Beiträge von m_tree

    Dein „frei geäußerter Gedanke“ wurde vom Moderator entfernt, vermutlich aus Gründen. Wir sollten es dabei belassen.

    Nein, dieser Gedanke wurde nicht entfernt. Aber deine aggressive Reaktion darauf und das fortfolgende. Ist auch noch im Trash-Forum einsehbar. Oder auch direkt im Thread: RE: 13 vs 14 Zoll Snare


    "Vermutlich aus Gründen" ... aua. Wer im Glashaus sitzt.

    Lies mal den gesamten Thread und was ich mir hier schon habe anhören müssen.

    Hab ich und eventuell liegt es einfach an der Art, wie du dich in einigen Threads präsentierst.

    Genau so sieht's aus. Ich erinnere mich an den 13/14"-Snare Thread. Da wurde ich gleich persönlich und völlig aus dem Kontext gerissen angegangen und mir wurde unterstellt, dass ich "passiv aggressiv" wäre, weil ich mal frei einen Gedanken geäußert hatte. Wobei die Art, wie mir begegnet wurde, eher "passiv aggressiv" war.


    Auch hier hatte ich unmittelbar nach dem Posten schon wieder das Gefühl "hätte ich doch lieber die Klappe gehalten".


    Ich finde es schade, wenn man zögern muss, ehrlich seine Meinung zu sagen. Ganz schlechte Grundlage!


    Und ja, der Ton ist unter Künstlern manchmal ein bisschen rau. Aber wenn das noch in einem vertretbaren Rahmen bleibt ist mir das zigmal lieber als so scheinheiliges Gewäsch.

    Heikles Thema!

    Ich denke, daß die Industrie an der Entzauberung des Trommelklanges nur bedingt Spaß hätte.

    Genau dieser Gedanke ist mir nach dem Erstellen des Threads auch gekommen. :D


    Becken sind meiner Meinung nach ein anderes Thema als Trommeln. Ein Becken klingt halt einfach so, wie es klingt. Trommeln dagegen kann man mit Fellen und Stimmungen auf unterschiedlichste Weise klingen lassen. Und auch im Hinblick auf Mikrofonierung und Klangbearbeitung sind da eben sehr viele Missverständnisse und Mythen im Umlauf.

    Davon abgesehen wird - bedingt durch die Konzentration der Energie auf den hohen Frequenzbereich - der Klang von Becken auch oft nicht so stark vom Raum eingefärbt und im Bandmix von anderen Instrumenten und Gesang verdeckt wie der Klang von Trommeln.


    Sollte man Testaufnahmen unter (zumindest ansatzweise) Laborbedingungen realisieren können, kann man die natürlich sowieso auch erstmal nach Gehör auswerten.

    Aber vielleicht lässt eine technische Analyse mit FFT von Wellenform, Spektrum (ggf. sogar frequenzabhängigem Sustain u.ä.) sogar eine Zahlenmäßige Gewichtung der Einflussfaktoren zu. Z.B. was die Spannreifen, Holzart, Kesseldicke, Gratung (...) und natürlich Felle und Stimmungen betrifft.

    Hmm - mir bleibt in der Spielzeit genau ein Tag für die Aufnahme. Ich werde es trotzdem probieren, alleine schon, weil es mich diesmal inhaltlich reizt.

    Ja, wäre cool wenn du wieder dabei bist. Ich hab den Jazz sogar wegen dir auf Februar gelegt. In der Umfrage für die besten Zeiträume hattest du Februar und November angegeben. Zumindest hatte ich deine Teilnahme in meine Planung mit einbezogen.


    Aber es gilt natürlich wie immer - man kann es nicht allen recht machen.

    In diesem Thread hatte ich kürzlich eine Frage in den Raum gestellt, für deren Beantwortung wohl eine wissenschaftlichere Herangehensweise notwendig wäre.

    nils, Beam und Niop hatten sich schon Gedanken dazu gemacht.


    Nach anfänglicher Skepsis meinerseits fasziniert mich diese Idee jetzt auch aus mehreren Gründen. Man könnte so einen Messaufbau ja für sehr viele Vergleiche nutzen, indem man eine gleiche kinetische Energie für den Anschlag bereitstellt und die anderen Bedingungen wie die Raumakustik und Mikrofonierung möglichst neutral gestaltet. Damit kann man schon mal viele Fehlerquellen ausmerzen und man muss sich "nur noch" über sehr genaue und konstant gehaltene Stimmungen, möglichst "gleich stark verschlissene" Felle und Dinge wie Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit Gedanken machen.


    Darüber hinaus kann man sogar ermitteln, wieviel mehr bzw. weniger kinetische Energie z.B. tiefer / höher gestimmte Felle aufnehmen und das ggf. ausgleichen. Bzw. muss man das sogar für bestimmte Vergleiche, wie in oben verlinktem Thread besprochen.


    Ich finde die Idee auch deshalb gut, weil das Thema Soundunterschiede durch Material, Bauweise, Befellung, Stimmung usw. ja oft kontrovers diskutiert wird. Eben genau deswegen, weil es so schwer ist das vernünftig zu messen und verlässliche, belastbare Aussagen zu machen. Und zu allem Überfluss sind auch bei diesem Thema noch Esoterik und Voodoo im Umlauf.


    Mir fallen dazu aber gerade mehr Fragen als Antworten ein, z.B. ...


    Wo und wie könnte man das realisieren?

    Wer beteiligt sich und kümmert sich um was?

    Lohnt es sich, das nach erfolgreicher Realisierung über Youtube, Bonedo u.ä. publik zu machen?

    Ich habe mich einfach nur klar und deutlich ausgedrückt und extra dazu angemerkt:

    Sorry für die Wortwahl. Nichts für ungut.


    Ich habe die Tonhöhe der drei Trommeln mit der PitchChecker App gecheckt, sie liegen zwischen 147 und 151 Hz.

    Die Stimmungen können trotzdem sehr unterschiedlich sein (Verhältnis der beiden Felle) ... und wenn unterschiedliche Felle drauf sind braucht man da gar nicht weiter zu reden.

    Und was willst du damit bezwecken? Ohne Angaben zu Fellen und Stimmung, aufgenommen in schlechter Audioqualität.


    Ohne gleiche Befellung, penibel genau gleiche (gemessene) Stimmung und ohne vernünftige Audio-Aufnahme sind solche Vergleiche Schwachsinn. Sorry für die Wortwahl. Nichts für ungut.

    Das Playalong zerrt hier und da übrigens leicht. Das war schon in der originalen Audiodatei vorhanden, kommt also nicht durch Bearbeitung von mir. Fällt im Kontext mit Schlagzeug dann aber nicht mehr so auf.


    Trotzdem ein bisschen schade, weil die Audioqualität ansonsten gut ist und diese Verzerrungen sicher nur durch "unsachgemäßes" Lautmachen in einer Masteringkette entstanden sind.

    Die Voting-Phase ist nun beendet und die Ergebnisse sind da. :)

    Insgesamt haben 19 User abgestimmt, davon 7 unbeteiligte Voter.

    Danke an alle für ihr Engagement und das Ermöglichen dieser Veranstaltung! :thumbup:


    1. Platz m_tree mit Beitrag S (Ø 8,3 Pkt.) >> AUDIO <<

    2. Platz Surfkoala mit Beitrag F (Ø 8,1 Pkt.) >> AUDIO <<

    3. Platz Mattmatt mit Beitrag P (Ø 7,9 Pkt.) >> AUDIO <<

    Die Tabelle als PDF: 1. DF Challenge 2026 (Antworten) - Auswertung.pdf



    VOTING


    Abstimmen dürfen alle User des Forums einschließlich der Teilnehmer!

    Niop kümmert sich um das Voting und ermittelt den Punktedurchschnitt.


    Bitte melde dich an, um diesen Inhalt zu sehen.


    Das Voting läuft bis zum 01.03.2026 23:59 Uhr (UTC+1).


    Ich bitte darum, sich während der Voting-Phase mit wertenden Aussagen - insbesondere zu einzelnen Beiträgen - zurückzuhalten. Jeder soll sich fürs Voting sein eigenes Urteil bilden und unbeeinflusst bewerten.


    Persönliche Notizen, Kritik usw. können nach dem Voting dann aber gern ausführlich im Thread gepostet und besprochen werden!


    Playalong und Performance


    Es handelt sich wieder um einen drumless Track von Jack Curtis:


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    Ich habe eine lossless Audiodatei des Tracks hier gekauft und für die Challenge gekürzt. Jack hat mir ausdrücklich erlaubt, sein Material für die Challenges hier zu benutzen.


    Es besteht künstlerische Freiheit ohne Vorgaben! Bitte einen einzigen Take ohne Timing-Korrekturen abgeben.


    4/4 auf 195 bpm. 3 Takte Stille -> 2 Takte Einzähler. Zusätzlich habe ich an zwei Stellen Hinweis-Klicks über jeweils zwei Takte eingebaut (vor dem ersten Stopp nach dem Intro und vor dem Outro). Die Stopps nach dem Intro sind vorgezogen (auf der jeweils letzten triolischen Zählzeit). Noten zum Track gibts leider nicht.


    Bitte melde dich an, um diesen Inhalt zu sehen.


    Um technische Probleme zu vermeiden bitte ich die DAW-User darum, die für ihre Konfiguration passende Version zu benutzen und kein Resampling zu machen. Bitte lasst mir eure Aufnahme in der selben Samplingrate zukommen, in der ihr es auch aufgenommen habt.


    Recording

    • Von Mehrfachmikrofonierung wie im Studio (auch mit Nachbearbeitung) über Handy-Recorder bis hin zum Smartphone ist alles erlaubt. Bitte auf genug Headroom / Übersteuerungsfreiheit achten. Bei E-Drums die entsprechenden Ausgänge nutzen.
    • Die Aufnahme "drums only" OHNE das Playalong abgeben!
    • DAW-User sollten ein Raster auf 195 bpm nutzen und ihren Track mit dem exakt selben Startpunkt des Playalongs schicken.
    • Alle anderen geben bitte einen Hinweis, auf welcher Zählzeit von welchem Takt ihre Performance beginnt. So kann ich das schneller synchronisieren.
    • Vorzugsweise in Stereo und verlustfrei als *.WAV, *.AIF oder *.FLAC in 44,1 kHz oder 48 kHz und 24 bit.
    • Datei mit Username und Abgabedatum benennen.



    Mixdown


    Extra für die Challenges hier habe ich folgenden Thread erstellt. :)



    Weiterer Ablauf


    Bitte schickt mir eure Aufnahme per PN mit Username und Abgabedatum im Dateiname z.B. via dropbox, wetransfer, onedrive, ...


    Einsendeschluss ist der 21.02.2026 23:59 Uhr (UTC+1).


    Die abgegebenen Schlagzeug-Stereomischungen bringe ich dann erstmal auf gleiche durchschnittliche Lautheit (EBU R128 / psychoakustisch wahrgenommene Lautstärke) und mische sie anschließend mit dem Playalong (ohne Klick und ohne Vorlauf) zusammen. Meine Mastering-Kette halte ich dabei subtil mit etwas Kompression, sachtem EQing und einer Tonband-Simulation.

    Ich mach ggf. auch weitere Anpassungen nach Gehör. Diese betreffen insbesondere die Angleichung der Lautstärke an das Playalong und ggf. weitere subtile Eingriffe.

    Dann rendere ich die Masters mit jeweils passendem Startpunkt (falls jemand einen Auftakt spielt) als 320 kbps MP3.


    Diese MP3s stelle ich dann anonymisiert in einer ZIP-Datei fürs Voting bereit. Abstimmen dürfen alle User des Forums einschließlich der Teilnehmer. Das Voting wird eine Woche laufen.


    --------------------------------------


    Der Thread kann gerne für Austausch und offene Fragen genutzt werden.


    Viel Spaß! :)

    Der wichtigste Hinweis für die höhere Energieaufnahme eines schlafferen Fells ist der schlechtere Rebound. Wenn der Stick/Beater weniger Energie zurückbekommt, MUSS das Fell mehr Energie aufgenommen haben. Schließlich gilt der Energieerhaltungssatz immer noch.

    Ja ... ich denke halt, dass es sich im Endergebnis mit der wahrgenommenen Lautstärke ungefähr ausgleicht.

    Straffer gespannte Felle nehmen zwar weniger Energie auf, klingen durch den höheren Grundton und die ausgeprägteren Obertöne im Mittenbereich aber auch subjektiv lauter und knalliger.


    Baut man nun eine Vorrichtung, die den Fellen immer die exakt gleiche kinetische Energie zuführt, würden die straffer gespannten Felle dann wahrscheinlich immer lauter klingen als die schlaffer gespannten. Somit wäre dann eine Messung und der Vergleich des Sustains auf so unterschiedlich wahrgenommenen Lautstärken auch wieder fragwürdig.


    Bzw. auch wenn man es schafft, sogar die aufgenommene kinetische Energie gleich zu halten, wäre das meiner Meinung nach nicht Praxisnah. Weil das kein Mensch beim Spielen so genau kompensiert.

    Nein, gerade das nicht. Wenn schlappere Felle mehr Energie aufnehmen als straffe, dann muss diese Energie ja irgendwo hin: sie wird in Schallenergie umgewandelt. Am besten hört man das bei einer Bassdrum. Je schlapper das Schlagfell, desto klarer und härter der Kick.

    Vielleicht ist dem ja auch gar nicht so und straffere und schlappere Felle nehmen in etwa die gleiche Energie auf, wandeln diese nur anders um. Die schlapperen in einen zunächst tieferen Grundton und bessere Weiterleitung der Energie ans Resonanzfell. Und die strafferen in mehr Obertöne (im Mittenbereich) und lautere Transienten.


    Der Kick bei Bassdrums ist ja meistens mehr das Auftreffgeräusch des Beaters und weniger der Einschwingvorgang (die Transiente) selbst.


    Weißt du, was ich meine? Aber vielleicht verrenne ich mich da auch gerade.

    Nein, gerade das nicht. Wenn schlappere Felle mehr Energie aufnehmen als straffe, dann muss diese Energie ja irgendwo hin: sie wird in Schallenergie umgewandelt. Am besten hört man das bei einer Bassdrum. Je schlapper das Schlagfell, desto klarer und härter der Kick.

    Ich meinte damit nicht den Kick bzw. das "Patschen", sondern Knall und Attack. Bei höheren Snare-Stimmungen z.B. kriege ich im Schnitt lautere Snare-Transienten und die Snare ist auch oft durchsetzungsfähiger, wogegen tiefer gestimmte Snares im Mix mehr Zuwendung und Support brauchen. So ist zumindest meine Erfahrung.

    Bei Toms habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Für meine Neil Peart - Covers im letzten Jahr hatte ich die ja mal extrem hoch gestimmt und auch zwei Roto-Toms in der Reihe.

    Ich meine damit nicht den extrem tiefen Bereich, wo z.B. Floortoms "patschen", sondern eher mittlere bis hohe Stimmungen. Auch bei Snares zu beobachten.

    Die Frage der Gesamtmenge der übertragenen Energie ist auch noch ungeklärt. Um diese zu bestimmen, müsste man eine Vorrichtung haben, die den Schlag ausführt und die Winkelgeschwindigkeit des Sticks auf dem Hinweg zum Fell konstant bereitstellen und die Winkelgeschwindigkeit auf dem Rückweg messen kann, um daraus die an die Trommel abgegebene Energie zu bestimmen.

    Du vermutest ja, dass schwächer gespannte Felle bei identischer Schlagenergie mehr Energie aufnehmen als stärker gespannte Felle. Mir erscheint das auch logisch und es spricht dafür, dass man mit stärker gespannten Fellen neben mehr Rebound auch lautere Transienten bzw. mehr Attack und "Knall" bekommt.


    Ich denke man muss dabei den Einschwingvorgang (die Transiente) abgekoppelt vom Rest betrachten. Denn schwächer gespannte Felle sorgen ja für tiefere Grundtöne, weil sie langsamer schwingen und entsprechend größere Wellenlängen erzeugen. Demgegenüber können schwächer gespannte Felle aber auch stärker ausgelenkt werden (größere Amplitude). Und das steht eigentlich im Gegensatz dazu, dass man mit stärker gespannten Fellen tendenziell lautere Transienten bzw. mehr Attack und Knall bekommt. Ich meine damit nicht den extrem tiefen Bereich, wo z.B. Floortoms "patschen", sondern eher mittlere bis hohe Stimmungen. Auch bei Snares zu beobachten.


    Ich stelle mir das so vor, dass ein höher gestimmtes Schlagfell die Energie schlechter an das System "weiterleiten" kann bzw. einfach überhaupt erstmal eine geringere Amplitude erzeugt als ein tiefer gestimmtes Schlagfell.


    Eine immer exakt gleiche dem System zugeführte kinetische Energie macht die Ergebnisse dann zwar theoretisch vergleichbarer, aber nach meiner Überlegung auch weniger Praxisnah. Wenn man bspw. das schwächer gespannte Fell stärker anschlagen muss für einen subjektv gleich laut gehörten Schlag - wären die subjektiv als gleich laut empfundenen Schläge dann nicht die geeignetere (wenn auch schwammigere) Vergleichsbasis?


    Wie auch immer - die Unterschiede sind da nach meinen bisherigen Erfahrungen so subtil, dass man die Frage im Threadtitel wohl wirklich nicht so einfach beantworten kann.

    Danke fürs Video, das mit der Baumwolle könnte ich noch probieren. Ich habs schonmal mit einer Schaumfolie (Verpackungsmaterial) probiert, aber das war nix. Ansonsten habe ich die Tipps schon durch: Kopf in sich Ton-in-Ton, Resos höher als die Heads und sogar Intervalle mit so einer Tune-App (wobei manche Drummer da ja Schnappatmung bekommen). Das Booiiing ist leider geblieben, egal was ich probiert habe.

    Probier ruhig mal die Resonanzfelle deutlich höher zu stimmen, z.B. im Verhältnis 4:3 (Quarte) oder sogar 3:2 (Quinte). Wichtiger als das genaue tonale Verhältnis ist am Ende, dass die Felle jeweils in Stimmung mit sich selbst sind (gleiche Tonhöhe / Spannung an allen Spannschrauben) und bei genauen Intervallen natürlich die gesamten Grundtöne.


    Abgesehen von deutlich höher gestimmten Resos wären vorgedämpfte Schlagfelle definitiv was für dich. Z.B. Evans EC2S - die klingen sogar deutlich dumpfer als Remo Pinstripe (zumindest als die, die in den USA gefertigt werden). Oder probier's einfach mal mit den Remo Encore Pinstripes (in Taiwan gefertigt). Die sind nicht nur sehr günstig, sondern klingen deutlich dumpfer und weniger lebendig als aktuellen in den USA gefertigten Pinstripes.


    Dazu noch Watte in die Toms machen (geht auch bei nicht zu sehr geneigten Hängetoms) und du bist deine Sorgen los, auch wenn die Stimmung mal nicht ganz sauber ist.


    Nah aufgestellte Mikros an den Schlagfellen klingen übrigens auch nicht gleich kürzer oder besser. Oft hat man auf nah aufgestellten Mikros sogar mehr Probleme mit zu langem Sustain als auf Overheads. Insbesondere weil die nah aufgestellten Mikros auch die Bässe überbetonen (Nahbesprechungseffekt).

    Aber auch wegen Übersprechen von Becken und Mitbrummeln mit Bassdrum-Anschlägen profitieren Tom-Mikros von Gates oder Lautstärke-Automation (letzteres geht natürlich nur bei der Nachbearbeitung von Aufnahmen, nicht live).


    Das nur noch als Hinweis dazu, dass der Natursound das A und O ist. Und was du direkt am Set hörst klingt auch eher so wie das, was Close Mics und Overheads aufnehmen als das, was Zuhörer irgendwo im Raum hören.


    Ohne Close Mics geht das Sustain in einem Bandkontext übrigens auch oft unter und man raubt den Trommeln mit viel Dämpfung dann nur den Attack, den die Trommeln brauchen um sich im Kontext durchzubeißen. Ist immer so 'ne Sache.

    * : Es könnte neben der Energiemenge auch noch eine Rolle spielen, wo diese Energie ins System gegeben wird, also ob die Störung (Schlag/Stoß) des Systems auf der weicheren oder der strafferen Seite erfolgt. Diesen Einfluss zu quantifizieren wäre sicher spannend. Darüber hinaus könne bei der Wahrnehmung des Sustains noch das Spektrum eine Rolle spielen. Da dieses sich zwischen warmer und flacher Zone unterscheidet, könnte hier auch noch ein Hörphänomen hineinspielen.

    Davon gehe ich aus. Die Spektren der beide Schläge oben unterscheiden sich deutlich. Habe mal die jeweils ersten 2 Sek. (inkl. Transienten) im Loop durch den Analzyer im Average-Modus laufen lassen:


    "Flache Zone" / Reso tiefer:


    "Warme Zone" / Reso höher:


    Es fällt sofort auf, dass der Grundton in der warmen Zone dominanter ist. In der flachen Zone ist der Mittenbereich dominanter.


    Darüber hinaus könnte man die Spektren der Transienten und des Sustains auch noch getrennt voneinander anschauen. Ich komme da mit meinen Mitteln allerdings an Grenzen. Glaube, da funktioniert dann was mit dem Analyzer nicht ganz, bei so einer kurzen Time Selection.


    Eine große Rolle spielt natürlich noch, von wo aus man das überhaupt anhört bzw. mikrofoniert. Ich hatte in meinem Hörzonen-Thread dazu auch noch Tests gemacht und das 12er Tom (ähnlich gestimmt wie oben) oben+unten mit Sennheiser e604 mikrofoniert und umgedreht. Damit konnte ich auch widerlegen, dass es an einem der ungleich hoch gestimmten Felle angeblich immer lauter wäre.


    Am Schlagfell hat man natürlich immer mehr Attack als am Resonanzfell. Das Anschlaggeräusch fehlt am Resonanzfell. Vollkommen logisch.

    Ich hatte zu dem Thema letztes Jahr ein Tutorial-Video gemacht. Das betrifft nicht nur mögliche Intervalle. Ich fange beim" Urschleim" an, erkläre grundsätzliche Zusammenhänge und zeige auch alternative Dämpfmethoden. Man muss nicht immer Moongel o.ä. benutzen, um abzudämpfen.


    Vielleicht hilft dir das ja weiter. :)


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    Vor einem halben Jahr hatte ich ein Tutorial-Video zur Stimmung von Toms in Intervallen veröffentlicht. Es gab dazu dann noch kontroverse Diskussionen in meinem Hörzonen-Thread, u.a. weil dort ein anderes Video mit verschiedenen Behauptungen gepostet wurde. Darunter auch die im Threadtitel gestellte Frage, dort allerdings nicht als Frage formuliert. nils hatte auch etwas zu meinem Video gesagt, aber zu diesem Thema hier gab's dann leider ein paar Missverständnisse. Deshalb möchte ich das im richtigen Unterforum nun noch mal ansprechen.


    Bezieht man sich auf Nils' Buch, könnte man die Frage auch anders formulieren:

    Ist das Sustain in der "flachen Zone" kürzer als in der "warmen Zone"?


    In meinem Video erkläre ich bereits, dass die Resonanz und das Sustain mit größerer tonaler Differenz der beiden Felle abnehmen. Unabhängig davon, welches der beiden Felle höher gestimmt ist. Dazu hatte ich ein paar Vergleiche mit einem 12er Tom gemacht. Das hatte ich zu diesem Zweck beidseitig mit den gleichen Fellen (Remo Encore Ambassador coated) bezogen.


    Mikrofoniert hatte ich das mit einem Oktava MK-012 als Mono-Overhead (etwa 1m entfernt), oben in den Screenshots, und einem SM57 schräg von oben / vorne etwas näher an der Trommel (etwa 0,5m entfernt), unten in den Screenshots. Nachfolgend mal die Wellenformen und Rohmischungen. Zu hören ist ein 100%iger Rohmix der Spuren (auch ohne Limiter) wie zu sehen, die Fader auf 0 dB, keine Anpassung der Phasen. Durch den "eingebauten Phasendreher" der MK-012 passen die Phasenlagen mit denen als Overheads meistens schon gut zusammen, das reicht mir persönlich (ich mache kein "Aligning" bei meinen eigenen Aufnahmen).


    Angeschlagen hatte ich die Felle in der Mitte mit einem Filzschlägel. Es ist also etwas weniger Attack als mit einem Stick vorhanden. Die Felle müssten etwa im Verhältnis 4:3 (Quarte) bis 3:2 (Quinte) gestimmt sein - also schon relativ weit auseinander.


    Zuerst hatte ich das höher gestimmte Fell ("flache Zone" - Reso tiefer) und danach das tiefer gestimmte Fell angeschlagen ("warme Zone" - Reso höher):


    Tom-Zonen-Test.mp3

    (anklicken für große Ansicht)


    Phasenlagen:



    Wenn man sich die Wellenformen anschaut, fällt zunächst auf, dass auf dem MK-012 beim Anschlagen des höher gestimmten Fells eine lautere Transiente entsteht und man kann durchaus auf die Idee kommen, dass die These im Threadtitel zutrifft. Beim SM57 sieht's dagegen schon wieder anders aus.

    Am Ende geht's aber eigentlich nur darum, wie's klingt. Und wenn ich meinen Ohren vertraue, dann nehme ich das sogar anders herum wahr. Dann klingt das Sustain in der "warmen Zone" für mich etwas kürzer als in der "flachen Zone".


    Wie nehmt ihr das wahr?


    Eine weitere Behauptung in dem geposteten Video war übrigens, dass es am tiefer gestimmten Fell immer lauter wäre als am höher gestimmten (unabhängig davon, welches angeschlagen wird), weil das höher gestimmte die "Energie" quasi "reflektieren" würde und man sich das sogar für Mikrofonierung und Auftritte zu Nutze machen könnte. Oder war's anders rum? Müsste ich jetzt nachgucken - aber es ist sowieso Quatsch. Das hatte ich in meinem Hörzonen-Thread nämlich schon widerlegt.


    Ich verzichte hier ganz bewusst auf Verlinkungen zu den Videos und Beiträgen, weil ich den Thread nicht unnötig aufheizen möchte.

    Mich interessieren diese Themen sehr und ich finde es dann immer schade, wenn man nicht mehr sachlich darüber reden kann, weil Ego und Esoterik ins Spiel kommen.