Ich denke auch, dass man differenzierter betrachten und nicht zu viel durcheinander würfeln sollte.
Angefangen beim Herzschlag: Die 0,7 und 0,3 Sek. bei 60 Hz sind wohl nur ein Durchschnittswert. Das wird in der Realität sicher Richtung ternär (0,67 Sek.) und binär (0,75 Sek.) schwanken. Und im Falle von ternär wird es auch nicht immer ein Slow Blues sein - wenn der Puls mal höher ist ...
Ursprünglich ging es bei dem Thema auch darum, was das ungeborene Kind vom Herz der Mutter hört. Tatsächlich hat es ab einem gewissen Zeitpunkt aber doch auch schon ein eigenes Herz ![]()
Wie auch immer hat das alles m.E. nicht viel damit zu tun, dass ternär grundsätzlich schwieriger ist als binär. Es stimmt natürlich, dass vieles von den Hörgewohnheiten abhängt. Orientalische Musik baut z.B. häufig auf ungeraden Taktarten auch im populären Bereich. In der westlichen Musik sind das eher Einzelfälle. Dort hingegen ganz normal.
Rein faktisch gibts bei gleichem Tempo mit Triolen halt 1,5x mehr Zählzeiten. Das führt zu einer komplexeren Rhythmik und u.U. auch schnelleren Schlagfolgen.
Außerdem kommt eine ungerade Komponente ins Spiel, die die Handsätze grundsätzlich komplizierter macht. Bei Hand-to-Hand Achteltriolen werden die Viertel abwechselnd mit rechts und links gespielt. Bei einem Shuffle spielt man mit Ghostnotes üblicherweise RLR. Und so weiter.
Wie augeprägt das Rhythmusgefühl und die Veranlagung sind, steht auf einem weiteren Blatt. Nicht jeder Mensch hat das Zeug zum Schlagzeuger. Das sollte klar sein.
Weiterhin sollte man auch das reine Verstehen eines Rhythmus' sowie dessen spielerische bzw. spieltechnische Umsetzung unterscheiden. Eine gute Spieltechnik erfordert einfach Übung. Das Durcharbeiten von "Stick Control" hat da bei mir letztes Jahr noch ein paar Quäntchen rausgeholt, glaube ich.