Rund ums 2BOX DrumIt5 von den ersten Erfahrungen bis heute

  • Servus,




    nach knapp zwei Jahren mit dem 2Box-Modul habe ich mir in der aktuellen Promotion den SD beim großen T bestellt (139€). Einen Kesselsatz mit Kick, zwei Snares und fünf Toms sowie einer HiHat habe ich mit dem DSoundtoll gesamplet und ins Modul gespielt. Alle Sound sind unbearbeitet, es handelt sich also um das reine Preset. Lediglich die Panoramaposition habe ich auf "Mitte" gestellt. Ohne mich mit der Thematik genauer zu beschäftigen, wählte ich beim Samplen für alle Instrumente 99 Dynamikstufen. Aufgrund des schwachen Laptops haben alle Sounds per se 16 Bit-Auflösung.


    Der erste Eindruck auf den Kopfhörern: wunderbar! Natürlich sogar deutlich besser als die Sounds, die der Laptop liefert. Schon jetzt hat sich für mich die Investition in SD gelohnt, konnte mein Modul damit nochmals deutlich aufwerten.




    Die HiHat, die mir bei 2Box immer zu wenige Stufen zwischen Offen und Geschlossen lieferte, ist deutlich lebendiger und liefert viele Zwischenstufen. Eine so enorme Verbesserung habe ich nicht erwartet.




    Es freut mit, dass wir bereits wenige Tage nach meinen ersten Versuchen mit SD einen Gig hatten (Tanzmusik) und auch etwas Zeit für den Soundcheck fanden. Die Toms, Snare und HiHat haben es direkt in das Live-Setup geschafft. Bei der Kick fehlte, auch nach EQ-Bearbeitung der notwendige Wums. Hier liefert, man mag es kaum glauben, die R8Dry-Kick (gesamplet von meinem ehemaligen TD-8) den besten muckefähigen Sound. Der Modulinterne EQ reichte hier vollkommen aus, einen überzeugenden Sound zu basteln. Das von mir zwischenzeitlich genutzte Mischpult für das Modul brauche ich nicht mehr -> wieder einige kg weniger zu schleppen.




    Ich wurde erneut darin bestätigt auf 2Box zu wechseln. Als Mucker und als Kellertrommler suche ich nicht unendlich viele Sounds, sondern wenige wirklich gute Akustiksounds. Dabei brauche ich die Flexibilität und Verlässlichkeit, die ein Modul liefert. Das alles liefert mir das DrumIt.


    Soweit mein, natürlich subjektiver, Kurzbericht.




    Gruß




    drum-de

  • Alle Sound sind unbearbeitet, es handelt sich also um das reine Preset. Lediglich die Panoramaposition habe ich auf "Mitte" gestellt. Ohne mich mit der Thematik genauer zu beschäftigen, wählte ich beim Samplen für alle Instrumente 99 Dynamikstufen.


    Man sollte hierbei aber schon erwähnen, dass man mit dem hoch komplexen Onboard Mischer von SD inklusive der vielfältigen "Bleeding" und "Room" Optionen eine Menge raus holen kann. Das kann mitunter noch zu einem erheblichen Qualitätssprung in der Soundgestaltung gegenüber den eher rudimentären Starter Presets führen.


    Ich befürchte allerdings, dass ein SD Setup in dieser Größenordnung die Speicherkapazitäten eines Drumit Five Brains bei weitem sprengen werden.


    Und auch einen weiteren Punkt gilt es hierbei weiterhin zu besprechen: Es sind ja nicht nur die vielen, vielen tausende Samples welche hochwertige VST Drum Plug Ins in Gigabyte Dimensionen "abfeuern" können, sondern viel mehr auch wie intelligent diese riesigen Klangbibliotheken (Samples) bei Eingang der Steuerbefehle im Kontext ausgelöst werden. Die sogenannte "Round Robin" Funktion ist da nur ein simpler Anfang. Mittlerweile passiert da unter der Haube eines modernen VST Instrumentes viel mehr als man denken möchte.


    Diese vielfältigen Funktionen wird auch ein Drumit Five (Sample) Modul ganz gewiss nicht umsetzen können.


    Das wären aber halt auch wichtige Voraussetzungen um ein authentisches Spielgefühl möglichst sehr nahe kommen zu können. Das bieten weder die ROLAND Module mit dem IMHO sehr lächerlichen "SuperNATURAL-Sounds und Behaviour Modeling" noch ein Sample basierendes Drumit Five Modul an.


    Trotzdem mein Glückwunsch zu Deiner wohl ersten erfolgreichen Kontaktaufnahme mit zeitgemäßer (virtueller) Drum-Technik. ;)


    Gruß


    Trommeltotti

  • Hallo in die Runde!


    Da ich noch flexibler üben möchte, beschäftige ich mich seit langer Zeit mal wieder mit dem Thema E-Drums und musste erstaunt feststellen, dass Roland und Yamaha nicht mehr die einzigen Alternativen sind. :) Die Möglichkeit eigene Multi-Layer-Samples ins Drumit5-Modul einzuspielen hat mich schon ziemlich begeistert!


    Das Drumit5 MKII ist ja laut Thomann schon knapp zwei Jahre draußen. Weiß jemand, wie es da in nächster Zeit weitergeht? Steht ein MKIII an, auf das es sich zu warten lohnt?


    Grüße Aaron


    Edit: Noch eine Frage, wieviel Platz braucht das Set (von - bis) in Breite und Tiefe?

    "Jazz ist swingend notwendig!"
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    Einmal editiert, zuletzt von Ajj89 ()

  • Das Drumit5 MKII ist ja laut Thomann schon knapp zwei Jahre draußen. Weiß jemand, wie es da in nächster Zeit weitergeht? Steht ein MKIII an, auf das es sich zu warten lohnt?


    Um es vor weg zu sagen: Nein ich weiß nicht ob etwas geplant ist. Was das angeht sind auch alle Herstelle recht verschwiegen.
    Beim Upgrade von MK I auf MK II handelte es sich (wie Du auch in einem der 1622 vorherigen Posts lesen kannst) rein um das Rack welches einige Verbesserungen erfahren hat. Pads (Außer Bass) u. Brain haben sich nicht verändert.

  • Ich habe es hier mal geschrieben - inzwischen habe ich aber auf Kessel ohne Rack umgestellt.
    Wenn ich mich recht erinnere, 80 bis ca. mit Hocker 110cm tief, 110 bis ca. 160/170cm breit.
    Kommt halt auf Deine Vorliebe an. 80x160 ohne Sitz stellt wohl ein Mittelwert dar.


    Edith sagt: sonst kann ich über 2Box nur sagen, dass es inzwischen offensichtlich genug
    und fast überall Einzelkomponenten zu kaufen gibt, und der Soundeditor ist auch nutzbar.
    Und da war noch die Sache mit Ärger in den USA - gibt es dazu was Neues?

    2 Mal editiert, zuletzt von Albatross ()

  • Etliche Tests, Aufnahmen und Veränderungen später, habe ich einige Dinge feststellen können. Wenn 99 Layer auf einem Kopfhörer gut sind, so gerät man damit bei Liveauftritten über die PA schnell in den Maschinengewehrsound. Es gilt das alte Motto: Weniger ist mehr. Ich kann keinen Qualitätsunterschied bei lediglich 50 Hits für Kessel und 30 Hits für Blech feststellen.


    Ganz wichtig auch: Aussteuern der Aufnahmen! Das hat was mit Klang und auch der Lautstärkeregelung im Modul zu tun. Es gilt also jedes Instrument vernünftig vor der Aufnahme zu bearbeiten.


    Speicherbedarf: mit einigen Snares, drei Kick, acht Crashes, einer HiHat und den zwei Tomsätzen des Avatar-Sets komme ich auf schlappe 1,6GB Speicherbedarf. Allein die Becken brauchen fast 500MB, die HiHat ca. 270MB (50 Hits je Artikulationsstufe). Übrigens: meine Kessel haben alle nur den Head-Sound. Die Rimsounds fallen weg, da ich die Eingänge am Modul gesplittet habe um mehr Instrumente anzuschließen.


    Platz schaffen ist nun angesagt und die Werkssounds wandern gerade massenhaft von meinem Modul runter. Wer die einzelnen DSND-Dateien verkleinern will, kann das ganz leicht mit einem entsprechenden Programm (z. B. Audacity). Einfach die "Stille" am Ende jedes einzelnen Samples löschen. Jenachdem, wie groß der Stille-Anteil an den WAVs ist, kann schnell mal die Hälfte des Speicherbedarfes eingespart werden. Aber Vorsicht: nicht zu früh schneiden, sonst enden die einzelnen Layer abrupt im Ausklingen.


    Meine Kicks gehen lediglich bis Stufe 109, die Toms lasse ich bis 115 laufen. Höhere Velocities haben für mich zu viel Attac. Auch hier gilt: Was auf dem Kopfhörer noch ok ist, geht über die PA gar nicht. Da für mich der Sound bei den Gigs die Referenz ist, habe ich diese Einstellungen inzwischen für alles übernommen. Aber es gilt natürlich: Testen und selber entscheiden.


    Ich habe mir des Weiteren angewöhnt, jede DSND sofort nach Erstellung probezuhören. Da sind mir schon verschiedene Dinge aufgefallen, die schlicht unschöne Fehler gewesen wären. So konnte ich dann auch bei Folgeaufnahmen gleich besser arbeiten.


    Wer setzt denn sonst noch eine Soundlibary ein und wandelt diese für 2Box um?


    Gruß


    drum-de

  • Wer setzt denn sonst noch eine Soundlibary ein und wandelt diese für 2Box um?


    Erstmal danke für Deinen Bericht. Ich kenne mind. einen, der auch wandelt, aber der muss sich schon selber zu Wort melden ;)


    Ich selbst fange gerade erst wieder mit 2Box an. Laptop mit SD2.0 ist auch schon in Arbeit ...

  • ...
    Wer setzt denn sonst noch eine Soundlibary ein und wandelt diese für 2Box um?
    ...


    Ich benutze meine SD2 Libraries auf meiem 2Box.
    Das Platzproblem habe ich durch eine 16GB Karte gelöst. Den Anschluß habe ich über ein SD-Card Verlängerungskabel nach außen gelegt.
    Ich benutze grundsätzlich nur 33Hits pro Sample und komme damit gut klar. Aber ich trommle nur ein wenig zu Hause über Kopfhörer und
    habe reine Hobbyansprüche.


    Bislang habe ich bei den Samples die Maxlautstärke nicht begrenzt, werde das aber wohl nochmal machen, da gerade bei den Snares die letzten Stufen
    ziemlich heftig sind. :)


    Ansonsten bin ich damit sehr zufrieden.
    SD2 und das 2Box Modul sind ein Dreamteam.


    Toontrack sollte fertige DSND-Files verkaufen. ;)

  • Wenn 99 Layer auf einem Kopfhörer gut sind, so gerät man damit bei Liveauftritten über die PA schnell in den Maschinengewehrsound.


    Also irgendwie verwundert mich diese Aussage jetzt überhaupt nicht. Nicht das Wir hier Uns falsch verstehen sollten: Das wenigstens erst einmal ein Hardware Hersteller begriffen hat, wie wichtig es für Anwender sein kann, (IMHO ansatzweise) nun auch hochwertige VSTi Sounds in herkömmliche Module einladen zu können, kann man wirklich nur begrüßen.


    Aber für mich bleibt hier weiterhin eine entscheidende Frage übrig, welche mir hier in diesem Zusammenhang bisher noch niemand wirklich beantworten konnte: Bei den hochwertigen VST Instrumenten wie etwa Superior Drummer sind es nicht nur die Gigabyte Tonnen an Sample Daten welche den doch schon recht authentischen Klangeindruck vermitteln können, sondern vielmehr auch die Art und Weise wie intelligent die/das Software/PlugIn diese zehntausenden Samples dann jeweils "abfeuern" werden. Inwieweit ist also das 2box "Brain" in der Lage hierfür Intelligente Algorithmen anzubieten? Oder anders gefragt: Reicht dafür überhaupt die Rechenkapazität aus? (Nicht Speicherkapazität)


    Übrigens: meine Kessel haben alle nur den Head-Sound. Die Rimsounds fallen weg, da ich die Eingänge am Modul gesplittet habe um mehr Instrumente anzuschließen.


    Auch diese Aussage verwundert mich überhaupt nicht! Was das Thema ausreichende Trigger Eingänge angeht bleibe ich eisern bei meiner allseits bekannten These: Auch die Firma Drumit Five scheint in dieser Sache auf reine Abzocke programmiert zu sein! Frei nach dem Motto: Willst Du ein normales "Erwachsen" Setup verwirklichen musst Du eben bluten und mindestens ein zweites Modul dazukaufen. Bezeichnend dazu:


    Der Schöpfer vom MegaDrum Modul @dmitri wurde einmal gefragt warum Er denn so zahlreiche Trigger Eingänge an seinem großen Modul anbietet. (28 Eingänge + HiHat Controller) Seine einfache Antwort darauf: Es kostet einem Hersteller so gut wie kein Geld mehr in der Produktion wenn man etwa statt 15 Trigger Eingänge gleich 30 Trigger Eingänge verbaut! In diesem Punkt zumindest ist das schon eine ziemliche Schweinerei was hier mit dem Kunden betrieben wird.


    Ich benutze meine SD2 Libraries auf meiem 2Box.
    Das Platzproblem habe ich durch eine 16GB Karte gelöst.


    Auch hierbei liegt mir doch glatt eine brennende Frage auf der Zunge: Eine SD Karte ist kein Arbeitsspeicher. Auch das 2box "Brain" sollte in einer gewissen Form einen schnellen Arbeitsspeicher verbaut haben. Wie groß bzw. wie klein ist dieser? Eine SD Karte und die dazugehörige Schnittstelle ist meines Erachtens überhaupt nicht schnell genug, um ein Sample Content in Echtzeit abspielen zu können. Mein VST-Computer - den ich für diese Zwecke zur Verfügung habe - ist Beispielsweise mit sehr schnellen 16 GB Arbeitsspeicher ausgestattet. Die Sample Daten liegen dabei auf einer - im Vergleich zu einer SD-Speicherkarte um ein vielfaches schnelleren - modernen SSD 128 GB Festplatte. Und trotzdem müssen die Daten für einen Echtzeitbetrieb erst einmal in den Arbeitsspeicher geladen werden. Nur einmal um die Dimensionen zu verdeutlichen von denen Wir hier im Zusammenhang mit VST-Techniken sprechen sollten.


    Toontrack sollte fertige DSND-Files verkaufen.


    Nun ja, mir persönlich wäre es viel lieber, wenn sich auch endlich einmal die großen (VST) Software Hersteller wie eben Toontrack, damit auseinandersetzen würden, für Ihre Applikationen geeignete und bühnentaugliche Hardwaregeräte anbieten zu können, welche alle technischen Anforderungen der jeweiligen Software "auf Knopfdruck" standhalten könnten. Etwa in einer Kooperation zwischen Software und Hardware Hersteller. (z.B. wie etwa Steinberg und Yamaha usw.) Ich hätte also nichts dagegen, wenn etwa Drumit Five in Kooperation mit Toontrack ein Gerät entwickeln sollte, welches mir meine liebgewordenen Superior Drummer Funktionen 1:1 mit allen vorhandenen Einstellungs-Routing Optionen anbieten könnte. Dafür müsste dieses Gerät aber dramatisch leistungsfähiger ausgestattet sein als das bisherige 2box Modul und sich damit quasi in einer ganz anderen Zeitdimension befinden.


    Gruß


    Trommeltotti

    Einmal editiert, zuletzt von trommeltotti ()

  • Aber für mich bleibt hier weiterhin eine entscheidende Frage übrig, welche mir hier in diesem Zusammenhang bisher noch niemand wirklich beantworten konnte: Bei den hochwertigen VST Instrumenten wie etwa Superior Drummer sind es nicht nur die Gigabyte Tonnen an Sample Daten welche den doch schon recht authentischen Klangeindruck vermitteln können, sondern vielmehr auch die Art und Weise wie intelligent die/das Software/PlugIn diese zehntausenden Samples dann jeweils "abfeuern" werden. Inwieweit ist also das 2box "Brain" in der Lage hierfür Intelligente Algorithmen anzubieten? Oder anders gefragt: Reicht dafür überhaupt die Rechenkapazität aus? (Nicht Speicherkapazität)

    Verbessert mich wenn ich mich irre, aber meines Wissens besteht die "Drum Library" z.B. bei Superior Drummer (SD) aus nichts weiter als aus einzelnen Aufnahmen/Samples der Trommeln mit verschiedenen Anschlagsstärken aufgenommen, die dann, je nach Triggersignal entspechend abgespielt werden. Wenn man nämlich SD oder AD (Addictive Drums) mal in Cubase OHNE ein Drumbrain benutzt und die Anschlaglautstärken dann konstant sind, dann klingt das Schlagzeug nämlich ziemlich künstlich, weil da nämlich immer die gleichen Samples wiederholt werden. Auf jeden Fall habe ich da nicht den Eindruck, dass da was anders passiert als die Samples einfach nur abzuspielen. Und dafür brauch man dann auch keine bzw. nur wenig Rechenleistung.

    Wehret den Anfängen: keine Macht dem Jazz!

  • Ich hab das auch so umgesetzt wie drumrookie. Hab den Speicher einfach durch ne Verlängerung und eine 16er Karte erweitert. Somit passen da bequem alle Sounds drauf.


    Bis jetzt habe ich es leider nur geschafft, die Bass von SD auf mein 2box zu bringen. Ich komme zeitlich einfach nicht dazu. Muss aber sehen, dass ich es in der kalten Jahreszeit noch schaffe, denn im Sommer gibt es wieder zig andere Ausreden :) Aber auf jeden Fall danke schon mal mit dem Tipp bzgl. Kopfhörer und PA. Das hatte ich zwar bei meinem TD-12 auch schon, dass sich Sounds über Kopfhörer anders angehört haben wie dann über die PA, aber das vergisst man schnell und zu Hause (also da wo ich auch die Sounds erstellen werde) spiele ich nur über Kopfhörer. Wovon ich noch echt keinen Plan habe ist von Laye und Hits und wo ich das einstellen kann etc. aber da muss ich mich einfach mal reinfuchsen.


    Als ich mich vor einem Jahr mal bei drumtec nach dem Modul erkundigt habe und ich mich begeistert gezeigt habe, dass man da auch Sounds drauf laden kann, meinte der Verkäufer nur, dass es sich wohl nicht so gut anhören wird, da man die Sample-Rate nicht so hoch setzen kann wie bei einem PC (hoffe, ich geb das korrekt wieder) - aber hier haben ja schon viele gute Erfahrungen mit den eigenen Sounds gemacht.


    drumrookie: Vielleicht kannst Du ja mal ein paar Sounds aufnehmen und zum anhören bereitstellen - würde mich interessieren. Oder vielleicht gibts ja ein Mitschnitt von Eurem Auftritt.


    @Freidag: Danke für den Tipp bzgl. Software. Arbeitest Du denn damit? Ich kenn nur das DSoundTool vom 2Box-Forum. Ist das SDSE einfacher bzw. besser, schneller zu bedienen?


    Grüße
    Tobi

  • Verbessert mich wenn ich mich irre, aber meines Wissens besteht die "Drum Library" z.B. bei Superior Drummer (SD) aus nichts weiter als aus einzelnen Aufnahmen/Samples der Trommeln mit verschiedenen Anschlagsstärken aufgenommen, die dann, je nach Triggersignal entspechend abgespielt werden. Wenn man nämlich SD oder AD (Addictive Drums) mal in Cubase OHNE ein Drumbrain benutzt und die Anschlaglautstärken dann konstant sind, dann klingt das Schlagzeug nämlich ziemlich künstlich, weil da nämlich immer die gleichen Samples wiederholt werden. Auf jeden Fall habe ich da nicht den Eindruck, dass da was anders passiert als die Samples einfach nur abzuspielen. Und dafür brauch man dann auch keine bzw. nur wenig Rechenleistung.


    Das ist definitiv falsch! Man kann das ganz einfach innerhalb von SD ausprobieren auch ohne Pads am E-Set anschlagen zu müssen:


    Unter der Registerkarte "Mapping" befindet sich unten ein sogenanntes "Advanced Note and Node Preview tool" oder schlicht eine "slide bar" auf der man mit der Maus Klicken und ziehen kann und dabei mit verschiedenen Velocity Werten von 0 bis 127 einen (virtuellen) Trigger Befehl auslösen wird. Links von dieser "slide bar" befindet sich ein "Arpegiator" welchen man aktivieren kann. Bei entsprechender Rechtsstellung des "Arpegiator" Drehreglers erhält man eine ganz schnelle Abfolge von dauerhaften Anschlägen (Quasi wie ein Maschinengewehr Feuer) wenn man mit gedrückter Maustaste permanent auf einen bestimmten (gleichbleibenden) Velocity Wert in der "slide bar" stehen bleibt, generiert SD ganz viele Anschläge mit Einem und dem Selben starren Velocity Wert.


    Trotz eines exakt gleichbleibenden Velocity Wertes nach Wahl feuert dabei SD niemals Ein und das Selber Sample ab und der berüchtigte "Machine Gun" Effekt bleibt dabei aus. Es sei denn, man deaktiviert innerhalb von SD alle möglichen "Randomizations" (Zufalls Funktionen) in der "Humanize Section" und reduziert die "Voice & Layer" auf ein Minimum. SD kann pro Artikulation eines Instrumentes maximal 675 Samples abfeuern! (Bei einigen Erweiterungspacks sogar noch mehr) Eine Snare Drum mit 8 Artikulationen hat dann also maximal 5400 Samples zur Verfügung! Und das will im Echtzeitbetrieb intelligent verwaltet werden. Nach wie vor hat mir hier noch niemand wirklich überzeugend erläutern können, wie ein herkömmliches Drum Brain wie die 2Box das bewältigen kann.


    Gruß


    Trommeltotti

  • Hallo,


    hab mir jetzt auch mal ne ganze Weile das Programm hier in der Testversion angeschaut:


    http://lustark.com/sdse


    Am Mittwoch oder Donnerstag ist eine neue Version 1.3 herausgekommen, die unterstütz jetzt ach BFD und man muss DSoundTool nicht mehr manuell starten (aber man muss es haben), das macht jetzt alles SDSE 8o Das müsst ihr euch echt anschauen. Das ist ein Traum, wie schnell und einfach das geht. Hab das aber nur mit SD 2.0 getestet.


    Einfach das mitgelieferte File in REAPER 4 (kann man kostenlos nutzen) laden und dann auf „ALL“ drücken und nach ein paar Minuten hat man fertige DSND-Files!!


    Der E-Mailkontakt und die Hilfe von Lustark sind auch wirklich klasse und der ist echt net. Hab eigentlich nur ne simple Frage gestellt, weil ich was nicht verstanden hab :huh: und hab ne mega lange Antwort bekommen mit allen möglichen Informationen. Auch rückfragen und Fragen zu seinem Set (was also nicht wirklich was mit der Software zu tun hat) hat er mir beantwortet. Zudem habe ich Tipps bekommen, wie man was wo einstellen muss.


    Also, ich hab mir heute die Voll-Version bestellt und freu mich schon, Massen an neuen Sounds zu erstellen.


    Kann nur sagen :thumbup:


    Grüße
    Tobi

  • Hallo zusammen,


    der Freidag13 hat vor einiger Zeit hier im Beitrag mal vom Eigenbau seines 2Box HH-Controllers berichtet. Hat den zufällig jemand gekauft und braucht ihn nicht mehr? Freidag13 baut wohl aktuell keine mehr, da es sich nicht lohnt und ich bräuchte dringend einen um mein DIY-Becken Set fertig zu stellen.


    Wenn mir jemand Tipps zum DIY-Controller geben kann – also was ich dafür benötige und ggf. ein Schaltplan, so dass es mir jemand bauen/basteln könnte wäre ich natürlich auch sehr dankbar.


    Bin für alles Dankbar, was mich hierbei weiterbringt. Sonst ist mein ganzes DIY-Projekt gefährdet.


    Hab über das 2Box-Forum schon mit Freidag13 Kontakt aufgenommen – er hat aktuell leider keine oder nur sehr wenig Zeit und kann sich nicht um den Controller kümmern.


    Vielen Dank schon mal an Euch und ich hoffe auf Hilfe…


    Tobi

  • In den letzten Wochen hatte ich einige Gelegenheit mich mit dem internen Mixer des 2Box-Moduls in Live-Situationen zu befassen. Das Modul bietet hier sehr gute Möglichkeiten, die, meines Wissens nach, kein anderes Modul bietet.


    Die umfangreichen Möglichkeiten sind hier http://www.hyperactive.de/site…-Manual-1.2X%20German.pdf ja schon ausführlich beschrieben. Ich habe mich mit der Möglichkeit beschäftigt das Modul als InEar-Station zu verwenden.


    Bei unseren Gigs sende ich ein "fertiges" Drum-Signal an das Bandmischpult. Vom Pult erhalte ich ein Master-Signal (wir sparen uns separate Monitormixe). Mit dem FischerAmps-BeltPack mische ich mir dann mein persönliches Monitorsignal für die InEars. Eine Kombination aus Band- und Drum-Signal. Oft sind mir jedoch die hohen Töne (Crashes, Snare, etc. ) zu laut, die Kick hingegen zu leise. Hier hilft das DrumIt. Über die Mixer-Sektion kann ich die sechs Busse so mischen, dass ein für mich angenehmer Mix entsteht. Dabei wird der Sound, den ich zu Band schicke, nicht beeinflusst. Wenn man so will ist das Modul also schon eine richtig kleine InEar-Station. Die sechs Kanalzüge, die dafür vorgesehen sind, reichen vollkommen aus. Mir gefällt es auch, dass ich jeden der Busse individuelle benennen kann und jedes Instrument frei einem dieser Busse zuordnen kann. Sehr komfortabel.


    Den BeltPack nutze ich weiterhin, weil ich hier einfach schneller während des Spielens Lautstärke und Lautstärverhältnisse (Band/Drums) anpassen kann. Es geht aber auch ganz ohne diesen, nur mit dem Modul. Ich kann hier das Bandmonitorsignal über LineIn einspeisen und ebenfalls separat mischen. Über das intere Routing verhindere ich dann, dass dieses LineIn-Signal oder eben das von mir gemische InEar-Signal an den Bandmischer geht.


    Beim Mixer kann ich auch den Click auf meine Bedürfnisse anpassen. Damit meine ich hier die Lautstärke. Noch eine weitere Funktion des Clicks verwende ich übrigens ebenfalls regelmäßig: Als Live-Band bin ich bei uns das Metronom. Das soll auch so bleiben. Es gibt jedoch Stücke, bei denen ich sehr gerne die Einzählfunktion nutze. Dabei lasse ich mir vom Modul zwei Takte geben, danch schaltet sich der Click aus. So habe ich ein korrektes Tempo und muss doch nicht den ganzen Song nach Click spielen.


    So long


    drum-de

  • Wenn man so will ist das Modul also schon eine richtig kleine InEar-Station.


    Das würde ich dann aber schon ein wenig anders sehen wollen. Denn dafür muss man wohl größere Geschütze auffahren. Unter einer richtigen (vollwertigen) InEar Station würde ich verstehen wollen, dass man alle relevanten Signale der Band (Nicht nur die einzelnen Drum Instrumente) in Sachen Lautstärke- Klangbearbeitung- und Panorama Einstellungen jeweils völlig unabhängig voneinander und nach belieben regeln kann.


    Dafür gibt es ja mittlerweile eine spezialisierte Gerätegattung am Markt. Wie etwa hier - hier - und hier. Oder man nutzt halt moderne VSTi Techniken zusammen mit einem hochwertigen Audio-Interface. Dann kann man sich beispielsweise ein-zwei digitale ADAT Signale oder auch ein Madi Signal separat vom Mainmix abzapfen und eine persönliche "More Me" Abmischung erstellen. Hier kommen Wir dann in Bereiche, wo herkömmliche Modul Techniken längst die "Grätsche" machen. (Nicht nur hierbei)


    Gruß


    Trommeltotti

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