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MisterGrunge

neues Mitglied

  • »MisterGrunge« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 17. Januar 2017

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1

Mittwoch, 27. Dezember 2017, 20:58

Wie ist das mit der Mitbestimmung bei Euch?

Ich frage "aus Gründen..."

Wenn Amateure zusammen eine Band gründen, dann sind es ja meist ein, zwei Leute, die das ganze vorantreiben. Dann gibt es Leute, die mit aufspringen und sich voll reinhängen. Und dann gibt es oft genug Leute, die "Dienst nach Vorschrift" machen, bei denen die Musik auf der Liste der drei Hobbies auf dem vierten Platz vor sich hin stirbt und die damit dem gesunden Ehrgeiz der anderen mitunter sehr im Wege stehen.

Wie läuft das bei Euch? Basisdemokratisch? Diktatorisch? Habt Ihr so etwas wie Band-Statuten? Was hat sich bewährt?

trommeltom

Mitglied

  • »trommeltom« ist männlich

Registrierungsdatum: 1. März 2010

Wohnort: Landsberg am Lech

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2

Mittwoch, 27. Dezember 2017, 21:42

Wir hatten mal einen Sänger und einen Bassisten, die beide nicht wirklich regelmäßig zur Probe erschienen.
Wir haben uns dann von ihnen getrennt, anschließend hat der Rhythmusgitarrist die beiden vakanten Jobs übernommen und die Gitarre fortan zu Hause gelassen.
Seitdem geht es voran.
Dieser Schritt war quasi die Erlösung.
Wir restlichen vier Leute in der Band haben alle Bock und Spaß.
8)

3

Donnerstag, 28. Dezember 2017, 09:19

Jede Gruppe hat ihre ganz eigene Dynamik. Nimm selbst aus einer zehnköpfigen Band einen weg, es wird wieder eine neue Dynamik entstehen. Und die Umstände sind in jeder Gruppe anders (z. B. Anzahl Gigs, Proberaum groß, billig und trocken oder teures Loch 40 km weit weg, Freundschaft untereinander oder nur Interessensgemeinschaft etc.).

Im (Hobby)Bandbereich finde ich es wichtig, sich überhaupt erst mal klar darüber zu werden, dass es verschiedene Modelle (Diktatur, Demokratie, sonstige Regelungen) gibt und dann auch offen in der Band darüber zu reden, wer welche Ansichten hat und wie man zueinander stehen möchte. Das sollte schon mal viele (unbewusste) Stolpersteine aufdecken und damit auch aus dem Weg räumen. Ich hatte mal eine Band, in der sich zwei Mitglieder wohl insgeheim als Chefs berufen fühlten, andere das aber nicht so sahen. Wenn man das nicht offen bespricht, knirscht es irgendwann an verschiedenen Stellen. Eine frühere Sängerin sagte mal (zu dem Thema, nicht zu uns) "Wenn ich nur machen soll, was andere wollen, will ich dafür bezahlt werden".

Da du "aus Gründen" fragst, würde ich nächste Probe mal offen-sachlich-nüchtern fragen, wie jeder einzelne von euch die Band und die Mitbestimmung oder ggf. vermeintliche Befehlsgewalt sieht. Wenn z. B. einer unbedingt Chef sein will und nicht kompromissbereit ist, du das aber evtl. nicht möchtest und alle anderen ihn als Chef akzeptieren, musst du dir wohl überlegen, ob du dabeibleibst oder nicht und ggf. unter welchen Bedingungen.

Jürgen K

PS: Mitglied

  • »Jürgen K« ist männlich

Registrierungsdatum: 18. März 2006

Wohnort: Frankfurt am Main

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4

Donnerstag, 28. Dezember 2017, 10:17

Hallo,

ich kenne so Einiges.

Jede Gruppe hat ihre ganz eigene Dynamik

So würde ich es auch zusammenfassen wollen.
Jede Gruppe ist anders und es gibt so ziemlich alles Mögliche.
Für mich ist es inzwischen wichtig, relativ zeitig zu kapieren, wo der Hase lang läuft,
das war nämlich in der Vergangenheit oft das Problem für Fehlentscheidungen meinerseits,
die dann letztendlich dazu führten, dass ich wieder ging oder auch gegangen wurde.

Am Einfachsten sind für mich inzwischen klare Strukturen, bestes Beispiel Orchester, da
gibt es klare Hierarchien, die einem dann entweder personell zusagen oder auch nicht.

Bei klassischen Bands fand ich häufig Demokratie auf dem Türschild aber Diktatur im Raum.
Das lernt man mit der Zeit immer besser zu erkennen. Inzwischen gucke ich da als Erstes
danach und der Fisch stinkt vom Kopf, d. h. die Diktatur passt einem dann bzw. man kann
sich damit arrangieren oder eben nicht.
Manches bekommt man aber auch erst mit der Zeit mit.

Meiner Meinung nach muss eine Band verschiedene Motoren (in einer oder mehreren)
Personen beinhalten, sonst funktioniert sie nicht. Mitläufer muss man akzeptieren oder
konsequent hinauswerfen, praktikabel ist eine gewisse Toleranz, die bedeutet, dass man
die Fürs und Widers abwägt und Dinge so nimmt, wie sie sind.
Wichtig ist, dass die Kapelle letztendlich einheitlich in eine Richtung geht, ich bin ein
großer Fan der Zweitband für Leute, die noch Anderes machen wollen, was eben im
derzeitigen Rahmen einfach nicht geht. Man kann nicht von allen den gleichen Ehrgeiz
in allen Punkten erwarten, man selbst hat auch Defizite, oft sieht man die gar nicht so
gut.

Entscheidend ist, dass der kleinste gemeinsame Nenner von allen geteilt wird.
Geht das nicht, dann wird es Personalentscheidungen geben.

Grüße
Jürgen

Two

Mitglied

Registrierungsdatum: 28. August 2007

Wohnort: MIddelburg

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5

Sonntag, 14. Januar 2018, 11:11

Den Startpost kenne ich doch von bassic 8)

BassMax

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Registrierungsdatum: 12. Dezember 2017

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6

Samstag, 28. April 2018, 17:40

Es gibt Musiker und Schlagzeuger. Und da fängt das Problem ja eigentlich schon an :rolleyes: Also Fakt ist, dass Demokratie sich nicht bewährt, weil aus der Band notgedrungen nichts werden kann. Ist leider so.

Hörnix

Mitglied

  • »Hörnix« ist männlich

Registrierungsdatum: 24. Juni 2015

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7

Samstag, 28. April 2018, 17:51

Ich finde es auch immer putzig, wenn mein Schlagzeuglehrer über seine Band erzählt. Er ist da der Einzige, der Musik studiert hat, wenn auch als Klassiker, hat nebenbei noch ne Ausbildung gemacht in irgendwas Tontechnischem, auf seine Kompetenz wird aber nicht zugegriffen (obschon ich ihn nicht als Besserwisser bezeichnen würde). Der Gitarrist hat halt das Sagen.

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Ärger, band, Bandleader, Entscheidungen