Die Hi-Hat statt eines Crashbeckens anzucrashen halte ich für experimentell. Bei sehr kleinen Setups mit nur einem Crash mag das noch ok sein. Im Studio ist das aber nicht nur wegen der mangelnden Notwendigkeit (man kann auch einfach mal ein Crash mehr hinhängen ...) fragwürdig, sondern auch weil es aus tontechnischer Sicht schwierig ist:
- Die Hi-Hat überspricht ins obere Snare-Mikrofon - und zwar deutlich mehr als die anderen Becken. Crashbecken hängen i.d.R. deutlich weiter weg vom Snare-Mikrofon.
- Ein Hi-Hat Mikrofon braucht man für allem, um feines, akzentuiertes und leises Spiel im Mix besser hörbar zu machen.
- => Eine gecrashte Hi-Hat ist im Mixdown also schon erstmal ein Problem, wenn die Snare nicht gegated ist und ein Hi-Hat Mikrofon für die geschlossen angespielte Hi-Hat rein gemixt ist.
Bei der Nachbearbeitung meiner Aufnahmen automatisiere ich das Hi-Hat Mikrofon i.d.R. in der Lautstärke. Ganz einfach, um die Hi-Hat nur in den leiser gespielten Parts zu unterstützen (ist ja auch nur ein Stützmikro). Eine geschlossen mit der Stickspitze angespielte Hi-Hat ist aus mehreren Gründen deutlich leiser als eine offen am Rand angespielte.
Also klare Antwort von mir:
Hör auf den Tonmann und baue lieber ein zusätzliches Crash auf. Da wird dir schon kein Zacken aus der Krone brechen ...








