Aktueller Drummer von THIN LIZZY?

  • Zitat

    Jaja die Frisuren... Aldridge hatte nen Miniplie im Endstadium, Gorham sah mit seinem Putz aus wie ein schwuler Frisör, der Basser wie ein Rockabilly aus den 50igern.


    Man darf nicht vergessen dass die erfolgreichste Besetzung von Thin Lizzy (Lynott, Gorham, Robertson, Downey). Mindestens 2 (höchstwahrscheinlich 3) Polytoxikomanen/Multitoxikomanen hatte.


    Phil Lynott und Scott Gorham waren nachgewiesenermaßen beide jahrelang schwerst! auf Heroin.... neben diversen anderen ungesunden Dingen.


    Insofern ist es schon erfreulich, dass Gorham den selbstzerstörerischen Abstieg aufhalten konnte und noch lebt. Im Gegensatz zu Lynott, der das bekanntlich nicht schaffte. Scheiß Drogen!


    Geschmacksverirrungen der Haarpracht kann ich da eher "entschuldigen" bzw. hinnehmen.


    Back to topic:
    http://www.youtube.com/watch?v=Kt2gs9XtqiA



    http://www.youtube.com/watch?v=kCoh8COJ4yI


    Und da Weihnachten vor der Tür steht, die seltsame Kollaboration von Thin Lizzy mit den Sex Pistols die eine Single in geringer Auflage hervorbrachte, die zu den meistgesuchten des ganzen Erdballs zählt. Auch hier reißen es musikalisch die tollen 2-stimmigen Gitarrenläufe raus...
    http://www.youtube.com/watch?v=l78aSGiiQFQ

    Edit: Dedicated to Rockpommel :D

  • Die Frisuren haben der guten Musik keineswegs im Wege gestanden, nur hatte der deutlich jüngere Bassist auch eine wesentlich moderne Frisur und passte nicht ganz ins Bühenbild...
    Es war jedenfalls ein sehr schönes Konzert mit gutem Getrommel und die Herren haben sich für ihr Alter und eingeschlagenen Lebensweg gut gehalten und hatten keine sichtbaren Probleme die Show durchzuspielen.... :)


    Ps: Danke für den letzen Link :D

    "Klangskulpturen ja, therapeutisch nein. Das Hang ist meiner Ansicht nach kein Therapiemittel. Im Gegenteil sollte man damit sehr vorsichtig sein, denn durch den faszinierenden Klang steht der Therapeut sehr in der Gefahr, manipulativ zu wirken und den Klienten abhängig zu machen. Auch kann er ihm ja kein eigenes Hang vermitteln und entlässt ihn so mit einer zwangsläufigen Frustration." - Ixkeys

    Einmal editiert, zuletzt von dernico ()

  • Also sorry Carmine Appice würde ich nicht mit TA vergleichen - er spielt zwar auch nicht gerade wenig, aber er zerhackt die Songs nicht regelrecht.
    Z.B. bei Superstition (Beck-Bogert-Appice) spielt er zwar höllisch viel aber dafür raucht die Nummer ordentlich ab und die triolischen Fills in der Bridge sind schon richtig heftig - groovig!
    Also kein Vergleich zu Mr. Aldridge.


    Ich erinnere mich an Whitesnake 2006 in Oberhausen. Selbst Balladen wie Here I go again oder Crying in the Rain, schafft TA in null komma nix zu vernichten......


    Bei Ozzy sah ich TA auch mal, damahls als Vorgruppe von Whitesnake (mit Cozy Powell), da passte er m.E. besser.


    Ein Drum Video von Herrn Aldridge hatte ich auch mal und seine Sätze erinnerten mich an sein Spiel. ebenso zerhackt.....muss ein Vorbild von Stoiber gewesen sein....es bedurfte sehr sehr viel Geduld das Video durchzuhalten.....ist auch schon längst verschenkt oder weiterverkauft...weg halt.


    Generell gefällt mir der swingige Hard Rock von Bands wie Thin Lizzy, Deep Purple mit echten groovigen Drummern viel besser als diese Drum-Machine-Mutanten...Schae eigentlich um die guten Songs....


    Ich hab da so eine Theorie zum allmählichen Verschwinden der groovigen (Hard-(Rock-Drummer: Diese swingigen Drummer haben auch noch viel Swing und anfänglichen R&R in ihrer (prägenden) Jugend gehört. Nur die heutigen Drummer hören nicht Lazy oder Strange Kind of Woman, sondern sind wohl von Musik verseucht die zum Großteil mit Maschinen produziert wird - gefühllos und wenig groovig. Woher soll`s also kommen...


    Ich hätte mir Lizzy auch gerne mal Live angesehen , aber TA törnt mich da eher ab...bin auch in Oberhausen nach 20 min Whitesnake wieder gegangen...


    Und wer war nun der Basser bei Thin Lizzy ? Doch nicht etwa Marco Mendoza ?

  • Nein, Marco Mendoza war diesmal nicht der Bassist.
    Pfingsten auf dem Rock Hard Festival war er aber dabei. Wie der neue heißt hab ich leider nicht behalten, sein Name klang aber ähnlich... Mendoza gefiel mir allerdings besser als der, der zur Zeit mitspielt.

    "Klangskulpturen ja, therapeutisch nein. Das Hang ist meiner Ansicht nach kein Therapiemittel. Im Gegenteil sollte man damit sehr vorsichtig sein, denn durch den faszinierenden Klang steht der Therapeut sehr in der Gefahr, manipulativ zu wirken und den Klienten abhängig zu machen. Auch kann er ihm ja kein eigenes Hang vermitteln und entlässt ihn so mit einer zwangsläufigen Frustration." - Ixkeys

  • Ich weiß von Lizzy fast alles. Bin quasi Hobby-Archivar seit 1979 in Sachen Lizzy.


    Diese Version ist von dem Video "Live & Dangerous". Ein zusammengekürztes Konzert mit ausgewählten Songs, aufgenommen 1978 at the Rainbow. Es enthält völlig andere Live-Versionen als die gleichnamige weltberühmte (Fake) Live-CD die diverse extrem nachbearbeitete Konzerte + Studio-Overdubs diverser Auftrittsorte zusammenschnitt und deutlich mehr Songs bot. Also dieses Video nicht mit der gleichnamigen Doppel-LP verwechseln.

    Allerdings hatte ich auch bei diesem Video immer den Eindruck, dass mindestens die Backing-Vocals auch etwas frisiert wurden. Vielleicht irre ich auch...


    Anyway, dieses Konzert-Video (inklusive Emerald) ist unlängst (2006) wieder auf DVD neuveröffentlicht werden. Sollte man haben, denn es ist trotz gewisser Einschränkungen (zu wenig Songs) ein Zeitdokument mit TOLLER MUSIK!


    http://www.amazon.co.uk/Thin-L…e-Dangerous/dp/B000V7FZYS


    Es gibt sicher im Web noch günstigere Angebote!


    edit: sorry, ich war zu spät! :)

  • Edith löscht einiges aufgrund einiger falscher Annahmen, danke an Drumstudio1, wieder was in Sachen Thin Lizzy gelernt :)


    Geh mal in deine Stadtbücherei und guck da nach Thin Lizzy Dvds, bei mir verleihen sie die Rockpalast Dvd.
    Falls du dir die Dvd bestellst achte auf den Code der Region. Die gezeigte ist für Dvd Player in den USA und Canada gedacht, Europa hat Regionscode 2.


    Edit: Gerald war schneller und ist besser informiert.

    "Klangskulpturen ja, therapeutisch nein. Das Hang ist meiner Ansicht nach kein Therapiemittel. Im Gegenteil sollte man damit sehr vorsichtig sein, denn durch den faszinierenden Klang steht der Therapeut sehr in der Gefahr, manipulativ zu wirken und den Klienten abhängig zu machen. Auch kann er ihm ja kein eigenes Hang vermitteln und entlässt ihn so mit einer zwangsläufigen Frustration." - Ixkeys

    2 Mal editiert, zuletzt von dernico ()

  • NEIN, NEIN NEIN! hahaha


    Das original VHS-Video hatte auch nicht mehr. Das habe ich seit Jahrzehnten. Bitte meinen Post oben ´drüber beachten.


    Das Video bzw. die neue DVD ist völlig korrekt. Schon zu lebzeiten der "Live and Dangerous Doppel-LP" gab es eine riesen Verwirrung, warum wenige Jahre darauf ein Video erscheint, das viel kürzer ist. Es waren nicht identische Produkte!


    Fazit: Die Live and Dangerous Doppel-LP/ war nie identisch mit dem alten Thin Lizzy Video Live and Dangerous von Hendering und somit auch nicht mit der Neuauflage der DVD.

    Die Rockpalast DVD muß man natürlich auch haben. Alleine um den leidenden Snowy White zu sehen, der sich bei Thin Lizzy nie wohlfühlte und diese etwas später aufgrund eines Nervenzusammenbruchs während der laufenden Tournee verließ. Dadurch ergab sich ein einziges Lizzy-Konzert mit einer Gitarre... irgendwo in Spanien. Ich wünschte ich hätte davon einen Mitschnitt. DIE zweistimmige Gitarrenband der Geschichte ohne 2. Gitarre auftreten zu lassen... verwegen!


    edits: Buchstabendreher

  • Und da der Mythos die offizielle Live Doppel-LP/CD "Live and Dangerous" sei eine Live-Scheibe nahezu nicht auszurotten ist, hier die nackte Wahrheit.


    Mir fiel mit 15/16 immer der eklatante Unterschied (in Sachen zweistimmige Läufe, Präzision, Intonation etc. etc.) zwischen der "Live and Dangerous" Doppel-LP und dem Rockpalast Konzert auf der Loreley auf, dass ein Kumpel auf einem der frühen VHS Video-Rekorder aufgenommen hatte.... those were the days :)


    Dann gab es immer wieder Diskussionen mit anderen. Ich sagte "da stimmt was nicht mit der Live and Dangerous, da ist alles so viel exakter. Kaum Unsauberheiten bei den Gitarrenläufen und Soli, auch der Gesang ist so unglaublich perfekt" andere sagten "quatsch, die haben da die genialsten Gigs ausgesucht, die sind eben live oftmals so gut".... die Wahrheit und das ich richtig lag, erfuhr ich dann erst viele Jahre später... auch teilweise durch Einblick in die Bootleg-Archive mehrerer Sammler, also viele Hörproben, die bestätigten: es gab kein einziges Konzert wo Thin Lizzy so klang und so fehlerarm spielte wie auf der "Live & Dangerous".


    Thin Lizzy war natürlich live immer eine überragende Band mit fast in allen Besetzungsphasen fantastischen Musikern mit überragendem handwerklichem Können. Nur ist die Live and Dangerous Doppel-LP doch noch etwas überragender als sie es wirklich je waren.


    Auszug der Anekdoten des damaligen (und bis heute weltberühmten)Produzenten Tony Visconti


    THIN LIZZY : LIVE AND DANGEROUS


    Bad Reputation was a big hit. That meant Lizzy and I would get a second chance to create a great album. Unfortunately they caught me between a Bowie album and at least three other projects I had committed myself to produce -- albums by the Steve Gibbons Band, the Radiators and Rick Wakeman. I was also trying to launch my own Good Earth record label that year. The record company was clamoring for a new Lizzy album and the band wanted to work with me. As much as they wanted to do another studio album, they felt that I couldn't accommodate them because of my commitments (which was true). So we had a summit meeting at my Good Earth studios. Phil said that they had stacks of tapes from live gigs, so why didn't we spend two weeks going through the tapes and come up with a decent live album? That was the best we could do in two weeks. Hah! For the next eight weeks I was up to my eyeballs in Live And Dangerous!


    We listened and listened and listened -- to at least 30 hours of tape recorded during many gigs, from Toronto to Philadelphia to London! We definitely had something, but the task of choosing the right takes was awesome. When we did, Phil asked if he could touch up some vocals. No harm in that -- this is commonly done for live albums because of technical faults, like microphone wire buzz and other gremlins. The trick to getting a studio vocal to sound like a convincing live vocal is to sing the song in the same way. Otherwise the live voice will poke through if the new voice is not in sync.


    We spent a few days re-recording a few vocals. It went very well. Once we established a sound and a system to do this, Phil suggested that we might as well redo all the vocals. So we did. Then we noticed that Gorham and Robertson were not on mic for backing vocals half the time. If you listen closely you can hear Phil doubling the backing vocals at the same time he was singing lead! Then Phil realized that he'd missed a few notes on the bass when he was singing live. Could we replace some bass parts? "Of course!" I said. We did. The bass was harder and more precise and so ALL the bass parts were replaced. In walked Scott Gorham and Brian Robertson. Since it was so easy to replace Phil's parts, could they redo theirs? "Of course!" But now it was obvious that this was not completely live anymore. The guitars, bass and vocals were replaced -- just Downey's drums and the audience reaction were left! Fortunately Downey liked his playing and we kept ALL the drums.


    I've gone on record before saying this album was 75% recorded in the studio, so I hope I haven't shattered any illusions. Still, the album went platinum, reaching #2 on the British charts, and it deserved it. Every track was performed before a live audience with the exception of "Southbound". There weren't any good takes of the song recorded in concert, so we used the recording made during the sound check onstage in Philadelphia and dubbed in the intro and outro audience reaction from that night's show.


    Because the original recordings lacked certain details I had to resort to some trickery when Phil asked for audience participation. For instance, on the breakdown of "Rosalie" Phil asks the audience to "put yer hands together". I boosted up the audience tracks and there was a wildly enthusiastic audience clapping like mad, but the band was far louder. I couldn't use those tracks because the band would've sounded too echoey, picked up by the high audience mics. So I made a 20-second loop of the audience clapping for an encore. I put the loop through electronic gates that were triggered by a note from a keyboard. The loop was silent until I played a note on the keyboard. So when I played quarter notes (crotchets) it sounded like the audience was clapping along. Remember, they'd been clapping along that night but the mics just didn't pick them up loud enough. Also, at the end of this track the tape ran out and I had to edit in the audience reaction from the end of another song. That's why it literally sounds like a burst of applause at the end.


    Despite the necessary trickery this album is very real. It represents electrifying moments before an audience and fabulous second chances to get it right in the studio.

  • :( Oh wow.... das hat mich jetzt zugegebenermaßen schon ein wenig geschockt... Ein paar Ausrutscher oder grobe Schnitzer im Studio verbessern - ok.
    Aber gleich so viel zu ersetzen... ich weiß nicht. Die Platte ist verdammt gut (sogar sau geil :D), aber das schmälert meine Freude daran doch ein wenig...
    Im übrigen danke für diese Infos.
    Live sind sie sehr überzeugend und ich würde sagen überdurchschnittlich gut... für mich noch unverständlicher sowas mit Studioaufnahmen zu ersetzen...

    "Klangskulpturen ja, therapeutisch nein. Das Hang ist meiner Ansicht nach kein Therapiemittel. Im Gegenteil sollte man damit sehr vorsichtig sein, denn durch den faszinierenden Klang steht der Therapeut sehr in der Gefahr, manipulativ zu wirken und den Klienten abhängig zu machen. Auch kann er ihm ja kein eigenes Hang vermitteln und entlässt ihn so mit einer zwangsläufigen Frustration." - Ixkeys

  • Ich bin jetzt mal ein wenig zynisch und behaupte dass es wohl kaum eine Live-Scheibe im Rock und Pop gibt die nicht massivst nachbearbeitet wurde.
    (Warum heißt Naastacias Platte Live at Last (Endlich LIVE) oder warum steht auf der Ted Nugent Full Bluntal Nugity Live - absolutely NO Overdubs! ??


    Warum sonst braucht ein Live-Album für den Mix 6 oder mehr Monate ?


    Weil die Overdubs überhand genommen haben.


    Ein paar rwahrlich echte Live-Sachen fallen mir schon ein:
    - Deep Purle Made in Japan,
    - Grand Funk Rainlroad Live Album 1970 - da sind so viele "Ausrutscher" drauf dass Live wirklich stimmen muss


    und fast die gesamten BBC Tapes die von der einen oder anderen Band veröffentlicht wurden waren Live (Deep Purple - geiler Ausrutscher von Blackmore bei Never Before!!! Voll in die Pause gesschossen !, Paice Ashton Lord etc...)

  • Zwischen nachbearbeiten und mixen ist schon ein Unterschied zu Gesang, Gitarren und Bass neu aufnehmen/ganz ersetzen.


    Zitat

    The guitars, bass and vocals were replaced

    "Klangskulpturen ja, therapeutisch nein. Das Hang ist meiner Ansicht nach kein Therapiemittel. Im Gegenteil sollte man damit sehr vorsichtig sein, denn durch den faszinierenden Klang steht der Therapeut sehr in der Gefahr, manipulativ zu wirken und den Klienten abhängig zu machen. Auch kann er ihm ja kein eigenes Hang vermitteln und entlässt ihn so mit einer zwangsläufigen Frustration." - Ixkeys

  • Ich wollte mit "massivst nachbearbeitet" replacing freundlich umschreiben.....


    Ich find Fehler gehören zur Musik und hoffe entgegen meiner grundsätzlichen Einschätzung der Industrie, dass doch einige Live-Scheiben, z.B Journey Captured Live, die ich sehr liebe auch zum Großteil Live sind....

  • Zitat

    Original von steve.hatton


    Ich find Fehler gehören zur Musik


    Bei Live Platten auf jeden Fall. Das macht den Live - Charakter, die Stimmung auf jeden Fall mit aus. Ich finde es nicht gut so viel zu ersetzen und wollte das auch nicht verteidigen. Nur denke ich, dass es selten vorkommt, dass Gesang, Gitarre und Bass vollkommen ersetzt werden - ich hoffe ich irre mich nicht (?)

    "Klangskulpturen ja, therapeutisch nein. Das Hang ist meiner Ansicht nach kein Therapiemittel. Im Gegenteil sollte man damit sehr vorsichtig sein, denn durch den faszinierenden Klang steht der Therapeut sehr in der Gefahr, manipulativ zu wirken und den Klienten abhängig zu machen. Auch kann er ihm ja kein eigenes Hang vermitteln und entlässt ihn so mit einer zwangsläufigen Frustration." - Ixkeys

  • Irgendwie muss ich grade an Foo fighters und Linkin Park denken... Heute muss man garnix mehr ersetzen, man zieht einfach alles durch einen Auto-Tuner (oder wie dem heisst) und gut ist. Finde ich sehr schade, sowas brauch ich doch dann nichtmehr Live-Konzert nennen.


    Ohja! Die geilsten sind immernoch diese Volksmusikhanseln die ohne Mic auf die Bühne kommen, die Arme ausbreiten, den Kopf auf die Seite legen und über Liebe singen...

  • Zitat

    Ohja! Die geilsten sind immernoch diese Volksmusikhanseln die ohne Mic auf die Bühne kommen, die Arme ausbreiten, den Kopf auf die Seite legen und über Liebe singen...


    Sorry Off-Topic... ich mag eigentlich keine Häme... da sie den sich verächtlich äußernden meist mehr entlarvt als den über den man sich lustig macht.


    Die erste Ausnahme in meinem Leben: hat jemand irgendwann schon mal eines der Playback-Stücke dieses Mr. Silbereisen im Musikantenstadl oder wie das heißt gesehen? Ich war neulich beim zappen und dachte mich trifft der Schlag. Der Bursche war so out of time, da lagen ganze Silben zwischen seinen Mundbewegungen und dem Playback. Ich habe schon immens viele Playbacks gesehen... und mich als Kind schon über starke Asynchronität einzelner Sänger oder sogenannter "Sänger"gewundert. Aber so gravierend wie bei diesem jungen Talent habe ich das noch nie gesehen. Der Witz war aber: Das Kamerateam wußte das wohl bzw. die Regie welche die Kamerschalten steuert. Der wurde nämlich in jenem Stadl-Song immer so weit weg gezoomt das alle jenseits der 80 (also der Durchschnittzuschauer dieses Sendeformats) aufgrund der von Gott genommenen Sehschärfe im Alter dieses Audio-visuelle-Treiben nur noch hören, aber sein out-of-time-Lippenspiel nicht mehr mitansehen mußte. Niemals zuvor habe ich bei einem Soloartist (hust) solche absurden Kameraschwenks und -Perspektiven erlebt. Keine Sternstunde des dt. Fernsehens. Warum muß ein Moderator! auch singen?.... kann er das nicht lassen, wenn jeder weiß er kann es nicht. Es gibt doch sicher auch in der Volksmusik sehr gute Vokalisten. Dann kann man die doch einladen, setzt eine mehr oder weniger gelungene Pointe als Moderator (wird genauso gut bezahlt) und gut ist. Sollte es davon mal ein youtube Video geben kann ich nur anmerken: ES WAR TATSÄCHLICH SO UNSYNCHRON, diesmal ist die Youtube-Codierung bzw. der Anwender schuldlos! :)


    Back to Lizzy bzw. ungewöhnlichen Intermezzi mit Gary Moore und Cozy Powell (kennen auch nicht viele)
    http://www.youtube.com/watch?v=K9n981iQz3w

  • Leider nochmal OT:
    Ich bekomme per Youtube keinen Sound mehr. Einzige Möglichkeit für mich ist es die Videos zu laden, zu speichern und dann mit dem VLC Player abzuspielen. Hat jemand ne Ahnung was da kaputt sein könnte... kann ja nur was Software mäßiges sein ?
    Wenn mir was einfällt schreib ich auch noch was zum Thema ;)


    Hilite Freak hast du eigentlich Bilder von dem Auftritt? Ich habe gerade mal google bemüht aber nichts gefunden, immer nur Bilder vom letzen Jahr.

    "Klangskulpturen ja, therapeutisch nein. Das Hang ist meiner Ansicht nach kein Therapiemittel. Im Gegenteil sollte man damit sehr vorsichtig sein, denn durch den faszinierenden Klang steht der Therapeut sehr in der Gefahr, manipulativ zu wirken und den Klienten abhängig zu machen. Auch kann er ihm ja kein eigenes Hang vermitteln und entlässt ihn so mit einer zwangsläufigen Frustration." - Ixkeys

  • Zitat

    Hilite Freak hast du eigentlich Bilder von dem Auftritt? Ich habe gerade mal google bemüht aber nichts gefunden, immer nur Bilder vom letzen Jahr.


    Nein, leider nicht.


    Uiuiui, dass auf "Live and dangerous" nicht alles live ist, macht mich schon ein wenig betroffen. Ich dachte immer das alles echt war und nun das. 8o


    Übrigens, die Nase von Angelina Jolie ist auch nicht echt, habe ich gestern in der Glotze gesehen. :P


    Back to topic:
    Welche Band auf der Welt hat eine solche Armada von Ausnahme Gitarissten gehabt?


    Mit Gary Moore fand ich Lizzy am besten. Der hatte auch mehr den alten bluesigen Stil, Sykes kommt ja eigentlich aus Metal Ecke.


    Mit der "thunder and lightning" Scheibe hatte Lizzy mit Sykes eine waschechte Hardrock Scheibe rausgebracht, die Gitarrenläufe (holy war, cold sweat) waren/sind überirdisch, ein absoluter Meilenstein im Hardrock Genre.


    Brian Robertson fand ich erst bei Motörhead interessant, "another perfect day" wurde damals praktisch zerissen, ich finde dass Lemmy nie einen besseren Gitarrero an seiner Seite hatte.


    Betrachtet man das ganze Schaffenswerk der Band, so sind ihr Scheiben ein Mix von verschiedenen Musikeinflüssen, wie z.B. Irish Folk, Rock, Blues, Hardrock und sogar Jazz.


    Wie schon weiter oben geschrieben, für mich sind Thin Lizzy eine der unterschätzesten (richtig geschrieben?) Rockbands überhaupt.


    Ausführlichste Infos über die legendäre Band habe ich hier gefunden.


  • Muß da aber mal eine Lanze pro Musikantenstadel brechen, denn Herr Silbereisen ist NICHT der Moderator dieser Sendung, wie die Sendung vom Silbereisen heißt weiß ich nicht, das ist mir auch zu doof zum schauen. Der neue Moderator vom Musikantenstadl ist der Andy Borg und der singt LIVE!!! Bei seinem Vorgänger (sprich Karl Moik) war 100% alles Playback und ich war selbst überrascht als letztes Jahr der Borg wirklich astrein mit Livegesang durch die Sendung führte und noch immer sehr souverän führt. Wäre mal ein Tip, auch wenn es komplett nicht der Musikgeschmack von den meisten hier ist.


    Herr Arrowfreak hat nur zum Teil recht, denn das "Problem" Playback ist nicht eine reine Sache Volks(oder sagen wir lieber -tümlichen)musik.
    Wo gibt es denn eine Sendung nennen wo seine Art von Musik gespielt wird (ich meine jetzt kein Konzert sondern Sendungen wo mehrere Interpreten hintereinander auftreten) OHNE Playback gespielt wird? Im Stehgreif fällt mir keine ein.
    Ich weiß nur von der Hitparade unter Worms oder Hübner noch was (aber das war auch nur allein der Gesang) und ansonsten halt bei MTV-Awards oder Grammys wo mal was live gespielt oder gesungen wird und da sind komplett Liveauftritte auch eher die Ausnahme. In letzter Zeit findet man wohl wieder vermehrt Livemusik im Fernsehen, aber die 80er und 90er waren sehr karg.


    Auch soll man nicht Volksmusik mit volkstümlicher in ein und denselben Topf werfen auch wenn es vielleicht sehr naheliegt. Denn bei der Volksmusik gibt es einige Sendungen wo 100% live gespielt wird. Als Tip wäre "meine liabste Weiß" zu nennen. Sicherlich wohl kaum ein Musikgeschmack den viele hier mögen, aber da ist alles noch 100%ig live und da kann man zu Recht behaupten die Musikanten beherrschen ihre Instrumente.


    Zwecks Liveplatten und wenn man meint Fehler auf Liveplatten zu hören, daß dies ein Zeichen sei, daß nicht viel rumgemacht wurde. Hatte nicht Drumstudio1 mal vor einiger Zeit hier als es um Livespielen ging gesagt, daß es viele Gruppen gibt die zum Zwecke der Irreführung absichtlich Fehler reinmachen? Ich denke mal man kann nicht alles über einen Kamm scheren und sagen, wenn die Platte "clean" ist, daß da viel gemogelt wurde und umgekehrt, daß wenn man Fehler heraushört, daß dies unabsichtlich passiert. Wird sich wohl die Waage halten und von Fall zu Fall verschieden.

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