Sie sind nicht angemeldet.

  • »Hörnchenmeister« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 23. November 2006

Wohnort: Aachen

  • Nachricht senden

1

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 08:22

Unterschied zwischen Kupfer- und Messing-Snare

Hallo, ich wollte mal fragen, wie eine Kupfersnare im Gegensatz zu einer Messingsnare klingt (ausgehend davon, das die snare ansonsten identisch ist). Hab gehört, das Kupfer eher knackig, "crispy", und weniger fett klingt. stimmt das?! und sind die unterschiede gravierend oder sind´s nur feine kleine nuancen?

danke, rainer

Paiste

Suchmaschinen- ergebnisverlinkungswahn

  • »Paiste« ist weiblich

Registrierungsdatum: 1. Juni 2002

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 09:11


Drumstudio1

Drums, Cymbals

  • »Drumstudio1« ist männlich

Registrierungsdatum: 31. Dezember 2002

Wohnort: Dreieich

Endorsements: Orion, Rohema, Triggerhead, Cympad, Drum-a-long, mapa

  • Nachricht senden

3

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 09:54

Zitat

Hab gehört, das Kupfer eher knackig, "crispy", und weniger fett klingt. stimmt das


Wo "hört" man das? ;)

Mein Eindruck ist/war immer, dass Kupfer eine enorme Wärme, "erdige Tiefe" im Sound aufweist, die dieses Material relativ deutlich von den meisten gebräuchlichen Materialien wie z.B. Messing, Stahl, Alu, Bellbrass etc. abhebt. Das bedeutet logischerweise nicht, dass dieser spezielle Sound jedem mundet. Gerade bei dieser speziellen Klangcharakteristik (die NICHT dem "klassischen" Rock-Allround-Snare-Sound entspricht) muß man vor dem Kauf unbedingt genaustens hinhören. Anyway - ich liebe den Sound untenstehender Modelle.

Folgende Teile die obengenannte Wärme und erdige Tiefe sofort hörbar machen:
Tama PC455HN (hatte ich selbst lange und leider viel zu günstig verkauft... schnief)
Tama SCS-1455H Snare 14"x5,5" (deutlich günstiger und trotzdem toller Sound)
Pearl Free floating Copper Varianten

nils

Trommelstimmen

  • »nils« ist männlich

Registrierungsdatum: 15. Dezember 2004

Wohnort: Bremen

Endorsements: Aquarian, Adoro

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 09:58

Kupfer leitet elektrischen Strom besser als Messing. :D Ob das Auswirkungen auf den Klang hat, kann ich nicht sagen.

In meinem Fundus befindet sich eine Messingsnare, die mich ehrlich gesagt Soundmäßig nicht so umhaut. Es ist eine Ludwig Brass Edition 14*5. Daneben eine Kupfersnare zu hören wäre wirklich mal interessant.
Musikmesse 2014: Besucht mich Mi, Fr, Sa am Stand von DRUMXOUND Halle 3.0 A55
! Pünktlich zur Musikmesse - das neue Buch vom Trommelstimmer: Drum Recording Guide
Das Buch: Drum Tuning

nd.m

Mitglied

  • »nd.m« ist männlich

Registrierungsdatum: 11. November 2004

Wohnort: Erpfendorf

  • Nachricht senden

5

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 10:13

Wie schon mehrmals an anderen Stellen gesagt, empfinde ich es grob
gesagt so, dass Messing in der von mir bevorzugten sehr hohen Stimmung dir
den Schädel spaltet, wo hingegen Kupfer immer noch eine gewisse Wärme
ausstrahlt und trotz der extremen Stimmung zumindest bedingt angenehm
zu klingen vermag.

Bibbelmann

Sheriff

  • »Bibbelmann« ist männlich

Registrierungsdatum: 14. Februar 2003

Wohnort: München und umliegende Waldgebiete

  • Nachricht senden

6

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 10:35

http://www.dunnett.com/images/shellfundamentals.mpg


zu hören sind (in dieser Reihenfolge)

Titan, Messing, Kupfer, Bronze, Stainless steel

Die Kessel müssten ähnlich dick sein, weil Ronn auf bestimmte Kesselstärken schwört (soweit ichs im Kopf habe: 1,6mm). Der Titan Kessel ist die Ausnahme und noch etwas dünner

Philipp

Kupfer ist relativ weich, schwer und dementsprechend sehr kontrolliert im Klang. Kein normaler Metallkessel
Achtung, es ist mal wieder ein große Schweinerei im Gange, es geht um das geplante Freihandelsabkommen in Verbindung mit sog. Investitionsschutzabkommen!
Hier geht es zur Info und zur Petition!

7

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 10:51

Ja, Kupfer ist wie Rotwein, Messing eher wie Weißwein oder Sekt.

Also eher nix mit knackig oder crisp. Was nicht heißt, das eine Copper nicht auch so gestimmt werden kann, aber das Grundnaturell ist halt eher warm, rund, vollmundig.( Auf der Meinl Page/Drummerworld gabs die Videos von Rabb das sind CopperSnares). Messing ist schneidiger, kürzer bissiger. In bestimmten Lagen und Stimmungen kann Messing ganz schön "sägen", will sagen, in den Gehörgang schießen, teilweise sogar unangenehmer als Stahl.

Ansonsten alles hören, waa die Kollegen hier angeboten haben. Und auch immer mal wieder die Suchfunktion nutzen: Das macht nen schlanken Fuß.

See
"Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
(c) by frint / 2008

"Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

8

Mittwoch, 6. Dezember 2006, 17:17

kenne im direkten vergleich nur die entsprechenden modelle vom drum workshop; und da hatte das kupfermodell in meinen ohren die nase vorn.

im prinzip also aus den oben bereits beschriebenen gründen (den wein mal außer acht gelassen) und weil johnny rabb und phillip fisher mich ebenfalls überzeugt haben ;)

Tama+Sabian

Mitglied

  • »Tama+Sabian« ist männlich

Registrierungsdatum: 30. Oktober 2006

Wohnort: Limburg--->Hünfelden--->Heringen

  • Nachricht senden

9

Donnerstag, 7. Dezember 2006, 22:14

also kupfer ist ein element der nebengruppe und messing eine legierung.
kupfer hat ein höheres standardpotential, im volksmund würde man sagen, kupfer ist "edler" als messing.
messing enthält kupfer und zink.
ob das alles klanglich einen einfluss weiß ich nicht

ich hoffe zumindest von der wissenschaftlichen seite aus angebracht war ;)

lunarsnare

schweigt

Registrierungsdatum: 1. September 2006

Wohnort: Hawaii USA, seit 2006 in Bremen

  • Nachricht senden

10

Donnerstag, 7. Dezember 2006, 22:33

Ich mag den vergleich sehr gerne zwischen weiss und rotweine.
Kupfer ist ein viel dunkler und fullbodied Klang….weniger overtones auch.

  • »Hörnchenmeister« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 23. November 2006

Wohnort: Aachen

  • Nachricht senden

11

Freitag, 8. Dezember 2006, 08:34

danke schonmal für die antworten. hab mich mittlerweile für eine pearl free floating kupfer 14x6,5" entschieden. welches schlagfell würdet ihr da empfehlen? ich montiere tendenziell gern dickere felle (remo emperor, emperor x), weil ich a) ziemlich reinhaue und b) denke, das die einen fetteren sound produzieren. will mir den sound natürlich nicht völlig "stumpf" machen. wären emperors da ok oder gibts bessere alternativen? mit evans zb. kenn ich mich null aus, bei remo weiss ich immerhin welches das dünnere und welches das dickere fell ist. aber gibt ja ausser dünn und dick noch so richtig klangliche unterschiede, denke ich.
ach ja: und ist die wahl des reso.fells von großer bedeutung? auch da wären anregungen vonnöten :)

vielen dank!
rainer