Flexibles freischwingendes Tomhaltesystem?

  • Guten Abend Forum,


    ich hatte die günstige Gelegenheit, meine Vintagekiste (bislang 24 BD/14 TT auf Snareständer/18 ST) um mehrere Trommeln der gleichen Serie und Farbe ergänzen zu können (22 BD/10 TT/12 TT/13 TT/16ST).
    Eigentlich hatte ich nur nach dem 16" ST gesucht, aber so war's auch gut. Dafür habe ich nun das "Problem", sehr flexibel sein zu können.
    Mir schweben Kominbationen wie 24/14/16/18, 24/13/16/18, 24/13/16, 22/13/16, 22/10/12/14 (dann rechts am Tomhalter) etc vor. In diesen kämen zumindest das 13" und 14" TT hin und wieder auf dem Snareständer zum Einsatz.
    Bislang habe ich dabei (beim 14er) die Tomrosette (gebohrter Kessel, Pearl) abgeschraubt. Das würde ich gerne weiter so halten :)
    Sollte ich das aber öfter variieren wollen wäre es mir zu umständlich, jedesmal das Fell abschrauben zu müssen um die Tomrosette an- oder abzuschrauben.


    Jetzt die Frage:
    Gibt es ein ordentliches Freischwingsystem,
    a) das sich entweder an- und abmontieren lässt, ohne dabei die Felle/Spannreifen entfernen zu müssen (Achtung: Ausser Pearl ISS! Scheidet aus wegen sonstiger Nachteile), oder
    b) das zwar am Kessel verbleibt, bei dem man aber ohne zu großen Aufwand die Rosette an- und abschrauben kann?


    Für b) z.B. die Dixon Rims? Kommt man hier z.B. mit einer Ratsche oder einem Schraubenschlüssel komfortabel genug hinter die Befestigungsplatte um die Schrauben betätigen zu können?


    Ich hoffe mich verständlich ausgedrückt zu haben und freue mich über konstruktive Hinweise,
    Gruß, Martin


    Edit: Bessere Verständlichkeit

  • Hallo!


    Also vernünftige Aussagen kann ich nur zu RIMS (hatte ich) und Pearl Optimount (habe ich jetzt) machen.
    Von der Funktion als Freischwingsystem würde ich das Optimount klar bevorzugen! Warum?
    Bei RIMS besteht die Verbindung zur Trommel nur über 4 (bei den meisten Zollgrößen) obere Stimmschrauben, d.h. die Trommel liegt eigentlich mit der Unterkante des oberen Spannreifens bzw. sogar mit den Fellreifen auf den Gummipuffern des RIMS. Dabei habe ich beobachtet, daß die Toms recht schwierig zu stimmen waren, da eine ungleiche Belastung auf den Spannreifen bzw. Fellreifen wirkt, da die Trommel ja nicht vollständig mit allen Stimmschrauben auf dem RIMS (wie is eigentlich der Singular?) aufliegt.
    Man muß aber fairerweise sagen, daß es schlaue Menschen gibt, die RIMS einfach an den Unterseiten montiert haben! Da s is allerdings auch ne optische Frage und ich habe das nie probiert...
    Bei den Optimounts funktioniert das etwas anders: Hier werden die Spannböckchen an 2 Schraubenpositionen oben und unten praktisch zwischen Gummipuffern zusammengeklemmt (kann man selbst regulieren!) und es besteht kein Kontakt zu den Spannreifen, was ich wesentlich besser finde.


    Aber um auf Deine eigentliche Frage zurückzukommen: Um die dinger zu wechseln, musst Du bei beiden Systemen Spannreifen und Felle lösen, bei RIMS aber nur eine Seite.
    Was das Wechseln der Rosetten angeht, so wärst Du mit RIMS sicher besser bedient, da is der Abstand zum Kessel größer! Da sollte man mit Schraubenschlüssel oder kleiner Ratsche dahinter kommen...


    Ich hoffe etwas geholfen zu haben!


    Gruß,


    Bernold

  • Danke Euch beiden für die Antworten.
    @ Der Kritische: Verstehe ich Dich und die verlinkte Abbildung richtig: Das Tama System hat spezielle Spannreifen? Sind die (bei gleicher Lochzahl) kompatibel zu Trommeln anderer Hersteller?
    Gruß, Martin

  • Normalerweise hat Tama spezielle Spannreifen mit extra Löchern für das Freischwingsystem. Solange die Anzahl der Löcher und der Durchmesser stimmt, müsste das auch auf andere Trommeln passen. Dafür sollte man aber auf Gussreifen stehen und die Investition nicht scheuen. Was Der Kritische verlinkt hat ist allerdings das Tama-System zur Befestigung an normale Spannreifen, die Spezialspannreifen sind hierfür nicht erforderlich. Ich persönlich halte nichts von Freischwingsystemem, die am Spannreifen angebracht sind, da das den Stimmvorgang verkompliziert: Stimmt man die Trommel und hängt sie dann auf, verstimmt sie sich durch das Eigengewicht, dass auf den Spannreifen wirkt und man muss entsprechend nachstimmen.

    "Ich verlor bisher Filze, Sticks und einen Bassisten. Weiß der Geier was man damit will."
    Barumo, 2008

  • Danke Euch beiden für die Antworten.
    @ Der Kritische: Verstehe ich Dich und die verlinkte Abbildung richtig: Das Tama System hat spezielle Spannreifen? Sind die (bei gleicher Lochzahl) kompatibel zu Trommeln anderer Hersteller?
    Gruß, Martin


    Falsch verstanden.


    Das Starcast mit Gussreifen hab ich ja nicht verlinkt, sondern jenes für Flangedhoops. das passt so ziemlich an jeden Spannreifen.

    "Man muss das Grundgesetz vor seinen Vätern schützen und die Verfassung vor ihren Schützern."
    "Der Faschismus ist eine Spielart der freien Marktwirtschaft."
    Wolfgang Neuss

  • Zorschl hat es auch den Punkt gebracht. Das Eigengewicht der Trommel ist das Poblem. So gesehen ist das Optimount das einzig brauchbare universelle Aufhängsystem. (Nein, ich bin mit denen weder verwandt noch verschwägert...)
    So und jetzt warte ich auf meine Steinigung...
    Sorry, aber es ist Freitag-Nacht...(-;

    Einmal editiert, zuletzt von Propeller ()

  • Vielen Dank :)
    Zusammenfassend stelle ich bis zu diesem Punkt fest, dass Rims u.ä. auch Nachteile haben können, die in eine ähnliche Richtung gehen wie die des Pearl ISS.
    Das Optimountprinzip leuchtet mit völlig ein, löst aber nicht mein Problem der abnehmbaren Rosette. Dann lasse ich die lieber erstmal überall dran und montiere die Toms konventionell.
    Der Ausgangspunkt meiner Überlegungen war ja eher, ein Freischwingsystem für zusätzliche Flexibilität zu nutzen, weniger wegen des freischwingens an sich.
    Gruß, Martin

  • Bislang habe ich dabei (beim 14er) die Tomrosette (gebohrter Kessel, Pearl) abgeschraubt. Das würde ich gerne weiter so halten :)

    Wozu eigentlich? Versteh ich nicht...


    .

  • Wozu eigentlich? Versteh ich nicht...


    Die Rosette ist ein ziemlich massives und schweres Ding (Pearl GLX). Der Snareständer, auf dem ich das Tom habe, "bremst" ja schon genug, deshalb durch das Abschrauben Ballastreduzierung.

  • Was mich etwas wundert:
    Es gibt doch so viele KollegInnen hier, die gebohrte und andere Trommeln mit RIMS u.ä. nachgerüstet haben. Z.B. das Force 3000, welches das m.E. überhaupt nicht nötig hat. Ich hatte es auch mal.
    Wo bleiben deren Verteidigungstiraden für RIMS (und ähnliche)??
    Würde gerne mehr lernen, Martin

  • Was mich etwas wundert:
    Es gibt doch so viele KollegInnen hier, die gebohrte und andere Trommeln mit RIMS u.ä. nachgerüstet haben. Z.B. das Force 3000, welches das m.E. überhaupt nicht nötig hat. Ich hatte es auch mal.
    Wo bleiben deren Verteidigungstiraden für RIMS (und ähnliche)??
    Würde gerne mehr lernen, Martin


    Ganz einfach - weil das ein ewiges "Streit"-Thema ist/bleibt: Rims oder keine Rims
    Es wurde eben schon Alles dazu geschrieben (s.Suche).

  • [video]

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    [/video]

  • Wie schön das es so anschauliche Videos gibt.


    Wie schade... das sie mitunter methodisch mehr Fragezeichen aufwerfen als sie vielleicht verwertbare, verläßliche Infos bereitstellen.


    Ja, Drums sind keine Raketentechnologie… aber die wenigen Wirkmechanismen die unser Instrument bestimmen sind eben doch nicht in 2 Minuten erlernt bzw. erschöpfend abgehandelt.


    Ich möchte mangels Zeit/Lust keine Diplomarbeit daraus machen... muß aber zumindest Rookies vorsichtig darauf hinweisen, dass Rims oftmals den Sound, insbesondere den Klangverlauf verbessern kann... aber nicht immer und KEINESFALLS immer wie im Video demonstrierten Beispiel.


    Natürlich könnte man manches zu der ITS Halterung von Mapex und den systemimmanenten Eigenschaften/Eigenheiten/Grenzen dieses Systems sagen (da das alte ITS ja demonstriert wird) und auch ob! ? das vor wenigen Jahren bei manchen Serien implementierte Nachfolge-Modell dieser Halterung wirklich audio-phil besser wurde... auch darüber wäre vieles zu sagen. Ich lasse auch das (diesmal aus Unabhängigkeitsgründen) weg.


    Da mir nach wenigen Sekunden des Videos so viele Zweifel ob der Art der Demonstration und der Untersuchungsmethodik kamen habe ich habe soeben mit 10 - 11 Saturn Toms (die eben jene ITS Halterung des Videos haben und unter gehörgeschulten Drummern nie als Nonplusultra galt und natürlich haben nachweislich manche Drummer ITS durch RIMS ersetzt) verglichen. Mit keinem tritt solch ein massiver Effekt wie im Video demonstriert auf. Mit keinem von 10 bzw. 11 Toms. Ich habe gegenwärtig 4 Saturnsets greifbar und noch 1-2 Zusatztrommeln für jene.


    Ich habe deshalb um keinem Fehler zu erliegen auch in einem reflektionsarmen „holzbestimmten“ Raum 3 Toms einzeln nochmals getestet. Wieder nicht annähernd ein soooo starker Effekt wie im Video.


    Die von mir unterstellten (wir alle können natürlich irren - ich zuallererst) methodischen Mängel sind meiner Meinung nach vielfältig.


    Ich belasse es bei dem bewußt naiven! Hinweis von mir, dass man bitte mal auf das Tuning der Toms im Video achten könnte.


    Und dem subjektiven Hinweis das ich zwar RIMS und das Tama Starcast für die 2 besten Systeme halte… aber ein Umrüsten nicht für jeden angezeigt ist. Da je nach Fell, Tuning! und Kesselspezifikation(en) die Wirkeffekte deutlich geringer sind oder wesentlich geringer SEIN KÖNNEN, als im Video demonstriert.


    Rechtschreibung, da total in Eile...sonst nix editiert.

  • Könnte durchaus sein, dass er vorher 4-5 Pfund Butter oder Käse aufs Resofell gelegt hat um die Belastung auf die Aufhängung künstlich zu erhöhen.
    Das tom klingt so oder so recht abgewürgt.
    LG

  • Man muß aber fairerweise sagen, daß es schlaue Menschen gibt, die RIMS einfach an den Unterseiten montiert haben! Da s is allerdings auch ne optische Frage und ich habe das nie probiert...
    Bei den Optimounts funktioniert das etwas anders: Hier werden die Spannböckchen an 2 Schraubenpositionen oben und unten praktisch zwischen Gummipuffern zusammengeklemmt (kann man selbst regulieren!) und es besteht kein Kontakt zu den Spannreifen, was ich wesentlich besser finde.


    Ich habe bei meinem 12er Tom vom BLX das RIMS-System unten montiert - wie man unten auf den Bildern sehen kann, verändert sich dadurch die Lastverteilung der vier Auflagepunkte etwas: das Gewicht der Trommel liegt fast vollständig auf den beiden äußeren Gummipuffern und hier insbesondere auf den Spannböckchen - die anderen beiden inneren Puffer stabilisieren die Trommel, dort liegt ganz leicht der Fellreifen auf den (hier umgedrehten) Gummis auf .
    Was bringt's? Das Tom ist noch freier in der Bewegung als bei "hängender" Montage der Rims und die Kräfte gehen sehr viel schwächer auf das Fell (hier jetzt natürlich das Reso). Ich denke mal, dass sich diese Montageart nicht mehr vom in der Hand halten unterscheidet vom Klang. Weiterer Vorteil: die Toms können wieder näher zusammen gebracht werden oben, weil der RIMS-Reifen nicht mehr stört - das ist auch ein Vorteil bei Clip-On-Mikros. Der Nachteil (oder auch Vorteil - je nach Bilickwinkel) ist, dass die Trommel etwas mehr auf der Halterung schwingt. Mir haben immer L-Tomarme besser gefallen, weil sie diesen etwas schwingenden und soften Charakter von der Aufhängung her haben - da sind die Pearl-Tomarme leider das genaue Gegenteil davon. So (mit dem Upside-Down-RIMS) ist es schön "kontrolliert wackelig". Ob das auf einer Bühne mit wackligen Drumpodesten auch noch schön ist, habe ich mit dem BLX noch nicht getestet - vermutlich eher nicht. Für festen Untergrund ist es aber sehr angenehm. Ich werde wohl alle meine Hängetoms auf "unten" umrüsten...


    Der Vergleich Optimounts / RIMS ist schwer - tendenziell ist es so, dass die Optis die Hauptlast auf zwei Böckchen unten bringen und oben seitliche Kräfte an zwei Stimmschrauben wirken. Wenn die Optis falsch eingestellt sind (also zu eng), dann würgen sie den Ton der Trommel ab. Mir kommt es so vor, als würden die RIMS der Trommel einen kleinen Tick mehr "Luft" lassen - besonders in der Upside-Down-Variante.


    Je nach Typ des Optimounts holt man sich auch ganz schön Gewicht ins Haus - die OPTN-Ausführung, die ich gekauft hatte (aus Stahlguss) ist schwer wie die Hölle. Die OPTA aus Alu ist wohl leichter geworden... Wer auf das Gewicht mehr Wert als auf die Optik legt, der sollte die alte Ausführung OPT nehmen.


    Fakt ist jedoch eins: beide Aufhängungen verbessern das Schwingungsverhalten der Trommeln immens und können Probleme mit einzelnen Trommeln komplett in Luft auflösen: bei mir war das 12er MLX Tom immer tot im Vergleich zu den anderen Toms - nach Montage des Optimounts ist das weg und der Klang der Tomreihe wieder absolut homogen. Hätte mein Set keine Freischwinger-Tomhalterung, wäre es nach ggf. defekten Gratungen das erste, was ich investieren würde.


    PS: das Tom in dem Video klingt mit und ohne Unterstützung absolut beschissen - es ändert sich etwas, aber es wird nicht besser oder schlechter, sondern anders beschissen :)

  • Auch ich empfinde es bei Rims so, dass die "Untenmontage" einen Hauch befreiter aufspielt. Vielleicht hören wir da auch die Flöhe husten. Aber ich nahm es bei eigenen Sets mehrfach so wahr und empfinde das globige Rims, in dieser Position auch optisch als angenehmer.


    Für Rookies:
    Nur das kein Mißverständnis aufkommt: ich liebe Freischwingsysteme und spiele seit 1990 bis auf eine Ausnahme kein Set mehr ohne Rims, Starcast ISS, ITS etc.
    Meine Kritik bezieht sich somit nicht auf die Systeme als solche... ganz im Gegenteil, sondern die Postulate und Demonstrationen und die Methodik des für meine Augen und Ohren sehr "speziellen" Videos.


    Und natürlich machen Freischwingsysteme oftmals das Stimmen leicht und/oder vergrößern in manchen Fällen die Range (die tuningtechnische Bandbreite) in der ein Tom lange und wohltönend einsetzbar ist.
    Aber natürlich gibt es auch in manchen Fällen mal miese Drums durchaus mit Rims straight out of the box ausgestattet... bzw. "tote" Toms wo auch Rims oder andere Felle nichts mehr bis nicht viel retten können.


    Aber wenn man nicht stimmen kann... dann braucht man auch keine Umrüstung. Und es gibt Tuningranges und Vorlieben wo die Effekte deutlich hörbar oder eben deutlich kleiner werden.
    Wenn man eine Trommel aber nicht stimmen will oder gar bewußt detuned... und manches mehr, dann sind die erzielten Effekte sinnfrei bzw. "artifizielle" ;) Effekte generierbar die in Natura so nicht auftreten würden.

  • was mir am video gefallen hat, war die überdeutliche (schweres tom, flache montage) demonstration der torsion am/um die stimmböckchen. solch drastische auswirkungen hätte ich auch unter "verschärften" bedingungen nicht erwartet.



    @ Drumstudio1: du lobst das neue starcast. wie würdest du das aktuelle optimount von pearl bewerten?

  • Hallo,


    bei dem aktuellen Starcast-RIM-System von Tama werden kleine "Schlitten" mittels Inbusschrauben am Spannreifen des Toms befestigt (insgesamt drei). Der(die/das) Rim wird dann mit Rändelschrauben an den Schlitten fixiert. Diese Schlitten können immer an den Spannreifen dran bleiben, dürfte also Deinen Vorgaben entsprechen.


    Es ist nicht gerade billig, funktioniert aber sehr gut bei mir.


    Gruß - RF.

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