Beiträge von m_tree

    Seelanne

    Sehr guter Einwand. Eine leichte Skepsis hatte ich hier ja bereits auch schon zum Ausdruck gebracht:


    Wie der Lehrer, um den es hier geht, drauf ist, wirkt auf mich zwar irgendwie schockierend. Allerdings kann man die Gesamtsituation auch schlecht beurteilen, wenn man den Schüler nicht kennt und nicht weiß, wie er spielt und lernt.


    Es weiß eben keiner, was da wirklich los ist ...

    Ich würde mal sagen, jede Stimmung ist eine "Intervallstimmung". Die einen benennen die Grundfrequenz in Hz (ok), Andere nennen Töne (irreführend bis falsch) und wieder Andere stimmen intuitiv (sing:) "bimm-bumm-boo" (tip-top).

    M.

    Um die Grundfrequenz in Hz anzugeben muss man ja erst recht messen. Da finde ich Töne schon vernünftiger, weil sich eben Frequenzverhältnisse wie z.B. Quinten (3:2) leicht erkennen lassen und besonders auch weil man Trommeln sowieso nicht 100% exakt stimmen kann. Die Tonhöhe korreliert nämlich auch mit der Anschlagstärke: leiser Schlag -> tieferer Grundton ... lauter Schlag -> höherer Grundton. Das sind zwar nur Nuancen, ist aber so.


    Was du hier als "tip-top" bezeichnest - so habe ich die meiste Zeit auch immer gestimmt und war voll überzeugt davon. Durch die genauere Beschäftigung damit und eben auch mal zu Messen und genau zu wissen, wo ich tonal bin, konnte ich meinen Horizont aber erweitern und mein Gehör schulen. Wenn ich jetzt rein nach Gehör stimme, gehe ich da etwas anders ran.


    Chad Smith hat mal gesagt, er stimmt die Toms so, dass er den Anfang von "In the mood" von Glenn Miller drauf spielen kann...

    Was das jetzt für Abstände sind? Keine Ahnung....

    Ich bin zwar kein Chad Smith (nicht mal so ungefähr :D ), aber ich stimme 4 Toms meist auf den Abständen, dass sich der Imperial March von John Williams abbilden lässt. 8o

    Chad Smith spielt 12-14-16, oder? Dann würde sich seine Stimmung, nur auf die Intervalle bezogen, mit meiner aktuellen Stimmung decken (große Terz zwischen 12+14, kleine Terz zwischen 14+16).


    Ich mag den Imperial March (und die alten Filme) auch. ^^

    Aber von welchen Tönen sprichst du hier bei vier Toms? :/

    https://s3.amazonaws.com/halleonard-pagepreviews/HL_DDS_905122oj34mp80Rw.png

    Die Rhythmik stimmt ja hier überhaupt nicht ... das ist eigentlich triolisch.

    Ich hätte in der Tat mal Bock das mit dem Stimmen nach Intervallen zu machen, aber trotz fleißigem mitlesen hier (und auch anderweitig im Netz), blick ich da leider (noch) nicht so ganz durch.

    Das würde ich davon abhängig machen wie du allgemein mit dem Stimmen zurechtkommst. Evtl. ist es auch ratsam da erstmal noch ein bisschen tiefer zu gehen, bevor du dich mit Intervallstimmung beschäftigst. Denn wie ja hier durchkommt ist das wirklich nur eine Möglichkeit. Aber nicht notwendig.

    Ich behaupte auch gar nicht, hier irgendwie die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Ursprünglich hatte ich ja selber gefragt. Und Nils (der Trommelstimmer) stimmt mit Quinten pro vier Zoll Differenz. So wie er es hier eingangs erklärt hat. Von dem habe ich das ursprünglich. ;)

    Hab's dann aber ein bisschen abgewandelt mit zwei kleinen Terzen und einer großen pro zwei Zoll Differenz (er geht das etwas anders an).

    Vielleicht klingt dein Standtom ja tatsächlich irgendwie "schief" und der Sänger bezieht das halt fälschlicherweise auf seinen Gesang

    Gut, wenn man als Drummer ein geschultes Gehör hat und die Dissonanzen bemerkt, noch ehe die "Diven" der Band was mitbekommen. :D

    Mit "schief" meine ich halt nur nicht besonders gut gestimmt. Ich wurde schon mal fast dazu gezwungen, für Aufnahmen auf die Tonarten der Songs zu stimmen. Zum Glück ist da nix draus geworden. Das halte ich nämlich für völligen Quark.


    Du sprichst wahrscheinlich von einer 1up2down-Konfiguration? Da klappt ne Quinte gut. Sobald du mehrere Toms spielst, geht das Konzept nicht mehr auf, weil du zwischen Tom 1 und 3 ne None hättest, das klingt seeehr merkwürdig.


    Gleiche Intervalle zwischen ALLEN Toms müssen aber auch gar nicht sein. Wenn ich meine Toms mit Drum Dial auf gleiche Spannung bringe, kommt klanglich irgendwas zwischen Terzen und Quarten raus, und mit Finetuning by Ear bringe ich die Toms dann in eine Reihe, die am ehesten einem Dur- oder Mollakkord entspricht. Je akkurater die "Töne" dabei sind, umso schwerer finde ich es allerdings, unterschiedliche Tonarten zu bedienen, ohne dass es schief klingt. Insofern gehöre ich nicht zur denen, die sich arg für absolute Tonhöhen interessieren. Die Reihe der Toms muss sich halt gut ergänzen, ohne zur Band schief zu klingen.

    Nein. Ich habe das zwar bereits alles schon geschrieben, aber für dich gerne noch mal:


    Ich rede nicht von einer 1 up und 2 down Konfiguration. Und nein, das Konzept mit Quinten geht auch mit vier Toms auf. Auf der letzten Seite hatte ich zweimal was dazu geschrieben. Denn ja - gleiche Intervalle zwischen allen Toms müssen nicht sein. Beispiel mit Quinten pro vier Zoll Differenz: 10er auf D3, 12er auf B2, 14er auf G2, 16er auf E2

    Ich habe allerdings kaum Ahnung von Harmonielehre und spiele (bisher) nur Schlagzeug. Daher brauche ich ein Hilfsmittel um exakt auf Töne zu stimmen.

    Nix gegen Hilfsmittel, aber genau vor diesen Denkfehler wollte ich warnen. Wir spielen keine Töne in dem Sinn und ob z.B. Toms gute abgestuft sind oder die Bassdrum für den Raum (!) gut gestimmt ist, hört jemand Deiner Klasse. Das muss keine Frequenz eines absoluten Tons sein. Harmonielehre brauche ich dafür nicht. Trommeln zu stimmen ist für mein Dafürhalten (!) was gänzlich anderes als Melodie- oder Harmonie-Instrumente.

    Trotzdem gut, dass Du in die Harmonielehre kucken willst. Ich schick Dir gerne mal einen Einstieg.

    M.

    Klar, kannst mir gern was schicken. :)


    Klar ist mir auch, dass wir als Schlagzeuger nichts mit Tönen zu tun haben. Das, was Terry Bozzio da mit seinem Monsterkit veranstaltet, ist ja höchst experimentell.


    Das genauere Messen ist für mich aus folgenden Gründen dennoch sinnvoll:


    • Man kann auch in Situationen, in denen man Kopf-mäßig mit anderen Sachen beschäftigt ist (z.B. damit, einen guten Take einzuspielen), ohne größeren Aufwand Stimmungen exakt reproduzieren ... das ist dann ein "no brainer", sozusagen.
    • Bei mehr als drei Toms liegt es m.E. schon sehr nahe, sich mal etwas genauer mit den tonalen Abständen zu befassen. Egal wie man die dann nun stimmt.
    • Quinten sind wahrscheinlich auch für Intervalle zwischen Toms "am harmonischsten". So hat das auf mich jedenfalls den Anschein. Zusätzlich hatte Nils hier erklärt, dass es bei diesem Frequenzverhältnis von 3:2 zu Unterschwingungen im Bassbereich kommt, die das ganze noch fetter klingen lassen. Und ich spiele sehr gerne Flams auf je zwei Toms. :)


    Gestern durfte ich mir anhören, dass mein Standtom die falsche Tonlage hat, sie würde nicht zum Gesang passen und wäre daher irritierend :wacko:

    Manche Sänger sind echte Divas :rolleyes:

    Ja, Sänger und Gitarristen sind oft Divas. Kannst du aber auch positiv sehen, indem du dich mal mehr mit Stimmen beschäftigst. Vielleicht klingt dein Standtom ja tatsächlich irgendwie "schief" und der Sänger bezieht das halt fälschlicherweise auf seinen Gesang :S

    Ja ja - das lustige Wörtchen "Talent" ... ich versuch's mal etwas differenzierter zu betrachten:


    Ein Instrument zu lernen macht prinzipiell Arbeit. Und ohne ein paar Voraussetzungen geht's nicht. Zumindest fürs Schlagzeug ein gewisses Rhythmusgefühl. Und auch ein gewisses Maß an Sensibilität. Weiterhin bin ich auch der Meinung, dass tatsächlich die intrinsische Motivation eine große Rolle spielt. Zu viel Druck und "Brechstange" von außen kann auch was kaputt machen. Aber wenn da eine/r Bock drauf hat, dann setzt die oder derjenige sich auch hin und macht was.

    Ich versuche jedenfalls genau das irgendwie ein bisschen rauszukitzeln. Schon auch mit ein bisschen Druck und Hausaufgaben. Aber insgesamt relativ locker.


    "Talent" würde ich eigentlich mit Sensibilität bzw. einfach neuronalem "Zugang" und auch bestimmten weiteren Persönlichkeitseigenschaften übersetzen.


    Ein denkbares Szenario für dieses Thema hier ist für mich übrigens, dass der Lehrer einen recht starren und festgefahrenen Stiefel fährt und der Sprössling da einfach nicht reinpasst. Zu eigensinnig. Zu "viel" Persönlichkeit. Was wiederrum exakt das Gegenteil davon wäre, wie der Lehrer es darstellt. Vielleicht liegt das Problem also eher bei ihm als beim Schüler.

    martinelli

    Ich verstehe deinen Einwand. Meine Ohren sind auch mein liebstes Tool, auch fürs Aufnehmen, Mixen und Mastern. Ich habe allerdings kaum Ahnung von Harmonielehre und spiele (bisher) nur Schlagzeug. Daher brauche ich ein Hilfsmittel um exakt auf Töne zu stimmen.


    Ich denke es sollte hier eigentlich recht unmissverständlich klar sein, dass das schon eine speziellere Angelegenheit und eine Art i-Tüpfel ist. Oder einfach nur eine Möglichkeit. So wie vieles am Ende eben Geschmackssache ist.


    Vieles ist auch Einstellungssache und die kann sich auch mal ändern. Bis vor ein paar Jahren hatte ich eine grundsätzliche Abneigung gegen Hilfsmittel fürs Stimmen. Spätestens als ich dann aber mitgekriegt habe, dass auch Drumtechs und Stimmgurus z.B. mal einen Tunebot nutzen und auch auf die Intervalle zwischen den Toms achten (nils hat sich dazu hier ja geäußert ;) ), hat sich das dann ein bisschen gewandelt.


    Man muss sich das Leben auch nicht unnötig schwer machen.

    Eine Kündigungsfrist über ein Jahr ist heftig. Ich mach bei mir z.Z. zwei Monate, sowie einen Monat Probezeit nach der Probestunde. Unterrichte erst seit einem knappen Jahr, scheint mir aber zu liegen.


    Neben der individuellen Herangehensweise - jede/r Schüler/in ist anders, hat ein anderes spielerisches Level, lernt anders usw. - halte ich einen Mittelweg zwischen Spaß und trockeneren Übungen für sinnvoll (und auch einen Mittelweg zwischen reinen Snaredrum-Geschichten und dem gesamten Drumset). Ohne ein bisschen Theorie und Spieltechnik geht es eben nicht. Und da liegt auch der springende Punkt: Ich bin im Prinzip Autodidakt, hab's aber trotzdem hingekriegt mir eine gute Spieltechnik anzueignen (manche sagen mir sogar eine sehr gute Spieltechnik nach).

    Das ist aber nicht die Regel. Ich stelle gerade bei Anfängern fest, dass ich immer wieder auf die selben Sachen hinweisen muss. Z.B. Sitzhaltung, Stickhaltung, grundsätzliche Position der Sticks über dem Fell usw. ... es gibt halt viele Sachen, die die Schüler nicht wissen und auch selbst nicht bemerken.


    Wie der Lehrer, um den es hier geht, drauf ist, wirkt auf mich zwar irgendwie schockierend. Allerdings kann man die Gesamtsituation auch schlecht beurteilen, wenn man den Schüler nicht kennt und nicht weiß, wie er spielt und lernt.


    Ich hab schon Leute getroffen, die das ganze als reine Mathematik vermitteln (Klavier- und Schlagzeuglehrer). Natürlich ist da was dran und man kann das durchaus so trocken angehen. Ich versuche neben viel Spielpraxis auch schon in den ersten Spieljahren zu vermitteln, worum es dabei am Ende des Tages eigentlich geht bzw. zumindest auch gehen kann: Selbstausdruck, Emotion, vielleicht sogar ein bisschen "Kunst". Und natürlich auch Spaß. Zumindest versuche ich, rüberzubringen, dass es dabei eben doch noch um etwas mehr geht und so zu erklären, warum ich z.T. so viel leidenschaftlich gespielt und geübt habe. Nur so kommt man ja auf gewisse spielerische Levels.

    Aha, ich verstehe es so ungefähr. Nur wie kann ich die Wirkung überprüfen?

    Indem du dich selber aufnimmst. Hat auch den Vorteil, dass du es zur weiteren Überprüfung z.B. deinem Lehrer zeigen kannst.


    Da ich ja gern Triolen spiele: Sehr geil wird's, wenn man in Triolen denkt, diese aber weder als Shuffle noch sonstwie komplett ausspielt. Sondern eben nur anshuffelt. Davon leben auch viele RATM-Nummern z.B. ... das klingt schön funkig und fett. Ist am Ende aber echt Gefühlssache. Und natürlich Übungssache.

    Nur um nochmal klarzustellen, daß wir vom gleichen ausgehen: wenn ich von den Tonhöhen von Schlag- bzw. Resofell spreche, meine ich den Oberton, der am Rand angeschlagen entsteht.

    Und der ändert sich eigentlich nicht, ob ich das gegenüberliegende Fell nun abgedämpft habe oder nicht (gerade nochmal ausprobiert). Man hört ihn nur besser, weil der Grundton dann weggedämpft wird.

    Am Rand klopfe ich nur fürs Feintuning ab, um die Felle in Stimmung mit sich selbst zu bringen. Obwohl ich gerade nicht im Proberaum bin kann ich aber mit Gewissheit sagen, dass sich auch die Obertöne am Rand ändern, wenn man das gegenüberliegende Fell abdämpft oder nicht.


    Den Tunebot besitze ich nicht. Ich nutze halt nur die angesprochene App um genauer stimmen zu können. Ich fang gerade erst an mich mehr mit Tönen zu beschäftigen (hab immerhin schon mal ein Keyboard daheim).


    Nach meiner Erfahrung hat das mit den Tabellen des Tunebots aber immer ganz gut gepasst, wenn ich zum Checken gegenüberliegend abgedämpft und in die Mitte geschlagen habe. Also welcher Grundton bei welchen einzelnen Tonhöhen von Schlag- und Resofell rauskommt.

    Abweichungen konnte ich vor allem durch die Fellwahl feststellen, wenn Schlag- und Resofell unterschiedlich dick sind.

    Selbstverständlich. Nichts anderes habe ich geschrieben. Man hört den Oberton des Resofells nur selten im Gesamtklang, den des Schlagfells allerdings sehr wohl.

    Nun ja. Es gibt zwar immer nur einen Grundton. Obertöne gibts aber ganz viele. Die sind auch hauptsächlich für die Klangfarbe eines Instruments verantwortlich.

    Rein physikalisch ist es auch so, dass das Resonanzfell vor allem die tiefen Frequenzanteile mit "formt", die hohen weniger. Daher hat das Schlagfell eben auch einen größeren Einfluss auf den Klang. Fakt ist jedoch, dass der Klang einer Trommel spätestens nach 2-3ms (je nach Kesseltiefe) immer ein Gemisch aus den sich gegenseitig beeinflussenden Fellen ist.


    Hatte kürzlich mal aus Spaß einen Test mit einer Bassdrum mit/ohne Resonanzfell gemacht. Die sonstigen Faktoren gleich belassen (Stimmung des Schlagfells, grundsätzliche Mikrofonierung). Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Bei einem Tom genau das selbe.

    Ich hatte mir schon gedacht, dass du das so machst. Genau da liegt m.E. aber der Hase im Pfeffer. Denn punktgenau lassen sich die Tonhöhen der einzelnen Felle eben nur ermitteln, wenn das jeweils nicht angeschlagene Fell gar nicht in den Klang involviert ist. Natürlich hat das einen erheblichen Einfluss auf die jeweils hörbare Tonhöhe. Mit gegenüberliegend abgedämpftem Fell kommen wesentlich höhere Töne raus als z.B. bei Concert-Toms, bei gleicher Fellspannung.


    Deine Art zu messen halte ich aber für sehr schwammig und nicht vergleichbar mit den Angaben in den Tunebot-Tabellen, z.B. ...


    Was man auf Aufnahmen hört und im Spektrum auch sieht, sind fast immer Grundton und Schlagfell. Das Resonanzfell geht im Gesamtklang meistens unter

    Insbesondere mit Mikrofonierung am Schlagfell ist das zwar durchaus der Fall, bezieht sich allerdings nur auf die Klangfarbe. Das Resonanzfell ist schon erheblich an der Entstehung des Grundtons beteiligt. Kann man ganz einfach testen, indem man nur das Resonanzfell höher oder tiefer stimmt.


    Nimmt man z.B. 10" Kesseltiefe, hat man eine Laufzeit von 0,7-0,8 ms von Fell zu Fell. In diesem Fall braucht der Schall also 1,5 ms vom Schlagfell zum Reso UND wieder zurück zum Schlagfell. Nimmt man nun z.B. einen Grundton von 100 Hz, hat dessen Wellenlänge eine Dauer von 10 ms. Das sollte ganz gut verdeutlichen, dass das Resonanzfell erheblich an der Entstehung des Grundton beteiligt ist - von Anfang an. Ausgenommen davon ist nur die Transiente, also der Einschwingvorgang bzw. Attack.


    In dem Video hört man die beiden Tonhöhen (Schlagfell A#3 und Grundton C#3) an ein paar anderen Stellen aber eigentlich auch so ganz gut raus.

    Spielst du noch andere Instrumente? Um das so rauszuhören muss man schon fit mit Harmonielehre und vor allem Gehörbildung sein.

    Genau das Video mein ich.


    Wie ermittelst du das mit Audacity? Ich mach alles mit REAPER (Recording, Mixing & Mastering). Mein Analyzer (Voxengo SPAN) zeigt jedenfalls immer etwas höhere Grundtöne an als die App "Drumtune Pro 2.0".


    Soweit ich weiß sollte für eine einzelne Analyse das gegenüberliegende Fell abgedämpft werden. So ergibt das auch Sinn mit den Tunebot-Tabellen z.B. ...

    Aber wie willst du das nachträglich aus einer Aufnahme ermitteln?


    Bin mit meiner Stimmung im Moment eigentlich ganz zufrieden. Sind ja zwei kleine Terzen und eine große Terz. Für mein "Tom Sawyer" (Rush) Cover hatte ich die Toms sogar noch einen Halbton höher gestimmt. Ich glaube, Neil Peart hatte damals seine Toms insgesamt sehr hoch gestimmt und dazu eine sehr druckvolle Spielweise. Bin jedenfalls nicht so ganz an den Originalsound rangekommen.


    [...] sondern als Hilfsmittel primär ein Drum Dial besitze. Die Schlagfelle der Toms bringe ich damit auf etwa die gleiche Spannung (meist irgendwo zwischen 75 und 78 glaube ich), damit kommen die Toms automatisch in eine harmonische Reihenfolge und fühlen sich zudem im Rebound für mich recht stimmig an.

    Dabei würden mich die entstehenden Grundtöne und Intervalle sehr interessieren. So hätte man ja mit gleicher Befellung die "natürlichen" Abstände der Trommeln zueinander. :/


    Das Feintuning mittels "Ear Bot" lässt sich damit natürlich nicht vermeiden, aber als Ausgangspunkt funktioniert das gut.

    Ich denke, das ist sowieso die Grundlage und der Löwenanteil. Ich benutze die App "Drumtune Pro 2.0" jedenfalls nur zum Abchecken der absoluten Grundtöne.

    Soweit ich weiß, heißt es "das" Tom. Aber das nur am Rande (will nicht klugscheißen oder so).


    Auf jeden Fall Interessant, mal wieder drüber zu sprechen. Da wird mir klar, dass ich zumindest meine Floortoms wohl tatsächlich recht hoch stimme. Das 14er ist mir auf G2 ohne das 16er aber auch ein bisschen zu hoch.


    Denn erstaunlicherweise passen hohe Stimmungen auch für härtere Spielweisen und Genres. Ein Vorreiter war da John Bonham, der seine großen Kessel mit deutlich höher gestimmten Resos insgesamt sehr hoch gestimmt hat. Es gibt dazu ein Video auf YouTube von seinem Drumtech.


    Wenn man nicht gerade die "schlanker" klingenden SM57 an Toms benutzt, sondern MD421 und vergleichbare Mikros, ist das für mich rund mit den höheren Stimmungen.

    Was mir dabei auch gefällt ist, dass man mit höheren Stimmungen mehr Attack, Ton und (wahrgenommene) Lautstärke aus den Trommeln rausholen kann.


    Aber ist ja am Ende des Tages alles Geschmackssache. :)

    sixstrokeroll

    Schön zusammengefasst :thumbup:


    Wobei mir die Tuningrage bei 16 und 14" etwas tief vorkommt. Zur Zeit stimme ich wie folgt:


    10er auf D3

    12er auf B2

    14er auf G2

    16er auf E2


    Das sind kleine Terzen zwischen 10+12 und 14+16" und eine große Terz zwischen 12+14". Damit kommt man auf Quinten (das am harmonischsten klingende Intervall) pro vier Zoll Differenz. Und die Floortoms sind durch den zusätzlichen Halbtonschritt ein bisschen von den Hängetoms abgesetzt.


    Bei einer 14" Snare betrachte ich G3 als eine mittlere Stimmung.


    Zur Zeit stimme ich mit dünnen Resos (Diplomat) und dicken Schlagfellen (zweilagig) auf niedrige Resonanz. Nicht nur weil man damit das Sustain ohne zusätzliche Dämpfung schön kurz kriegt, sondern auch weil die Trommeln durch die tief gestimmten Schlagfelle eben einen tiefen Grundcharakter haben. Das beschreibst du ja auch in deinem PDF.

    Kennt jemand diesen noch relativ jungen Drummer aus Hannover? Was der da so auf Youtube abliefert ist echt beeindruckend.


    Simon Schröder Drums
    I´m a professional drummer based in Hanover Germany. On this channel I mostly cover songs that inspire me as a musician, but you can also find solos and live…
    www.youtube.com


    Kompliziertestes Zeug mit hoher Präzision, Dynamik und Groove ganz locker abgeliefert. Wobei er die Hi-Hat normalerweise mit Links und das Ride mit Rechts spielt (wahrscheinlich Rechtshänder - klassischer Aufbau). Allein das ist schon crazy.


    Soundmäßig auch richtig gut. Wobei er's nicht selber abmischt.


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    Mal vom Intro abgesehen finde ich "4 on the floor" hier auch nicht so passend. Durch den Shaker-Overdub, der die ganze Zeit durchläuft und im Intro raussticht, kannst du das allein sowieso nicht 1:1 nachspielen. Ich würde die BD im Intro durchvierteln, dazu eine beidhändig gespielte 16tel closed Hi-Hat. Danach dann Offene Achtel HH, betonte Downbeats, BD auf 1+3 und Snare auf 2+4. Fertig! :P

    Danke, genau so seh ich das auch. Der Song schreit meiner Meinung nach nicht wirklich nach 4 on the floor. Ich muss mich echt zwingen, da keine BD Variationen eines normalen bummtschak zu machen und stattdessen eben die Kick vierteln. Ich denke, ich werde es einfach mal nicht machen und schauen ob denen das überhaupt auffällt 😅

    Mir persönlich wäre aber schon wichtig, das Feel von der Aufnahme rüber zu bringen. Also die Backbeats ordentlich zu betonen und auch die zusätzlichen Snare-Schläge zu spielen.

    Um welchen Song geht's denn da eigentlich

    Mail Order Mystics von John Mayall - vielleicht gefällt er mir ja nach 10 Proben irgendwann 😝

    Mal kurz reingehört:

    Vom Intro abgesehen finde ich "4 on the floor" hier auch nicht so passend. Durch den Shaker-Overdub, der die ganze Zeit durchläuft und im Intro raussticht, kannst du das allein sowieso nicht 1:1 nachspielen. Ich würde die BD im Intro durchvierteln, dazu eine beidhändig gespielte 16tel closed Hi-Hat. Danach dann Offene Achtel HH, betonte Downbeats / Viertel, BD auf 1+3 und Snare auf 2+4. Fertig! :P

    In der Studioaufnahme kommen die BD Kicks, die gleichzeitig auf die Snare kommen, eh kaum durch.


    Ein Klassiker für eine mit der Snare gleichzeitig gespielte Bassdrum ist auch "Africa" von Toto. Wobei die 16tel Hi-Hat hier ohne Overdub einhändig gespielt wird. Die Fills vor den Refrains sind aber Overdubs, schätz ich.


    Aber das ist hier ja eigentlich OT

    Gespräche entwickeln sich halt. :/