Na jaaa, bei der Produktion hier wurde m.E. schon etwas geschludert bzw. mit diversen Effekten zu dick aufgetragen. Manchmal kann das auch davon kommen, wenn ein Mix im Mastering "repariert" bzw. verbogen werden muss. Alles was noch auf der Stereosumme gemacht wird, das gegen den Vibe des Mixes und die Intention des Mischers geht, klingt prinzipiell schlecht (und weniger ist hier definitiv mehr).
Ich hatte mich intensiv damit beschäftigt, wie man Brillanz, Präsenz, Transparenz und Durchsetzungskraft erzeugt, die nicht nerven. Das ist nämlich gar nicht so einfach und fängt - wer hätt's gedacht - schon bei den Aufnahmen an.
Mal davon abgesehen, dass Youtube ab 720p zwar mit 192kbps AAC streamt (was in etwa 320 kbps MP3 entspricht) und besonders bei solchen privaten Uploads keiner weiß, in welchem Format das hochgeladen wurde (idealerweise lossless - PCM oder FLAC), höre ich da trotz eines ausgewogenen Frequenzgangs schon Sachen in der Nachbearbeitung raus, die m.E. nicht hätten sein müssen.
Im Vergleich zu anderen Frequenzgängen mit Genre-typisch sehr stark betonten oberen Mitten (besonders von E-Gitarren, aber z.T. auch E-Bässen) klingt das oben genannte Beispiel m.E. schon unnötig anstrengend und trotzdem weniger klar. Zwei Beispiele zum Vergleich (jeweils immer Instrumentalparts):
Stratovarius - Frozen In Time - 0.47-1.03

Nirvana - Smells Like Teen Spirit - 0.09-0.15

TOOL - Lateralus - 1.13.-1.37
