Beiträge von m_tree

    Schlagzeugsound ist "leider" eine der Königsdisziplinen. Da kommen sehr viele Themen zusammen, von denen jedes für sich genommen sehr komplex ist und mit viel Übung und Know How verbunden ist.

    Angefangen mit der Stimmung, über die Aufnahme (Mikrofonierung, Raum, Performance) bis hin zum Mixdown.

    Damit kann man sich Jahrzehnte lang beschäftigen und lernt nicht aus.


    Schlagzeugaufnahmen profitieren immer sehr von einer Nachbearbeitung bzw. einem Mixdown mit EQ, Kompression, Sättigung, ggf. auch künstlichem Hall. Aber es gilt wie immer "Shit in -> Shit out". Die Aufnahmen sind der Schlüssel.


    Für den Mixdown hatte ich hier kürzlich einen Leitfaden erstellt:



    An deiner Stelle würde ich mich erstmal mehr aufs Spielen bzw. Üben konzentrieren und einfach ein Yamaha EAD10 nehmen. Ich selbst benutz das zwar nicht, aber hab davon schon einige brauchbare Aufnahmen gehört.


    Oder du besorgst dir gleich ein E-Drum. So brauchst du dich auch nicht mit Stimmen zu beschäftigen.

    Meshheads könnten auch nach meiner Einschätzung die Lösung des Problems sein. Kannst ja z.B. mal ein 12" Tom nehmen, die Felle runtermachen, ein Meshhead auf eine Seite machen und dann gleichmäßig spannen, bis der Rebound passt.


    Ist aber ohne Gewähr. Ob das leise genug ist würde mich auch interessieren.

    sind das denn keine Originale?

    Ich meine damit natürlich keine bekannten Coverversionen von z.B. Whiskey In The Jar (Thin Lizzy, Metallica).

    Aber vor allem ältere und anspruchsvolle Titel von Bands mit sehr markantem Feeling und Sound gehen für mich nur im Original klar. Wenn ich mir meine bisherigen Covers auf Youtube so anschaue bin ich wirklich froh, überall die Originale genommen zu haben. Falls es von Tracks von z.B. Rush oder Tool überhaupt brauchbare "Karaoke"-Versionen gibt. Oder auch RHCP, RATM, SOAD, ja sogar (oder vor allem) Led Zep mit Bonham, Toto mit Porcaro, Rory Gallagher mit verschiedenen Drummern uvm. ... das ist alles noch ohne Klick eingespielt mit einem ganz markanten Feeling. Da kommen bzw. kamen höchstens die Bands selber mit Live-Versionen noch am nächsten ran.


    Die ewig selben Fragen, die von Youtube nicht eindeutig beantwortet werden...

    Das ist sowieso alles eine rechtliche Grauzone. Eigentlich ist es nicht erlaubt, urheberrechtlich geschützte Musik in eigenen Videos zu benutzen. Auf Instagram z.B. gibts deswegen ja eine frei verfügbare Auswahl an Musik, die zur Untermalung von Videos genutzt werden kann.


    Youtube (bzw. Google) dagegen hat allgemeine Einigungen mit der GEMA und den Pendants anderer Länder. Wobei die mit der GEMA vor einiger Zeit einen langen Rechtsstreit hatten, weshalb sehr viele Videos in DE gesperrt waren (mein erstes YT-Cover von 2012 zeitweise auch).


    Es gibt da immer mal wieder Ausnahmen, die der Rechteinhaber direkt erwirkt. Deswegen konnte ich meine Covers von "99 Luftballons" und "Back In Black" dann nur mit meiner Schlagzeugaufnahme ohne das Lied veröffentlichen. Für aufwändigere Sachen, die viel Vorbereitung erfordern, checke ich vor der ganzen Arbeit mit einem kurzen Test ab, ob ich es überhaupt auf Youtube veröffentlichen kann.


    Seit 2022 fällt mir vermehrt auf, dass die Rechteinhaber einiger Songs ihre Musik in Russland (z.T. auch Belarus) sperren. So auch hier bei "Hey Joe" übrigens.

    Und das ist für mich auch nachvollziehbar.



    m_tree: zu hey Joe: großartig gespielt!

    Danke. :)

    Woher bekommt man denn die Backing Tracks ohne die Drums, um selber dazu zu spielen?

    Wie Birgit schon sagte geht das z.B. mit Moises. Ich hab von der App noch ein älteres günstiges Premium-Abo. Nutze das auch im Unterricht.

    Dahinter steckt eine KI. Mit normalen tontechnischen Mitteln kann man Instrumente und Gesang nicht im Nachhinein voneinander trennen.


    Für meine Covers kaufe ich mir lossless Audiodateien (FLAC) meistens auf https://de.7digital.com/ und lade die dann am Rechner (Windows) in die App. Die sind dann übrigens auch automatisch in der App auf dem Smartphone. Mit dem Premium-Abo kann ich dann WAVE-Dateien für alle einzelnen Tracks inkl. Metronom rausziehen. Die nehme ich mit in den Proberaum. Das Metronom ist bei Sachen, die ohne Klick eingespielt wurden, wirklich hilfreich. Bei komplexeren rhythmischen Strukturen kommt auch mal Mist raus, aber meistens funktionierts. Die Schlagzeugspur ist hilfreich, um Details rauszuhören und natürlich später, um das Originalschlagzeug im Gesamtmix auszublenden.


    Das mach ich jetzt seit fast drei Jahren so.

    Wie erzeugst Du Deinen Crashbecken Sound? Kompression und Anheben der Höhen?

    Nee. Einzeln komprimierte Becken mag ich gar nicht. Und ich lege Wert auf einen weichen, unaufdringlichen und trotzdem brillanten Beckensound. Daher hebe ich auf Overheads und Beckenmikros einzeln auch keine Höhen an. Die Bearbeitung mach ich zu großen Teilen auf dem Gruppentrack ("Bus") aller Schlagzeugspuren.


    Das habe ich hier genauer erklärt. Wobei meine Bearbeitung meistens noch umfangreicher ist.


    Was für ein 900er ist das denn beim zweiten? Den Sound mag ich👍

    Ist das normale 22er 900er Ride.

    Hab mir auch mal neue HH-Becken besorgt, sind in beiden Videos zu hören. Zultan Caz 14".


    Beide kürzlich neu gekauft und eine Punktlandung gemacht. Es gibt viel teurere Becken, die ich denen in keinster Weise vorziehen würde.


    Für das Hendrix-Cover hab ich aber wieder das 22er Istanbul Mehmet Kiko Freitas Ride genommen, das hat da einfach besser gepasst.

    Mal wieder ein Cover. Nicht 1:1 nachgespielt, hab aber natürlich versucht das Feel zu treffen. Vor allem was den Swing und die Fills betrifft. Hab aber auch mein eigenes Feel mit reingebracht. Das exakt zu kopieren ist sowieso nicht möglich. Man merkt bei Mitch Mitchell hier jedenfalls deutlich, dass er auch ein Jazz Drummer war.


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    Und der Vollständigkeit halber noch mein letztes Kurzvideo. Fand ich jetzt nicht so erwähnenswert und wollte damit die laufende Challenge hier nicht stören.

    Auch nicht 1:1 nachgespielt bzw. mit eigenen Fills und Patterns (Ride-Glocke ...).


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    Danke dir! Also die Wechsel vom einen Part zum nächsten? Jepp, bisschen wackelig am Schluss, leider.

    Musste ich unbefriedigenderweise so stehen lassen.

    Ich meinte Wechsel innerhalb der Parts, z.B. von der Hi-Hat zum Ride. Aber das ist eher allgemein für meinen persönlichen Geschmack gesprochen, weil mir in sich schlüssig begleitete Songteile besser gefallen. Was nicht heißt, dass immer das selbe gespielt wird, aber eben so grundsätzlich vom Feel und vom Sound.


    Ansonsten waren das wie gesagt eigentlich nur Notizen für mich selber und auch nur deswegen eher negativ konnotiert, um Punktabzüge für mich zu rechtfertigen. Ich war ja mit 5-9 Pkt. und davon 2x 8 und 2x 7 Pkt. vergleichsweise eher großzügig.


    Ich bin mit meinem finalen Take übrigens auch nicht zufrieden, bin da meiner Meinung nach stellenweise viel zu weit vorn (vor dem Klick).

    Aber irgendwann muss man eben echt mal zu einem Ende kommen. Perfektionismus wird ab einem gewissen Punkt ja auch unproduktiv.


    Hallo Marius :) . Natürlich geil getrommelt, klingt selbstbewusst und energievoll, mächtiger Sound, coole

    Idee mit den Soli am Anfang resp. am Schluss, tolle Pattern ausgetüftelt. Tool-Vibes im ersten Part, ein schöner

    5/8-Teil, super Simon-Philips-Vibe mit der HH und dem Tomsound, die Snare auf 3+ gefällt mir. Der vorgezogene

    Einstieg in den 4/4 gefällt mir nicht so.

    Hallo Matthias! ^^

    Danke, das liest sich echt gut. Und Glückwunsch zum ersten Platz. ;)

    Danke, freut mich. ;)


    Für den Sound im Video hatte ich eigentlich gar nichts an meinem Setup geändert. Nur im 19/8 eben den Snare-Teppich runtergemacht und mich neben Kick und Snare auf die Toms beschränkt. So spiel ich öfter gern mal - natürlich auch inspiriert von Danny Carey. Und seit meinem "Schism"-Cover hab ich seine Doublebass-Triolen sowieso gefressen.


    Das Pro-M klingt wirklich erstaunlich gut, zumindest die Bassdrum und die Toms. Werde mir demnächst aber mal ein neues Set gönnen und das Pro-M dann nur noch für Gigs benutzen.

    Eines ist bei mir in Erinnerung bzw war sofort auffällig, jemand hat da versucht den Tool Klang abzubilden bzw wurde ich bei dem Sound und die Art und Weise des Spiels daran erinnert. Weiß jetzt nicht wer das war, müsste ich erst nachschauen.

    Das müsste ich mit Beitrag J gewesen sein.

    Habe nicht versucht den Tool-Klang abzubilden. Wirkt zwar vielleicht so, aber das waren eher unbewusste Entscheidungen. Ich spiel auch so gern mal ohne Snare-Teppich hauptsächlich was auf den Toms. Das hat einfach einen schönen Klangcharakter, find ich. Ist mal was anderes. Und nach meinem "Schism"-Cover hatte ich DCs DoubleBass-Triolen dann auch gefressen. ;)


    Hab ja früher viel Tool gehört und DC ist definitiv ein Vorbild für mich (neben Neil Peart, Jeff Porcaro und anderen).


    Ach so - zu hören ist der letzte von 5 Takes mit laufenden Kameras. Hatte ich aber in Ruhe mit Arbeitsaufnahmen vorbereitet.

    Ich nehme die Challenges auch immer als Herausforderung an und fröhne da meinem Perfektionismus.


    Wobei das zu großen Teilen in den ungeraden Solo-Teilen improvisiert ist. Nur die grobe Struktur hatte ich geplant, aber jeder Take war anders.

    Letztendlich wird mal wieder deutlich, was die Kollegen vom Ananasbaum und Werkzeug so ausmacht!


    Du meinst vermutlich den "Stachelschwein Baum" (porcupine tree) ?

    Oder kombiniert? Weil Gavin Harrison ja auch beim "Ananasdieb" spielt. ;)


    Was den "Kollegen" vom Werkzeug ausmacht - da spielt halt auch die ganze Band und das Songwriting 'ne Rolle. Aber was Danny Carey zu so 'nem Playalong hier spielen würde fänd ich auch interessant.

    Dann hier auch mal das Video zu meinem Challenge-Beitrag:


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    m_tree, Bitte noch im Startbeitrag aktualisieren.

    Done. :)


    Abschließend noch zu der unverifizierten Stimme die mir 10 Punkte eingetragen hat und vielleicht eine schiefe Optik erzeugt: ich kann nur sagen, von mir kam die Stimme nicht

    Danke für die Stellungnahme! Wer weiß ... die IP-Adresse konnte nicht mehr zurückverfolgt werden, weil der User das letzte Mal im Juli oder so hier angemeldet war.

    Daher auch die Entscheidung, die Links im Startbeitrag ab jetzt nur noch für angemeldete Benutzer sichtbar zu machen bzw. für Gäste zu verstecken.


    Für mich schrie der Song förmlich danach, darüber zu improvisieren und auch ein Solo zu spielen.

    Vor allem der 4/4 Mittelteil klang mir im Kontext eines "Prog Metal" Songs viel zu eintönig, wenn man darüber nur einen Standard Bumm Zack Groove spielen würde.

    Für mich auch. Ich hatte da allerdings eine komplett andere Herangehensweise - in den ungeraden Taktarten Solieren und im 4/4 einen straighten Groove durchziehen (wobei keinen BummTschack).


    Meine Bewertungen haben sich danach gerichtet, ob ein wie auch immer gearteter Groove erzeugt wurde. Das durchgehende rumgeballer mit Fills ist für mich der Overkill.

    Verstehe. Ich hatte das Playalong genutzt um mal ein bisschen was gucken zu lassen und hab das Youtube-Video zu meinem Take auch "Drum Solo" genannt. Poste ich dann später noch in meiner Hörzone hier.


    Bei dem Beitrag H von Propeller hatte ich anfangs das Gefühl, dass seine Schlagzeugaufnahme evtl nicht richtig mit dem Playback synchronisiert wurde ?? Es war konstant leicht im Timing verschoben, allerdings pendelte sich das dann zum Ende hin etwas ein.

    Dies bzgl. hatte mich bereits ein anderer User privat angeschrieben. Ich habe dann bei Propeller nachgefragt und das in meinem Projekt geprüft. Es müsste jedenfalls alles seine Richtigkeit haben, die Datei beginnt auf die Millisekunde genau richtig auf dem 120 bpm Raster.


    Hier noch meine Notizen zu den einzelnen Beiträgen (war eigentlich nur als kleine Stütze für meine Punktevergabe gedacht):


    Niop - B

    9 Pkt. - gutes Timing, m.E. Zu viele Wechsel in den Parts, aber klarer Spannungsbogen


    Mattmatt - E

    8 Pkt. - interessantes Spiel mit den 3ern, Wechsel in den Parts gefallen mir nicht so, bisschen wackelig zum Schluss


    Propeller - H

    5 Pkt. - wackeliges Timing, zum Ende besser, gutes Arrangement


    Olli K. - L

    7 Pkt. - insgesamt solide, manchmal etwas hektisch wirkende Fills, für mich unlogische Wechsel von Hi-Hat / Ride


    Surfkoala - M

    8 Pkt. - sehr solide, etwas zu viele Wechsel zum Schluss für meinen Geschmack


    trommelmatze - Q

    7 Pkt. - wirkt für mich etwas durcheinander und z.T. sehr verfrickelt, aber insgesamt passendes Feel für den Track


    Planstan - T

    6 Pkt. - 16tel Doublebass Overkill, Ende um eine Achtel vercheckt, sonst passend

    Ja, mitzählen können ist definitiv ein brauchbares Werkzeug. Auch wenn es um Wiederholungen von Takten, Durchläufen u.ä. geht.


    Aber laut 16tel mitzählen müssen, um zu wissen was man wo spielen muss, ist halt nicht praxistauglich und nur für den Anfang auf langsamen Tempi nötig.