    Und ja, der Ton ist unter Künstlern manchmal ein bisschen rau. Aber wenn das noch in einem vertretbaren Rahmen bleibt ist mir das zigmal lieber als so scheinheiliges Gewäsch.

    Heikles Thema!

    Ich denke, daß die Industrie an der Entzauberung des Trommelklanges nur bedingt Spaß hätte.

    Genau dieser Gedanke ist mir nach dem Erstellen des Threads auch gekommen. :D


    Becken sind meiner Meinung nach ein anderes Thema als Trommeln. Ein Becken klingt halt einfach so, wie es klingt. Trommeln dagegen kann man mit Fellen und Stimmungen auf unterschiedlichste Weise klingen lassen. Und auch im Hinblick auf Mikrofonierung und Klangbearbeitung sind da eben sehr viele Missverständnisse und Mythen im Umlauf.

    Davon abgesehen wird - bedingt durch die Konzentration der Energie auf den hohen Frequenzbereich - der Klang von Becken auch oft nicht so stark vom Raum eingefärbt und im Bandmix von anderen Instrumenten und Gesang verdeckt wie der Klang von Trommeln.


    Sollte man Testaufnahmen unter (zumindest ansatzweise) Laborbedingungen realisieren können, kann man die natürlich sowieso auch erstmal nach Gehör auswerten.

    Aber vielleicht lässt eine technische Analyse mit FFT von Wellenform, Spektrum (ggf. sogar frequenzabhängigem Sustain u.ä.) sogar eine Zahlenmäßige Gewichtung der Einflussfaktoren zu. Z.B. was die Spannreifen, Holzart, Kesseldicke, Gratung (...) und natürlich Felle und Stimmungen betrifft.

    Hmm - mir bleibt in der Spielzeit genau ein Tag für die Aufnahme. Ich werde es trotzdem probieren, alleine schon, weil es mich diesmal inhaltlich reizt.

    Ja, wäre cool wenn du wieder dabei bist. Ich hab den Jazz sogar wegen dir auf Februar gelegt. In der Umfrage für die besten Zeiträume hattest du Februar und November angegeben. Zumindest hatte ich deine Teilnahme in meine Planung mit einbezogen.


    Aber es gilt natürlich wie immer - man kann es nicht allen recht machen.

    In diesem Thread hatte ich kürzlich eine Frage in den Raum gestellt, für deren Beantwortung wohl eine wissenschaftlichere Herangehensweise notwendig wäre.

    nils, Beam und Niop hatten sich schon Gedanken dazu gemacht.


    Nach anfänglicher Skepsis meinerseits fasziniert mich diese Idee jetzt auch aus mehreren Gründen. Man könnte so einen Messaufbau ja für sehr viele Vergleiche nutzen, indem man eine gleiche kinetische Energie für den Anschlag bereitstellt und die anderen Bedingungen wie die Raumakustik und Mikrofonierung möglichst neutral gestaltet. Damit kann man schon mal viele Fehlerquellen ausmerzen und man muss sich "nur noch" über sehr genaue und konstant gehaltene Stimmungen, möglichst "gleich stark verschlissene" Felle und Dinge wie Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit Gedanken machen.


    Darüber hinaus kann man sogar ermitteln, wieviel mehr bzw. weniger kinetische Energie z.B. tiefer / höher gestimmte Felle aufnehmen und das ggf. ausgleichen. Bzw. muss man das sogar für bestimmte Vergleiche, wie in oben verlinktem Thread besprochen.


    Ich finde die Idee auch deshalb gut, weil das Thema Soundunterschiede durch Material, Bauweise, Befellung, Stimmung usw. ja oft kontrovers diskutiert wird. Eben genau deswegen, weil es so schwer ist das vernünftig zu messen und verlässliche, belastbare Aussagen zu machen. Und zu allem Überfluss sind auch bei diesem Thema noch Esoterik und Voodoo im Umlauf.


    Mir fallen dazu aber gerade mehr Fragen als Antworten ein, z.B. ...


    Wo und wie könnte man das realisieren?

    Wer beteiligt sich und kümmert sich um was?

    Lohnt es sich, das nach erfolgreicher Realisierung über Youtube, Bonedo u.ä. publik zu machen?

    Ich habe mich einfach nur klar und deutlich ausgedrückt und extra dazu angemerkt:

    Sorry für die Wortwahl. Nichts für ungut.


    Ich habe die Tonhöhe der drei Trommeln mit der PitchChecker App gecheckt, sie liegen zwischen 147 und 151 Hz.

    Die Stimmungen können trotzdem sehr unterschiedlich sein (Verhältnis der beiden Felle) ... und wenn unterschiedliche Felle drauf sind braucht man da gar nicht weiter zu reden.

    Und was willst du damit bezwecken? Ohne Angaben zu Fellen und Stimmung, aufgenommen in schlechter Audioqualität.


    Ohne gleiche Befellung, penibel genau gleiche (gemessene) Stimmung und ohne vernünftige Audio-Aufnahme sind solche Vergleiche Schwachsinn. Sorry für die Wortwahl. Nichts für ungut.

    Das Playalong zerrt hier und da übrigens leicht. Das war schon in der originalen Audiodatei vorhanden, kommt also nicht durch Bearbeitung von mir. Fällt im Kontext mit Schlagzeug dann aber nicht mehr so auf.


    Trotzdem ein bisschen schade, weil die Audioqualität ansonsten gut ist und diese Verzerrungen sicher nur durch "unsachgemäßes" Lautmachen in einer Masteringkette entstanden sind.

    Die Voting-Phase ist nun beendet und die Ergebnisse sind da. :)

    Insgesamt haben 19 User abgestimmt, davon 7 unbeteiligte Voter.

    Danke an alle für ihr Engagement und das Ermöglichen dieser Veranstaltung! :thumbup:


    1. Platz m_tree mit Beitrag S (Ø 8,3 Pkt.) >> AUDIO <<

    2. Platz Surfkoala mit Beitrag F (Ø 8,1 Pkt.) >> AUDIO <<

    3. Platz Mattmatt mit Beitrag P (Ø 7,9 Pkt.) >> AUDIO <<

    Die Tabelle als PDF: 1. DF Challenge 2026 (Antworten) - Auswertung.pdf



    VOTING


    Abstimmen dürfen alle User des Forums einschließlich der Teilnehmer!

    Niop kümmert sich um das Voting und ermittelt den Punktedurchschnitt.


    Bitte melde dich an, um diesen Inhalt zu sehen.


    Das Voting läuft bis zum 01.03.2026 23:59 Uhr (UTC+1).


    Ich bitte darum, sich während der Voting-Phase mit wertenden Aussagen - insbesondere zu einzelnen Beiträgen - zurückzuhalten. Jeder soll sich fürs Voting sein eigenes Urteil bilden und unbeeinflusst bewerten.


    Persönliche Notizen, Kritik usw. können nach dem Voting dann aber gern ausführlich im Thread gepostet und besprochen werden!


    Playalong und Performance


    Es handelt sich wieder um einen drumless Track von Jack Curtis:


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    Ich habe eine lossless Audiodatei des Tracks hier gekauft und für die Challenge gekürzt. Jack hat mir ausdrücklich erlaubt, sein Material für die Challenges hier zu benutzen.


    Es besteht künstlerische Freiheit ohne Vorgaben! Bitte einen einzigen Take ohne Timing-Korrekturen abgeben.


    4/4 auf 195 bpm. 3 Takte Stille -> 2 Takte Einzähler. Zusätzlich habe ich an zwei Stellen Hinweis-Klicks über jeweils zwei Takte eingebaut (vor dem ersten Stopp nach dem Intro und vor dem Outro). Die Stopps nach dem Intro sind vorgezogen (auf der jeweils letzten triolischen Zählzeit). Noten zum Track gibts leider nicht.


    Bitte melde dich an, um diesen Inhalt zu sehen.


    Um technische Probleme zu vermeiden bitte ich die DAW-User darum, die für ihre Konfiguration passende Version zu benutzen und kein Resampling zu machen. Bitte lasst mir eure Aufnahme in der selben Samplingrate zukommen, in der ihr es auch aufgenommen habt.


    Recording

    • Von Mehrfachmikrofonierung wie im Studio (auch mit Nachbearbeitung) über Handy-Recorder bis hin zum Smartphone ist alles erlaubt. Bitte auf genug Headroom / Übersteuerungsfreiheit achten. Bei E-Drums die entsprechenden Ausgänge nutzen.
    • Die Aufnahme "drums only" OHNE das Playalong abgeben!
    • DAW-User sollten ein Raster auf 195 bpm nutzen und ihren Track mit dem exakt selben Startpunkt des Playalongs schicken.
    • Alle anderen geben bitte einen Hinweis, auf welcher Zählzeit von welchem Takt ihre Performance beginnt. So kann ich das schneller synchronisieren.
    • Vorzugsweise in Stereo und verlustfrei als *.WAV, *.AIF oder *.FLAC in 44,1 kHz oder 48 kHz und 24 bit.
    • Datei mit Username und Abgabedatum benennen.



    Mixdown


    Extra für die Challenges hier habe ich folgenden Thread erstellt. :)



    Weiterer Ablauf


    Bitte schickt mir eure Aufnahme per PN mit Username und Abgabedatum im Dateiname z.B. via dropbox, wetransfer, onedrive, ...


    Einsendeschluss ist der 21.02.2026 23:59 Uhr (UTC+1).


    Die abgegebenen Schlagzeug-Stereomischungen bringe ich dann erstmal auf gleiche durchschnittliche Lautheit (EBU R128 / psychoakustisch wahrgenommene Lautstärke) und mische sie anschließend mit dem Playalong (ohne Klick und ohne Vorlauf) zusammen. Meine Mastering-Kette halte ich dabei subtil mit etwas Kompression, sachtem EQing und einer Tonband-Simulation.

    Ich mach ggf. auch weitere Anpassungen nach Gehör. Diese betreffen insbesondere die Angleichung der Lautstärke an das Playalong und ggf. weitere subtile Eingriffe.

    Dann rendere ich die Masters mit jeweils passendem Startpunkt (falls jemand einen Auftakt spielt) als 320 kbps MP3.


    Diese MP3s stelle ich dann anonymisiert in einer ZIP-Datei fürs Voting bereit. Abstimmen dürfen alle User des Forums einschließlich der Teilnehmer. Das Voting wird eine Woche laufen.


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    Der Thread kann gerne für Austausch und offene Fragen genutzt werden.


    Viel Spaß! :)

    Der wichtigste Hinweis für die höhere Energieaufnahme eines schlafferen Fells ist der schlechtere Rebound. Wenn der Stick/Beater weniger Energie zurückbekommt, MUSS das Fell mehr Energie aufgenommen haben. Schließlich gilt der Energieerhaltungssatz immer noch.

    Ja ... ich denke halt, dass es sich im Endergebnis mit der wahrgenommenen Lautstärke ungefähr ausgleicht.

    Straffer gespannte Felle nehmen zwar weniger Energie auf, klingen durch den höheren Grundton und die ausgeprägteren Obertöne im Mittenbereich aber auch subjektiv lauter und knalliger.


    Baut man nun eine Vorrichtung, die den Fellen immer die exakt gleiche kinetische Energie zuführt, würden die straffer gespannten Felle dann wahrscheinlich immer lauter klingen als die schlaffer gespannten. Somit wäre dann eine Messung und der Vergleich des Sustains auf so unterschiedlich wahrgenommenen Lautstärken auch wieder fragwürdig.


    Bzw. auch wenn man es schafft, sogar die aufgenommene kinetische Energie gleich zu halten, wäre das meiner Meinung nach nicht Praxisnah. Weil das kein Mensch beim Spielen so genau kompensiert.

    Nein, gerade das nicht. Wenn schlappere Felle mehr Energie aufnehmen als straffe, dann muss diese Energie ja irgendwo hin: sie wird in Schallenergie umgewandelt. Am besten hört man das bei einer Bassdrum. Je schlapper das Schlagfell, desto klarer und härter der Kick.

    Vielleicht ist dem ja auch gar nicht so und straffere und schlappere Felle nehmen in etwa die gleiche Energie auf, wandeln diese nur anders um. Die schlapperen in einen zunächst tieferen Grundton und bessere Weiterleitung der Energie ans Resonanzfell. Und die strafferen in mehr Obertöne (im Mittenbereich) und lautere Transienten.


    Der Kick bei Bassdrums ist ja meistens mehr das Auftreffgeräusch des Beaters und weniger der Einschwingvorgang (die Transiente) selbst.


    Weißt du, was ich meine? Aber vielleicht verrenne ich mich da auch gerade.

    Nein, gerade das nicht. Wenn schlappere Felle mehr Energie aufnehmen als straffe, dann muss diese Energie ja irgendwo hin: sie wird in Schallenergie umgewandelt. Am besten hört man das bei einer Bassdrum. Je schlapper das Schlagfell, desto klarer und härter der Kick.

    Ich meinte damit nicht den Kick bzw. das "Patschen", sondern Knall und Attack. Bei höheren Snare-Stimmungen z.B. kriege ich im Schnitt lautere Snare-Transienten und die Snare ist auch oft durchsetzungsfähiger, wogegen tiefer gestimmte Snares im Mix mehr Zuwendung und Support brauchen. So ist zumindest meine Erfahrung.

    Bei Toms habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Für meine Neil Peart - Covers im letzten Jahr hatte ich die ja mal extrem hoch gestimmt und auch zwei Roto-Toms in der Reihe.

    Ich meine damit nicht den extrem tiefen Bereich, wo z.B. Floortoms "patschen", sondern eher mittlere bis hohe Stimmungen. Auch bei Snares zu beobachten.

    Die Frage der Gesamtmenge der übertragenen Energie ist auch noch ungeklärt. Um diese zu bestimmen, müsste man eine Vorrichtung haben, die den Schlag ausführt und die Winkelgeschwindigkeit des Sticks auf dem Hinweg zum Fell konstant bereitstellen und die Winkelgeschwindigkeit auf dem Rückweg messen kann, um daraus die an die Trommel abgegebene Energie zu bestimmen.

    Du vermutest ja, dass schwächer gespannte Felle bei identischer Schlagenergie mehr Energie aufnehmen als stärker gespannte Felle. Mir erscheint das auch logisch und es spricht dafür, dass man mit stärker gespannten Fellen neben mehr Rebound auch lautere Transienten bzw. mehr Attack und "Knall" bekommt.


    Ich denke man muss dabei den Einschwingvorgang (die Transiente) abgekoppelt vom Rest betrachten. Denn schwächer gespannte Felle sorgen ja für tiefere Grundtöne, weil sie langsamer schwingen und entsprechend größere Wellenlängen erzeugen. Demgegenüber können schwächer gespannte Felle aber auch stärker ausgelenkt werden (größere Amplitude). Und das steht eigentlich im Gegensatz dazu, dass man mit stärker gespannten Fellen tendenziell lautere Transienten bzw. mehr Attack und Knall bekommt. Ich meine damit nicht den extrem tiefen Bereich, wo z.B. Floortoms "patschen", sondern eher mittlere bis hohe Stimmungen. Auch bei Snares zu beobachten.


    Ich stelle mir das so vor, dass ein höher gestimmtes Schlagfell die Energie schlechter an das System "weiterleiten" kann bzw. einfach überhaupt erstmal eine geringere Amplitude erzeugt als ein tiefer gestimmtes Schlagfell.


    Eine immer exakt gleiche dem System zugeführte kinetische Energie macht die Ergebnisse dann zwar theoretisch vergleichbarer, aber nach meiner Überlegung auch weniger Praxisnah. Wenn man bspw. das schwächer gespannte Fell stärker anschlagen muss für einen subjektv gleich laut gehörten Schlag - wären die subjektiv als gleich laut empfundenen Schläge dann nicht die geeignetere (wenn auch schwammigere) Vergleichsbasis?


    Wie auch immer - die Unterschiede sind da nach meinen bisherigen Erfahrungen so subtil, dass man die Frage im Threadtitel wohl wirklich nicht so einfach beantworten kann.

    Danke fürs Video, das mit der Baumwolle könnte ich noch probieren. Ich habs schonmal mit einer Schaumfolie (Verpackungsmaterial) probiert, aber das war nix. Ansonsten habe ich die Tipps schon durch: Kopf in sich Ton-in-Ton, Resos höher als die Heads und sogar Intervalle mit so einer Tune-App (wobei manche Drummer da ja Schnappatmung bekommen). Das Booiiing ist leider geblieben, egal was ich probiert habe.

    Probier ruhig mal die Resonanzfelle deutlich höher zu stimmen, z.B. im Verhältnis 4:3 (Quarte) oder sogar 3:2 (Quinte). Wichtiger als das genaue tonale Verhältnis ist am Ende, dass die Felle jeweils in Stimmung mit sich selbst sind (gleiche Tonhöhe / Spannung an allen Spannschrauben) und bei genauen Intervallen natürlich die gesamten Grundtöne.


    Abgesehen von deutlich höher gestimmten Resos wären vorgedämpfte Schlagfelle definitiv was für dich. Z.B. Evans EC2S - die klingen sogar deutlich dumpfer als Remo Pinstripe (zumindest als die, die in den USA gefertigt werden). Oder probier's einfach mal mit den Remo Encore Pinstripes (in Taiwan gefertigt). Die sind nicht nur sehr günstig, sondern klingen deutlich dumpfer und weniger lebendig als aktuellen in den USA gefertigten Pinstripes.


    Dazu noch Watte in die Toms machen (geht auch bei nicht zu sehr geneigten Hängetoms) und du bist deine Sorgen los, auch wenn die Stimmung mal nicht ganz sauber ist.


    Nah aufgestellte Mikros an den Schlagfellen klingen übrigens auch nicht gleich kürzer oder besser. Oft hat man auf nah aufgestellten Mikros sogar mehr Probleme mit zu langem Sustain als auf Overheads. Insbesondere weil die nah aufgestellten Mikros auch die Bässe überbetonen (Nahbesprechungseffekt).

    Aber auch wegen Übersprechen von Becken und Mitbrummeln mit Bassdrum-Anschlägen profitieren Tom-Mikros von Gates oder Lautstärke-Automation (letzteres geht natürlich nur bei der Nachbearbeitung von Aufnahmen, nicht live).


    Das nur noch als Hinweis dazu, dass der Natursound das A und O ist. Und was du direkt am Set hörst klingt auch eher so wie das, was Close Mics und Overheads aufnehmen als das, was Zuhörer irgendwo im Raum hören.


    Ohne Close Mics geht das Sustain in einem Bandkontext übrigens auch oft unter und man raubt den Trommeln mit viel Dämpfung dann nur den Attack, den die Trommeln brauchen um sich im Kontext durchzubeißen. Ist immer so 'ne Sache.