Das Bass-Drum Video hat mir besonders gut gefallen, da hier der Sound mit zwei Spieltechniken demonstriert wird: 1.) Beater ins Fell pressen und 2.) Beater nicht ins Fell pressen. Je nach Stimmung und Dämpfung macht das einen recht großen Unterschied, finde ich und bin froh, das ich mir ersteres mit viel Übung wieder abtrainiert habe.
Zum einen finde ich den Unterschied gar nicht so groß und zum anderen gefällt mir persönlich die zweite Variante besser. In den meisten Musikstilen ist sowieso ein kurzer und knackiger BD-Sound gefragt.
Und kommen dann noch Gates zum Einsatz, hört da im Bandkontext auch keiner mehr einen Unterschied.
Im Jazz und mit Heel Down mag das vielleicht etwas anders aussehen. Aber ansonsten halte ich es für einen Mythos, dass es besser wäre den Beater nicht im Fell zu lassen. Mit Heel Up auch oft nicht sinnvoll vom Bewegungsablauf, wenn "busy" BD-Figuren ohne längere Pausen zwischen den Schlägen gespielt werden.
Ich stimme grundsätzlich auch nur hoch. Stimme nach dem Zentrieren also erstmal unter die gewünschte Tonhöhe (nur eben nicht mehr als nötig) und auch beim Nachstimmen stimme ich grundsätzlich nur hoch.
Mittlerweile scheue ich mich aber eben nicht mehr, in Ausnahmefällen auch mal die ein oder andere Schraube etwas zu lockern, wenn's schnell gehen muss. Ein paar mal aufs Fell gehauen tariert sich das dann schon relativ schnell wieder aus.
Bei einer geraden Anzahl (z.B. 6, 8 oder 10) von Spannschrauben, die gleichmäßig (in gleichen Abständen) angeordnet sind, gibts immer zwei, die sich gegenüber stehen - 180°. Das ist mit "über Kreuz" gemeint. Das bekannte "Starpattern" (Sternförmige Reihenfolge beim Anziehen) aus der DTB verfolgt das gleiche Konzept, allerdings eben nur mit einem Stimmschlüssel.
Wie so oft sollte man es auch nicht komplizierter machen, als es ist ...
Gitarristen und Bassisten müssen allerdings nur die betreffende Saite mit ein und der selben (einzigen) Schraube etwas weiter runterstimmen und dann wieder hoch. Bei einer Trommel nimmt das hingegen gleich deutlich größere Ausmaße an. Dann muss man nämlich gleich alle Spannschrauben lockern und wieder anziehen, obwohl nur eine einzige etwas zu hoch ist. Durchs Bespielen verstimmt sich das dann sowieso wieder. Und, da ich das ganze auch ziemlich genau nehme (Stichwort Intervalle bei Toms), kann ich sagen, dass der von dir beschriebene Effekt kaum merkbar ist, wenn man sich im Bereich von Nuancen bewegt.
Ich kann die Einwände und Fragen von einigen dazu schon verstehen. M.E. geht's am Ende einfach darum, ein persönliches Mittelmaß zu finden, mit dem man selbst gut zurecht kommt.
Auch ohne so ein Zentrierungsverfahren wird das Fell nach einigen Wochen genau diese "Bügelfalte" bekommen, weil das fell sich langsam auf die Gratung formt. In diesen Wochen wird man wegen der Verformung des Fells allerdings des Öfteren nachstimmen müssen. Mit ordentlich durchgeführter Zentrierung ist es direkt stimmstabil.
Ist nach meiner Erfahrung aber nur bei tiefer gestimmten Trommeln sinnvoll. Wobei ich auch bei der Snare festgestellt habe, dass ein leichtes Eindrücken des Fells, während die Trommel auf dem Boden liegt, eine bessere Stimmbarkeit des neuen Fells zur Folge hat.
Nach dem Zentrieren noch mal komplett zu lockern halte ich für sinnlos. In der DTB wird das z.T. sehr umständlich gemacht und beschrieben. Nach meiner Meinung eher mit dem Hintergrund, dass Neulinge den Prozess besser verstehen können. Komplett lockern muss man nur, wenn man sehr tief stimmen will.
Ich stimme generell auch nicht mehr ausschließlich hoch, so wie es in der DTB empfohlen wird. Klar muss man beim Nachstimmen meistens eher Hochstimmen und beim Aufziehen neuer Felle sowieso. Aber ich sehe keinen Grund, nicht auch mal eine Schraube leicht zu lockern, wenn dieser Bereich a) etwas zu hoch ist und b) die Stimmung insgesamt auch zu hoch ist. Man darf halt nur nicht vergessen, dass sich die Tonhöhe an allen Spannschrauben ändert, auch wenn man nur eine Schraube verdreht.
Ich habe dabei die Bilder vor Augen, auf denen Simon Phillips auf dem frisch aufgezogenen Schlagfell seiner 24er Tama Bassdrum herumspringt... 🤷🏻♂️
Das hatte ich auch mal probiert. Man sollte dazu vielleicht wissen, dass SP sehr klein gewachsen und entsprechend leicht ist (bin ich auch).
Ich glaube aber, dass der das im Video eher zu Show-Zwecken gemacht hat. Um halt zu demonstrieren, dass die Felle ziemlich was aushalten und man nicht zu zimperlich sein muss.
Mit zwei Stimmschlüsseln gleichzeitig anzuziehen hat übrigens auch den Vorteil, dass das alles viel schneller geht und man Zeit spart. Finetuning meine ich damit natürlich nicht, und das ist auch fürs Zentrieren nötig. Finetuning meint, das Fell in Stimmung mit sich selbst zu bringen - also an allen Spannschrauben auf die selbe Tonhöhe zu stimmen. Das geht besser mit einem Stimmschlüssel in der einen und einem Filzklöppel in der anderen Hand (und mit gespitzten Ohren).
Weil ja hier einige der Meinung sind, Zentrieren wäre unnötig:
Nach meiner Erfahrung kommt das vor allem darauf an, wie hoch man die Trommel letztendlich stimmt. Bei Snares verzichte ich auf's Zentrieren auch. Aber bei tiefer gestimmten Trommeln wie Bassdrum und Toms lohnt sich das schon, besonders wenn Gratung und Fell nicht so gut zusammenpassen. Und wie Nils schon schrieb - genormt ist hier nichts! Gratungen sind unterschiedlich, Felle sind unterschiedlich usw.
Und wenn man das Zentrieren nicht übertreibt, geht da auch nichts kaputt. Von Fönen halte ich allerdings auch nichts. Ich besitze nicht mal 'nen Fön.
Ich meine nicht 1/2 Umdrehung insgesamt, sondern pro Durchgang. Stichwort "gleichmäßig anziehen". Und es sollte kein Problem sein für die Unterlegscheiben, wenn du's nicht übertreibst. Zu Beginn des Vorgangs sind die Angaben auch etwas schwammig, weil sich durch das Anziehen auch von zwei Schrauben gleichzeitig die Spannung an anderen Schrauben wieder lockert. Man braucht ein bisschen, bis man ein Gefühl dafür entwickelt.
Wenn die das nicht aushalten hast du definitiv zu stark gespannt. Zentrieren heißt nicht die Spannschrauben anzuknallen bis gar nix mehr geht. Abgesehen von Billigtrommeln sind in der Regel auch genug Spannschrauben vorhanden, sodass weniger Drehmoment pro Schraube nötig ist. Und ansonsten halt gleichmäßig anziehen. Ich mach das immer mit zwei Stimmschlüsseln gegenüberliegend und mach max. 1/2 Umdrehung, bis ich weiter gehe.
Man sollte im Kontext sowieso unter den eigenen Limits abliefern. Aber Feel, Groove und Dynamik haben erstmal nichts mit Spieltechnik und Geschwindigkeit zu tun. Punch auch nicht (direkt). Deine These gilt m.E. nur für Drummer, die sich generell mit allen Stilrichtungen beschäftigen.
Ein gutes Beispiel für so einen "Überdrummer" ist wohl Eloy Casagrande. Vor dem zieht nicht nur 666Samus den Hut, sondern auch Siberiano. Bis vor kurzem hat er noch bei Sepultura gespielt, aber das war ihm wohl zu langweilig und nun geht er bei Slipknot ab:
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Ich denke, täglich zwischen 1 und 1,5 Stunden sollten ausreichend sein...
Ich glaube, DA liegt das allergrößte Missverständnis. Wer so wenig übt und vielleicht sogar erst im Erwachsenenalter begonnen hat, wird nie ein technisch guter Drummer werden, ob nun Double Basser oder nicht. Es wird reichen, um viele Musikstile solide und halbwegs groovig begleiten zu können. Alternativ könnte man auch ein (von mir so bezeichneter) Frickel-Drummer werden, der zwar ein paar Licks beeindruckend drauf hat, aber nicht in der Lage ist, diese in einen musikalischen Kontext zu stellen. In Bands machen solche Drummer meist gar keine gute Figur.
Die bekannten Drummer, die groovig, musikdienlich UND auf hohem technischen Niveau spielen können, haben viele Stunden täglich am Drumset verbracht, um so gut zu werden.
Ich selbst hatte in der Jugend Phasen, in denen ich teilweise 5-6 Stunden am Tag üben konnte (danke an Eltern und Nachbarn!), und erst nach diesem Pensum hatte ich das Gefühl, wirkliche Sprünge gemacht zu haben. Als dann die Jahre kamen, in denen kaum noch Zeit und Lust zum Üben da war, verlor sich das leider auch wieder. Trotzdem würde ich heute behaupten, ich profitiere von dieser intensiven Zeit, denn geblieben ist doch eine Art von Verständnis und Körperbeobachtung, die mir bei regelmäßiger Aktivität ermöglicht, einen praxistauglichen Standard zu halten.
Solche Zeitangaben halte ich immer für sehr schwammig bzw. fehlt mir da auch oft einfach der Kontext.
Davon abgesehen können Späteinsteiger auch einfach rein faktisch nicht mehr auf das Level von Leuten kommen, die als Kinder und Jugendliche begonnen haben.
Es geht m.E. auch um die Qualität der Übesessions, wozu Motivation, Konzentration und Tagesform zählen. Pausen sind da irgendwann genau so wichtig. Bei trockenen Technikübungen, die der Verbesserung der spielerischen "Leistung" (also nicht dem primären Wiederholen) dienen, halte ich mehr als zwei Stunden pro Tag für kontraproduktiv. Was heißt nicht, dass darüber hinaus nicht länger gespielt werden kann/sollte. Aber Schlagzeugspielen besteht halt nicht nur aus technischen Skills.
Ein technisch guter Drummer ist auch noch nicht gleich ein musikalisch guter.
Und Üben ist nicht gleich Üben. Obwohl ich viel für mich allein gespielt habe und froh war, dass ich das in den letzten Jahren wieder weitermachen konnte, habe ich das nie als Üben wahrgenommen.
Habe einfach immer gern gespielt und mir bewahrt, dass das zu jeder Zeit eher Kür statt Pflicht war.
Also da mit der Brechstange anzurücken, nur weil man später angefangen hat, halte ich für kontraproduktiv. Dann lieber weniger Skills, diese dafür aber geil und musikalisch gespielt ...
Zumal sowieso die Tendenz besteht, dass man in früheren Spielstadien mehr übt und Skills erweitert und diese in späteren Stadien hauptsächlich abruft. Was nicht heißt, dass man später nichts neues mehr lernen und an sich arbeiten kann/sollte. Aber diese Tendenz besteht einfach generell.
Oje, da bin ich völlig raus. Kann diesem hektischen Blastbeat-Gewitter aber auch wenig abgewinnen. Wenn man das genau analysiert, ist da ganz wenig Spielwitz dabei, sondern es baut auf wenigen, immer gleichen Patterns auf. Warum das für so viele Drummer so reizvoll ist, versteh ich nicht.
Dito - geht mir ähnlich. Aber über Geschmack braucht man bekanntlich nicht zu streiten. Für mich persönlich fängt das auch schon mit dem Triggern der Bassdrum an. Mein Sound soll auch ohne Samples gut funktionieren.
@mtree: Was du zum Sound schreibst interessiert mich. Ich persönlich brauche nicht mehr als 140 bpm 16tel auf einer normalen akustischen Bassdrum, die mikrofoniert wird. Fellspannung tief, vorgedämpftes Fell. Bis wieviel bpm sind denn deiner Meinung nach mit genug Kraft und Dynamik machbar?
Machbar ist vieles. Aber mal vom Rebound abgesehen geht's dann halt auch um den Sound. Je tiefer die Stimmung und je "länger" die Bassdrum klingt, desto weniger Definition. Zwei Bassdrums sind für schnelles Doublebass-Spiel sowieso besser (ich persönlich brauch's aber nicht für mein rudimentäres DB-Spiel).
Ein gutes Beispiel ist eine 14er Snare vs. 14er Tom mit jeweils üblicher Stimmung. Auf der Snare kann man mit genutztem Rebound sehr präzise alle Arten von Rudiments in hohen Geschwindigkeiten spielen. Auf einem "normal" gestimmten 14er Tom geht das hingegen sehr schlecht. Auf zweien dagegen schon besser.
Rein physikalisch betrifft das aber auch den Sound. Je mehr Tiefbass im Spiel ist bzw. je tiefer der Grundton, desto größer die Wellenlängen. Eine weitere Frage ist natürlich auch, wie präzise und durchsetzungsfähig der Attack dann noch ist. Metal-Bassdrums müssen ja gegen Gitarrenwände ankommen und sich jederzeit durchbeißen.
Ich kenne eigentlich keinen waschechten Blaster mit entsprechend hohen DB-Tempi, der nicht mit Triggern bzw. Samples und wahrscheinlich auch sehr hoch gestimmten Bassdrums arbeitet.
Bin kürzlich mal eher zufällig auf dieses Video gestoßen. Im Mix sind schon Samples von den Bassdrums zu hören ("The Sound is coming straight from 2 overheads, 1 Snare Mic and the Trigger signal into my GoPro."). Spätestens in einem Bandmix, egal ob Studio oder live, wird das mit Natursound von den Bassdrums nicht mehr funktionieren. Und die Bassdrum soll ja insbesondere bei "harter" Musik auch noch druckvoll klingen. Punch fehlt bei so hohen Geschwindigkeiten rein physikalisch aber eben zwangsläufig.
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Spielerisch ist das übrigens absolut nicht meine Baustelle.
Und ich gehe davon aus, dass beim Triggern des Samples dann auch gern mal die Dynamik (ohne Kompressor) reduziert wird. Derlei Beschiss hatte ich subtil auch mal bei meinem "Roots Bloody Roots"-Cover (Sepultura) gemacht. In folgenden Videos von mir mit Doublebass konnte ich mit einer anderen Konfiguration (Bassdrum, Fell, Beater) wieder auf ein Sample verzichten. Wenn ich Samples nutze, dann nur eigene Samples.
Eine Grenze mit BPM-Angabe kann ich da gerade nicht ziehen. Kommt auf viele Faktoren an.
Ich bleibe hier immer sachlich, bin aber auch ehrlich und direkt. Auf persönlicher Ebene wundern sich manche sogar, dass ich nicht ein bisschen arroganter bin.
Davon abgesehen habe ich mich hier eingeklinkt, um dir zu helfen. Meine Art wirkt schriftlich vielleicht manchmal ein bisschen forsch.
Aber dann die Diskussion mit mir per PN weiter zu führen, mir zu sagen ich hätte lieber nichts dazu sagen sollen, mir Sachen erklären zu wollen (what?) und mir dann noch zu offenbaren, was du (im negativen Sinn) von diesem Forum hältst ... da ist bei mir echt das Ende der Fahnenstange erreicht.
The heel-toe foot technique was pioneered by drummers of the big band era.[1] The application most commonly used for this technique at that time was a rocking motion that assisted the drummer in keeping solid time on the hi-hat, while simultaneously playing timpani type floor tom rhythms or swinging the ride cymbal. Early video footage of Buddy Rich, along with fellow Big band drummers are seen utilizing this technique in a musical setting.
Später von Metal-Drummern für sehr hohe Geschwindigkeiten und sogar einen Weltrekord genutzt:
In modern times, this method has been brought into mainstream knowledge and developed by James Davenport (Warpath), and implemented into various styles of music such as heavy metal by drummers such as Chris Adler, Jared Klein (Rivers of Nihil) and John Longstreth (Origin), where the heel-toe technique is used to play a multiple stroke roll on both feet. Usually this consists of double and triple strikes. It has also been incorporated into the drum and bass genre by artists like Jojo Mayer. Tim Waterson used a hybrid version of the heel-toe technique to set the double stroke world record for feet in the World's Fastest Drummer competition with a score of 1,407 doubles in 60 seconds. Davenport is the first drummer to build a style of playing that uses multiple stroke kick drumming as the foundation of his technique.
Wie bereits von mir angemerkt hauptsächlich mit dem Ziel, besser und schneller Doublebass spielen zu können. Aber mit dem Nachteil von stark eingeschränkter Lautstärke. Was beim Blasten mit hohen DB-Geschwindigkeiten keine Rolle mehr spielt, weil sowieso getriggert wird. Hat aber eben nicht mehr viel mit "normalem" Schlagzeugspielen zu tun.
Ein weiterer großer Nachteil ist, dass die Spieltechnik schwierig zu meistern ist und Jahrelange disziplinierte Übung erfordert, um überhaupt eine gleichmäßige Lautstärke zu erzeugen:
The technique is an asset when playing double kick pedals or two bass drums as it allows for drum rudiments to be played with the feet. When mastered, drummers can use the method to play complex patterns in the same manner as the hands in addition to rolling the bass drum.
Pros - Efficiency: increased speed and endurance, with less leg motion and effort required compared to single strokes for the same BPM.
Cons - Limited volume, as a result of not using more of the larger leg muscles in the early stages, and uneven volume, particularly when beginning to learn this technique.
The limited volume is due to muscle fatigue if the knee and upper leg are not used to power the second stroke. Often this will cause cramp. It takes years of deliberate practice to develop the muscles needed to even out the volume. For this reason, it can be especially convenient to use triggers when using this method.
Und mir geht's hier an der Stelle gerade weniger um's Rechthaben. Sondern eher um die Unterstellungen per PN auszuräumen, mir ginge es hier um mein Ego.
Wie nun klar sein sollte, sind meine Zweifel an deiner Vorgehensweise durchaus berechtigt.
Wie bei der E-Drum Diskussion stelle ich bei dir fest, dass du hier Fragen stellst, aber bei unbequemen Antworten den Leuten zu viel Ego und Inkompetenz unterstellst. Tatsächlich ist das oft aber einfach Jahrelange Spielerfahrung. Aus meiner Sicht ist es Frevel von deinem Lehrer, dich in deinem Stadium mit solchen Spieltechniken zu kontrontieren. Was dabei rauskommt, sieht man ja hier.
Das macht vom Bewegungsablauf her keinen Sinn, wie ich meine.
Doublestrokes in diesem Kontext hier mit "Toe heel" oder auch "Heel toe" zu spielen ergibt keinen Sinn. Eben genau aus dem Grund, weil die Ferse davor oder danach an der falschen Position für den nächsten bzw. den Schlag davor ist. Weiß nicht wie man auf solche Ideen kommt. Doublestrokes mit Heel Up sind kein Hexenwerk.
Was man bei der ganzen Sache auch noch beachten sollte sind Lautstärke und Dynamik. Heel Toe kenne ich wie gesagt als eine Spieltechnik für sehr schnelles Doublebass-Spiel. Allerdings geht dabei auch irgendwann der Punch verloren. Das ist eine ganz andere Baustelle als "normales" Schlagzeugspielen.
Deswegen halte ich auch nichts davon, auschließlich auf E-Drums zu üben. So wird man nie lernen, ein echtes Set zum Klingen zu bringen und man wird auch nie ein Gefühl für echte physikalische Lautstärkeverhältnisse und Rebound, auch in Abhängigkeit von der Stimmung, entwickeln.
Mir ist völlig unverständlich, warum man die Doubles in diesem Groove mit "Toe Heel" spielen sollte, während man den Rest mit Heel Up spielt. Aber vielleicht spiel ich auch einfach schon zu lang um solche Ansätze zu verstehen ...
Hilfreich ist, bestimmte Sachen nicht zu persönlich zu nehmen. Z.B. Bewertungen bei der Challenge und solche (nicht ganz ernst gemeinten) Randbemerkungen von mir zu E-Drums.
Es führen jedenfalls viele Wege nach Rom und es ist auch hilfreich, sich ein bisschen Offenheit bei solchen Themen hier zu bewahren.
Ich spiele z.B. ausschließlich Heel Up, weil mir die Bassdrum sonst zu lasch / leise ist und ich viel besser Doubles spielen kann. Oft lass ich den Beater sogar im Fell, weil ich gern improvisiere. So bin ich völlig frei und spontan dabei, wie ich meine BD-Figuren gestalte.
Doubles mit Heel Up und leichtem Slide nach vorn zu spielen hat aus meiner Sicht den einzigen Nachteil, dass der erste Schlag etwas leiser als der zweite ist. Dafür hat man aber eben den Vorteil, dass der Fuß vor und nach den Doubles immer bereit für Singles mit Heel Up ist.
Bei längeren Auftritten und mit zurückhaltenderen BD-Figuren setze ich die Ferse auch mal zwischendurch ab. Spiele aber weiterhin Heel Up für den Punch.
Bei der von deinem Lehrer empfohlenen Methode sehe ich das Problem, dass das für sich genommen zwar gut funktionieren kann, aber im Gesamtkontext dann unnötig Knoten im Hirn oder auch im Fuß entstehen, die man durch viel Üben erst wieder entknoten muss.
Heel Toe kenn ich eigentlich eher als eine Spieltechnik für schnelles Doublebass-Spiel.
Es heißt Toe-Heel weil du den ersten Schlag mit dem Vorfuß erzeugst und den zweiten durch einfaches Absenken des Fußes, wobei der Mittelfuß Auslöser ist.
Das ist sehr einfach zu erlernen und die Koordination ist nicht schwierig. Ich kann damit halt leicht einen guten Double-Kick ausführen.
Hab ich noch nie gehört. Aber ich beschränke mich bei der Bassdrum auch fast ausschließlich auf Heel-Up. Genau so wie ich mich ausschließlich auf matched grip beschränke. Ich bin der letzte, der jemandem vorschreiben will, welche Spieltechnik er zu benutzen hat. Im Zweifelsfall kann ich aber immer aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Und das heißt konkret, sich lieber auf eine oder wenige Spieltechniken zu beschränken und diese zur Perfektion zu bringen. Das hat nämlich den entscheidenden Vorteil, dass man sich mehr auf andere Sachen konzentrieren kann, die eine ausgereifte Spieltechnik voraussetzen bzw. auf einer ausgereiften Spieltechnik aufbauen. Wie z.B. neue Grooves, Fills, die Qualität des Spiels (Timing, Dynamik, Ausdruck) und auch einfach Musikmachen.
Ich kann mich trommla da nur anschließen. Besondere Spieltechniken (und heißt die nicht eigentlich "Heel Toe"?) brauchst du auf deinem Level ganz sicher nicht. Da geht's noch um ganz andere Sachen.
Macht euch die Mühe und stellt das Teil auf einen Tisch und stimmt mal mit einem Filzklöppel in der Hand durch...
das Ergebnis ist um Welten besser, so muss das klingen.
Diesen Rat kann ich ganz allgemein fürs komplette Set empfehlen, wenn man (z.B. nach einem Fellwechsel) komplett durchstimmt. Wenn man es ganz genau nimmt sollte man dann auch mit einer entsprechenden Unterlage das jeweils gegenüberliegende Fell abdämpfen. Nur so kann man wirklich exakt stimmen.
Nachstimmen mach ich aber grundsätzlich hinter dem Set, wenn es nur um die Schlagfelle geht.
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