Beiträge von m_tree

    Solche Verschiebungen machen Sinn,wenn du wie beim Shuffle den Klick auf die Triolen 8tel vor der Zählzeit legst.Da aber vorsichtig sein,das ist nicht die "Time".

    Nöö, für mich nicht. Den Klick nutze ich nur fürs Tempo. Meistens lass ich nicht mal die 1 betonen, das nervt mich nur.


    Wie ich die Triolen dann betone, muss ich mir ja nicht vom Klick vorschreiben lassen. Lustig sind auch mit einer Hand durchgespielte Triolen, wobei man jede 2. Note der Triolen betont.

    Da jetzt auch noch das Wort "Mikrotiming" hier auftaucht... wie genau definiert sie sich? Bedeutet es folgendes:

    Spielt man bspw. einen Groove mit Sextolen, kommt der Klick nur auf jeder 6. Sextole. Was dazwischen passiert, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    ...oder bedeutet es wenn man z. B die HH und die Snare zusammen spielt, aber sie nicht extakt "tight"/ gleich sind... (oder noch irgendwas anderes?)? :/

    Mikrotiming ist m.E. das eigentliche Timing. Makrotiming betrifft eher das Tempo und dessen Verlauf.


    Spielst du bspw. einen geraden 4/4 Groove, in dem Achtel (aber keine kleineren Zählzeiten) vorkommen, kannst du das in ein Achtel-Raster aufteilen. Spielst du den Groove auf 120 BPM, hat eine Viertel die Dauer von einer halben Sekunde (60 Sekunden / 120 BPM) und eine Achtel die Dauer von 250 Millisekunden.

    Ein perfektes Timing von z.B. einem Drumcomputer ist dann immer exakt auf diesem Raster mit den gleichen Abständen. Und das ist fürs Üben schon auch der richtige Maßstab. Aber von einem Menschen nie ganz zu erreichen. Und hier kommt auch das Stichwort "Groove" ins Spiel: Mikrotiming und auch Dynamik entscheiden maßgeblich darüber, ob ein Drummer groovt oder eben eher nicht groovt. Ein Drumcomputer kann m.E. nicht grooven.


    In diesem Video hatte ich dies bzgl. meine eigenen Grenzen weiter ausgelotet. Der Klick läuft auf 140 BPM, grundsätzlich spiele ich Triolen, allerdings kommen in manchen Fills auch Sextolen vor.

    Ich hatte das Ding mehrfach geübt, bis ich mit meinem Timing zufrieden war: m_tree's DoubleBassdrum-Triplets


    Und um dir gezieltere Ratschläge zu geben, müsste man schon sehen und (mindestens) hören, wie du spielst.

    Noten brauchst du dafür nicht unbedingt.


    Zum Beispiel übe ich dann mit dem Click auf der "Und", bei triolischen Grooves z.B. Click auf die letzte Triole vor der Zählzeit.


    Ist am Anfang wirklich schwer, weil man den Click immer auf der Zählzeit hört. Nach einiger Zeit gewöhnt sich der Kopf daran.

    Das habe ich bisher nicht gemacht und ich habe Zweifel daran, dass das was bringt.

    Letztendlich ist ein Metronom eigentlich nur für das Tempo zuständig. Egal, ob es um das Halten eines Tempos (z.B. im Bandkontext) geht oder um das Üben auf bestimmten Tempi.


    Sicher kann auf Klick üben auch beim Verbessern des Timings helfen. Aber ein gutes Timing muss auch ohne Klick vorhanden sein.


    Spielt man bspw. einen Groove mit Sextolen, kommt der Klick nur auf jeder 6. Sextole. Was dazwischen passiert, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Es gibt die Klickgeilen, Angeber, Narzissten, denke ich mal ??? aber auch jene die ganz normal spielen und es einfach mal zeigen wollen was sie so können

    und..und und...

    Sehr interessante Kategorisierung. Demnach sind dann alle, die etwas besser als man selbst können, primitive Arschlöcher? :/


    und Ego ist es bei Ihm nicht.

    Als wäre das alles schwarz/weiß ... Ego spielt dabei immer eine Rolle. Mehr oder weniger eben.


    Ich finde die Art und Weise hier halt etwas irritierend. Aber macht natürlich jeder anders.

    ...woraus ich eindeutig lese: "Der blamiert sich liebend gerne in der Öffentlichkeit!"

    Was natürlich nicht so ist, denn die Fähigkeit zur Kritik, die ist vorhanden.

    Ich sehe selbst, dass bei der Synchronität was nicht passt, wenn auch spät..

    Nee, so negativ war das nicht gemeint. Und mit Fähigkeit zur Kritik meine ich eben wirklich, eigene spielerische Schwächen wahrzunehmen und auf ein höheres spielerisches Level kommen zu wollen. Das gute daran ist, dass man das mitunter auch ganz allein machen kann. Ich spreche aus Erfahrung.

    Also zunächst mal bin ich auch etwas irritiert, weil ich deine Erwartungshaltung nicht so ganz nachvollziehen kann.


    Das wichtigste ist, finde ich: Man sieht, dass du Spaß hast. ;)


    Allerdings sehe ich da auch noch ein paar Baustellen. Von der Asynchronität (Bild und Ton) und dem ausbaufähigen Sound abgesehen, vor allem spielerischer Natur. Wie "Two" schon angemerkt hat, geht es da vor allem ums Timing. Die triolischen Einlagen passen m.E. auch nicht rein.


    Ein bisschen "Ego" ist bei der ganzen Sache schon auch wichtig. Und es ist auch schon eine Leistung, sowas von sich zu zeigen.

    Aber das wichtigste ist die Fähigkeit, sich selbst kritisieren zu können.

    Fell klingt leise, dumpf ist aber Stimmbar. Ist es trotzdem durch.?!?

    Höchstwahrscheinlich. Einfach mal ein neues aufziehen und wenn es dann immer noch nicht passt, hat du schon mal das Schlagfell als Ursache ausgeschlossen. ;)

    Ich kann es wieder mal nicht fassen, was hier miteinander verglichen wird... Mikros, die 1400 Euro kosten gegen Mikros, die 300 Euro kosten. Und weniger. Nicht nur das Mikro zählt, sondern auch die Verstärker der Raum und ganz besonders das Instrument. (Spiel eingeklammert)

    Wenn die Becken scheisse klingen, hilft auch kein Neumann. Am Ende: Shit in/shit out. Ich habe hervorragende Erfahrungen mit Oktava gemacht. Mit guten Becken und ebtsprechendem Spiel. Geschmackssache und Sache des Gesamtklangs. Kingbee von Neat. Ebenfalls spitze.


    Dogma ist immer 80 % bei der Wahl. Um Testen kommt man nicht herum. Ausprobieren Testen und dann gucken, was zum Wunschsound passt.

    Ich nutze die Oktava MK-012 aus Überzeugung. Aber mal ehrlich: wenn ich mir einfach mal so ein Paar KM184 leisten könnte, würde ich schon lieber die nehmen.


    Unabhängig von irrsinnigen Gedanken über das eigene Niveau kann doch jeder tun, was er für richtig hält. Man kann sich ja auch Schlagzeugequipment im Wert von 100.000€ mit "Stil" und aus Überzeugung zusammenkaufen und in Szene setzen, ohne damit je eine ernsthafte Aufnahme und einen ernsthaften Gig damit gespielt zu haben.


    Oliver_Stein

    Also mein Rat lautet tatsächlich:

    Gönn dir die KM184 einfach gebraucht und hab Spaß! :)

    Ich hab die Mics alle in den Trommeln außer bei der Snare. [...] Ich möchte einfach nicht das dass Gate aufmacht wenn von einem anderen Tom oder gar von einem Crash Becken die Lautstärke erreicht wird [...]

    Das ist sehr unwahrscheinlich, wenn die Mikros in den Trommeln sind. Denn wenn du sowieso schon auf den "gated" Sound bzw. sogar Samples aus bist, spielst du wahrscheinlich auch nicht sehr dynamisch. D.h., die Thresholds können wahrscheinlich relativ knapp eingestellt sein, sodass die Gates wirklich nur aufmachen, wenn die Trommeln angespielt werden.


    Mir stellt sich noch die grundsätzliche Frage:

    Wozu überhaupt gaten? Wenn die Mikros in den Trommeln sind, hat man sowieso deutlich weniger Übersprechen. Tomspuren kann man bei Aufnahmen im Nachinein auch gut in der Lautstärke automatisieren, statt zu gaten. Macht halt ein bisschen Arbeit ... geht mit einem Gruppenfader aber vereinfacht auch. So um 10-20dB. Und man muss Toms auch nicht unbedingt komprimieren.


    Also meiner Meinung nach solltest du das noch mal überdenken.

    Ich würde mir auch ein gebrauchtes KM184 Stereopaar besorgen. Es gibt m.E. keine wirkliche Alternative zu diesen Mikros. Selbst die doppelt so teuren Schoeps klingen halt nicht wie die KM184.


    Auch im Vergleich zu den alten KM84i klingen die KM184 durch den etwas magereren Bassbereich und die breite 2dB Höhenbetonung etwas "schlanker" (aber noch lange nicht so brizzelig und aufdringlich wie viele andere KMK-Mikros). Und genau das ist an einigen Stellen ja auch gewünscht.


    Mein Drumset steht z.Z. in einem Tonstudio in Halle für eine Albumproduktion und der sehr erfahrene Engineer hat auch ein KM184 Pärchen als Overheads aufgestellt ... ungefähr mit den Worten "nach vielen Tests usw. ... es sind einfach die besten Schlagzeug-Overheads".


    Ich hatte auch mal einen eigenen Direktvergleich von Oktava MK-012 zu KM184 als Hauptmikrofon an einer Akustik-Gitarre. Trotz des schlankeren und brillianteren Klangs der KM184 klangen die Höhen dort einfach deutlich besser. Von der Auflösung und dem gesamten Klangcharakter ganz abgesehen. Kaum vergleichbar.

    ... "je dünner die Resos sind, um so besser" ...

    ... hat ja gar keiner gesagt. Und erlaubt ist bekanntlich, was gefällt.


    Rein physikalisch verhalten sich Resonanzfelle schon etwas anders als Schlagfelle. Was das Sustain betrifft z.B. genau umgekehrt: Dünnere Resos sprechen durch die geringere Masse schneller an und schwingen auch schneller aus. Das Schlagfell bekommt mehr klangliches Gewicht.


    Das längste Sustain erreicht man mit gleichen Fellen, die auch gleich hoch gestimmt sind.


    Ich würde für meine Resos jedenfalls niemals dickere Felle als für meine Schlagfelle nehmen. Außerdem hab ich bei Bassdrum und Toms gute Erfahrungen mit einer Dämpfung des Resonanzfells gemacht. Allerdings subtil: ein kleines Kissen in der Bassdrum am Reso ohne Dämpfring und ein paar Wattebällchen auf den Resos der Toms - Anzahl je nach Größe.


    Kann auch gut sein, dass ich in 10 Jahren wieder eine ganz andere Philosophie habe ... wichtig ist aber halt, die physikalischen Zusammenhänge grundlegend zu verstehen. Denn die ändern sich halt nicht, unabhängig vom Geschmack.

    Ehrlich gesagt finde ich die gesamte Diskussion um "Talent", "Begabung" usw. relativ sinnlos.


    Menschen sind natürlich sehr unterschiedlich. Aber der Begriff "Talent" suggeriert etwas, das in meinen Augen im Allgemeinen eher zu Unklarheiten führt. Nämlich, dass talentierte Menschen es ja viel einfacher hätten, bestimmte Leistungen zu erreichen. Diese Annahme halte ich allerdings für gewagt. Denn die Leistungen erreichen sich nicht von allein. Das ist keine Hexerei, egal um was es genau geht.


    Der Begriff "Talent" öffnet auch schnell das Tor zu negativen zwischenmenschlichen Dingen: Neid, Be- bzw. vor allem Abwertung und ähnliches.


    Gerade beim Erlernen eines Instruments, dem gemeinsamen Musizieren, dem Schreiben von Songs usw. ohne besonderen Zweck (z.B. Geld zu verdienen oder im Rampenlicht zu stehen) geht es vor allem um die pure Hingabe und eben die intrinsische Motivation. Die "beste" Musik hatte und hat m.E. immer die Eigenschaft, dass die Schöpfer genau diese beiden Dinge voran getrieben hatten bzw. voran treiben. Sie sind also schlicht und einfach "ehrlich" damit.


    Musik (oder Kunst allgemein) zu machen ist m.E. eine der "höheren" menschlichen Fähigkeiten, die nicht primär was mit dem rationalen Verstand zu tun haben.

    Und solche Diskussionen hier lenken davon m.E. nur ab. Jeder sollte sich, wenn er das ernst meint, mindestens einmal die Frage stellen: Warum tue ich das eigentlich? Und die Antwort sollte lauten: Weil ich es liebe. Punkt. :)

    Auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, aber für mich klingen die für 10er und 12er Tom relativ normal. Als "hoch" würd ich das jetzt nicht bezeichnen, [...]

    Du hast recht. Habe das Soundfile gerade noch mal mit "wachen" Ohren genauer angehört / analysiert und "hoch" sind die Toms wirklich nicht gestimmt. Das ginge weitaus höher.

    Sie sind aber definitiv ein Stück höher gestimmt als meine mit meiner Intervallstimmung (siehe Video oben).


    Das Problem sehe ich eher im Gesamtklang. Die Tonhöhe sagt ja auch nur teilweise etwas über den gesamten Klang aus. Neue Felle und ein bisschen Hingabe beim Stimmen schaffen da meistens Abhilfe.


    Eine Nahmikrofonierung mit Druckgradientenempfängern (alle gebräuchlichen Mikros mit Ausnahme von Kugelcharakteristiken) macht den Klang immer mindestens basslastiger, abhängig vom Frequenzgang des Mikrofons (bei dynamischen Mikrofonen sehr häufig mit Betonung des Präsenzbereichs - obere Mitten und Höhen) auch meistens "badewanniger" - also Bass- UND Höhenlastig. Das klingt letztendlich immer "fetter" und gehört auch schon länger zu einem modernen und "produzierten" Drums-Sound. Allerdings ändert das nicht die Höhe der Grundtöne und Oberschwingungen!


    Bei John Bonham hingegen wurde im Studio nur die Bassdrum nah mikrofoniert und erstaunlicherweise waren seine übergroßen Kessel (mit Ausnahme der Snare) auch insgesamt relativ hoch gestimmt. Denn nicht nur tiefer gestimmte Trommeln sind schwerer durchsetzungsfähig zu kriegen, auch die Fell- und Luftmassen von sehr großen Kesseln muss man erstmal zum Schwingen und Klingen bringen. ;)

    Das alles hat zu seinem legendären Sound gehört und der war ja auch ziemlich "fett". Es geht dabei wirklich um die Stimmung in ihrer Gesamtheit, nicht nur um die Höhe der Grundtöne.


    Dr. R_o_c_k

    Falls du die Möglichkeit hast, die nächste Aufnahme mit einem richtigen Mikrofon (einfach auf Ohrhöhe im Raum aufs Drumset zeigen lassen) oder einem Handyrecorder zu machen, wäre das sehr hilfreich. Deine letzte Aufnahme ist stark "ungünstig" gefärbt, sage ich mal.

    Der Yeti glaubt ja auch nicht, dass es Reinhold Messner gibt... ein jeder hat das Recht auf Irrtum ;)

    Das ist die Art von Kommentaren, die für mich persönlich mittlerweile einfach Brechmittel sind.


    Ich bin "offiziell" lieber komplett Talentfrei, wenn ich einfach mein Ding als Drummer und Produzent mit anderen Musikern machen kann. Und meinetwegen bin ich auch kein Musiker. Mach unterm Strich aber trotzdem Musik. :D


    Ein sehr wichtiger Punkt bei der ganzen Sache ist die intrinsische Motivation. Und wenn man die hat, fällt es einem oft leichter, was zu tun, egal was andere sagen.

    Standard Tama Resos nicht tief genug...

    Die zu wechseln ist auf jeden Fall ratsam. Denn die Werksfelle sind meistens minderwertigere / günstigere Serien der namhaften Hersteller. Mit Ausnahme von High-End Drumsets.


    Ich bin letztes Jahr zu Diplomat als Tomresos gewechselt. Und zu Emperor clear statt Emperor oder Ambassador Coated. Hat sich m.E. wirklich gelohnt.

    Und als ich mich dann mal mit Intervallstimmung der Toms beschäftigt hatte, hatte ich meine Toms auch noch mal insgesamt etwas tiefer gestimmt. Bzw. wieder ... vor ca. 10 Jahren hab ich sehr tief gestimmt, in der Zwischenzeit wieder mal etwas höher.


    Hatte dazu auch ein Video gemacht: Fat toms tuned in intervals - 6/8 with triplets


    Empfehlen kann ich eine etwas höhere Stimmung der Resos. So hat man grundsätzlich einen tieferen Klangcharakter vom Schlagfell, aber durch die höhere Resostimmung ohne zusätzliche Dämpfung ein kürzeres Sustain.