Beiträge von m_tree

    Ist das mit der Gitarre so ein Problem? Die Gitarre in meinem Mix ist ja zu 100% synchron zum Metronom und nur dafür da, dass ich im Zweifelsfall eine noch bessere Orientierung habe. Ich spiele nach Metronom und nicht nach Gitarre. Ist bei dem Kollegen nicht anders:

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    Der spielt da aber allein zu Klick und Playback. Macht man das in einer Band, wird kein richtiges Zusammenspiel stattfinden. Dann spielst du so, als ob du alleine spielst und die anderen müssen stur auf deine Drums spielen, weil du den Klick hast. Gigs, die ich als einziger mit Klick gespielt habe, habe ich immer ohne besondere "Abschottung" gespielt - d.h. ich habe auch mit herkömmlichem Monitoring gut gehört, was die anderen machen. Aber es ist extrem nervig, wenn andere dann "abhauen" und man versuchen muss sie wieder einzufangen, obwohl man ordentlich zimmert und entsprechend gut zu hören ist ... oder wenn lange Passagen ohne Schlagzeug kommen, die man dann mit der Hi-Hat durchtappen und auch bangen muss, dass die anderen nicht "abhauen".


    Ich habe live auch schon sehr viel komplett ohne Klick gespielt. Entgegen der Meinung mancher Kollegen (siehe Vorredner) klappt das sehr gut, wenn man gut aufeinander hört und zusammen spielt. Ein Klick sollte eigentlich nur für das Halten des Tempos da sein. Kommt natürlich auch immer auf die Musik und die Band an. In einer Bluesband mit einer gestandenen Rhythmusgruppe kommt keiner so schnell auf die Idee, nach Klick zu spielen. In einer Top40 Band ist das wieder was ganz anderes.


    Da ich jetzt aber auch nicht weiter klugscheißen will, kann ich abschließend nur sagen:


    Try & error! Aber lasst die wackeligen Songs beim ersten Gig lieber weg. ;)

    Da aber fast alle Drummer mit Click spielen, bin ich der Meinung, dass die Gitarristen dann wieder reinkommen müssen.

    "Früher" wurden ganze Alben ohne Klick eingespielt und die Temposchwankungen waren "musikalisch sinnvoll".


    Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, halte ich es nur noch für begrenzt sinnvoll, wenn der Drummer als einziger den Klick hat. Dieses Szenario hatte ich schon oft und es war aus verschiedenen Gründen immer nicht optimal und z.T. auch einfach nervig. Sauberer ist, wenn die ganze Band den Klick hört. Mit individuellen IE-Mixen müssen den auch nicht alle gleich laut hören.

    Ich sehe hier ein bisschen das Problem, gleich zu viel zu wollen und nach Schritt A Schritt B überspringen und gleich zu Schritt C gehen zu wollen. Konkret meine ich, dass es vielleicht ein bisschen viel ist, nach ein bisschen Live-Erfahrung mit einer Schülerband vor 10 Jahren jetzt gleich mit hoch komplexem Zeug auf die Bühne zu gehen, das nur nach programmierten Klicktracks gespielt werden kann. Meiner Meinung nach gut daran zu erkennen, wie wenig ihr im Zusammenspiel und auch Livespielen geübt seid.

    Ich muss dazu sagen, dass ich mich abseits von Stick Control intuitiv und autodidaktisch auch mit vielen anderen Sachen beschäftigt habe. Für mich war das Durchspielen des Hefts eher Neugier und das Wissen, dass es meiner Spieltechnik nicht schaden wird und ich es auch fürs Unterrichten nutzen kann.

    Einen richtigen Lehrer hatte ich nie und ich sehe auch aktuell keinen Grund, das zu ändern. Auch fürs Unterrichten reicht mir das bdfm-Zertifikat (werde ich mir noch besorgen).


    Bis vor ein paar Jahren hatte ich ja noch gar nicht mit Büchern / Notenheften usw. gearbeitet und trotzdem mal bei Bigbands ausgeholfen und vieles andere gemacht. Ging auch.

    Mein In Ear Setup besteht wie gesagt aus meinen Triggern, dem Click und einer Gitarre. Der Bassdrum Trigger Sound geht aber zudem zur PA, sodass die Bassdrum nicht mikrophoniert wird. Die Gitarre ist nur für mich.

    Dass der Trigger-Sound direkt zur PA geht ist klar und das einzig richtige bei eurer Musik. Aber wenn du als einziger die Gitarrenspur hörst, würde ich die tatsächlich ausschalten (wie schon gesagt wurde). Denn das zusammen mit ...

    Ich kann mich aktuell auch noch nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass ich meinen Gitarristen in den In Ears höre. Was wenn er einen Fehler macht? Muss ich mich anpassen? Im schlimmsten Fall verschiebe ich mich mit meinem Metronom.

    ... und ...

    Keiner der Gitarristen nutzt In Ears. Der Lead Gitarrist, der das meiste spielt, weigert sich In Ears zu benutzen, weil er sagt, dass er mit dem Metronom zusammen aus dem Takt kommt.

    ... sind ganz schlechte Voraussetzungen für ein gutes Zusammenspiel.


    So hast du Angst, dass dich der Gitarrist raus bringt und der Gitarrist hat Angst, dass der Klick ihn raus bringt. Nach meiner Meinung wird das so nichts. Ihr müsst euch alle gut hören und miteinander spielen - nicht aneinander vorbei und schon gar nicht gegeneinander.

    Folgender Lösungsansatz:

    • Deinen Klick und dein Trigger-Signal müssen die anderen auch hören.
    • Alle Instrumente müssen mikrofoniert (bzw. direkt abgenommen) und für jeden im Monitoring hörbar sein (am besten mit individuellen Monitormixen).

    Wenn die anderen deinen Klick nicht hören, bist du der Klick für die anderen. Dann sollten sie aber zumindest auch dein Trigger-Signal und ggf. die Snare auf ihren In-Ears hören. Sie müssen sich ja nach dir richten, weil du den Klick hast. Wenn du die Gitarren wiederum nicht auf deinen In-Ears hast, bist du sehr abhängig vom Sound des Raums bzw. der Bühne und den Gitarrenverstärkern (Position, Lautstärke). Sinn von IE-Monitoring ist auch besonders, eine geringere Lautstärke beim Proben und auf der Bühne fahren zu können, sodass mit der starken Dämpfung der In-Ears die jeweilige akustische Situation kaum eine Rolle mehr spielt.


    Auch mit Natursound der Bassdrum finde ich es sehr komfortabel, das innere Mikrofon auf den In-Ears zu haben. Auch ohne komplexes Doublebass-Spiel kann man so präziser spielen - zumal die Bassdrum live oft sehr fett und deutlich hörbar gemixt wird.


    Ich hatte live schon in mehreren Bands und Situationen als einziger den Klick. Das ist aber meistens Kompromiss-behaftet und bedeutet mehr Stress für alle, vor allem für den Schlagzeuger. Bei meiner "neuen" Band hören alle (über IE-Monitoring) den Klick. Das ist wesentlich entspannter und entlastet den Schlagzeuger deutlich.


    Für euren ersten Auftritt kann ich da nur empfehlen, keine Experimente zu machen. Was im Proberaum nicht richtig funktioniert, wird live unter Anspannung mit einer akustisch anderen Situation erst recht nicht oder nur mit Glück funktionieren. Ich kann da nur dazu raten, das Monitoring wie in den Stichpunkten oben beschrieben gleich "richtig" zu gestalten. So seid ihr dann auch unabhängig von der Location. Natürlich müsst ihr mit dem jeweiligen Tonmann klären, welches Equipment ihr selbst stellen müsst (z.B. Mikrofone für die Amps).

    Kommt zwar sicher auf den Wohnort und die Lebensweise an. Aber dem aktuellen "Musikschrott" aus dem Weg zu gehen ist angesichts moderner Bluetooth-Blaster, die auf offener Straße oder ÖPNV benutzt werden, z.T. schwierig. Auch anderweitig gibts genug Kontaktpunkte.

    Durch meinen baldigen Einstieg in eine gut gebuchte Top40 Band komme ich mit "sowas" auch noch tiefergehend in Berührung. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch OK, wenn sich ein breites und junges Publikum dann drüber freut, wenn man es live spielt.


    Und der technische Fortschritt hat, wie alles andere auch, natürlich auch seine zwei Seiten.

    Kann mich meinem Vorredner grundsätzlich anschließen und finde den Thread auch ein bisschen "übers Ziel hinaus".


    Bei den alten Hasen finde ich es nicht schlimm, dass mit Runtertransponieren oder pitch shifting dafür gesorgt wird, überhaupt noch live spielen bzw. singen zu können.


    Aktuelle Entwicklungen in der Musikproduktion finde ich da viel bedenklicher. Man braucht sich nur mal anzuhören, was heutzutage so am meisten gehört wird ...

    Das Bass-Drum Video hat mir besonders gut gefallen, da hier der Sound mit zwei Spieltechniken demonstriert wird: 1.) Beater ins Fell pressen und 2.) Beater nicht ins Fell pressen. Je nach Stimmung und Dämpfung macht das einen recht großen Unterschied, finde ich und bin froh, das ich mir ersteres mit viel Übung wieder abtrainiert habe.

    Zum einen finde ich den Unterschied gar nicht so groß und zum anderen gefällt mir persönlich die zweite Variante besser. In den meisten Musikstilen ist sowieso ein kurzer und knackiger BD-Sound gefragt.

    Und kommen dann noch Gates zum Einsatz, hört da im Bandkontext auch keiner mehr einen Unterschied.


    Im Jazz und mit Heel Down mag das vielleicht etwas anders aussehen. Aber ansonsten halte ich es für einen Mythos, dass es besser wäre den Beater nicht im Fell zu lassen. Mit Heel Up auch oft nicht sinnvoll vom Bewegungsablauf, wenn "busy" BD-Figuren ohne längere Pausen zwischen den Schlägen gespielt werden.

    Ich stimme grundsätzlich auch nur hoch. Stimme nach dem Zentrieren also erstmal unter die gewünschte Tonhöhe (nur eben nicht mehr als nötig) und auch beim Nachstimmen stimme ich grundsätzlich nur hoch.


    Mittlerweile scheue ich mich aber eben nicht mehr, in Ausnahmefällen auch mal die ein oder andere Schraube etwas zu lockern, wenn's schnell gehen muss. Ein paar mal aufs Fell gehauen tariert sich das dann schon relativ schnell wieder aus.

    was heist den jetzt genau über kreuz.

    Bei einer geraden Anzahl (z.B. 6, 8 oder 10) von Spannschrauben, die gleichmäßig (in gleichen Abständen) angeordnet sind, gibts immer zwei, die sich gegenüber stehen - 180°. Das ist mit "über Kreuz" gemeint. Das bekannte "Starpattern" (Sternförmige Reihenfolge beim Anziehen) aus der DTB verfolgt das gleiche Konzept, allerdings eben nur mit einem Stimmschlüssel.


    Wie so oft sollte man es auch nicht komplizierter machen, als es ist ...

    Gitarristen und Bassisten müssen allerdings nur die betreffende Saite mit ein und der selben (einzigen) Schraube etwas weiter runterstimmen und dann wieder hoch. Bei einer Trommel nimmt das hingegen gleich deutlich größere Ausmaße an. Dann muss man nämlich gleich alle Spannschrauben lockern und wieder anziehen, obwohl nur eine einzige etwas zu hoch ist. Durchs Bespielen verstimmt sich das dann sowieso wieder. Und, da ich das ganze auch ziemlich genau nehme (Stichwort Intervalle bei Toms), kann ich sagen, dass der von dir beschriebene Effekt kaum merkbar ist, wenn man sich im Bereich von Nuancen bewegt.


    Ich kann die Einwände und Fragen von einigen dazu schon verstehen. M.E. geht's am Ende einfach darum, ein persönliches Mittelmaß zu finden, mit dem man selbst gut zurecht kommt.

    Nils hat's doch eindeutig erklärt:

    Auch ohne so ein Zentrierungsverfahren wird das Fell nach einigen Wochen genau diese "Bügelfalte" bekommen, weil das fell sich langsam auf die Gratung formt. In diesen Wochen wird man wegen der Verformung des Fells allerdings des Öfteren nachstimmen müssen. Mit ordentlich durchgeführter Zentrierung ist es direkt stimmstabil.

    Ist nach meiner Erfahrung aber nur bei tiefer gestimmten Trommeln sinnvoll. Wobei ich auch bei der Snare festgestellt habe, dass ein leichtes Eindrücken des Fells, während die Trommel auf dem Boden liegt, eine bessere Stimmbarkeit des neuen Fells zur Folge hat.


    Nach dem Zentrieren noch mal komplett zu lockern halte ich für sinnlos. In der DTB wird das z.T. sehr umständlich gemacht und beschrieben. Nach meiner Meinung eher mit dem Hintergrund, dass Neulinge den Prozess besser verstehen können. Komplett lockern muss man nur, wenn man sehr tief stimmen will.


    Ich stimme generell auch nicht mehr ausschließlich hoch, so wie es in der DTB empfohlen wird. Klar muss man beim Nachstimmen meistens eher Hochstimmen und beim Aufziehen neuer Felle sowieso. Aber ich sehe keinen Grund, nicht auch mal eine Schraube leicht zu lockern, wenn dieser Bereich a) etwas zu hoch ist und b) die Stimmung insgesamt auch zu hoch ist. Man darf halt nur nicht vergessen, dass sich die Tonhöhe an allen Spannschrauben ändert, auch wenn man nur eine Schraube verdreht.

    Ich habe dabei die Bilder vor Augen, auf denen Simon Phillips auf dem frisch aufgezogenen Schlagfell seiner 24er Tama Bassdrum herumspringt... 🤷🏻‍♂️

    Das hatte ich auch mal probiert. Man sollte dazu vielleicht wissen, dass SP sehr klein gewachsen und entsprechend leicht ist (bin ich auch).

    Ich glaube aber, dass der das im Video eher zu Show-Zwecken gemacht hat. Um halt zu demonstrieren, dass die Felle ziemlich was aushalten und man nicht zu zimperlich sein muss.

    Mit zwei Stimmschlüsseln gleichzeitig anzuziehen hat übrigens auch den Vorteil, dass das alles viel schneller geht und man Zeit spart. Finetuning meine ich damit natürlich nicht, und das ist auch fürs Zentrieren nötig. Finetuning meint, das Fell in Stimmung mit sich selbst zu bringen - also an allen Spannschrauben auf die selbe Tonhöhe zu stimmen. Das geht besser mit einem Stimmschlüssel in der einen und einem Filzklöppel in der anderen Hand (und mit gespitzten Ohren).


    Weil ja hier einige der Meinung sind, Zentrieren wäre unnötig:

    Nach meiner Erfahrung kommt das vor allem darauf an, wie hoch man die Trommel letztendlich stimmt. Bei Snares verzichte ich auf's Zentrieren auch. Aber bei tiefer gestimmten Trommeln wie Bassdrum und Toms lohnt sich das schon, besonders wenn Gratung und Fell nicht so gut zusammenpassen. Und wie Nils schon schrieb - genormt ist hier nichts! Gratungen sind unterschiedlich, Felle sind unterschiedlich usw.


    Und wenn man das Zentrieren nicht übertreibt, geht da auch nichts kaputt. Von Fönen halte ich allerdings auch nichts. Ich besitze nicht mal 'nen Fön.

    Ich meine nicht 1/2 Umdrehung insgesamt, sondern pro Durchgang. Stichwort "gleichmäßig anziehen". Und es sollte kein Problem sein für die Unterlegscheiben, wenn du's nicht übertreibst. Zu Beginn des Vorgangs sind die Angaben auch etwas schwammig, weil sich durch das Anziehen auch von zwei Schrauben gleichzeitig die Spannung an anderen Schrauben wieder lockert. Man braucht ein bisschen, bis man ein Gefühl dafür entwickelt.

    Wenn die das nicht aushalten hast du definitiv zu stark gespannt. Zentrieren heißt nicht die Spannschrauben anzuknallen bis gar nix mehr geht. Abgesehen von Billigtrommeln sind in der Regel auch genug Spannschrauben vorhanden, sodass weniger Drehmoment pro Schraube nötig ist. Und ansonsten halt gleichmäßig anziehen. Ich mach das immer mit zwei Stimmschlüsseln gegenüberliegend und mach max. 1/2 Umdrehung, bis ich weiter gehe.

    Poet

    Man sollte im Kontext sowieso unter den eigenen Limits abliefern. Aber Feel, Groove und Dynamik haben erstmal nichts mit Spieltechnik und Geschwindigkeit zu tun. Punch auch nicht (direkt). Deine These gilt m.E. nur für Drummer, die sich generell mit allen Stilrichtungen beschäftigen.


    Ein gutes Beispiel für so einen "Überdrummer" ist wohl Eloy Casagrande. Vor dem zieht nicht nur 666Samus den Hut, sondern auch Siberiano. Bis vor kurzem hat er noch bei Sepultura gespielt, aber das war ihm wohl zu langweilig und nun geht er bei Slipknot ab:


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    Ich denke, täglich zwischen 1 und 1,5 Stunden sollten ausreichend sein...

    Ich glaube, DA liegt das allergrößte Missverständnis. Wer so wenig übt und vielleicht sogar erst im Erwachsenenalter begonnen hat, wird nie ein technisch guter Drummer werden, ob nun Double Basser oder nicht. Es wird reichen, um viele Musikstile solide und halbwegs groovig begleiten zu können. Alternativ könnte man auch ein (von mir so bezeichneter) Frickel-Drummer werden, der zwar ein paar Licks beeindruckend drauf hat, aber nicht in der Lage ist, diese in einen musikalischen Kontext zu stellen. In Bands machen solche Drummer meist gar keine gute Figur.

    Die bekannten Drummer, die groovig, musikdienlich UND auf hohem technischen Niveau spielen können, haben viele Stunden täglich am Drumset verbracht, um so gut zu werden.


    Ich selbst hatte in der Jugend Phasen, in denen ich teilweise 5-6 Stunden am Tag üben konnte (danke an Eltern und Nachbarn!), und erst nach diesem Pensum hatte ich das Gefühl, wirkliche Sprünge gemacht zu haben. Als dann die Jahre kamen, in denen kaum noch Zeit und Lust zum Üben da war, verlor sich das leider auch wieder. Trotzdem würde ich heute behaupten, ich profitiere von dieser intensiven Zeit, denn geblieben ist doch eine Art von Verständnis und Körperbeobachtung, die mir bei regelmäßiger Aktivität ermöglicht, einen praxistauglichen Standard zu halten.

    Solche Zeitangaben halte ich immer für sehr schwammig bzw. fehlt mir da auch oft einfach der Kontext.

    Davon abgesehen können Späteinsteiger auch einfach rein faktisch nicht mehr auf das Level von Leuten kommen, die als Kinder und Jugendliche begonnen haben.

    Es geht m.E. auch um die Qualität der Übesessions, wozu Motivation, Konzentration und Tagesform zählen. Pausen sind da irgendwann genau so wichtig. Bei trockenen Technikübungen, die der Verbesserung der spielerischen "Leistung" (also nicht dem primären Wiederholen) dienen, halte ich mehr als zwei Stunden pro Tag für kontraproduktiv. Was heißt nicht, dass darüber hinaus nicht länger gespielt werden kann/sollte. Aber Schlagzeugspielen besteht halt nicht nur aus technischen Skills.


    Ein technisch guter Drummer ist auch noch nicht gleich ein musikalisch guter.

    Und Üben ist nicht gleich Üben. Obwohl ich viel für mich allein gespielt habe und froh war, dass ich das in den letzten Jahren wieder weitermachen konnte, habe ich das nie als Üben wahrgenommen.

    Habe einfach immer gern gespielt und mir bewahrt, dass das zu jeder Zeit eher Kür statt Pflicht war.


    Also da mit der Brechstange anzurücken, nur weil man später angefangen hat, halte ich für kontraproduktiv. Dann lieber weniger Skills, diese dafür aber geil und musikalisch gespielt ...


    Zumal sowieso die Tendenz besteht, dass man in früheren Spielstadien mehr übt und Skills erweitert und diese in späteren Stadien hauptsächlich abruft. Was nicht heißt, dass man später nichts neues mehr lernen und an sich arbeiten kann/sollte. Aber diese Tendenz besteht einfach generell.


    Oje, da bin ich völlig raus. Kann diesem hektischen Blastbeat-Gewitter aber auch wenig abgewinnen. Wenn man das genau analysiert, ist da ganz wenig Spielwitz dabei, sondern es baut auf wenigen, immer gleichen Patterns auf. Warum das für so viele Drummer so reizvoll ist, versteh ich nicht.

    Dito - geht mir ähnlich. Aber über Geschmack braucht man bekanntlich nicht zu streiten. Für mich persönlich fängt das auch schon mit dem Triggern der Bassdrum an. Mein Sound soll auch ohne Samples gut funktionieren.

    @mtree: Was du zum Sound schreibst interessiert mich. Ich persönlich brauche nicht mehr als 140 bpm 16tel auf einer normalen akustischen Bassdrum, die mikrofoniert wird. Fellspannung tief, vorgedämpftes Fell. Bis wieviel bpm sind denn deiner Meinung nach mit genug Kraft und Dynamik machbar?

    Machbar ist vieles. Aber mal vom Rebound abgesehen geht's dann halt auch um den Sound. Je tiefer die Stimmung und je "länger" die Bassdrum klingt, desto weniger Definition. Zwei Bassdrums sind für schnelles Doublebass-Spiel sowieso besser (ich persönlich brauch's aber nicht für mein rudimentäres DB-Spiel).

    Ein gutes Beispiel ist eine 14er Snare vs. 14er Tom mit jeweils üblicher Stimmung. Auf der Snare kann man mit genutztem Rebound sehr präzise alle Arten von Rudiments in hohen Geschwindigkeiten spielen. Auf einem "normal" gestimmten 14er Tom geht das hingegen sehr schlecht. Auf zweien dagegen schon besser.

    Rein physikalisch betrifft das aber auch den Sound. Je mehr Tiefbass im Spiel ist bzw. je tiefer der Grundton, desto größer die Wellenlängen. Eine weitere Frage ist natürlich auch, wie präzise und durchsetzungsfähig der Attack dann noch ist. Metal-Bassdrums müssen ja gegen Gitarrenwände ankommen und sich jederzeit durchbeißen.


    Ich kenne eigentlich keinen waschechten Blaster mit entsprechend hohen DB-Tempi, der nicht mit Triggern bzw. Samples und wahrscheinlich auch sehr hoch gestimmten Bassdrums arbeitet.


    Bin kürzlich mal eher zufällig auf dieses Video gestoßen. Im Mix sind schon Samples von den Bassdrums zu hören ("The Sound is coming straight from 2 overheads, 1 Snare Mic and the Trigger signal into my GoPro."). Spätestens in einem Bandmix, egal ob Studio oder live, wird das mit Natursound von den Bassdrums nicht mehr funktionieren. Und die Bassdrum soll ja insbesondere bei "harter" Musik auch noch druckvoll klingen. Punch fehlt bei so hohen Geschwindigkeiten rein physikalisch aber eben zwangsläufig.


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    Spielerisch ist das übrigens absolut nicht meine Baustelle.


    Und ich gehe davon aus, dass beim Triggern des Samples dann auch gern mal die Dynamik (ohne Kompressor) reduziert wird. Derlei Beschiss hatte ich subtil auch mal bei meinem "Roots Bloody Roots"-Cover (Sepultura) gemacht. In folgenden Videos von mir mit Doublebass konnte ich mit einer anderen Konfiguration (Bassdrum, Fell, Beater) wieder auf ein Sample verzichten. Wenn ich Samples nutze, dann nur eigene Samples.


    Eine Grenze mit BPM-Angabe kann ich da gerade nicht ziehen. Kommt auf viele Faktoren an.