Beiträge von m_tree

    Dass das D112 manchen so missfällt liegt an der Färbung bzw. dem Frequenzgang, die/der jede Bassdrum immer ähnlich klingen lässt. Es ist immer klar, dass man es mit dem D112 zu tun hat. Für Live ist das ne nette Sache, wenn nicht mehr am EQ geregelt werden muss und trotzdem nen schönen Druck + Kick hat, beim Recording stört es u.U. nur.


    Das BD300 ist neutraler und bringt trotzdem alle nötigen Bässe rüber. Für weniger als ein Drittel des Preises nicht schlecht ;)


    Meiner Meinung nach sollte die Hi-Hat und ggf. das Ride Becken auch noch mit separat abgenommen werden, wenn die Toms einzeln abgenommen werden. Die Snare dann zusätzlich unten abzunehmen kann auch nicht schaden .. etc. pp. .. da man das immer so weiterführen kann, macht sich ein Kompromiss nicht schlecht:


    Es ist stilabhängig und eine Geschmacksfrage. Aber ich würde selbst für die Demo Aufnahmen Recorderman empfehlen. Damit gehts auch zur Not ohne zusätzliches SM57. Der Vorteil ist, dass das Budget dann für zwei ordentliche Overheads ausreicht. Die geben auch bei einzelnen Trommelmikros das Gesamtstereobild wieder und müssen die Becken vollständig wiedergeben. Wenn die sch.. klingen, klingts insgesamt bescheiden. Mit Recorderman und zwei guten Overheads hast du die Chance, einen guten und natürlichen Schlagzeugsound ohne aufwändige Verschönerungen hinzukriegen.


    Falls du die Aufnahme sowieso vorher am Pult mixen müsstest, weil du nur die Stereosumme aufnehmen kannst, würde ich auf jeden Fall zu Recorderman raten. Wenn du am Pult mixt, hast du nur den EQ und auch da nur sehr beschränkte Möglichkeiten, nachzubearbeiten.

    Live ist man mehr auf die einzelnen Trommelmikros angewiesen und braucht auch nicht unbedingt einen so präzisen Stereosound. Oftmals müssen nur bzw. hauptsächlich die Trommeln verstärkt werden, weil die Bleche in kleineren Räumen sowieso zu sehr scheppern. Bei größeren Gigs und Outdoor ist das dann evtl. wieder was anderes. Mehr weiß ich aber auch nicht dazu - weitere qualifiziertere Antworten würden auch mich interessieren ;)


    Ich grübel gerade nach, ob es sich lohnt von einem Rode NT5 matched Pair auf die t.bone SC-450 umzusatteln? Ersparnis gute 100€. 1" statt 1/2" Membran. Beim SC450 leichte Tiefmittenschwäche, etwas Präsenz. Beim NT5 linearer Verlauf.

    Ich habs mir anderes Überlegt, ich bleib vorerst mal bei dem voll Akustischen Drum ;)


    Wie ist das denn zu verstehen?


    Folgendes wäre eine sparsame, relativ gut klingende Möglichkeit aufzunehmen:


    http://www.thomann.de/de/the_t…c140_stereoset_bundle.htm
    http://www.thomann.de/de/the_tbone_bd300.htm
    http://www.thomann.de/de/alesis_multimix_8_usb_fx.htm
    plus Stative und Kabel: ca. 360€


    Das ganze stellst du dann nach der Recorderman Methode auf: Glyn Johns Magic ?!? SOUNDTEST
    Das wäre die günstigste Methode, dein Set in brauchbarer Stereo-Qualität aufzunehmen.


    Nachteil: Musst den Kram vorher mit dem Mixer abmischen, kannst also nicht getrennt auf dem Rechner nachbearbeiten. Interfaces, die mehr als 2 Mikro Eingänge bieten und diese auch getrennt ausgeben können, kosten um die 400€ aufwärts. Allerdings kann man mit der Kombination eines kleineren Interfaces (2 Mikro- plus 2 Line-Eingänge) und nem zusätzlichen Kleinmixer auch für um die 250-300€ (exklusive Mikrofone) max. 4 getrennte Mikrofonsignale aufnehmen.


    Wenn es noch günstiger sein soll, macht nur noch ein Handyrecorder Sinn.


    ... nur um kurz klarzustellen, um was es preislich eigentlich so geht. ;)

    Ich denke, guter Unterricht ist vor allem am Anfang wirklich wichtig. Hat man dann gelernt, wie man effizient übt, wie man sich selbst einschätzen kann und wie man alle grundlegenden Stolperfallen, die es so gibt, umgeht, ist es leichter, allein weiter zu machen. Da ist nur die Frage, inwieweit der eigene Antrieb dafür ausreicht (manche müssen etwas vorgekaut bekommen, um am Ball zu bleiben) und was man selbst für sich anstrebt. Strebt man sehr hohe Ziele an und bekommt von diversen Leuten gesagt, dass man das Zeug dazu hat, tut man wahrscheinlich besser daran, sich mit gutem Unterricht - sei es bei einem neuen, prominenteren Lehrer - weiterzubilden.


    Ich muss sagen, dass sich mein Bild von Unterricht im Verlauf des Threads etwas geändert hat. Und ich hatte noch nie wirklich guten Unterricht (Unterricht generell hatte ich das letzte mal als 8-jähriger Stift), das ist richtig. Aus dem Grund kann ich mir momentan garnicht vorstellen, wie es wäre, Unterricht zu nehmen. Ich habe vor, nochmal Unterricht zu nehmen (wie ich bereits einige Beiträge früher schrieb), zunächst um mir erstmal grundlegendes Feedback zu holen und zu klären, wie ich am besten weiter machen kann, welche Aktivitäten wann und wo sinnvoll sind etc. und vor allem einfach mal zu erfahren, wie guter Unterricht funktioniert und was es mir persönlich bringt bzw. bringen kann.


    Das wichtigste ist denke ich folgendes: Man muss vom Schlagzeugspielen zu 100% überzeugt sein, ein Gefühl für Musik haben und etwas damit erreichen wollen (egal, ob es top40 Cover oder Studiodrummer für größere Acts und Schlagzeuglehrer ist). Wenn das nicht vorhanden oder sehr wenig ausgeprägt ist, bringt auch der beste Unterricht nichts. Ist es aber in gesundem Maße vorhanden, wird man sowohl mit Unterricht als auch als Autodidakt etwas erreichen - mit Unterricht geht es allerdings einfacher und schneller. U.U. ist die Diskrepanz dann so groß, dass man gewisse Ziele, die man mit Unterricht hätte erreichen können, ohne Unterricht an den Nagel hängen kann, weil es einfach nicht schnell genug geht - Stichwort Brötchen verdienen und Zeit zum Üben.


    Wenn man selbst professionell werden will, sollte man meiner Meinung nach nach Möglichkeit eine gewisse Zeit von einem Vollprofi instruiert worden sein und Feedback empfangen haben.

    Zitat von scotty

    Das macht ja eigentlich jeder bis zu einem gewissen Grad, aber wenn das in Aussagen gipfelt wie "eine Stunde üben ist effektiver als fünf Stunden", dann wird es ein wenig absurd. Schlagzeugspiel ist so facettenreich, dass man ohne Probleme jeden Tag 10 Stunden verschiedene Sachen üben kann, ohne sich geistig abzunutzen.


    Aha .. und weils so viel Spaß macht könnte man ja auch jeden Tag 10 Stunden vögeln, nich? Irgendwie scheinst du nicht verstanden zu haben, was ich meinte.


    Buddy
    Du weißt, wie ich das meinte. Rudiments sind für mich Paradiddles, Flams, Doublestrokes auf Übungspads. Dass alles weitere darauf aufbaut ist logisch, aber das bezeichnet dann keiner mehr als Rudiments.


    Im Grunde wollte ich einfach mal darstellen, dass es auch andere Wege gibt als Unterricht zu nehmen und dann stur mit Rudiments einzusteigen. Ich muss ehrlich sagen, ich kenne einige Drummer, die diesen klassischen Weg gewählt haben, und mich überhaupt nicht vom Hocker reißen. Wenige, die was draus gemacht haben und ein paar, die - wie ich - autodidaktisch das spielen und üben, was sie begeistert und was sie können wollen. Dazu zählen allerdings keine Rudiments.


    Ich sehe es oft, dass Leute auf dem "richtigen" Weg mit Unterricht und Rudiments nicht lernen, um was es beim Drumming eigentlich geht. Nämlich Groove, viiieeel Feingefühl, Musikalität und Band/Songdienlichkeit.
    Wenn man den richtigen Mittelweg findet, wäre das natürlich das Optimum, weil man dann eine perfekte Technik mit den anderen genannten Sachen kombinieren kann. Aber das gelingt den wenigsten. Und nur die sind dann auch richtig gut.

    Jaja. Mit nem guten Lehrer hätte ich es auch viel einfacher gehabt und wäre jetzt besser. Natürlich.


    Rudiments sind zum Erlernen der Grundlagen da, alles andere baut darauf auf. Es geht um Technik und Unabhängigkeitstraining. Ab einer gewissen Stelle bringens Rudiments aber einfach nicht mehr, weil sie einfach nicht das darstellen, worum es beim Drumming eigentlich geht: Groove, ausgeprägte Rhythmik, schöne Fills, Geschwindigkeit etc. ... und natürlich songdienliches, entspanntes Spielen.


    Mit Rudiments lernt man nicht, sich durch das Schlagzeug auszudrücken, seinen Stil zu finden. Es geht - wie schon gesagt - nur um Grundlagen: Technik und Unabhängigkeit.


    Durch Rudiments wären die großen Drummer alle nicht zu dem geworden, was sie sind. Durch Rudiments wären sie allenfalls alle irgendwann auf dem gleichen Level stehen geblieben und würdn sich nicht unterscheiden.

    Nimm einen Stimmschlüssel und setz dich in Ruhe mit der Maschine irgendwo hin. Wenn du selbst rausfindest, wo das Problem liegt, lernst du mehr, als wenn du dir alles vorkauen lässt.


    Wird ja wohl nicht so schwer sein, das Zusammenspiel ner Welle, ner Feder, nem Pedal, nem Beater und ein paar Schräubchen zu checken? :whistling:

    Üben ist nicht gleich üben. Wer jeden Tag 5 Stunden übt, lernt am Ende wahrscheinlich nur halb so effektiv wie der, der eine Stunde übt. Man kann das Übungspensum nicht einfach in Zahlen ausdrücken. Irgendwann ist mal die Luft raus .. irgendwann muss man was anderes machen und sehen, um nicht auf der Stelle zu treten, und bei Zeiten wieder Lust aufs Schlagzeugspielen zu bekommen. Es ist auch abhängig von der Tagesform. Und davon, wie man übt.


    Eine gewisse Drahtigkeit / Sportlichkeit ist z.B. fürs Drummen von Vorteil. Die kriegt man aber nicht durchs Schlagzeugspielen, sondern durch z.B. Schwimmen, Joggen oder sonstige sportliche Betätigungen. Wenn ich jetzt 5h am Tag übe, bleibt dafür ganz bestimmt keine Zeit und Energie mehr, sofern ich noch ein Berufs- und Privatleben führe.


    Am Ende gehts auch darum, was man übt. Meiner Meinung nach bringen z.B. Rudiments nur in sehr begrenztem Maß was. Auch Bandproben, Recordingsessions und Gigs sind Übungen - und unerlässlich, um ein guter Drummer zu werden.


    Phil-In
    Der Wille ist sicher ein sehr wichtiger Faktor. Wo ein WIlle ist, ist auch ein Weg .. blabla.
    Allerdings ist Musikmachen eine Kunst und der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Insofern wird jeder seine eigenen Vorlieben und seine eigene Spielweise entwickeln. Vergleiche sind dann sehr schwierig. Wenn ich mir vornehme, ich will so wie Dave Weckl spielen können, werde ich versuchen müssen ihn zu kopieren - was meistens jämmerlich in die Hose geht.
    Messen kann man dann vielleicht nur was anhand dessen, wie komplex das Zeug ist, was der jeweilige Drummer spielt. So gesehen würde ich definitv sagen, dass Vinnie Colaiuta ein besserer Drummer als Travis Barker ist. Trotzdem hat Barker seine Daseinsberechtigung und wird vor allem wegen seinem Auftreten, seiner Show und seiner Band von vielen geachtet. Lustigerweise sind die jenigen, von denen er Beachtung kriegt, eher Nichtdrummer bzw. Anfänger.

    Einmal sind sich viele Forscher einig, dass es so etwas wie talent nicht gibt. Die genies haben bis zu einem gewissen lebsjahr einfach viel mehr geübt.


    Es gibt Neigungen, Interessen, Veranlagungen. Diese entwickeln sich durch die frühkindliche Prägung. Besondere Genetische Voraussetzungen haben mit Schlagzeugspielen nix zu tun. Daher ist das mit dem Talent / Begabungskram tatsächlich etwas fragwürdig. Wobei ich mich immer noch frage, warum ich schon mit 4 Jahren gern auf Kochtöpfen und Schüsseln getrommelt hab ... ^^


    Zitat von groovinHIGH

    Es kreist da so eine Zahl von 10.000 Stunden im raum, die in etwa nötig sind um irgendetwas - egal was - gut zu können.


    Sorry, aber das ist in meinen Augen Mumpitz. Wenn ich dieses "egal was" angenommen jeden Tag eine Stunde so effektiv genug betreibe (Durchschnitt - das ist ne Menge), bräuchte ich 27,5 Jahre, um es gut zu können. Wenn das so wäre, wären wir wahrscheinlich alle Nachkommen von Nutten und Pornostars ... :thumbup:


    Der Rest ist schön gesagt. :)

    Zitat von Phil-In

    aber ein gewisses Niveau kann im Prinzip jeder erreichen, egal ob mit Lehrer oder ohne.


    Das würde ich so nicht unterschreiben. Definiere zuerst "gewisses Niveau" und führe dir dann vor Augen, dass jeder seine eigene Spielweise entwickelt und Vergleiche ab "einem gewissen Niveau" sehr schwierig werden.
    Ist eben die Frage, was man selbst anstrebt. Es gibt genug "nivaulosere" Umgebungen, in denen sich Musiker wiederfinden, die auf einem relativ niedrigen Level verharren. Viele Standard Coverbands beherbergen solche Musiker. Ist also nur die Frage, was man selbst anstrebt und wofür man seine Fähigkeiten einsetzen will.


    Zitat von Phil-In

    Ich mein ganz am Anfang war jemand der mich belehren wollte, dass The Rock Show keine Achtel, sondern Sechzehntel sind...


    Das ist Auslegungssache. Das können 8tel im Normal-time auf 190bpm sein oder 16tel im double-time auf 95bpm. Üblicherweise wären es 8tel, an den 16teln ist aber prinzipiell nix falsch, wenn man die anderen beiden Kriterien mit anführt.

    Unterricht ist ne gute Sache, wenn er funktioniert und effektiv ist. Das hab ich nie bestritten. Ich wollte nur klar machen, dass man nicht unbedingt Unterricht braucht, um ein guter Schlagzeuger zu werden. Unter gewissen Umständen ist man als Autodidakt nicht schlechter dran.


    Wobei gut auch erstmal definiert werden muss. Da gibts einfach zu viele Faktoren.

    Es gibt halt Menschen / Drummer, die "habens" und andere "habens" halt nicht bzw. weniger. Will heißen: Der eine hat Talent und ist erfolgreicher Autodidakt (kenne da so einige, nicht nur Schlagzeuger) und der andere braucht halt Nachhilfe. Fakt ist: Wer Talent hat und sich reinhängt und die Sache ernst nimmt, der kann auch als Autodidakt was reißen.


    Man muss dazu sagen, dass es ohne ein bisschen Bestätigung nicht geht. Ab und zu braucht man den Dialog mit und das Feedback von "besseren" Kollegen mit längerer Erfahrung. Wenn die einem sagen, dass man auf dem richtigen Weg ist, ne gute Technik hat und locker ist, ist alles in Butter. Der Rest ergibt sich von selbst, wenn man Talent, Spaß an der Sache und Durchhaltevermögen hat.


    Wollte es vermeiden, aber ich nehm einfach mal mich als Beispiel: Nachdem ich ca. 2 Jahre nach meinem "Wiedereinstieg" (quasi bei Null angefangen) spielte, war die Technik ausgereift, eine gewisse Schnelligkeit vorhanden, die Reife für Bands da .. ein sauberer Shuffle stellte kein Problem dar. Nach insgesamt 4 Jahren konnte ich Sachen wie Rosanna (Toto), Tom Sawyer (Rush), Anthem Part 2 (Blink 182) etc. sauber spielen - ohne eine einzige Unterrichtsstunde genommen zu haben. Mir wurde, nachdem ich 2 Jahre nach dem Neuanfang spielte, immer häufiger attestiert, ich sei ein guter Schlagzeuger.
    Als Kind hatte ich schonmal 2 Jahre gespielt und nie ernsthaft Unterricht genommen. Alles was ich im Unterricht gelernt hatte war, dass mir das nichts bringt. Mein Solo, das ich mit 8 insgesamt 4 mal vor jeweils nem mehrere Hundert Mann starken Publikum spielte, hatte ich mir selbst ausgedacht. DIe Musikschule freute sich, dass sie der Presse sagen konnte, dass das nach nur nem halben Unterrichtsjahr (bei von mir ungewollt 5 verschiedenen Lehrern - die Schule war sch..) möglich ist. Mit 7 angefangen, mit knapp knapp 10 wieder aufgehört, mit 16 wieder angefangen.
    Ich werde nächstes Jahr mal einen Lehrer konsultieren, um in einem kleinen Crashkurs ein paar Sachen durchzuchecken. Quasi Feedback einholen. Sehen, wie guter Unterricht funktioniert. Das muss schon sein, bevor man selbst unterrichtet.


    Ist vielleicht ein ganz nettes Beispiel dafür, dass es auch ohne Unterricht geht.

    Mit nem DSP hat man fast keine Latenz. Nicht merkbar. Software DSP auf dem Rechner hat ganz sicher ne höhere Latenz zur Folge. Finger weg.


    Firewire wäre eher zu empfehlen. Ist praktisch einfach tauglicher als USB 2.0 fürs Recording von 8 Kanälen und mehr. Da finden sich auch mehr Interfaces.


    Kann aus eigener Erfahrung das Focusrite Saffire Pro empfehlen. Firewire, liegt im Preisrahmen und hat viel gelobte (vielleicht sogar die besten?) Preamps in der Preisklasse. Kannst ne Hand voll Monitormixe erstellen und getrennt rausgeben. Unkomplizierte Treiber und Software.


    Das kann man aus obigem "Ratschlag" lesen und am Schlagzeug wahrscheinlich auch hören.


    Ich unterbreche deinen Zweikampf nur ungern, möchte aber an dieser Stelle Folgendes nochmals klarstellen:


    Man muss nicht zwingend Unterricht nehmen, um ein guter Drummer zu werden. Vielen Autodidakten hört man ganz sicher nicht an, dass sie nie ernsthaft Unterricht genommen hatten. Es ist natürlich schwieriger und ggf. etwas zeitintensiver ohne Unterricht reinzukommen, spart aber Geld und fördert die Findung des eigenen Stils.


    Natürlich kann man das bestimmt nicht über einen Kamm scheren. Es gibt Autodidakten, die es gebacken kriegen, andere kommen nie über den Top40 4/4 standard bum-tschak hinaus. Es gibt Drummer, die ihre Fähigkeiten effektiv mit Unterricht ausbauen, es gibt aber auch solche, die nach 10 Jahren Unterricht weder grooven noch blasten können.


    Neulich wurde ich nach nem Gig von nem Profi gefragt, bei wem ich Unterricht hatte. Den Rest kann man sich denken ;)

    Den klassischen Sound des Sets erhalten? Es gibt keinen klassischen Sound eines Sets. Es gibt nur tausend verschiedene Felle und noch mehr verschiedene Stimmungen. Alles Geschmackssache.


    Da Felle genauso Geschmackssache sind wie vieles andere am Schlagzeug wirst du da auch auf keinen grünen Zweig kommen, wenn du hier Empfehlungen einholst. Du kannst dir höchstens ein paar Inspirationen einholen, Entscheidungen musst du dann schon selbst treffen. Bis man seine Vorlieben für sich entdeckt hat bzw. weiß, woran man mit welchen Fellen ist und einen Überblick hat, kann es schonmal ein paar Jahre und ne Hand voll verschiedene Fellsätze brauchen.


    Meine Empfehlung wäre folgendes:


    coated Ambassador auf den Toms beidseitig, mit halben Moongel Pads ggf. etwas nachdämpfen ... Stimmung tief und fett, Reso etwas höher als Schlagfell
    PS3 clear / ebony (clear als Schlagfell) auf BD, Loch ins Ebony machen, evtl. ein kleines bisschen Dämpfung (keine Decken reinstopfen!) mit Kissen, Noppenschaum o.ä. ... wiederrum tief und fett gestimmt, Resonanzfell etwas höher


    So würde ICH es machen. ;)

    Nach ein paar "Schimpfwörtern" und rumrätseln habe ich schließlich rausbekommen, dass der Mixer von Peavey zwar 12 Mono- und zwei Stereoeingänge anbietet, als Audiointerface jedoch nur zwei Kanäle weiterleitet (2In/2Out-Audiointerface).


    Hätte das zur Debatte gestanden, hätt ich dir das gleich sagen können. Hatte auch mal mit so einem Peavy USB Mixer versucht aufzunehmen. Die geben nur die Stereosumme der Main Outs raus. Die Qualität der Wandler ist auch nicht besonders, bei uns gab es damals viele Störgeräusche.


    Kleiner Tipp in dem Zusammenhang: Regel alles bis auf Snare/BD im Panorama (Pan Regler), dann hast du echten Stereo Sound und es wirkt breiter. Du kannst auch versuchen jeweils etwas am EQ zu drehen - wenn du da parametrische Mitten hast, umso besser. Hier macht es sich gut, sich erstmal einen groben Überblick zu verschaffen:


    http://de.wikibooks.org/wiki/D…ahme_.28Drum-Recording.29

    Der Song ist noch etwas flotter als 190bpm (193 ca.).
    Für den "Otto Normal Rock Drummer" (also keine Metaller, die sowas mit den Fingern spielen u.ä.) sind 8tel auf 200bpm bzw. 16tel auf 100 schon ne kleine Hausnummer. Zumindest, wenn man die in nem Song locker und groovig durchhalten will.


    Kleiner Tip von mir:


    Spiel diese knapp 400 Schläge pro Minute (8tel @200bpm, 16tel @100bpm) auf 100bpm als 16tel bzw. als half-time auf 200bpm (ein statt zwei Snareschläge pro Takt). Dadurch verlangsamt sich der Beat, die HiHat/Ride Figur bleibt gleich. Du kannst dich somit mehr auf die Führungshand mit den 16teln konzentrieren und somit die schnellen Singlestrokes entspannter üben.
    Nimm dir ein Metronom zur Hand und schau nach, auf welchen Tempi du das sauber und entspannt hinkriegst. Nimm es am besten auf und hör es dir an. Als Anfänger merkt man beim Spielen nicht sofort, wenn etwas leicht unrund läuft. Fang lieber erstmal bei 150bpm bzw. 75bpm an ...


    Spiel ansonsten lieber erstmal langsamere Nummern, diese aber möglichst präzise und sauber. Ich glaub dir nicht, dass du den Rock Show Song auch nur ne halbe Minute präzise bzw. tight spielst, wenn du solche Fragen stellst.


    Man braucht nicht unbedingt einen Lehrer, um ein guter Drummer zu werden, der seinen Körper nicht durch falsche Techniken zur Sau macht. Das funktioniert aber nur, wenn man sich reinhängt und viel "beobachtet", rumprobiert und ne gute Selbsteinschätzung hat.

    Was ist denn falsch daran, alle Fader am Mischpult und den Fader in der Software auf 0dB zu stellen und dann mit dem/den Preamp/s (Mischpult/Interface) einzupegeln?


    Ich kenne es so, dass ich die Preamps am Interface stark aufdrehen kann, wodurch es bei 0dB Einstellung der Software übersteuern würde, aber dann mit den Softwarereglern nachregeln kann. Ist gehupft wie gesprungen. Allerdings kenne ich das nur von Reaper, evtl. gibts in Cubase weitreichendere Einstellmöglichkeiten.
    Nur ist es - rein theoretisch - sinnvoller, niedrigere Pegel durch die Hardware zu jagen, um Qualitätsverluste zu vermeiden. Wenn er übers Mischpult aufnimmt muss die ganze Schose ja auch durch die EQs etc.


    Von minderwertigen Preamps (Beispiel Behringer ADA8000) hab ich gehört, dass die Qualität umso mehr leidet, je weiter sie aufgedreht werden.

    Na ja, für mich klang das so wie z.B.: "Auch wenn Erik Paiste nen europäischen Pass hat, ist die Firma Paiste doch schweizerisch?" ... und das, obwohl die Schweiz nicht mal in der EU ist.


    Das ist ne reine Formsache, mit Zugehörigkeitsgefühlen hat das wenig zu tun. Die bayerischen Gesetze, Schulsysteme etc. gelten ja für Franken genauso wie für den Rest von Bayern.


    ... aber man kanns natürlich auch übertreiben mit der Klugscheißerei :D